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In der aktuellen Spiegel Ausgabe 32 vom 09.08.2010 ist ein zweiseitiger Bericht mit dem Titel „Seht her, ich lebe!“ über den Herren Adam Kohn (89), welcher das Vernichtungslager-Auschwitz im Zweiten Weltkrieg überlebt hat und nun sein Überleben mit einem Video auf YouTube „feiert“.

Überzeugt von seiner Tochter, Jane Korman (55), reiste Kohn aus Australien nach Europa und besuchte das ehemalige KZ-Auschwitz, welches heute als Museum und Gedenkstätte fungiert. Auf dem Gelände des KZs tanzen Kohn und seine Familienmitglieder zu dem Superhit „I Will Survive“ gesungen von Gloria Gaynor. Der Artikel trägt die Einleitung:

„Er hat Auschwitz überlebt und feiert das jetzt mit einem Video: Adam Kohn tanzt auf dem KZ-Gelände zu dem Disco-Hit ‚I Will Survive‘. Seitdem ist der Greis ein Star.“

Der Spiegel Artikel beschäftigt sich nun mit den fragen, ob eine solche Darstellung ein Tabubruch, eine Provokation oder eine kluge Antwort darstellt. Kohn selbst sieht das Video und seine Rückkehr zu dem Ort, an welchem bis zu 70.000 Menschen umgebracht worden sind, als einen Triumph „mit seinen Enkeln dort zu tanzen, wo seine Mutter ermordet wurde“, wie der Spiegel schreibt.

Darf man als ehemaliger Auschwitz-Häftling sowas machen, oder ist das den Opfern gegenüber respektlos? Provozierend, geschmacklos oder einfach nur witzig – was meint Ihr?

Danke an Fabian für den Link!


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229 KOMMENTARE

  1. Jo sehe ich genauso. Wenn ein Familienmitglied dort umgekommen ist, dann ist es wohl das letzte, dort zu feiern. Ziemlich Geschmacklos!

  2. Ich find das einfach nur falsch.. Es gibt glaub ich nur eines, was das übertrumphen könnte, nämlich wenn sich eine Gruppe Deutscher da hinstellen würde(und nein, ich meine damit nicht, dass alle Deutschen Nazis sind, ich bin schließlich selber deutsch)..
    Das ist absolut unmöglich. Ob der Ex-Häftling das aus freien Stücken gemacht hat, weiß ich nicht. Aber in dem Alter ist ja auch nicht jeder noch so glockenklar..

  3. Meiner Meinung nach eine sehr gelungene Provokation zum Nachdenken. Dieses Thema ist im Alltag meiner Meinung nach schon so ins Abseits gedrängt wurden, dass es eben solche Aktionen einfach braucht.
    Gute Sache sag ich.

  4. Er macht doch nichts anderes, als zu zeigen, dass alle anderen gestorben sind und er überlebt hat.
    Was eine Verspottung der Toten ist.
    Aber in dem Video sieht es so aus als ob ersich nur angesichts der Familienmitglieder dazu entschieden hat, dort zu tanzen.

  5. Ich finde es schlimm, respektlos den Toten gegenüber und den Menschen, die dort Alles verloren haben, die Menschen, die ihnen am nächsten waren.

  6. ich finds lustig 😀
    ka wenn er drüber stehen kann und es damit vielleicht sogar besser verarbeiten kann dann sollten wir die nicht daran beteiligt waren ihm das nicht mies machen.

    ich finde es respektabel, dass man mit einer solchen Freude an dem Ort stehen kann an dem man auch gut hätte sterben können

    flamet mich an, is mir egal ich finds gut!

  7. Ich will nicht wissen was er erlebt hat… also was genau.. Was man, ja weiß lernt man allg. in Geschichte.. Nur vllt ist es sein Weg damit abzuschließen..

    Ich finds es eher beachtlich das er sowas 1. In seinem Alter noch kann 2. Er es so verarbeitet hat…dem einen gefällts und versteht vllt auch was dahinter steht – geschmacklos für den andern.. Jeder so wie er meint.

  8. Im letzten Jahr sprach ich mit einem anderen Auschwitz-Überlebenden, der mir sagte, er habe die Gräuel verarbeiten können, weil er als Schauspieler einen SS-Ofizier gespielt habe.
    Anscheinend sind solch „sonderbare“ Umgänge sehr hilfreich.
    Der Herr in diesem Video hier celebriert seinen Triumph auf musikalische Weise, das Recht dazu hat er allemal. Ich halte es nicht für geschmacklos.

  9. Ich finds nicht geschmacklos, ich finds eher total behämmert 0o.
    Welcher gescheiter Mensch würde denn so einen scheiß machen, und in einem KZ tanzen…
    Da sieht man halt immer mehr, wie sehr die Menschheit verkümmert…

  10. Ich persönlich finde es auch nicht wirklich toll was der Mann dort betrieben hat aber ich kann was ihn dazu bewogen hat es dann auch wirklich zu machen.

    Interessieren würde mich aber am meisten was Menschen dazu sagen von denen Verwandete und Freunde in Auschwitz umgebracht worden sind. Wenn die sagen es ist für mich ok das er dort sein Tänzchen voll führt weil er mehr Glück hatte als meine Leute dann ist es für mich in Ordnung und ich nehme es zurück das es nicht in Ordnung ist soetwas zu tun, sollten aber nur eine handvoll meine Meinung teilen das es nicht in Ordnung ist dann fühle ich mich einfach mal von denen die es wirklich betrifft/etwas angeht bestättigt.

  11. Ich finde es weder anstößig noch geschmacklos, vielmehr ist das eine weitere und richtige Art mit dem Geschehenen umzugehen. Die alteingessenen Regierungsbeamten die versuchen das Thema tot zu schweigen und die alleinige Erwähnung als Tabu ansehen, die sind meiner Meinung nach geschmacklos. Die Vergangenheit darf nicht vergessen werden, aus ihr muss der Mensch lernen.

  12. schwer zu sagen was es nun ist, ich kann mich selbst ehrlich nicht entscheiden.
    Einerseits eine humoristische Form der Verarbeitung, andererseits im Hinblick auf die historische Besonderheit der Orte an denen das Video aufgenommen ist, scheint diese Form der Selbstdarstellung schon überzogen.
    Eines ist sicher es sollte jedem selbst überlassen sein auf seine Weise zu trauern, oder eben sein Überleben zu feiern, jedoch sollte dies in einem Rahmen geschehen in dem sich andere Opfer oder deren Angehörige nicht in ihrer Form eines womöglich stillen Gedenkens gestört fühlen.
    Für mich persönlich ist dieses Video ersteinmal befremdlich, jedoch kann ich mir vorstellen, dass dieser Mann diese Form der Verarbeitung braucht.
    Letztenendes interessiert mich nun was dieser Mann und was andere Opfer und Angehörige zu seiner eher ungewöhnlichen Aktion sagen.

