Die Hexenjagd geht weiter…

Community-Mitglied Gurash hat mit soeben auf einen äußerst interessanten Beitrag aufmerksam gemacht. Es wurde mal wieder eine Veranstaltung verboten, interessanterweise ging es dieses Mal aber nicht um die “bösen Killerspiele”, sondern um Live-Action-Role-Playing, kurz LARP und das Jugendamt:

Dortmund. Eigentlich wollten sie nur mit Schaumstoffschwertern aufeinander losgehen, ein bisschen ums Lagerfeuer sitzen, natürlich in mittelalterlicher Kleidung, als Teilzeit-Ritter und -Burgfräulein. Doch das Dortmunder Jugendamt hat den Ferienspaß untersagt, “Gewaltprävention” ist das Stichwort.

Das Jugendamt in Dortmund hat am Donnerstag ein mittelalterliches Spektakel abgesagt, das in der ersten Osterferienwoche in der Jugendfreizeitstätte Hombruch laufen sollte. „Nach dem Amoklauf von Winnenden”, so Fachbereichs- leiterin Elisabeth Hoppe, „muss das Konzept noch einmal auf den Prüfstand”.„Tremonias Erben III” stand ursprünglich auf dem Spielplan […]

„Weg vom Computer, raus in die Natur”, hieß in Hombruch die Devise. Pädagogische Ziele: die Entwicklung von Kreativität und Gemeinschaftssinn. Stilecht – mit edlen Rittern, fiesen Schurken, Magiern, Waldwesen und schönen Prinzessinnen. Ein Hauch von König Artus: Rustikales Lagerfeuer-Ambiente, samt Bogen- schießen und Schwertkampf, letzterer mit Schaumstoffwaffen. Genau diese Einlagen sind dem Jugendamt nicht geheuer. Die Folge: „’Tremonias Erben’ liegen auf Eis”, so Elisabeth Hoppe. Ihre Bedenken gehen „in Richtung Gewaltprävention”. Das Konzept müsse überarbeitet werden. „Den Schwertkampf müssen wir noch mal unter die Lupe nehmen.”

Das Rollenspiel habe einige Facetten: „kämpfen, kochen, leben und feiern”. Die entscheidende Frage: „Zeigt die Aktion das Mittelalter so, wie es war?” Nein, glaubt das Jugendamt.

Was kommt als nächstes? Schule verbieten? Fußball abschaffen? Alles zu brutal und gewaltfördernd, Gewaltprävention um jeden Preis?

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