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An der Fachhochschule Köln werden bereits seit den achtziger Jahren intensive Forschungen zu virtuellen Welten durchgeführt. Darunter eine Studie über die Art und Weise wie Industrie und Presse Ego-Shooter bewerben und behandeln, sowie aktuell eine 15-monatige Studie zum Thema Computersucht. Am meisten bekannt wurde das Institut für Medienforschung und Medienpädagogik jedoch durch seinen Leiter Prof. Dr. phil. Jürgen Fritz und dessen Buch “Computerspiele(r) verstehen”. Zum einen musste die Bundeszentrale für politische Bildung vergangenes Jahr aufgrund des Vorwurfs des Abschreibens die Auslieferung stoppen. Zum anderen ließ es sich “Killerspiele”-Kritiker Professor Dr. Christian Pfeiffer nicht nehmen, das Buch als von der Spiele-Industrie eingekauft zu bezeichnen.

Ihr merkt schon, unser Liebling Dr.Pfeiffer steht mit diesem Herren auf Kriegsfuß. Prof. Dr. phil. Jürgen Fritz wiederum hat in diesen Tagen ein äußerst lesenswertes Interview bei den Kollegen von Gamers Gobal gegeben:

Gamers Global: Herr Professor Fritz, wieso mag Professor Pfeiffer Sie nicht?  Er hat mir gesagt, Sie seien von der Industrie gekauft.

Prof. Jürgen Fritz: Herr Pfeiffer ist Politiker. Man könnte den Eindruck haben, dass Herr Pfeiffer die Hochschule als eine Art “politischen Gegner” wahrnimmt und nicht als einen möglichen Partner, um die Faszinationskraft der Computerspiele zu verstehen und einen angemessenen Umgang mit ihnen zu entwickeln. Die Aufgabe unserer FH Köln besteht darin, die Studierenden gut auszubilden. Die Forschungsprojekte, die wir durchgeführt haben, sind darauf bezogen. Wir führen keine politische Auseinandersetzung. Das gehört nicht zu unseren Aufgaben.

Das komplette Interview könnt Ihr hier lesen –> Klick mich

Danke an EvE für den Link!

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21 KOMMENTARE

  1. Ich stehe eher auf RAumschiff Gamestar… *an kopf fass* Oh mein Gott, wir werden alle sterben… mein Lieblingssatz von ihn *grinst leicht*
    Aber auch die PC-Player war toll… zum Thema… sehr interessant 😉

  2. PC-Player, Jörg Langer von der PC-Player soviel Zeit muss sein. *g*
    Ja er war auch bei Gamestar aber das einzig wahre Magazin bei dem er gearbeitet hat war PC-Player. Müsste mal gucken irgendwo habe ich bestimmt noch die Sonder CD-Rom Multimedialeserbriefe rumfliegen 😀

  3. Das Problem ist nicht, dass wir nicht wüssten, dass Herr Pfeiffer Mist erzählt. Auch hier, wie schon bei KiPo-Diskussion, können die Politikier nicht mehr zurück rudern – und in Wahlkampfzeiten schon dreimal nicht. Und es gibt zu wenige Online-Lobbyisten mit Zugang zu den wichtigen Politikern und Ministerien.
    Die öffentliche und politische Meinung in diesem Bereich wird nun einmal von Herrn Pfeiffer gemacht und von den Medien multipliziert. Sinnvolle (und richtig stellende) Beiträge werden (von den Massenmedien) ignoriert oder mit dem Stempel “… die wollen sich ja nur rausreden, sind eh alle süchtig” abgeschwaächt und ad acta gelegt.

    Jemand da mit guten Beziehungen zum Innen- oder Familienministerium?

    Grüße
    Thomas

  4. Diese 2 sätze finde ich besonders gut

    Im Grunde müssten Eltern, solange sie noch Einfluss auf ihre Kinder haben, versuchen, diese Spiele zu verstehen. Sie sollten mit ihren Kindern über die Spiele reden, ihre Bedenken äußern – und vernünftige Regeln für die Nutzung der Spiele aufstellen.

    PS:Pfeifer = Flachpfeife

  5. “Computerspiele(r) verstehen” ist echt gut. Habs selber zuhause liegen. Das als gekauft zu bezeichnen nur weil es mal eine andere Sichtweise zeigt ist Schwachsinn.

    Achja, in dem Buch kommt sogar “wowszene.de” vor als positives Beispielt was aus einer MMORPG Community entstehen kann.

    MfG Gwarp

  6. Was ich am schlimmsten beim Hr. Pfeiffer finde, ist, dass er überhaupt keinen Unterschied zwischen realer und virtueller Gewalt macht. Wenn in GTA 4 eine Spielfigur ermordet wird dann ist das nicht schlimm, denn es schadet absolut niemandem, und jeder gesunde Mensch hat genug Distanz zu der virtuellen Welt um nicht beeinflusst zu werden. Aber Pfeiffer behandelt das sofort wie echte Gewalt, die dringend verhindert werden muss.

  7. Zitat : ”GamersGlobal: Demnach wäre es hilfreicher, weniger Schulsportstunden ausfallen zu lassen, als weitere Spiele zu verbieten?

    Prof. Jürgen Fritz: Ja, und insofern stimme ich auch Herrn Pfeiffer zu, der mehr Ganztagsschulen fordert. Ich denke, dass Menschen von anderen Menschen lernen, durch Anregungen, durch ein förderliches Umfeld, durch sinnvolle pädagogische Projekte, durch Alternativangebote, die die Interessen und Wünsche von Kindern und Jugendlichen angemessen aufgreifen und fortführen.” Zitat Ende.

