"MMOs? Das war meine Idee!"

Ihr denkt, ich wäre dreist, weil ich behaupte mit der WoW-Nacht und unseren anderen Projekten die deutsche WoW-Szene geprägt und beeinflusst zu haben? Unser Community-Mitglied Xara hat mir heute einen Fall verlinkt, der ein klitzekleines bisschen “härter” ist. Lesen wir mal rein…

Wie die Szene-Webseite Virtual Worlds News  berichtet, hat die Firma Worlds.com eine Klage gegen den Publisher NCsoft eingereicht. Beanstandet werden angebliche Patent-Verletzungen durch zahlreiche MMOs, darunter Spiele wie City of Heroes , Guild Wars , Lineage 2  oder Tabula Rasa . Bei Worlds.com handelt es sich um einen frühen Entwickler von virtuellen Welten, der vor allem in den 90er Jahren aktiv war. Im Jahre 2000 reichten die Programmierer ein Patent »System und Methoden für die Interaktion von Benutzern im virtuellen Raum« (System and method for enabling users to interact in a virtual space ) ein, das 2007 bestätigt wurde.
Das Schriftstück (Patent 7,181,690 ) beschreibt ein »dreidimensionales, grafisches, interaktives, virtuelles Mehrbenutzer-System« in der »Benutzer einen Client-Prozess ausführen um die Welt rund um den Teilnehmer darzustellen. Die virtuelle Welt zeigt Avatare die andere Benutzer darstellen. […] Um die Darstellung zu aktualisieren und die Bewegungen der Benutzer-Avatare wiederzugeben, werden Informationen zu einem zentralen Server übermittelt der daraufhin Position-Updates für die Clients zur Verfügung stellt […] Der Client benutzt eine Umgebungs-Datenbank um zu entscheiden welche Hintergrund-Objekte darzustellen sind und die Bewegungen des Nutzer-Avatars einzuschränken.«

Ich verstehe nicht, wie man 2000 ein Patent anmelden kann, obwohl schon diverse Spiele mit dem System auf dem Markt vorhanden waren. Ich meine Ultima Online wurde 1997 released. Schon strange die ganze Sache. Aber es geht ja noch weiter…

Alexander Poltorak, Chef der Worlds.com Partner-Firma General Patent Corporation, hatte in einem früheren Gespräch bereits die Produkte Second Life und World of Warcraft als mögliche Ziele der Kampagne ausgemacht. Der führende Anwalt der Kläger, Stephen F. Roth von Lerner David Littenberg Krumholz & Mentlik LLP, wollte sich zu weiteren Schritten zu diesem Zeitpunkt noch nicht äußern: »Ich kann ihnen nicht offen legen, welche Firmem meiner Meinung nach von Forderungen betroffen sein werden.« Generell zeigte sich Roth aber zuversichtlich: »Ich denke, dass es sich um ein umfassendes und robustes Patent handelt, in der sowohl die Übertragung als auch die Darstellung und Interaktion von Avataren in virtuellen Welten und Massively-Multiplayer-Spielen abgedeckt ist.«

Hey, stellt Euch vor, ich habe gestern das Rad neu erfunden! Ich bin mal afk und versuche, dafür ein Patent anzumelden. Unfassbar!

Hier der Link zum kompletten Artikel –> Gamestar.de

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