32.Spieltag: Das Nordderby

Die schönsten Siege für jeden Werder-Fan, sind die Siege gegen Bayern und den HSV. Und auch wenn der Sieg am heutigen 32.Spieltag etwas glücklich war, freue ich mich ganz besonders, dass wir nun a) einen Champions-League Qualifikations-Platz sicher haben und b) weiterhin zwei Punkte vor Schalke auf Platz 2 liegen.

Und was war das bitte für ein emotionales Spiel. Eines vorweg: Der Schiedsrichter war mit Abstand der schlechteste Mann des Abends. Sowohl Kompany, als auch Wiese müssen bereits in der ersten Halbzeit vom Platz gestellt werden. Kompany reißt Diego fast den Kopf ab und bekommt dafür nicht mal die gelbe Karte. Und Wiese ist einfach ein Grobmotoriker, kommt mit seinem Versuch den Ball rauszuhauen viel zu spät und bricht Olic fast das Genick. Auch wenn es viele HSV-Fans sicher anders sehen werden, unterstelle ich Wiese in diesem Fall keine Absicht. Welcher Torwart ist denn bitte so blöd und tritt einem Spieler ins Gesicht, um einen eigentlich sicheren Platzverweis zu riskieren? Nichtsdestotrotz war Wiese mit Abstand bester Bremer auf dem Platz und verhinderte mit seinen Paraden mehrfach den Ausgleich, bzw. die Führung für den HSV.

Grundsätzlich würde ich sagen, dass das Spiel eigentlich ein typisches 0:0-Spiel war. Beide Mannschaften hatten nicht viele Torchancen. Der HSV kam erst nach dem Rückstand richtig in Fahrt, blieb aber größtenteils zu harmlos. Werder hatte quasi im ganzen Spiel nur zwei richtiger Torchancen, wovon Almeida einen sehr gut abgeschirmten Ball von Rosenberg einfach mal in den Winkel hämmerte. Nach der gelb-roten-Karte gegen Baumann, die übrigens ein absoluter Witz war (da der Schieri in der zweiten Halbzeit versuchte, seine geistige Abwesenheit im ersten Abschnitt damit wieder gut zu machen, indem er einfach für jedes kleine Foul gelb zeigte), spielte Werder in Unterzahl und stellte sich die restliche Spielzeit nur noch hinten rein. Auch wenn der HSV noch zu der ein oder anderen Torchance kam, war es doch größtenteils zu harmlos, um Werder ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich natürlich sehr zufrieden bin – zum einen natürlich mit dem Ergebnis, zum anderen aber auch mit der Art und Weise, wie Werder gespielt hat: Nämlich aus einer sicheren Abwehr, ohne ein großes Risiko einzugehen. Das sah über weite Strecken der Rückrunde nämlich völlig anders aus – Stichwort “Hurra-Fußball” und blindes nach-vorne-Rennen, um oft _auswärts_ ausgekontert zu werden.

Um den zweiten Platz gegenüber Schalke zu sichern, reichen Werder nun vier Punkte aus zwei Spielen. Das heißt in der Praxis: Ein Heimsieg gegen Hannover und ein Unentschieden bei den krisengeschüttelten Leverkusenern – klingt durchaus machbar: Champions-League, wir kommen (wieder)!

Übrigens: Die Nummer 1, die Nummer 1, die Nummer 1 im Norden sind WIR *sing*

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