    Yo Sport für alle ! =) dann hat niemand mehr Probleme..
    Ich frage mich, wieso man in Deutschland bzw. in Bayern so wenig Sportunterricht hat. Nach der Schule, besondern in den höhren Stufen, hab ich kein Bock mehr mich großartig anzustrengen, als Jugendlicher ^^
    Denke auch, dass es mehreren so geht, von daher fände ich
    die doppelte Dosis an Sportunterricht klasse.
    =) ich weiss, dass das jetzt ein wenig Themaabschweifend war, aber
    die Meinung musste ich mal loswerden.

  8. Allen voran ist Herr Pfeiffer im Grundsatz mal Einer, der sich selbst zum Experten auserkoren hat und weder bei den Betroffenen, noch bei sonstigen Leuten die sich mit dem Thema befassen, als Experte anerkannt wird. Nur Schäuble, Herrmann und Schünemann hängen an seinen Lippen. Weiterhin hat Pfeiffer das große Problem, dass viele Spieler einfach nur aus eigener Lebenserfahrung sagen können, dass er zu 80% Käse erzählt – das macht ihn nicht grade glaubwürdiger.

    Naja, solche Leute, die sich gerne auf Kosten anderer profilieren wollen, gibts leider immer wieder

  9. Kann schon sein das Prof. Jürgen Fritz von der Industrie gekauft worden ist.
    Aber die Forderungen von Herrn Christian Pfeiffer sind auch ziemlich lächerlich.
    Man muss einfach von Computerspiel zu Computerspiel entscheiden ob man es verbieten kann oder nicht. Man kann nicht sagen diese “Killerspiele” verbietet man (oder zensiert sie wie Kinderpornos im Internet… Denke auch nicht das Microsoft das mit sich machen lässt mit ihrer Xbox360, dass da irgendwelche Spiele rausfliegen …) oder dieses Spiel macht süchtig das wird verboten.
    Das wäre so als würde man plötzlich sämtliche Seifenopern verbieten, da sie das Verhalten vieler Menschen schädigen. Das wäre genauso lächerlich. Denn wenn es nicht soviele Seifenopern gäbe, wäre das ja an sich auch kein Problem. Man sollte lieber versuchen der Zielgruppe für (gewaltätige – süchtig machende) Computerspiele etwas anderes anzubieten als zu verbieten.
    Stellt euch mal vor in Deutschland wären Killerspiele verboten, dann könnte man ja sozusagen diese Spiele kostenlos immer noch runterladen, da die Hersteller juristisch nicht mehr dagegen vorgehen könnten, da ja nur ein Verbreitungs- und Herstellungsverbot diskutiert wird, allerdings kein Besitzverbot.
    Der Multiplayermodus sämtlicher Killerspiele wäre natürlich, sowie LAN-Partys, nicht mehr möglich, da man das ja entweder virtuell oder reell in der Öffenlichkeit macht und so die Polzei das unterbinden könnte.
    Also im Grunde sichert man, dass isolierte Menschen weiterhin sogar dann kostenlos (grauzone) gewaltätige Videospiele – Computerspiele spielen könnten, aber gleichzeitig auch, dass sowas wie die esl oder ngl trockengelegt wird und unter Computerspielern generell über das Internet kein Austausch mehr passieren kann. (oder sehr schwer)
    Wie lächerlich wäre das bitte?
    Man erreicht durch das Gesetz genau das Gegenteil und die Spiele verschwinden aus der Öffenlichkeit.
    Also man züchtet sich dadurch mehr Amokläufer, allerdings denkt die Öffenlichkeit man hätte etwas dagegen unternommen. Ich finde das sehr gefährlich.

  10. Hiho,

    da hat der Prof aber mal wahre Worte gesprochen. Die Politiker haben in der Mediendebatte ihre Glaubwürdigkeit und Sachlichkeit schon vor längerer Zeit über Bord gehen lassen.

    Gruß,

    Paycur

  11. Eins muss man aber dem Herrn Peife lassen und zwar das man wirklich aufpassen muss das Kinder und Jugendtliche auch nur das spielen was von der USK vorgesehen ist. Es kann nicht sein das ein 12 Jähriger zb GTA 4 spielt. Ob es nun auswirkungen hat oder nicht, aber sowas versteh ich auch nicht wie man mit 12 an son spiel kommt.

  12. Endlich mal einer der zu uns Gamern hält 😉

    Wie aber auch auf der Seite von dem Link jemand in den Comments gepostet hat, hat der auch recht 🙂

    Ich zitiere:

    “Es ist schön das es auch Menschen gibt die sich mal Sinvoll mit der ganzen Thematik beschäftigen. Ob der Herr sympatisch ist kann ich nicht beurteilen, aber seine Aussagen sind auf besser auf Fakten gestützt und haben meiner Ansicht mehr Hand und Fuss. Man merkt einfach das er sich damit beschäftigt hat, den er macht einfach klare Aussagen und nicht wie Herr Pfeifer – der einfach nur Statistiken und Zahlen um sich schmeißt.” Trifft eig voll ins Schwarze 😀

    MfG

  13. Wann wird der arme Herr Pfeiffer es endlich verstehen…

    @steve
    schalte dohc bitte wiederdie news übersicht an der rechten seite ein
    so ist es viel schwere alte einträge rauszsuchen

    mfg boind

  14. Interessantes Interview.Ich kann nicht jeder Aussage zustimmen aber da sind ein paar gute Dinge dabei.Und löblich mal wieder was von Herrn Jörg Langer zu hören.Nach Gamestar ist’s ja still um ihn geworden.Die Seite bleibt im Blickfeld.

  15. haha, der Prof. Dr. phil. Jürgen Fritz scheint ja mal vernünftig zu sein.. zumindest hat er erkannt das die Pfeife nix drauf hat und nix versteht 😛

    DerMaaarkus

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