…also Spanien!

In einem überzeugenden Halbfinale setzte sich die spanische Mannschaft 3:0 gegen die Underdogs aus Russland durch – wobei ich ehrlich finde, dass das 3:0 aufgrund des Spielverlaufs ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. Die Russen brachen Mitte der zweiten Halbzeit vor allem konditionell komplett ein, wodurch am Ende der deutliche Sieg zustande kam. Die Spanier waren in diesem Halbfinale lange nicht so überlegen, wie im Gruppenspiel beider Mannschaften. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich froh bin, dass die Spanier im Finale stehen, weil…

…sie auf das ganze Turnier gesehen den überzeugendsten und konstantesten Fußball gespielt haben.
…ihr System und ihre Spielweise den Portugiesen gleicht und man dadurch mit den Spaniern deutlich besser klarkommen wird, als mit den destruktiven Mannschaften (Kroatien, Türkei, Russland).
…ich es den Russen irgendwie nicht gegönnt habe, weil ich generell offensiv ausgelegten Fußball wesentlich lieber sehe, als diesen destruktiven Mist, den die Italiener mit ihrem Catenaccio so in Mode gebracht haben.

Freuen wir uns also auf ein tolles, offenes Finale mit möglichst vielen Toren und einem verdienten Sieger!

*Edit*

Da ich in den Comments schon wieder von den sogenannten Experten geflamed werde, Russland hätte offensiven Fußball gespielt, mal eben eine kleine Taktikschulung:

Die russische Mannschaft hat über das gesamte Turnier ein 4-5-1 System mit hängender Spitze gespielt (heute von Arschawin), in einer ähnlichen Rolle, wie Podolski in der deutschen Mannschaft. Sowohl in der Vorrunde, als auch im Spiel gegen Holland war man darauf aus, das Spiel des Gegners zu zerstören und die spielstarken Mannschaften nicht zum Spielen kommen zu lassen, um durch schnelle Vorstöße und Konter zuzuschlagen. Diese Art des Fußballs mag effektiv sein, aber offensiver Fußball sieht anders aus…

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