Abmahnungen wegen Filesharing

Nachdem ich im letzten Podcast das Thema “Abmahnungen wegen Filesharing” aufgenommen habe, erreichten mich einige wirklich spannende Leserbriefe. Da ich davon ausgehe, dass dies für viele Mitgliedern meiner Community durchaus interessant sein könnte, möchte ich heute einen davon veröffentlichen. Community-Mitglied Jan-Philipp schreibt dazu folgendes:

Ich würde dringend davon abraten irgendwelche unterzeichneten Papiere zurückzuschicken ohne vorher mit einem Anwalt geredet zu haben da man nie weiss was die Gegenseite mit diesen macht oder welche rechtliche Handhabe man diesen Leuten damit möglicherweise gibt. Dazu gehört auch das simple Übernehmen von irgendwelchen modifizierten Unterlassungserklärungen aus dem Internet oder die Anwendung von anderen zweifelhaften Patentrezepten. Jeder vernünftig denkende Mensch geht ja auch zum Arzt und holt sich seine medizinische Beratung nicht aus dem Internet. Wobei ich zugeben muss, wenn man sich die Foren bestimmter Ratgeberplattformen anschaut, trifft das wohl nicht immer zu.. Aber wie auch immer. Mag gut gehen kann aber auch gehörig in die Hose gehen. Ich wage zu behaupten, dass sich die selbe Situation auch auf unsere Thematik übertragen lässt. In meinen Augen gibt es in solchen Situationen nur eine einzige richtige Vorgehensweise und zwar: einen Anwalt einschalten! Man muss ja nicht gleich vor Gericht ziehen und dann auf horrenden Anwaltsrechnungen sitzen bleiben. Aber gerade bei den hohen Beträgen die heutzutage in solchen Abmahnungen geltend gemacht werden sollte man es sich zweimal überlegen ob man nicht lieber professionelle Hilfe einschaltet anstatt sich da auf Hörensagen oder andere zweifelhafte Informationsquellen zu verlassen.

Unter anderem gibt es da zum Beispiel folgende Kanzlei, mit der ich noch keine persönliche Erfahrung gemacht habe und nichts weiter zu sagen kann, aber nur um mal ein Beispiel zu nennen:

http://www.wbs-law.de/pressemeldungen-wilde-beuger-solmecke/filesharing-spezial-uebersicht-ueber-unser-gesamtes-informationsangebot-1418/

http://www.youtube.com/user/KanzleiWBS?v=foLAWPchyys&feature=pyv&ad=6384113913&kw=filesharing

Meiner Meinung nach der einzige Weg um auf der sicheren Seite zu sein. Dabei geht es auch garnicht um die Schuldfrage denn Fakt ist: Selbst wenn der Abgemahnte wirklich die ihm angelasteten Dateien runtergeladen hat sind die geforderten Abmahngebühren eindeutig zu hoch. In den vielen Fällen lässt sich zumindest ein wesentlich günstigerer vergleich aushandeln. Von modifizierten Unterlassungserklärungen würde ich, zumindest ohne Rücksprache mit einem Anwalt, abraten da auch die schon von vielen Gerichten als Schuldeingeständnis gewertet wurden und man mit so einer Unterlassungserklärung quasi einen Vertrag über Jahrzente hinweg unterzeichnet. Zumindest soweit ich weiss, damit sind wir wieder beim Thema Hörensagen. Ich bin kein Jurist, besser auf Nummer sicher gehen! Du hast das damals schon richtig gemacht. Alles andere halte ich wenn man mal bedenkt um wieviel Geld das teilweise geht für grob fahrlässig.

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