Also, ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich war irgendwie ein wenig enttäuscht. Ich denke, uns allen ist bewusst, dass der Trend weggeht von reinen Spielkonsolen, hin zu Multimedia-Zentralen, die das Gaming mit anderen Entertainment-Bereichen verbinden, allerdings stellte ich mir die gesamte Presse-Konferenz über die Frage, wo denn nun das Gaming bleibt. Hier eine grobe Zusammenfassung der wichtigsten Features der neuen Konsole von Microsoft:
“Das Gehirn Ihres Wohnzimmers” soll sie werden, eine Super-Konsole im Wortsinn. Die Benutzeroberfläche der Xbox One mit Sprach- und Gestensteuerung soll sich über die aller anderen Unterhaltungsmaschinen legen, vom AV-Receiver bis zum Internet- und Fernsehanschluss.
Ist die Xbox One im Standby-Modus, kann sie per Sprachsteuerung geweckt werden (“Xbox, on”), erkennt die Stimme des jeweiligen Sprechers und meldet ihn mit dessen Nutzerkonto an. Die Nutzung von zweiten Bildschirmen wie Smartphones und Tablets beim Spielen baut Microsoft über die Software SmartGlass weiter aus. 300.000 Server will der Konzern weltweit betreiben, um den Online-Dienst Xbox Live ruckelfrei zu halten. “Das ist genauso viel Rechenpower wie im Jahr 1999 auf der gesamten Welt”, witzelte einer der Präsentatoren. Filme, Musik, Spiele und Savegames sollen komplett in der Cloud abrufbar sein.
Die neue Xbox wird nicht zwingend eine Internet-Verbindung erfordern, wenn nur offline gespielt wird. Eine mögliche “Online-Pflicht” war im Vorfeld von Nutzern massiv kritisiert worden. Es hieß, Microsoft könnte damit verhindern wollen, dass Nutzer gebrauchte oder selbst kopierte Spiele auf der Konsole installieren und abspielen. Microsoft habe sich in dieser Frage eindeutig nach den Wünschen der Nutzer gerichtet, berichtet das Technologie-Blog “Ars Technica” unter Berufung auf eine interne E-Mail an alle Mitarbeiter. Wer etwa nur über eine Blu-ray-Disc ein Spiel spielen oder Fernsehen schauen wolle, solle dies mit der neuen Xbox auch unabhängig von einer Internet-Verbindung tun können.
Wo die alte Kinect-Kamera pixelige, unscharfe Bilder sieht, erkennt die neue ein klares Monochrom-Bild des Raums – auch, wenn das Licht aus ist. So funktioniert etwa Gesichtserkennung auch im Dunkeln. Zusätzlich verfügt das neue Kinect über eine hochauflösende Farbkamera und einen Satz Mikrofone, die nicht nur den Sprecher im Raum lokalisieren, sondern auch Umgebungsgeräusche herausfiltern können sollen. All diese Kanäle können ihre Informationen bündeln und verrechnen. Yaron Galitzky, Entwicklungschef für die Konsolenkamera, erklärt: “Kinect weiß nicht nur, wer im Zimmer ist. Es weiß auch, wer welchen Controller in der Hand hält.” Umständliche Login-Vorgänge würden damit entfallen.
Klingt alles ganz nett, doch für mich ist vieles davon einfach unerheblich für eine Spiele-Konsole. Daher die Frage an Euch: Wie sieht Eure Einschätzung aus? Wie seht Ihr die neue Xbox One? Werdet Ihr sie Euch zulegen?
Quellen: Spiegel.de, n-tv.de