  13. „dem Ort, an welchem bis zu 70.000 Menschen umgebracht worden sind“

    Moment mal…was? 70.000? Hab ich was verpasst oder war Ausschwitz nicht das größte KZ, in dem über eine Mio Menschen getötet wurden?!?

  14. Das ist wahrscheinlich eine der Besten Arten, die Vergangenheit zu bewältigen.
    Ich meine, was wären die Alternativen?
    Es gibt niemanden mehr, dem man es vorwerfen kann.
    Es bringt nichts der Vergangenheit nach zu trauern. Davon wird sich auch nichts ändern.
    Wie also sollte man damit umgehen?
    Ich finde das ist die richtige Antwort. Man hat nur ein Leben und Auschwitz zu überleben, kommt doch einer 2. Geburt sehr nahe.
    Über den Ort seiner Feier lässt sich streiten…aber wer würde schon einem alten Mann Aufmerksamkeit schenken, der sich zu Hause alleine feiert.
    Daumen hoch und freut euch eures Lebens.
    Wer hier stellvertretend für die „Opfer“ spricht und meinte das wäre unangebracht.
    Alles Mutmaßung niemand weiß oder wird je wissen, was sie davon halten würden.
    Ich denke am Liebsten würden alle mit ihm tanzen, zumindest wäre das doch das Beste.

  15. Ich finds es auch geschmacklos.
    @ Tonic
    das hat nix mit der Gesellschaft zu tun. Denkt einfach mal drüber nach wieviele Menschen ihr leben dort lassen mussten und dan frag dich mal ob man darüber witze machen sollte.

  16. Ja es ist provokant der Öffentlichkeit gegenüber. Wir alle wissen, da sind schlimme Dinge passiert und man sollte die Opfer respektieren und sich nicht lächerlich machen.

    Allerdings finde ich, dass diejenigen Überlebenden, die dazu in der Lage sind, dies auch in einer Art zu feiern.

  17. Ich finde diese Aktion super, warum sollte ein Überlebender dieser Grausamkeit das ganze nicht mit ein wenig Humor feiern dürfen ?

    wir sind mittlerweise eine komplett neue generation, warum sollen wir uns immernoch ständig mit der vergangenheit belastet fühlen?. Hätten Neonazis sowas gemacht währe die Diskussion absolut verständlich , aber bei einem überlebenden zeitzeugen? ich bin immerwieder überrascht wie eingeschrenkt das denken vieler leute immernoch ist.

  18. Finds geschmacklos jeder der schon einemal in so einem Lager war auch wenn es in der heutigen Zeit weiß wie man sich dort fühlt und einem ist da bestimmt nicht nach tanzen!

  19. wer jetzt sagt, dass das geschmacklos ist für den hab ich die frage: wart ihr oder dieser mann in dem video in ausschwitz?

    wenn einer dort tanzen „darf“, dann wohl die opfer die das alles erlebt haben. natürlich ist das eine provokation bzw. ein triumph, wie er es beschreibt. ich denke nicht, dass er den opfern gegenüber respektlos ist, schliesslich ist auch seine mutter dort ums leben gekommem.

    jeder der jetzt denkt, dass es geschmacklos ist, der wurde einfach nur von der gesellschaft dazu erzogen das zu denken. es ist einfach nichts weiter als ein zeichen an die vergangenheit (oder womöglich die noch lebenden ns-verbrecher) um zu sagen, dass er noch lebt und es ihm gut geht.

    so long

    jayde

  20. Zu entscheiden ob das jetzt geschmacklos ist oder nicht, liegt allein bei anderen Leuten, die selbst in Auschwitz waren. Ich zumindest erlaube mir da keine vorschnellen Urteile, da ich (zum Glück) einfach nicht nachvollziehen kann, wie es früher dort zugegangen ist.

  21. Absolut mega fett!
    Es war/ist viel zu lange ein Tabu über das man nicht sprechen sollte/dürfte etc pp..
    Es ist auch leider in Deutschland so, dass man nur als Betroffener, also Jude etc. über den Stock im Arsch der deutschen Gesellschaft reden darf.
    Als christ oder nichtbeteiligter hat man dazu ja keine Berechtigung. Wenn man sowas allerdings von einem SELBSTBETEILIGTEN sieht, dann ist das GUT, dass es aufgearbeitet wird undzwar auch auf diese art!!! und zwar genauso!!
    Es kann nicht ewig ein tabu bleiben und desswegen ist sowas perfekt!

    • die haben ja nicht nur juden umgebracht, homosexuelle, künstler, priester, regimekritiker, kleine verbrecher, sinti, roma, landstreicher, männer / frauen mit jüdischem ehepartner den sie nicht verlassen wollten usw. sind auch alle zu zehntausenden umgebracht worden.

      böse zungen mögen jetzt behaupten das die niemanden interessieren weil sie keine politische lobby haben oder einen eigenen staat.

  22. wie einige sich nun aufregen das er auf dem grab seiner mutter tanzt … ihr kleinen verwöhnten kiddis weißt doch garnicht was der mann alles durch gemacht hat und wenn er der meinung ist diesem grauenhaften ort ein bishen freude zu bringen, durch tanzeinlagen ,dann lasst ihn doch ! ihr habt doch garnicht das recht ihn irgendwie zu richten

    • er tanzt ja nicht auf ihrem grab sondern mehr an ihrem grab, das meiner meinung nach schon nen unterschied. ansonsten haste recht, das fällt in ungefähr dieselbe kategorie wie zivilisten die sich übern krieg oder militärisches auslassen, und generell den krieg gewonnen hätten wenn sie was zu sagen gehabt hätten. stammtisch gelabber stirbt halt nie aus.

  23. Ich finde es vollkommen in Ordnung was er da tut, schade nur das nicht 6 Millionen andere mit tanzen können.
    Und an alle geschmacklos schreier: Der gute Herr hat den Terror des Hitler Regimes in eben diesem Lager überlebt und darf sich meiner meinung nach dann so etwas herrausnehmen! Geschmacklos wäre es meiner Meinung nach nur wenn dieses Video von einem unbeteiligten stammen würde.
    Aber es es klar das wir Deutschen bei soetwas immer gleich los schreien geschmacklos usw. mit der vergangenheitsbewältigung haben wir es ja nicht so.

  24. oh man als ob es nichts wichtigeres im leben gäbe als über son schmarn zu diskutieren.

    Kritisieren dürften es in meinen augen (wenn überhaupt) sowieso nur leute welche damals auch im kz waren.

