Umzug!

Jeder hasst Umzüge! Gibt es irgendwen da draußen, der Umzüge nicht hasst? Warum zur Hölle, muss ich bitte im Januar umziehen? Selbst Murphy weiß ganz genau, dass es am 05.01.2009, also am Tag meines Umzugs, schneien wird. Und als hätte ich nicht schon genug am Hals, muss ich neben dem ganzen Umzugstress auch noch die ganzen Behördengänge für meine Beamten-Anstellung hinter mich bringen: Führungszeugnis (mein Drogen-Kartell konnte ich ja zum Glück bisher geheim halten), Gesundheitsamt, etc. “Gesundheitsamt?”, werdet Ihr fragen. Ja, wenn man in den Beamtendienst eintritt, will das Land natürlich wissen, ob ich den Job überhaupt lange machen kann. Wenn ich irgendwelche schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden hätte, würde ich halt nicht eingestellt werden. Wobei, wie krank muss man eigentlich sein, um NICHT Lehrer werden zu dürfen? Naja, anderes Thema, kommen wir zurück zu meinem Umzug.

Seit ca. zwei Wochen stehe ich jeden Tag früh auf, weil mich das schlechte Gewissen plagt: “Du musst was für den Umzug machen”, sagt es mir. Ihr kennt das vielleicht, wenn Ihr gerade Eure Examens- oder Diplomarbeit schreibt. So ein schlechtes Gewissen kann schon übel nerven. Vor allem steht man dann völlig übermüdet auf, setzt sich an den Rechner und redet sich ein, ja noch den ganzen Tag Zeit zu haben und jede Minute mit den Arbeiten anzufangen. Ich habe mich gestern dabei erwischt, wie ich Moorhuhn installiert habe, nur um nicht Sachen für den Umzug einpacken zu müssen. Und wenn meine bessere Hälfte mich _vom Sofa aus_ darauf hinweist, dass ich doch mal so langsam anfangen müsste, sage ich ihr im Stile des Paten: “Ja Schatz, ich habe alles im Griff, ich habe einen straffen Zeitplan. Und das vier Stunden Deathknight Leveln habe ich genau eingeplant”. Meint Ihr, sie nimmt es mir ab?

Katzen nerven extrem… manchmal. Vor allem, wenn sie in jeden Karton springen, den man zum Packen rausgestellt hat. Egal ob halb voll, voll oder komplett überfüllt, Illidan schafft es, sich irgendwie in den Karton zu schlängeln und darin eine Party zu feiern. Besonders schön ist es nachts, wenn man einen langen Umzugsvorbereitungstag (DK Leveln) hinter sich hat, übermüdet ins Bett fällt und irgendwas wichtiges in einen Karton gepackt hat. Man hört nun die halbe Nacht ein leises Geräusch, was ungefähr so klingt, als würden meine Katzen sich “Castle Graceskull” in dem Karton mit den wichtigen Unterlagen neu aufbauen. Naja, aber jeder Gang macht schlank. Wobei, nach dem zehnten Mal aufstehen und wegscheuchen der Katzen von den Kartons, gibt man dann langsam auf.

Wo wir gerade beim Thema Umzugskartons sind: Im Grunde ist man sich ja immer sicher, dass man “mehr als genug” Umzugskartons im Keller hat, oder? Man wird von Freunden oder Familie gefragt, ob man noch Kartons braucht? Aber da man sich so sicher ist, dass man noch “mehr als genug” Kartons im Keller hat, lehnt man dankend ab. Wenn man nun nach langem “sich Drücken” doch mal in den Keller geht und nachschaut, wird einem sehr schnell klar, dass mindestens 50% der alten Kartons völlig verschimmelt und in sich zusammengefallen sind. Die anderen 50% der Kartons sind mit Gegenständen wie einem alten Tintenstrahl-Drucker aus dem Jahre 1986 belegt – muss man ja noch für schlechte Zeiten aufbewahren. Genau wie diverse alte 14-Zoll-Monitore, 80 MB Grafikkarten und uralten Arbeitsspeicher, den meine Katzen für “Hundeknochen zum Spielen” halten. Naja, ich habe mir dann gestern einfach mal 10 fette XXL-Kartons aus dem Netz bestellt.

Wusstet Ihr eigentlich, wie teuer Umzugskartons geworden sind? Früher gab es dicke und breite Versionen beim Baumarkt für 2, 50 Mark. Vor Weihnachten war ich mal hier im Baumarkt in Gronau und sollte für kleine Umzugskartons 5 Euro und für große 7,50 Euro bezahlen. Geht’s eigentlich noch? Natürlich liegt es auch daran, dass wir hier nicht in der Großstadt sind, aber was zur Hölle sind das für Preise? Die denken wohl auch, dass die Leute, die für Umzugskartons in den Baumarkt fahren, so verzweifelt sind, dass die jeden Preis bezahlen, oder?

Naja, Ihr merkt sicher schon, dass dieser Blogeintrag immer länger wird, was darauf deutet lässt, dass ich gerade wieder versuche, mich vorm Einpacken zu drücken. Da in genau zehn Tagen das Umzugunternehmen an meiner Tür klingelt (der Chef heißt übrigens Vitali, haha!), werde ich nun mal lieber… schnell meinen Deathknight weiterleveln. In diesem Sinne, drückt mir die Daumen, dass alles reibungslos über die Bühne geht. Ich halte Euch auf dem Laufenden. Einen schönen zweiten Weihnachtsfeiertag wünsche ich Euch!

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