Trainer greift ins Spiel ein

Trainer Gunnar Prokop hat beim Gruppenspiel der Frauen-Champions-League zwischen Hypo Niederösterreich und Handball Metz einen Skandal verursacht. Der 69-Jährige stürmte beim Stand von 27:27 zehn Sekunden vor Schluss aufs Spielfeld, um einen Gegenstoß der Französinnen mit vollem Körpereinsatz zu stoppen und foulte dabei die Metzer Spielerin Svetlana Ognjenovic.

Prokop wurde per Roter Karte umgehend des Feldes verwiesen und verließ die Stätte des Skandals mit breitem Grinsen im Gesicht. Sein Ziel hatte der Coach, der in der Vergangenheit schon mehrfach unangenehm aufgefallen ist, schließlich erreicht: Das Spiel endete Unentschieden.

Sachen gibts! Ich stelle mir gerade vor, wie Özil allein auf das Bayern-Tor zuläuft und plötzlich Uli Hoeness hinter einem Busch hervorgesprungen kommt und Özil umgrätscht. Aber scheinbar wird der entsprechende Trainer ja hart bestraft:

Forderung nach lebenslanger Sperre

“Ehe ich das Spiel verliere, muss ich die Rote Karte riskieren. Taktisch war es völlig richtig, es bestand keine Verletzungs- gefahr”, sagte Prokop über die Aktion. Sportdirektor Jan Hansen, mit den Däninnen von Aalborg DH ebenfalls Gruppengegner von Niederösterreich, sah das etwas anders: “Es ist an der Zeit, dass er mal länger gesperrt wird. Er hat genug für lebenslänglich beisammen.” Inzwischen hat der europäische Verband Ermittlungen. “Mit einem Urteil ist für kommende Woche zu rechnen”, sagte Markus Glaser, der Leiter des EHF-Spielbetriebs. Das Strafmaß sei “grundsätzlich nach oben hin offen”.

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