Elektroschocks gegen Internet-Sucht

In einem chinesischen Krankenhaus geht man offenbar mit drastischen Methoden gegen internetsüchtige Jugendliche vor: Sie werden dort mit Stromschlägen “behandelt”.

Wie die “Süddeutsche Zeitung” berichtet, werden die Betroffenen unter einem Vorwand in das “Volkskrankenhaus Nummer Vier” im Ort Linyi, Provinz Shandong, gelockt, dort gegen ihren Willen festgehalten und mit gezielten Elektroschocks traktiert.

Zur Behandlung werden dem Bericht zufolge Elektroden an den Schläfen und den Fingerspitzen des Patienten angebracht. Dann erhält dieser so lange Stromstöße, bis er ein Formular zur “freiwilligen Einweisung” unterschreibt. So geschehen bei dem 17-jährigen Teng Fei, von dessen Schicksal der Reporter Guo Jianlong berichtete. Der Artikel über die Leidenszeit des Teenagers fiel zwar zunächst der Zensur zum Opfer, liegt nun aber vor. Demnach werden in dem Krankenhaus insgesamt rund 100 Menschen festgehalten.

Trotz der Tatsache, dass es China ja nicht so mit den Menschenrechten hat: Ist es überhaupt üblich, in Suchtfragen eine Schock-Therapie einzusetzen?

Danke an Tim für den Link. Hier gehts zum kompletten Artikel –> Web.de

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