Bildungsreform durch Computerspiele?

Level-Anstieg an Stelle von Noten und Gilden statt Lerngruppen – Lee Sheldon, Dozent an der Universität Indiana, will das Erfahrungspunkte-System aus WoW auf den Universitätsalltag übertragen. Steht uns bald eine Bildungsreform durch WoW bevor?

Lee Sheldon, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Telekommunikation der Universität Indiana, hat sich nun entschlossen diesen neuen, kontroversen Weg zu gehen. Denn der Dozent für Game Design ist davon überzeugt, dass Dozenten und Arbeitgeber aus PC Spielen einiges lernen können. In zwei seiner Universitätskurse hat sich Sheldon deshalb vor einem Jahr von dem altbekannten Notensystem verabschiedet und sich stattdessen dafür entschieden, an seine Studenten Erfahrungspunkte zu vergeben. Inspiriert wurde Sheldon zu dieser Idee durch das Skill-System in World of Warcraft. So starten die Studenten dementsprechend in seinen Kursen zu Beginn der Lehrveranstaltung erst einmal auf Level 0. Ebenso wie in dem populären Online-Spiel sind die Studenten im Unterricht in Gilden eingeteilt, die gemeinsam diverse Aufgaben erledigen müssen. Zusätzlich gilt es aber auch verschiedene Missionen im Alleingang zu bestreiten. Durch den erfolgreichen Abschluss eines Quests, beispielsweise ein gelungenes Referat, eine Präsentation oder der Abgabe einer gut recherchierten wissenschaftlichen Arbeit, können die Studenten Erfahrungspunkte anhäufen und somit einen Level aufsteigen.

Natürlich schreien Pädagogen und Lehrer bei dieser Idee auf: “Wir übernehmen doch nichts von den bösen Computerspielen”. Allerdings finde ich die Idee ganz innovativ – denkbar wäre auch, die Sache mit dem aktuellen Notensystem zu verbinden: Wäre es für einen Schüler nicht motivierender, sich hinzusetzen, um die letzten “Erfahrungspunkte” zu ergattern, um im Zeugnis doch eine 2 zu bekommen, statt einer 3? Einen Versuch wäre es wert!

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Danke an Ben für den Link!

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