  25. Ich finde es überhaupt nicht geschmacklos. Der alte Herr stellt sich seiner Vergangenheit und versucht diese zu verarbeiten. Sei es nun durch einen Tanz oder wie auch immer er das versuchen möchte. Keiner derjenigen die hier Kommentare hinterlassen können sich auch nur im entferntesten vorstellen, was dieser Mann durchgemacht hat. Ich finde sein Vorhaben mutig und politisch vollkommen korrekt.
    Geschmacklos ist das nur für Leute, die sich mit der Situation nur oberflächlich auseinandersetzen.

  26. Mimimi geschmacklos.
    Wie sich jeder, der nicht halb so viel erlebt hat, anmaßt zu wissen, wie viel und welche Art von Respekt denn für welche Situation angebracht ist.
    Wer definiert den \nötigen Repsekt\? Ihr? Oder wohl doch eher Leute, solche Sachen selbst erlebt und verarbeitet haben.

    Fragt euch einfach, wen wuerde dieses Video mehr aergern – Adolf oder die Mutter des Toten?

    • Keinen von beiden, tot.
      Und als Überlebender eines Vernichtungslagers ist er technisch gesehen nur teilweise als Opfer zu sehen. Und dass er gerade das hervorhebt finde ich absolut widerlich.

  27. Ich kann mich daran erinnern, dass bei Fernsehkritik.tv etwas in „Kurz Kommentiert“ kam, weil in der Reportage die im Fernsehen lief wurde behauptet schon über 1 Million Zuschauen hätten das Video gesehen, allerdings zeigten sie dazu das Video auf YouTube und man konnte sehen, dass es noch keine 25.000 Views hatte.

  28. Den Opfern gegenüber respektlos?
    Wieso?
    Er ist schließlich selbst ein Opfer des größten Vernichtungslagers.

    Und seine Intention „mit seinen Enkeln dort zu tanzen, wo seine Mutter ermordet wurde“ empfinde ich als durchaus schlüssig. Für mich ist das nichts weiter als eine alternative und sehr individuelle Form des Gedenkens.
    Sicher, die Wahl der Musik ist recht zynisch und wird meiner Meinung nach Hauptargument für jene sein, die das Ganze als respektlos betrachten und sicher, man kann in sowas viel hineninterpretieren.
    Jedoch kann ich darin sowohl ein Symbol für Trotz und Überlebenswillen der Opfer als auch dafür, dass das Leben selbst nach solch einem traumatischen Ereignis weitergeht, sehen.
    Zumal man nicht vergessen darf, dass es für einen Überlebenden wohl eine ganze Menge Mut erfordert, den Ort der Qual auch nur im Stillen aufzusuchen – und dann eine so couragierte Aktion! Hut ab, Herr Kohn.

  29. Lasst dem alten mann seinen letzten spaß am Leben haben. 89 Jahre ist ein beachtliches Alter und vorraussichtlich wird eine Zeit kommen in der er nicht mehr so viel spaß haben kann. Deshalb denke ich das man diesen Mann in Ruhe lassen sollte.

  30. Ich verstehe nicht was man dagegen sagen kann.es stimmt zwar ,dass es auf einem sehr heiklen Thema beruht und man eigentlich keine Scherze darüber machen sollte, aber da er selbst zu den Opfern gehört frage ich mich warum es respektlos sein sollte. Ich finde es mutig denke aber das es sein gutes Recht ist.

  31. Ja er hat überlebt… das ist sehr toll, aber was denkt er sich nur dabei? Seine eigene Mutter wurde dort ermordet und ich würd niemals dort tanzen wo ein so wichtiger Mensch aus meinem Leben ermordet wurde. \Juhu fast alle sind hier gestorben, ich aber nicht !\ Ist ja auch bescheuert, mich wundern nur die ganzen Youtube Kommentare von Juden zu dem Video die das so geil finden, aber wenns ihnen gefällt soll ers doch ruhig machen…

  32. was ist nicht geschmacklos daran ein Medley eines Discoklassikers (der für freude und spass steht) dort zum besten zu geben, wo hunderttausende Menschen Ihr leben gelassen haben?!

    Protest hin oder her Auschwitz ist ein Mahnmal und wird durch sowas ins lächerliche gezogen…

    • Nein wirds nicht! wenn er sich hinstellen würde und irgentwas von wegen l2p kackboons fasln würd dann ja aber so macht er sich über die nazis lustig und nciht über die menschen die getötet wurden!

  33. Mir gefällte es, dass er die Zeit im KZ so gut überwunden hat (vllt. ist das Video auch ein Teil sein Verarbeitung).
    Natürlich solle Auschwitz nie der Schrecken genommen werden. Aber es darf (mMn) kein Tabu sein, anders zu Gedenken als nur mit gesenktem Kopf.

    Zum Thema Provokation: Ich glaube, wenn sich jemand provoziert fühlt, dann genau die richtigen (die „Braune Masse“).
    Gerade die Angehörigen von Verstobenen sollten verstehen können, dass man sich über das Überleben freuen muss (in welcher Form auch immer).

  34. Ich finds geschmacklos und das aus meiner eingenen überzeugung. Man tanzt einfach nicht auf Gräbern. Das wäre so als würde sich jemand auf die Überreste von 9/11 stellen und Anfangen zu tanzen, (oder ne Moschee drauf bauen).

  35. Also einerseits kann ich den Mann ja verstehen, so etwas schreckliches überstanden zu haben, andererseits glaube ich kaum, dass er auch nur einen Moment an diejenigen gedacht hat, die Auschwitz nicht überlebt haben … und ein „komisches“ Video darüber zu machen ist mehr als nur respektlos.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich (sofern ich mich in diese Haft überhaupt hätte hineinversetzen können) diesen Ort dann noch einmal auf diese Art und Weise besuchen würde.

  36. Ich find das nicht geschmacklos oder gar provozierend. Es ist auch nicht wirklich witzig. Es ist einfach nur ein Ausdruck dessen, dass man im Leben immer voran schreitet und man auch durch harte Zeiten kommen kann.
    Natürlich sind dort viele Menschen auf grausamste Art und Weise umgebracht worden, aber es gibt auch die wenigen glücklichen die Überlebt haben. Sollen sich die schlecht fühlen, die überlebt haben? Ich glaube nicht. Man sollte eher froh sein, dass dieser Greis nicht zu einem stumpfen, lebenslosen Mann geworden ist.
    Ich wünsche mir mehr solcher Aktionen. Immer dieses Gelaber, ob man sowas machen sollte oder nicht, ist doch egal. Macht es einfach! Es muss ja nicht jedem gefallen.

  37. Ich bin geteilter Meinung. An sich, finde ich die Idee vom alten Mann gut, solange er persönlich damit klar kommt. Es sollte auch klar sein, dass er selbst die Situation damals nicht genossen hat, vielleicht sieht er das als emotionale Bewältigung des Konflikts, sofern das überhaupt möglich ist.
    Doch bei Bildern wie bei Stelle 1:08 oder 1:37 hört bei mir das Verständnis auf, das sind Räumlichkeiten die ich persönlich nie betreten würde, für alles Geld der Welt nicht. Ich kann absolut nicht nachvollziehen wie man dort tanzen kann, und dann auch noch als ehemaliger Beteiligter.

