Online-Spiele: Frauen sind versessener!

Ein neuer Tag, eine neue Studie. Lesen wir einfach mal rein…

Die ganze Welt steht ihnen offen. Dennoch wählen die Teilnehmer grenzenloser Online-Spiele ihre Partner eher im überschaubaren Umkreis als auf fernen Kontinenten aus. Vor allem die jüngeren Spieler bleiben bevorzugt unter Freunden oder Bekannten ihrer Freunde. Dieses Ergebnis einer Untersuchung von 7.000 Computerspiel-Fans stellte der amerikanische Verhaltensforscher Noshir Contractor am Samstag auf der Jahrestagung des Wissenschaftsverbandes AAAS in Chicago vor.

“Wir sehen (aus den Daten), mit wem die Teilnehmer sich unterhalten, mit wem sie gespielt oder sich in einer anderen Form ausgetauscht haben”, erläuterte Contractor auf der Tagung. In den Daten sieht er, “einen Mikrokosmos” der Gesellschaft. Zu den Erkenntnissen der Analyse gehört auch, dass viele “Gamer” deutlich unterschätzen, wieviel Zeit sie mit dem Online-Spiel verbringen. Die Anzahl derer, die sich als depressiv beschreiben, sei ungewöhnlich hoch, und das Durchschnittsalter liege deutlich über dem von Teenagern, führte Contractor weiter aus. Weiterhin bestätigte sich, dass es zwar weniger weibliche als männliche “Gamer” gibt, Frauen letztlich aber versessenere Spieler sind.

Dazu zwei schnippische Kommentare von mir: Da sich die Studie auf Spieler des MMOs Everquest 2 beschränkte, erklärt das wohl auch die Depressionen (kleiner Scherz). Dass Frauen die versesseneren Spieler sind, kennen wir ja ebenfalls aus WoW: Nackt auf Briefkästen tanzen will gelernt sein und erfordert Jahre der Ausbildung…

Ich kann mir jetzt bildlich die Flames in den Comments vorstellen, in den mir mal wieder vorgeworfen wird, ich würde die ganze Sache verharmlosen – Stichwort: “Du als Lehrer…” und “in Deinem Alter…”. Das Ding ist, dass mich persönlich diese ganzen Studien und Ergüsse von irgendwelchen Möchtegern-Pädagogen/-Wissenschaftlern überhaupt nicht mehr tangieren. Ein Großteil dieser Leute versucht sich über solche Aussagen, wie sie beispielsweise Prof. Dr. Christian Pfeifer regelmäßig von sich gibt, einen Namen zu machen. Die Panikmache um Computerspiele verkauft sich nun mal gut. Dass es Herrn Pfeifer nicht nur um die Rettung unserer Jugend geht, beweist ein Erfahrungsbericht meines Schulleiters, der mir davon erzählte, dass Pfeifer in einer benachbarten Schule einen Vortrag über das Thema gehalten habe und dafür etliche tausend Euro in Rechnung stellte.

Zu der Studie bleibt mir nur noch anzumerken: Ein Computerspiel macht Spaß und löst in keinem Fall Depressionen aus. Wenn Probaten einer solche Studie an Depressionen leiden, liegt es evtl. daran, dass sie ihr Leben nicht in den Griff kriegen, aber sicherlich nicht an dem Spiel. Man kann einem Computerspiel einfach nicht den Vorwurf machen, dass es zu gut ist. Hierbei sind meiner Meinung nach eher die Eltern gefragt, die ihren Kindern geregelte Spielzeiten vorsetzen: Weniger jammern, bzw. den Spielen die Schuld geben und mehr seine Rolle als Eltern wahrnehmen.

Hier der Link zum kompletten Text: Onlinekosten.de

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