Leuchtturm: Katzenberger und Chicago

Mittwoch, 21.03.2012

- Gestern war Fußball-Legende Paul Breitner bei Markus Lanz zu Gast und hat sich extrem über Daniela Katzenberger aufgeregt – ihn ihrem Beisein. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich nicht daran erinnern kann, in den letzten Jahren einen Auftritt im Fersehen so gefeiert zu haben. Hier mal ein kurzer Auszug:

Breitner dagegen beantwortete die Frage, ob er schon einmal Katzenbergers Sendung gesehen habe, erst mit zwei kurzen “Neins”, um nach einer Kunstpause die Begründung nachzuschieben: “Weil mir mittlerweile das Kotzen kommt, wenn ich sehe, was Leute alles tun, um ja irgendwo Schlagzeilen zu haben, um ja ihren Hintern aus irgendeinem Fenster zu heben, damit sie irgendwas zum twittern haben.”

Die Angesprochene (“Fußbälle interessieren mich nicht, also nicht die auf dem Feld”) nahm die erste Breitseite ihres Sitznachbarn sichtlich verstört zur Kenntnis, doch der ehemalige Bayernprofi legte noch einmal nach. “Daniela Katzenberger ist der Zug der Zeit, dass jeder einfach partout sein Glück darin sucht, unbedingt ins Fernsehen zu kommen, unbedingt vermeintlich berühmt zu werden”, echauffierte sich Breitner. “Dafür essen die Hundekacke, dafür machen die alles. Es ist zum Kotzen, ich finde es widerlich zum Teil, pervers.” Quelle

Frau Katzenberger ist für mich ein ähnliches Phänomen wie damals Big Brother Zlatko und Jürgen. Anfangs findet man sie, trotz ihrer Einfachheit (oder gerade deswegen), nett und erfrischend. Aber ab einem gewissen Zeitpunkt und einer chronischen Überfütterung, kann man ihre Gesichter einfach nicht mehr sehen. Geht mir persönlich auch mit vielen TV-Formaten so, die 1-2 Staffeln ganz nett sind, aber irgendwann so ausgeschlachtet und kopiert werden, dass man sie einfach nicht mehr sehen kann. Bei Frau Katzenberger kommt außerdem doch der “Paris Hilton-Faktor” hinzu – sprich, im Grunde kann sie nichts, außer vielleicht hübsch aussehen.

- In vier Tagen geht unser Flieger Richtung München und anschließend Richtung Chicago. Ich habe gestern ordentlich Geld in Dollar umgetauscht und meine Kreditkarte gefüllt. Der bloße Gedanke an die große Reise, lässt mein Herz schneller schlagen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich grundsätzlich eher zur Kategorie der “Heimscheißer” gehöre. Während es viele Leute in die große, weite Welt zieht, schlafe ich am liebsten in meinem eigenen Bett. Das muss ich von meinem Vater geerbt haben – der hat seinen Hintern auch nie aus den eigenen vier Wänden herausbekommen. Manche würden diese Charakter-Eigenschaft als langweilig bezeichnen, aber ich persönlich sehe es viel eher als “in sich selbst ruhen und mit sich und mit dem Universum im Einklang sein”. Ja, ich bin ebenfalls gut darin, mich selbst zufrieden zu sprechen…

Da ich auf keinen Fall so werden will, wie mein Vater, kämpfe ich dagegen an und kriege meinen Hintern eben doch hoch, schließlich will man ja mal was von der Welt sehen. Und was soll man später seinen Kindern erzählen, wenn man nie in den USA war? Also packen wir es an. Am Sonntag-Morgen um 7:30 Uhr fliege ich von Bremen aus ab, und dann beginnt für mich das große Abenteuer Chicago. Stevinho, bleib stark!

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