  38. Ich finde keiner von uns kann beurteilen, ob das den Opfern gegenüber respektlos ist. Außerdem ist er doch selber ein Opfer, also wird er es wohl am besten wissen, wie man damit umgehen muss. Das sowas immernoch diskutiert wird und vor allem auch vom Spiegel thematisiert wird, zeigt für mich nur wie sehr die Medien immer noch versuchen das Nazideutschland journalistisch auszuschlachten…

  39. Kurz gesagt:
    Es ist absolut respektlos denen gegenüber, die dort ihre Angehörigen verloren haben.
    Nur weil man lebt, tanzt man auch nicht auf den Gräbern anderer rum oder?
    Sollen jetzt alle die 9/11 überlebt haben, auf den Friedhof gehen und dort rumtanzen wo andere am trauern sind?

    Und die Menschen, die soetwas nicht geschmacklos finden, schreiben es lediglich weil sie selbst nicht betroffen sind oder sich nicht vorstellen können, wie es für Betroffene ist, Menschen dort feiern zu sehen wo einst ihre Mitmenschen verklavt und ermordet wurden.

    Soll er woanders feiern, aber nicht an so einem Ort!

  40. So lange man die sache an sich nicht verharmlost oder lächerlich darstellt ist jede art von humor auch gegen das 3. reich, Hitler und den holocaust nicht geschmacklos. hier wird kein geschädigter verarscht oder sonst etwas. Ein überlebender feiert lediglich den triumpf der welt gegen die grausamkeiten des 3. reiches. Und mit dem Lied zeigt er wie lächerlich die idee des Holocaustes war.

  41. Das ist total asi!

    Ist wahrrscheinlich auch nur ein mediengeiler alter mann der mal unbedingt die aufmerksamkeit auf sich lenken konnte!
    Und was an dem Video emotional sein soll verstehe ich auch nicht..! Ich finde es Respektlos…tausende seelen sind dort um ihr leben gekommen! Und er tanzt sich da einen ab weil er überlebt hat…ich wäre lieber mit den anderen gestorben!

  42. Ich empfinde die Aktion nicht als geschmacklos! Indem er so tanzt zeigt er, dass die Freiheit und das Leben eben doch stärker sind als grauen und tot. Ich glaube nicht das er somit die dort getöteten beleidigt oder verunglimpft. Mit „witzig“ hat das nur am Rande zu tun.

  43. Wenn nicht er , wer sonst dürfte dort tanzen?
    Wenn nicht er , wer sonst dürfte dort tanzen?
    Wenn nicht er , wer sonst dürfte dort tanzen?
    Wenn nicht er , wer sonst dürfte dort tanzen?

  44. Ich finde jeder kann damit umgehen wie er möchte. Manche weinen andere lachen und das is beides ok.
    Man kann halt anderen leuten nicht vorschreiben was sie zu fühlen haben

  45. Also ich schließe mich Aspekt an …
    Klar ist es super das Adam Kohn das Vernichtungslager überlebt hat, aber jetzt so ein video zu machen ist gegenüber der 70.000 Toten respektlos.
    Also darüber lachen kann man meiner Meinung nicht.

  46. Überallermaßen Respektlos. Nicht ansatzweise lustig sondern eine Zeugung des schlechten Geschmacks.

    Das man über sowas Spaß machen kann, als ein Inhaftierter, der den Terror miterlebt hat. Unverständlich.

  47. Ach…das war doch der dessen Frau da nicht mitmachen wollte weil sie es selbst auch nicht so toll fand, weil sie auch überlebende ist.

  48. Ich persönlich empfinde das Video als ziemlichen hohn.
    Ich sehe es als „hah ich hab euch überlebt, euch die hier alle starben“. Deswegen bin ich eher gegen dieses Video. Nicht zu letzt weil man über schreckliche Ereignisse der Geschichte nicht Lachen sollte auch wenn die Gesellschaft das teilweise anders sieht.

    Auf der anderen Seite ist es bewundernswert das jemand nach Jahren in Ausschwitz sowas noch zu stande bringt aber ich bezweifel das der alte herr das aus eigener Motivation heraus gemacht hat. Vielmehr werden die Enkel oder Kinder ihn dazu mit genommen haben.

  49. Provozierend, geschmacklos… weder noch, es ist einfach sein eigener kleiner Triumph den er zelebriert. Er zeigt, das Juden Ausschwitz nicht nur überlebt haben, sondern überLEBT. Ich vermute Herr Kohn will damit auch zum Ausdruck bringen, das er nicht nur einfach davongekommen ist und aus Dank dafür demütig verharrt, sondern ein scheinbar trotz allem recht glücklicher Rentner mit großer Familie ist.
    Ich kann mir gut vorstellen das ein Besuch in Auschwitz, und dann noch mit diesem albernen Tanz, extremste Überwindung kostete. Er (und seine Familie) besiegelt damit seinen eigenen kleinen Sieg über Hitler.
    Ich vermute schon das es den meißten Überlebenden klar ist das er nicht „auf den Gräbern“ tanzt, sondern, um das Bild zu benutzen: „zwischen den Gräbern“, also mit den Toten.
    Würd mich mal interessieren, wie die internationalen Reaktionen darauf so waren. Ich vermute fast weniger ablehnend als die vieler Deutschen

  50. Ich finde persönlich, das er sich das verdient hat…
    die Lager waren so grausam und das was er da macht is einfach nur ein weiterer Schritt zu verarbeitung des erlebten…
    Er hatte verdammtes Glück, also lasst dem alten Mann doch einfach seinen triumph…

  51. Also meiner Meinung nach hat, wenn überhaupt jemand, ein auschwitz überlebender das recht dazu solch ein video zu machen. Da es so ist habe ich kein problem damit. Wenn es nicht so wäre, wäre es extrem geschmacklos.

    Andererseits finde ich persönlich das video trotzdem dämlich aber das mal dahingestellt.

  52. Das ist eine extrem schwierige Sache.
    Wenn er so mit der ganzen Sache abschließen kann finde ich es in Ordnung.
    Jeder geht mit Erlebnissen anders um.
    Eine andere Sache ist, dass jetzt zu veröffentlichen. Hätte er den Film nur für sich/seine Familie gemacht, wäre es okay. Aber so kann es respektlos gegenüber Überlebenden/Hinterbliebenen wirken.

    Also für sich so einen Film zu machen um sich zu zeigen, dass man das ganze überwunden hat finde ich okay, das ganze so öffentlich zu machen, muss nicht sein.

