Flughafen-Trauma

Ich bin jetzt in zwei Wochen insgesamt vier Mal geflogen. Abgesehen davon, dass die ganze Hetzerei extrem stressig war, es sich aber trotzdem gelohnt hat, weil tolle WoW-Nächte dabei rausgekommen sind und sich die Jungs von Game-TV extrem viel Mühe gegeben haben, muss ich sagen, dass mein Bedarf in Sachen Fliegen erstmal gedeckt ist. Das liegt übrigens nicht daran, dass einem beim Fliegen mal “die Düse” geht, sondern vielmehr am Drumherum. Der Flughafen in Hannover ist logistisch gesehen eine einzige Katastrophe: Zuerst mal hat man als jemand, der nicht gerade aus dem Raum Hannover-Langenhagen kommt, keine andere Möglichkeit, als die hauseigenen Parkhäuser zu benutzen. Die Parkhäuser könnten, falls der Flughafen mal dicht macht, ohne Probleme an einen Jahrmarkt als Irrgarten verkauft werden – sie sind nebeneinander gebaut, gelten als Parkaus 1 und 2, sind aber trotzdem miteinander verbunden. Logische Stockwerke oder eine gewissen Reihenfolge der Parkplätze gibt es nicht. Trotz der Tatsache, dass jeder Parkplatz eine Parkdeck- und eine Parkplatz-Nummer hat, findet man sich kein bisschen zurecht. Ich habe vor zwei Wochen alleine ca. 30 min mein Auto gesucht, und heute mit meiner Frau ca. 40 min – hat man sein Auto endlich gefunden, ist man so aggressiv, dass man am liebsten das Parkhaus abreißen würde.

Was mich aber am meisten vom Fliegen abhält, ist die Sicherheit an den Flughäfen. Ich verstehe durchaus, dass aufgrund des 11.Septembers 2001 die Sicherheits- maßnahmen verstärkt werden müssen. Aber im Grundgesetz heißt es in Artikel 1: “Die Würde des Menschen ist unantastbar”. Es ist okay, dass sie meine Tasche und/oder Koffer durch Ihr Röntgengerät schicken und genau schauen, ob ich nicht zufällig eine Bombe dabei habe. Was aber in meinen Augen nicht okay ist, ist die Tatsache, dass sie JEDE(N) Koffer oder Tasche zusätzlich aufmachen und durchwühlen. Meiner Frau hat ein alter Mann in Ruhe die Tasche durchwühlt – besonders große Freude hatte er daran, sich durch die Spitzenunterwäsche “zu arbeiten”. Darüber hinaus mussten wir unsere Jacken ausziehen, unsere Taschen leeren und meine Frau musste sogar ihren Gürtel ablegen. Als ich völlig genervt fragte, ob ich denn meine Unterwäsche anbehalten dürfe, wurde ich ziemlich böse angeschaut. Übrigens war das noch nicht das Ende der “Fahnenstange”, denn der “nette” alte Mann zog auch noch das Deo, Shampoo und Haarspray aus unseren Taschen und bestand darauf, dass wir dieses als Reisegepäck aufgeben und nicht mit ins Flugzeug nehmen dürften.

In diesem Sinne, mein Bedarf am Fliegen ist erstmal für die nächsten zehn Jahre gedeckt. Die kommenden WoW-Nächte nach der Sommerpause finden dann wohl wieder in meinem Wohnzimmer statt. Trotzdem könnte man das Konzept “Schlag das WoW-Nacht Team” im Sommer auf der Games Convention noch mal wiederholen. Mal schauen…

*Edit*

Ich lese gerade einige Comments und kann mal wieder nur den Kopf schütteln, was einige Leute da von sich geben. Was ich nicht absolut nicht verstehe, ist die Tatsache, dass manche Leute immer gleich persönlich werden müssen. Ein Neanderthaler schrieb in den Comments, ich wäre dumm, weil ich die Schilder in den Flughäfen nicht lesen könne. Scheinbar kannst eher Du nicht richtig lesen, kleiner Mann, bzw. hast die Aussage meines Blogs nicht richtig verstanden. Die Flughafen-Pappnasen können auf ihre Schilder schreiben, was sie wollen: Ich fühle mich in meiner Privatsphäre verletzt, wenn irgendwelche Wichtigtuer in meiner Unterwäsche rumwühlen, trotz der Tatsache, dass sie über ihre “Röntgenmaschine” alles sehen können. Es tut mir ja leid, dass ich nicht so ein “Flug-Profi” bin, wie Ihr, aber ich kann doch sehr wohl selbst entscheiden, was mir zu weit geht und was nicht…

Kategorien
Allgemein
Diskussion
55 Kommentare
Netzwerke