18 Loch mit Stevie

Ich ging bisher immer davon aus, dass Euch meine Golf-Blogeinträge ziemlich langweilen würden – nicht, dass mich das gestört hätte. Zu meiner großen Überraschung bekam ich aber in den letzten Tagen einige Mails, in denen Mitglieder der Community fragten, wie es denn so mit meiner Golf-Karriere laufen würden. Also werde ich Euch mal auf den neuesten Stand bringen!

Da mein Kollege fünf Tage im Urlaub war, habe ich ehrlich gesagt in den letzten Tagen nicht viel gespielt – maximal auf der Driving-Range einige Bälle abgeschlagen. Golf macht alleine einfach keinen Spaß. Gestern Abend kam mein Kollege aus dem Urlaub zurück, und heute Morgen um 12 Uhr hatten wir die nächste Trainerstunden bei unserem Golf-Pro David.

So eine Trainerstunde kann ziemlich ernüchternd sein. Bis heute Morgen dachte ich, dass mein Golf-Schwung Bilderbuch-Qualität hätte. David hat ihn heute in der Trainingsstunde völlig auseinandergenommen. Ihm fiel auf, dass ich mich aufgrund meiner Tennis-Vergangenheit bei den Abschlägen extrem nach unten beugen würde (ähnlich, wie beispielsweise bei einer Rückhand). Nachdem wir meinen Schwung umgestellt hatten, war jegliches Feeling weg und ich traf keine “Kugel” mehr. Als mein Kollege vorschlug, auf den großen Golfplatz zu gehen, war ich alles andere als begeistert. Am Ende spielten wir nicht nur die üblichen neun Löcher, sondern absolvierten zum ersten Mal den gesamten Platz. Dabei war der zweite Teil, also die Löcher 10-18, völlig neu für uns.

Je weiter wir voranschritten, desto sicherer wurde ich: An Loch 3 schaffte ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Par auf dem großen Platz, danach spielte ich überwiegend 1 oder 2 über Par.  Nach den ersten neun Löchern lag ich 15 über Par. Auf den zweiten neun Löchern, also 10-18, war ich ein bisschen schwächer, eben weil ich die Löcher überhaupt noch nicht kannte, und spielte 21 über Par. Am Ende lag ich mit +36 im Schnitt genau 2 Schläge über Par. Für die Prüfung zum Golfschein (Platzreife) darf man maximal 54 Schläge drüber sein. Mit 36 Schlägen habe ich also richtig Luft und bin jetzt, nach vier Wochen, bereits auf einem Niveau, auf dem ich locker die Prüfung meistern würde. Mein Kollege tut sich da noch etwas schwerer und lag heute bei 68 über Par – was aufgrund der kurzen Zeit sicherlich auch okay ist.

In genau zwei Wochen geht die Schule wieder los und das schöne Leben ist vorbei. Trotzdem wird das meiner neuen Leidenschaft für den Golfsport sicher keinen Abbruch tun.

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