  53. Ich finde er darf das einfach machen. Schließlich hat er ja wirklich überlebt und kann sich drüber freuen und so vlt. noch was aufarbeiten.

  54. Ist das komplette Gelände denn ein Grab? Natürlich sind dort viele Menschen gestorben. Aber er selbst hats überlebt und ausserdem liegt das ganze doch jetzt sechzig und mehr Jahre zurück. Irgendwann sollte man damit doch mal abgeschlossen haben – und wenn er das als Überlebender kann, womit nimmt man sich dann eigentlich das recht dem Herrn Geschmacklosigkeit zu unterstellen? Ist ja nicht so, dass er da manisch lachend und Mittelfingerzeigend über den Platz geiern würde.

    • du vlt. nicht, aber jemandem der wie dieser mann die hölle auf erden er- und überlebt hat, kann absolut scheißegal sein was ihr von ihm denkt, weil am leben zu sein absolut wichtiger ist als alles andere.

      zudem entbehrt sein statement nicht einer gewissen ironie, da er quasi auf seinem eigenen grab tanzt das die nazis ihm zugedacht hatten. ausserdem bin ich der meinung das die leute was das thema ns zeit betrifft langsam mal den stock aus dem arsch nehmen sollten, egal ob deutsche oder juden.

  55. Mich würde mal interessieren wieviele von denen hier die geschmacklos etc. schreiben dies tun weil Sie persöhnlich denken das es falsch ist und wieviele das geschrieben haben weil sie von der Gesellschaft gelernt haben das sowas geschmacklos ist bzw. glauben zu wissen, dass das geschmacklos ist.

    • Das ist beides das gleiche… >.>
      Was ich gelernt habe, und dann vertrete, glaube ich auch persönlich. Wenn in Wirklichkeit nicht, dann lüge ich aus irgendeinem Grund, was aber in der Anonymität des Internets hier keinen Sinn macht.

    • Interessante Aussage, mit der du leider voll auf die Nase fällst.

      Die Gesellschaft in der man sich befindet formt einen. Dazu zählt alles, ob es der Staat ist in dem man lebt, die eigene Familie, die Freunde, ja sogar die Mücken die einen im Sommer stören oder nicht. Das alles formt eine menschliche Persönlichkeit heraus.

      Du hast keine „andere Meinung als die, die man von der Gesellschaft gelernt hat“. Es handelt sich dabei immer um deine eigene Meinung, die sich durch tausende von Faktoren gebildet hat.

      Selbst du, als Beispiel, hast meine persönliche Meinung durch deine Aussage mitgestaltet. Du hast sie nicht großartig verändert, dennoch bist du ein Einfluss darauf.

      Worauf ich hinaus möchte, ist, dass man nicht so einfach sagen kann, dass „die Gesellschaft“ so und so denkt. Letzten Endes denkt so der Großteil der Bürger, wenn auch meist mit leichten Abweichungen. Darauf basiert ja auch das Prinzip von Demokratie und Gesellschaft.

      Ach, ich komm schon wieder vom Thema ab…
      @Tonic: Solange wie du nicht auf die Straße scheißt, ist auch deine Persönlichkeit von der Gesellschaft geprägt worden. Du hast praktisch gelernt, dass es geschmacklos ist, auf die Straße zu scheißen. Trotzdem würdest du, sollte ich dich diesbezüglich fragen, wohl zugeben, dass es immernoch deine eigene Meinung ist und du es aus freiem Willen geschmacklos findest, oder?

    • Und was willst du ins damit sagen?
      Imho kein Inhalt dein Post.

      Zum Thema.
      Das sich jmd. freut, Auschwitz überlebt zu haben, kann man wohl verstehen. Darum geht es doch nun wirklich nicht. Doch es gibt andere Methoden seine „Freude“ darüber zum Ausdruck zu bringen.
      Bedenkt man all die Greueltaten, die dort geschehen sind, all das Elend in dem die Menschen dort gezwungen waren zu leben, und all die Toten, so kann man völlig zurecht sagen, das es Geschmacklos ist.
      Hier freut sich nicht einfach nur jmd. darüber, überlebt zu haben, er verhöhnt sogar noch all die anderen, die gestorben sind.
      Die Überreste dieser Lager, sind ein Mahnmal, ein Gedenken, an etwas, das niemals hätte passieren dürfen. Sie sind ein Ort der Trauer und der Besinnung. Das Spürt man, wenn man diese Stätten betritt, oder von verschiedenen Einzelgeschichten erfährt.
      – In einem Fall wurde ein Kind auf dem Weg zu einem Frauen-KZ in Polen erschlagen, weil es sich nach seinem herunter gefallenen Teddy bücken wollte.
      – In einem KZ in Lettland, gruben Kinder mit Löffeln verzweifelt in der Erde nach Wasser. Die Versenkung ist im Laufe der Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg durch Regenfälle und Wasseransammlungen zu einem kleinen See geworden.

      Kann man es angesichts solcher Geschichten wirklich Gutheißen, das jmd. sich auf diese Weise „nur des Überlebens“ freut? Nein. Denn es ist, wie gesagt: Eine Verhöhnung all der Dortigen Opfer.

    • Ich finde es schon persönlich geschmacklos wenn man 70.000 leute umbringt. Das Video hat definit vdas falsche Lied ansonsten würde ich aber nichts dagegen sagen.

    • woher hast du denn dann bitte deine „persönliche“ meinung, wenn nicht über jahre der entwicklung abgeschaut, von der lokalen kultur gelernt? in jedem kulturkreis sind andre dinge geschmacklos, tabu, oder aber auch alltäglich.

      isst du denn jeden tag hunde, weil es dein persönlicher geschmack ist? hat die frau hinterm ofen zu stehen, weil der man chef ist? werden söhne vor unwichtigere dinge mehr gelobt, als töchter, nur weil mann > frau?

      meinung bildet sich aus der kultur – eine wirklich eigene meinung hast auch du nicht!

      btt: ich finde es schon etwas derb, andererseits auch, wie erwähnt, ein sieg für adam krohn!

    • Warum glaubst du wie viele hier, dass ihnen immer was vorgeschrieben wird.
      Wer einfach etwas nachdenkt, kommt selber drauf, dass das zu weit geht, und das nicht nur weil es mit Auschwitz zusammenhängt..
      Könnte auch was anderes sein… Meiner Meinung nach ist es einfach respektlos gegenüber den Menschen mit denen man Gefangen wurde… Stell dir/euch vor, dass dein/eurer Freund umgelegt wird oder sonst irgendwie.. Und ihr wieder dahin geht und tanzt weil ihr das überlebt hat?!

      • dann schaut auch das video zuende und seht euch an was die damit erreichen wollen.
        Außerdem kann man sich zu so einem Thema auch eine eigene Meinung bilden.

