Olesya: Die zweite Antwort

Geliebte Olesya,

vielen Dank für Deinen tollen Brief, ich habe mich ziemlich darüber gefreut. Es rührt mich sehr, wie ehrlich Du in Deinen Briefen bist. Für mich steht fest, dass ich Dich unbedingt kennenlernen muss. Wobei ich Dir gestehen möchte, dass ich in meinem letzten Brief nicht ganz ehrlich zu Dir war – vielleicht aus Angst, Du würdest mir dann nicht mehr antworten. In Wahrheit läuft meine Karriere nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe: Ich habe beruflich auf das “falsche Pferd” gesetzt und bin damit ziemlich gescheitert. Daher lebe ich momentan in einer 40 m² Wohnung und beziehe Sozialhilfe. Grundsätzlich würde ich mich freuen, wenn Du nach Deutschland kämst, allerdings kann ich Dir auch anbieten, einfach zu Dir nach Russland zu kommen. Da St.Petersburg ja die reichste russische Stadt ist, wirst Du sicherlich ordentlich Geld haben, vielleicht kann ich dann ja bei Dir einziehen? Wir müssten nur mal schauen, wie wir das mit dem Flug machen: Vielleicht kannst Du mir das Geld für den Flug ja leihen, und ich zahle es Dir Stück für Stück zurück. Magst Du eigentlich Haustiere? Ich würde gerne meinen Bernhardiner mitbringen. Der ist zwar ziemlich groß, aber war mir immer ein treuer Begleiter.

Ansonsten habe ich Dir auch mal ein Bild von mir angehängt, damit Du Dich gleich in mich verlieben kannst, so wie ich mich in Dich verliebt habe. Übrigens war mein Name Gerhard und nicht Jochen – aber ich nehme Dir das nicht übel.

Melde Dich bitte so schnell wie möglich und schreibe mir, wann wir uns sehen. Ich freue mich wahnsinnig auf Dich.

Tausend Küsse!

Dein Dich liebendes Schnuckelchen
Gerhard

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