Zensur im Netz geht weiter!

Community-Mitglied Xumbu schrieb mir gerade folgende Mail, die ich eigentlich komplett ungekürzt hier veröffentlichen möchte:

StudiVZ/Holtzbrinck zeigt einmal mehr Flagge nicht nur in Bezug auf ihre geopolitische Richtung: Nun hat man auch die größte 9/11-Gruppe ohne Vorwarnung gelöscht. Sie hatte 1500 Mitglieder und enthielt mehrere hundert offene Diskussionsstränge, zehntausende Links zu Reportagen, Websites und Dokumenten; eine wahre Fundgrube an Informationen! Jeden Tag kamen zunehmend immer mehr neue Mitglieder hinzu.

Tage und Wochen zuvor wurden bereits systematisch Bilderberg- und Zeitgeistgruppen, sowie Infokrieg-Gruppen mit jeweils >3000 Mitgliedern gelöscht; Begründung: Die Informationen darin zählen nicht mehr zur freien Meinungsäußerung, sondern sind strukturell antisemitisch – zur sehr großen Verwunderung der qualifizierten Mehrheit, welche fernab von solchen substanzlosen Hintergedanken sind.

Hier die Mail von studiVZ an den Betreiber der gelöschten 9/11-Gruppe:

studiVZ Support
06.07.2009 um 18:17 Uhr
[#47117600#] Nachricht vom Support

Hallo,

wir haben Deine Gruppe „9.11 was an inside job“ gelöscht. Sogenannte Zeitgeist-Gruppen werden im VZ nicht länger akzeptiert, darunter fallen auch Gruppen die sich mit 9/11 als Verschwörungskomplex im Geiste von “NWO” beschäftigen. Allerdings möchten wir auch darlegen, weshalb wir uns zu diesem Schritt entschieden haben.
Es ist nicht unsere Absicht alternative Meinungen und Nachrichten zu behindern oder zu unterbinden, aber wir beobachten seit einige Zeit mit großer Sorge die Entwicklung der Theorien, die z.B. durch die Zeitgeist-Filme angestoßen wurden.
Die Ideen von grauen Eminenzen, Eliten oder Geheimbünden, die im Hintergrund die Fäden ziehen, ist nicht neu. Die Zeitgeist-Filme weiten diese Idee auch auf das Wirtschaftswesen aus. Und da schließt sich ein Kreis innerhalb der Geschichte der Verschwörungstheorien: Latenter Antisemitismus, der immer wieder in vielen der formulierten Theorien durchscheint.
Zum Beispiel in der Idee vom bösen, raffenden Kapital, welches ja letztlich für die Wirtschaftskrise verantwortlich ist und über Mäzenatentum und ähnliche Mittel der Einflussnahme auf die Weltpolitik einwirken, um diese nach ihrem Interesse zu lenken.
Wir sehen davon ab den Antisemitismus zu erklären oder zu diskutieren, weil wir von unseren Gruppengründen erwarten, dass sie sich mit den Problemfeldern ihrer Gruppenthemen auseinandergesetzt haben.
Weiter bitten wir Dich keine weiteren Gruppen zu diesen Themen zu gründen, da dies ansonsten zu einer Sperrung oder Löschung Deines Profils führen kann.

Danke für Dein Verständnis,
Das VZ Team

Wovor hat man denn bei Holzbrinck Angst? Hier ein paar Hintegrundinfos zu unseren Zensoren von Holzbrinck: http://i8t.de/rpg2x7cb

Weil wir davon ausgehen, dass studiVZ/Holtzbrinck auch diese Gruppe löschen wird, sobald sie ~1000 Mitglieder hat, bitten wir euch darum, beizutreten und soviele Freunde wie möglich LAUFFEUERARTIG einzuladen, und darüber aufzuklären, dass nicht nur unser Staat (Wolfgang Schäuble und Von der Leyen) unsere Meinungs-, Informations-, und Kommunikationsfreiheit mittlerweile erheblich einschränken, sondern auch Medienkonzerne wie Holzbrinck freie Meinungsäußerung systematisch zu unterdrücken versuchen!”

Natürlich ist das alles ein bisschen sehr drastisch dargestellt – und so ganz unrecht haben die Leute von Studi-VZ sicherlich auch nicht, schließlich wird in dieser ganzen Infokrieg-/Zeitgeist-Nummer der “böse Jude” als Drahtzieher hinter vielen Verschwörungstheorien dargestellt. Ich tue mich zwar momentan sehr schwer mit diesen ganzen “Revolution um jeden Preis”-Bewegungen, stimme aber grundsätzlich mit den Jungs überein. Solche Gruppen komplett zu löschen, ist sicherlich keine Lösung. Und der Zeitpunkt ist auch ein wenig unglücklich gewählt. Kommt so ein bisschen so rüber, als wolle man sagen: “Hey, es gibt doch jetzt dieses neuen Zensur-Gesetz, also haben wir auch das Recht politisch unbequeme Gruppen/Beiträge zu löschen”.

Ich persönlich hoffe, dass sich daraus nicht auf lange Sicht ein Trend im Netz entwickelt.

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