        • Dein Satz mit „was die damit erreichen wollen“ ist auch eine Bruchlandung.
          Das Ziel rechtfertigt nun einmal nicht die Mittel.
          Wenn ich in eine Einkaufspassage gehe und anfange die Leute mit Giftmüll zu bewerfen, am Ende aber behaupte, dass ich das mache um den Regenwald zu retten, dann ist das immernoch Schwachsinn.

          Nur weil ich behaupte, dass ich es „für die Frieden auf Erden tue“, heißt das noch lange nicht, dass es in Ordnung wäre wenn ich in dein Wohnzimmer pinkle.

          Und eigene Meinungsbildung ist nunmal davon abhängig, welche Informationen man verarbeitet. Dazu zählt nunmal alles, was man aufnimmt, sei es der Sonnenschein oder sei es die These eines Experten.

          Die Aussage mit dem „bilden einer eigenen Meinung“ ist auch schwachsinnig. Man besitzt bereits eine eigene Meinung, zu jedem Thema von dem man erfährt.
          Die einzige Möglichkeit, die man hat, ist sie auszuarbeiten. Abhängig davon welche Informationen man dabei an sich heranlässt, kann sich diese Meinung auch ändern, sie bleibt dabei aber die Gleiche die man zu Beginn hatte, sie ist nur anders.
          Die eigene Meinung ist nunmal nichts Festgelegtes, sie verändert sich ständig, ebenso wie die eigene Persönlichkeit, aus der sie großteilig entspringt.

          Davon mal ab, zu solch einem Thema gibt es keine „eigene Meinungsbildung“. Man kann eventuell andere Worte verwenden als der Vorredner, aber selbst das ist oft nur schwer möglich, da sich unsere Meinung dann bereits angepasst hat.
          Wer den Blogeintrag von Steve gelesen hat, der hat assoziiert mit diesem Thema nun einmal den Begriff „geschmacklos“. Ob er ihn teilt ist dabei irrelevant, solange wie man nicht explizit versucht von der Masse abgetrennt zu sein, solange wird man auch intuitiv den Begriff „geschmacklos“ verwenden.
          Noch dazu wurde Steve’s abschließende Frage praktisch als Multiple-Choice Variante gestellt, dementsprechend macht es noch mehr Sinn den Begriff „geschmacklos“ zu verwenden.

          Vorschlag zur Güte: Gib einfach auf. Du kannst deine Einstellung gerne behalten, aber es lohnt nicht hier auf verlorenem Posten zu „kämpfen“.
          Ebenso wenig wie es Sinn machen würde, als Strenggläubiger Christ in einer Moschee zu predigen.

    • Welchen nazis?
      Es gibt heutzutage keine nazis mehr.
      Was es noch gibt sind neonazis aber die kann man zu 99% nicht für voll nehmen.

      Was noch gibt ist das gedanken an das damalige und da ist es respektlos den andern überlebenden gegenüber so eine „party“ dort zu veranstalten.
      Wenn er sein überleben feiner will kann er das überall machen nur nicht an solchen orten.

      Will nicht wissen was es für einen aufschrei weltweit gegeben hätte wenn ein Deutscher sowas machen würde.
      Mit deiner nullen begründung er tanzt den nazis auf der nase herum.
      Der wäre gleich für 1-2 Jahre in den knast gegangen…

  56. Ich find die Aktion sehr bewegend. Deutlicher kann man nicht symbolisieren das diese schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit angehören. Den Ort seiner schlimmsten Tage seines Lebens, nimmt er somit den Schrecken, das ist sicher sehr befreeind für den Mann. Hut ab.

  57. Ich finde das es ein sehr starkes und emotionales video war und in keinster Weise respektlos oder lächerlich. Er kehrte an Orte zurück die für ihn den wohl schlimmsten Abschnitt seines Lebens represäntieren und er feiert dass er das überstanden hat.

    Finde es sehr, sehr gut. Respektlos gegenüber denen die nicht überlebt haben? Keinesfalls, wohl eher ein Tribut dass es auch überlebende aus dem Ort gaben und dass diese nicht von den Erinnerungen und Alpträumen bezwungen wurden und mit ihren Leben weitermachen kömmen.

  58. Man könnte meinen es wäre geschmacklos, wenn man nur davon ausgeht, dass es nur darum geht, dass er sich nur mit Auschwitz auseinander setzt.
    Vlt. möchte er einfach ausdrücken, dass man sich von solch einen faschistischen System wie unter den Nazis nicht beugen soll. So nach dem Motte: „You will never get me down.“ Aber alles Interpretationssache.

    Ich find es gut sich mal aus diesem Blickwinkel mit diesem Thema zu beschäftigen (den anderen darf man aber sicher nicht außer acht lassen!)

    Manchmal muss ein ernstes Thema auch mit Humor zum Ausdruck, (und umgekehrt 😉 )

  59. Ich muss sagen ich finde es äußest geschmacklos. Ich finde es schön das der Alte Herr überlebt, hat und er sollte diese Gewiss feiern, meinetwegen auch gerne auf oder bei dem besagtem Gelande aber bitte diese dann auch mit dem nötigen Respekt zu tun. Den Respekt für die viele tausenden Toten die mit solch unglaublich qual dort gelitten haben.

    Es ist einfach eine Frechheit sein Gesicht durch die Fenster eins dieser Todeszüge zu stecken und dabei net in die Kamera zu lächeln. In diese Zügen sind furchtbare dinge Passiert viel die in diese Eingestigen sind sind nicht mehr lebend rausgekommen und die lebend rausgekommen sind den ging es bei weitem nicht besser. Es ist wirklich ein absoluter respektlos diese Folter und Tötungzüge so zu verharmlosen ja gar zu verniedlichen. Sorry aber da kamm mir echt die Galle hoch.

    Ganz ehrlich wenn zu dem Zeitpunkt, wo die ihre ach so lustige Tanzparade da veranstaltet haben ich wäre echt sauer geworden und hätte die dortigen Denkmalschützer die Polizei oder was auch immer eingeschaltet. Ich farge mich sowieso warum die das haben durchgehn lassen.

    • Du hast inhaltlich Recht, meiner Meinung nach, schön und gut.
      Aber es wäre deinerseits angebracht, deinen Post vor dem Abschicken nochmal durchzulesen. Ja, Rechtschreib- und Grammatikflame 😛
      Benutz doch bitte wenigstens Kommata an den richtigen Stellen und dann ordne deine Buchstaben nochmal. So. Danke.

      BTT:
      Ich finde es einerseits nicht richtig, was er macht, andererseits haben die Leute, die hier sagen, wir sollten das Ganze gelassener sehen… die haben vermutlich Recht. Ja, es ist viel Scheiße damals passiert und ja, man sollte es auf keinen Fall vergessen. Aber irgendwann muss man darüber hinwegkommen. Es kann ja nicht sein, dass wir Deutschen nur öffentlich sagen können „Ich bin stolz auf mein Land!“, wenn grade WM ist, weil wir sonst Nazis sind….

  60. Geschmacklos³
    Wer sich auch nur ansatzweise ob in der Schule noch in der Freizeit mit diesem Thema auseinandergesetzt hat, kann darüber einfach nicht lachen.

  61. Verharmlost einfach die Tatsache, dass dort Menschen reihenweise abgeschlachtet worden sind. Klar ist der Herr Kohn froh darüber, dass er nicht wie seine Mutter sterben musste, aber auf dem Todesort seiner Mutter lustig herumzutanzen ist einfach nur respektlos.
    Obwohls wohl lustig gedacht war, finde ich es net wirklich komisch, wenn da ein paar Leute idiotisch rumtanzen und das dann noch ins Netz stelle. nach dem Motto „Guckt mal wie lustig wir sind“.

    @Dominik: Eine aufgeklärte Gesellschaft bedeutet meiner Ansicht nach nicht sich über alles und jeden lustig zumachen, gibt eben einfach Tabuzonen.

  62. Ich finde es schön, dass der alte Mann sich an seinem Leben so erfreut. Ich stelle mir ein Leben nach solch einer Erfahrung, wie er sie gemacht hat, nicht leicht vor. Aber muss es unbedingt ein Tanz AUF dem Gelände sein, das für viele viele Menschen der Ort des Todes wurde? Das wird von Kultur zu Kultur anders gesehen, doch in unserer hat das Tanzen auf dem Grab eines anderen einen herben Beigeschmack. In diesem speziellen Fall würde ich den Tänzern aber keine Respektlosigkeit vorwerfen.

  63. Ich finde es absolut ok. Aber auch nur da er selbst Auschwitz überlebt hat.
    Solange das ganze nicht ins lächerliche gezogen wird bleibt es meiner Meinung nach auch im Rahmen. Es ist nicht nur eine Gedenkstätte und ein Ort der Trauer, sonder für einige auch ein Mahnmal dafür was sie überlebt haben.

  64. Das ist eine interessante Fragstellung. Im ersten Moment habe ich quasi aus Reflex gedacht: Wieso? Lass ihn sich doch freuen! Er hat halt Glück gehabt und möchte das mit der Welt teilen…

    Aber wenn man sich mal versucht (ganz kann man das ja eh nicht) in die Angehörigen zu versetzen, die da Großeltern, Eltern, Geschwister oder Partner verloren haben, dann muss einem das ein wenig hämisch vorkommen. Ich glaube, auf mich würde das in diesem Fall eher wirken wie: „Seht her! Ich habe überlebt und all die anderen Millionen nicht! Haha!“

    Ich nehme schwer an, dass es so nicht gemeint ist, insofern ist dem alten Mann sicher kein Vorwurf zu machen (und sicher auch nicht seiner Tochter, die ihn ja anscheinend dazu überredet hat), aber ein wenig gedankenlos erscheint es mir schon. Vielleicht ist es aber auch höchste Zeit, dass wir aufhören, nur mit gedämpfter Stimme und Tränen in den Augen von Ausschwitz zu reden, weil dabei manchmal Fakten unter den Tisch fallen, weil sie vielleicht nicht „grausam genug“ klingen – wenn ihr versteht, was ich meine?

    Wie dem auch sei: Er hats gemacht und Straftat is es keine, also lassen wir ihm den Spaß, wenn es für ihn eben einer is. Wer es nich gut findet, kann dem Video ja den Daumen runter geben und es nie wieder anschauen.

  65. Also ich finde es recht markaber und humorvoll zugleich. Der alte Herr wollte sich seinen Traum erfüllen und das hat er getan. Trotzdem empfinden vielleicht viele Opfer nicht das selbe wie er und fühlen sich dadurch verletzt.

  66. mal eine andere Art mit der Geschichte umzugehen. Wir haben alle immer noch einen Nazi-Komplex weshalb es sicherlich immer noch zum teil ein tabuthema ist. Natürlich ist es tragisch was sich damals zugespielt hat, nur sollen wir für immer darauf zurückblicken und es nicht aufarbeiten?
    Ich persönlich finde zwar die Art bzw. das Video zum Teil geschmackslos, andererseits denke ich mir „Hey, er ist ein Überlebender und war selbst Opfer des Nazi-Terrors, wird schon Galgenhumor sein.“
    Wenigstens geht er mit dem ganzen Thema mal etwas anders um als dauernd nur aus Angst vor dem Thema zurückzuschrecken. Fakt ist, dass es weder Politiker, noch Organisationen wirklich wagen das Thema massiv anzuschneiden.
    Bei uns in Österreich traut sich daher auch kein Politiker (außer die Rechten) konkreter über Asylpolitik zu sprechen, weil er dadurch gleich als nazi abgestempelt wird. Ich finde zwar, dass man schon grenzen kennen muss und Ausländerpolitik ein heikles Thema ist, aber nur wel jemand sich mit dem Thema beschäftigt ist er noch lange kein Nazi.
    Es wird Zeit, dass wir als aufgeklärte Gesellschaft mit TV, Internet etc. uns daran machen die Vergangenheit zu konfrontieren und uns damit aktiv beschäftigen. Insofern ist dieses Video ein guter Ansatz, wenn auch etwas makaber.

  67. find die sterne geschmacklos , es war damals einfach schon ein unding …jetzt zieht er das damalig verächlichte und die leute die dort gestorben sind ins lächerliche

  68. Schrecklich wieviele sich über das Video aufregen, aber da sieht man mal wieder das viele Deutsche in der Vergangenheit leben und es nicht schaffen in die Zukunft zu sehen.

  69. Ich finde das einfach nur geschmacklos. Ich selbst war im Rahmen einiger deutsch-polnischer Austauschprogramme zweimal in Auschwitz. Ich bin sonst kein gefühlsbetonter Mensch, aber an diesen beiden Tagen war ich den Tränen nahe. Diese Aktion ist eine Verhönung der Geschichte, man kann sein Überleben auch anders feiern! Zumal der gute Herr Kohn das ja anscheinend nur nach langer Überzeugungsarbeit über sich hat ergehen lassen. Das T-Shirt mit der Aufschrift „Survivor“ setzte dem ganzen noch die Krone auf.

    • das video nimmt nicht bezug auf die anderen tausende opfer!! es geht nicht darum, dass er sich freut, dass die anderen alle tot sind, wie hier einige offenbar glauben.

      wenn man ins KZ kam, konnte man davon ausgehen, zu sterben. ab dem zeitpunkt der einlieferung war man quasi schon tot…

      die aussage des videos ist es, dass trotz aller vernichtungsmaßnahmen der nazis dennoch einige überleben konnten. und in diesem sinne feiert das video das leben. nicht nur das des direkten „survivers“, sondern auch das seiner nachkommen, die, wäre er gestorben – was ja die wahrscheinlichste zukunftsaussicht eines kz-häftlings war – alle nicht am leben wären! wie viele andere symphatische und freundliche menschen wären noch zusätzliche am leben und geboren worden, wenn es den terror der nazis nicht gegeben hätte? das ist die botschaft! und daher sieht man auch seine kinder und enkel in dem video!
      das video ist gut und richtig. gerade der kontrast zwischen dem leid der opfer (der lebenden und toten) und des fröhlichen daseins der nachfahren der überlebenden zeigt doch, wie sinnlos und menschenunwürdig krieg doch eigentlich ist.

  70. ich war dort auch schon zur ansicht, es ist irgendwie erschreckend bedrückend und unvorstellbar wenn man versucht sich vorzustellen wie es dort zugegangen ist…
    ich weiß nicht was ich von dem video halten soll, aber im anbetracht der tatsache das er ein überlebender war und das seine enkel würde ich sagen das es in ordnung ist, er feiert sein leben und das seiner kinder an dem ort wo tausende menschen gestorben sind

  71. Ich finde jeder kann Dinge die man erlebt hat auf seine eigene weisse verarbeiten. Dieser Herr macht das indem er tanzt. Warum sollte das geschmacklos oder provokant sein wenn es ihm hilft?

  72. Im ersten Moment ist das eine riesige Geschmacklosigkeit.
    Das ganze relativiert sich natürlich dadurch, dass er ein Auschwitzüberlebender ist. Da traut sich dann keiner wirklich, ihn direkt anzugreifen, denn er ist ja ein Auschwitzüberlebender – das sei auch gewürdigt. Trotzdem finde ich es vollkommen daneben – es wirkt auf mich fast wie Hohn gegenüber den Opfern dieses Lagers, auch wenn es natürlich nicht so gemeint ist. Ungebührlich ist es aber in jedem Fall.

    • Für mich wirkt es mehr wie ein schlag ins Gesicht des damaligen Systems. Für mich ist die Aussage des Videos „das Leben hat gesiegt, Ihr habt mir unsägliche grauen zugefügt und ich Lebe noch und ich bin stark genug euch das ins Gesicht zu schreien.“ Ihr habt versagt, ihr konntet mich nicht vernichten. Ich halte das nicht für respektlos den toten gegenüber sondern habe höchsten Respekt für diesen Herren.
      Hut ab

  73. WENN sowas irgendjemand überhaupt darf (wobei die Frage an sich schon seltsam ist; jeder Mensch hat seine eigene Art mit Dingen fertig zu werden, das sollte man akzeptieren), dann doch einer, der es überlebt hat.

    Völlig legitim, meiner Meinung nach.

  74. Nicht geschmacklos , soll der alte Herr denn sein Leben lang trauern, weil er als einer von wenigen das Glück hatte aus einem KZ befreit werden zu können ? Ich glaube er wird wohl die letzten Jahre genug Erinnerungen an diese Zeit verarbeitet haben und wenn sogar seine MUTTER da gestorben ist, hat er wahrlich genug getrauert möchte ich glauben. Warum sollte er dann nicht noch einmal zurück kommen und in den ( da er nun ja auch schon alt ist ) letzten Tagen seines Lebens dorthin zurück kehren und sich freuen, dass er dem entronnen ist. Er sagt ja nich “ hihihi ich leben und ihr nicht “ . Also ! witzig isses ja in jeden Fall, da der Herr auch nicht so ganz die Tanzschritte beherrscht , provokant vllt. für die, die immernoch glauben KZ´s wären gerechtfertigt, und geschmacklos… naja wers denn so sieht…

  75. wer das als geschmacklos empfindet hat den schuss nicht gehoert.

    er ist selbst ein opfer und als ueberlebender, alleine den ort des grauens wieder zu besuchen ist fuer ihn persoenlich ein großer erfolg, jeder verarbeitet das eben anders.

    es waere etwas anderes, wenn aussenstehende sich darueber lustig machen, fuer ihn ist es eine form von vergangenheitsbewaeltigung, punkt.

    • Denke eher dass seine Enkel ihm gesagt haben er soll das machen.
      Stell dir mal vor die Leute würden im Loveparade- tunnel sowas abziehen.

    • „Aber wenn es dem Herrn gefällt, und er damit glücklich ist. Warum nicht ?“
      Wenn jeder das tun würd was ihm gefällt würd die welt in chaos versinken… einfach geschmacklos aufn milionengrab zu tanzen! Dabei ist es scheißegal obs nen Nazi , nen Allierter oder nen Hollocaust überlebener ist! Ist einfach respektlos gegenüber den Leuten die dort gestorben sind… wär genauso als wenn ich aufn Friedhof ne Party feier

      • Und genau da kommt das Problem.
        In anderen Kulturen ist es mehr als Normal auf einer Beerdigung und nach einer Beerdigung zu tanzen und zu Feiern. Dort wird sich für den Toten gefreut, er wird es im Jenseits besser haben.
        Wir leben hier in einer Kultur, die durch das Christentum deutlich geprägt wurde.
        Totenruhe nur als Stichwort.

        Ich persönlich finde es klasse, wenn der alte Mann dadurch endgültig abschliesen kann. Das es in’s Internet gestellt wurde halte ich da für geschmackloser.

      • Die einzigen Leute die meiner Meinung nach ernsthaft beurteilen können ob es geschmackslos ist, sind die KZ überlebenden. Davon gibt es nicht mehr so viele. Da der Kerl nun selber einer ist, steht es ihm voll zu dort zu tanzen.
        Die Toten werden sich schon nicht beschweren, ausserdem macht sich schlichtweg ja keiner über sie lustig oä.
        Wenn Nazis das machen ist es geschmakslos….ansonsten habe ich kein Problem damit ^^

  76. Also, ich find’s ne absolut geniale Sache. Warum sollte das bitte geschmacklos sein? Er weiß doch am besten, was da passiert ist. Er feiert da das Leben. Und das Leben ist etwas, was man eig immer feiern kann.

    Btw, gibt’s eigentlich irgendne Mögl, dieses blöde Captcha zu umgehen?

    • die antwort auf die frage ob das geschmacklos ist oder nicht, kann wohl einzig und allein nur ein überlebender des holocaust liefern. er als jemand, der den holocaust überlebt hat und vor allem in diesem lager gelitten hat und um sein leben fürchten musste hat eine andere perspektive als wir sofa-kommentatoren – in dem sinne steht uns kein urteil darüber zu, ob wir seine art der vergangenheitsbewältigung geschmacklos finden oder nicht – und für ihn scheint es sicher hilfreich.
      zudem hat er auch seinen segen vom zentralrat der juden für die aktion bekommen.

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