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Man kann es lustig finden, man kann sich darüber aufregen – nur ignorieren kann man es nicht: dass viele Jugendliche nicht mehr in der Lage sind, einen Satz ohne „Alder“ oder „Digger“ zu beenden […] Irgendwann werden vielleicht Bücher in dieser Sprache erscheinen, Neuauflagen von Klassikern, inklusive „Es irrt der Mensch Digger solang er strebt Alder“ (Goethe), „Gott würfelt nicht deine Mudder“ (Einstein). „Sein oder nicht sein Digger das ist hier die Frage Alder“ (Shakespeare) und natürlich „Geben Sie Gedankenfreiheit Digger Sire deine Mudder“ (Schiller).

Mir persönlich fällt das schon gar nicht mehr auf. Ich selbst erwische mich dabei, wie ich teilweise zu meinen Schülern gelegentlich mal „Alter“ sage. Ist das wirklich so schlimm? Gab es diese „Sprache der Jugend“ nicht schon immer? Muss man sich darüber aufregen? Was meint Ihr?

Danke an Björn für den Link!

Quelle: abendblatt.de


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76 KOMMENTARE

  1. Evtl. solltest du auch dazuschreiben, dass „Digger“ ein Komma ist, „Alder“ ein Punkt, „Diggeralder“ ein Semikolon und „deine Mudder“ ein Ausrufezeichen.

  2. Ich glaube jeder von uns hat schon einmal „alter“ benutzt, am ende eines Satzes. Aber wenn jeder Satz mit „alter“ oder „alder“ endet ist das schon sehr nervig… alter! 😉

  3. Die deutsche Sprache ist Freeware, kein „Open Source“! Das heißt, man darf sie umsonst benutzen aber Veränderungen sind nicht gestattet.

    Vielleicht liegt es daran, dass diese „Änderungen“ keine sind, sondern einfache Syntaxvergewaltigungen… oder die Jugend von heute ist nicht mehr in der Lage, mehr als 8 Worte im Kopf zwischen zuspeichern, weshalb extrem viele Füllwörter benutzt werden müssen um „nachladezeiten“ zu vertuschen.

  4. Den Spruch „alter“ gibt es doch schon seit Ewigkeiten. Nicht nur seit dieser oder der letzten 2 Generationen. Und sofern man das nicht zu extrem nutzt, geht das auch noch in Ordnung.

    Aber was gar nicht geht, wie sich die Kids heute unterhalten. Jedes dritte Wort ist „Digga“… oder „ischör“ (ich schwöre).

    Und was online Chats angeht, jedes zweite „Wort“ „lol“ „rofl“ oder sonstiges.

    Aber das schlimmste ist, wenn diese ganzen minderbemittelten diese Chatjunkie Scheiße *sagen*, man unterhält sich mit denen und in jedem Satz kommt ein „lol“. Sowas von peinlich und unnötig. Vor allem weil die Leute dann nicht mal lachen dabei….

    nach dem Motto: „lol, meine Oma ist gestorben.“

    Viele sollten sich echt mal an den Kopf packen wenn es um das Thema geht.

    Die Chatjunkie Phrasen nerven nur noch.

  5. Klar Sprache geht mit der Zeit.

    Bei uns in den 70er / 80er – Da waren Torten und Dosen, nicht gleich Torten und Dosen. Die Genossen aus meiner Zeit, wissen was gemeint ist 🙂
    Auch ist das Wort „GEIL“, was eigentlich „Gelb“ heisst ein überbleibsel aus den 80er. Die gute alte Zeit *heul

    Wenn es die Jugend nicht übertreibt, dann bin ich für Sprachliche veränderung. Aber was garnicht geht, wenn, und ich meine das nicht böse, die meisten Jugendlichen sprechen als ob Sie gestern eingewandert wären und noch nie richtiges Deutsch gesprochen hätten.

    Z.B. „Ehyyy Du Alda, wenn ich das nächste mal Strassenbahn dann Messer ich Dich Alda“

    Sowas geht garnicht. NEIN NEIN NEIN. Und wenn Jugendliche des weiblichen Geschlechts sich selber mit „Alter“ anreden und sagen „Du gehst mir auf den „Sack“ – „Alter“. Junnnnggggggööööö
    Auf welchen Sack wohl, den Hüpfsack ? LOL

    Spaß beiseite – Ich finde es übertrieben, sehr schlimm, in Grenzen Ok

    Aber ich bin zu alt, für ein „CHAOS“ der „Deutschen Sprache“.

  6. beruht alles auf Konvention und lässt sich nicht oder ebenso gut wie ihr Gegenteil begründen. Also spare ich mir mein Urteil und rege mich nicht drüber auf… das individuum ist sowieso insignifikant für das Ergebnis kollektiven Handelns xD

  7. ich finde schon, dass unsere Jugend zumindest für den Ernstfall noch ordentliches Deutsch sprechen sollte. Bei meinen Azubis hatte ich da eine recht einfache und effektive Regel. 1x Alter = 10 Liegestütze. Ohne Gnade und ohne Diskussion. Nach 2 Tagen hat das (fast) niemand mehr benutzt.

  8. Ich finde es belustigend, wenn ich in öffentlichen Verkehrsmitteln sitze und Konversationen dieser Art höre! Manchmal kann ich mir ein Grinsen nicht verkneifen.
    Das war aber schon immer so, schon zu meiner Schulzeit ist das gerade aufgekommen. Wir Schüler haben uns schon damals über solche Leute lustig gemacht, die wirklich jeden (!) Satz mit diesen Wörtern einleiten und beenden.
    Heutzutage werde ich aber wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, wenn ich darüber nachdenke, dass diese Menschen später mal meine Rente sichern sollen!

  9. Alter ist doch vollkommen in Ordnung ^^.
    Was mich ankotzt ist das größte Assiwort WO EXISTIERT ( ja leute die sagen „wo ist“ usw. kotzen mich auch an):
    PSÜCH, Leute die PSÜCH sagen sind einfach abstoßend (Ja, absichtlich mit Ü geschrieben).

  10. Ich benutz Alter auch ab und an und eigentlich störts mich auch nicht sonderlich, kommt halt immer drauf an mit wem ich rede. Aber wenn irgend so ein daher gelaufener Bengel den ich nicht kenn mich mit Alter anspricht könnt ich direkt ausflippen oder auch wenn bei manchen Leuten jedes 2. Wort alter ist.

  11. Alter digger chill doch mal…. Ne aber ernsthaft, ich denke es gehört einfach zur Entwicklung unserer Sprache. Wobei wenn mich jemand „digger“ nennt, möchte ich dem amliebsten was um die Ohren hauen… aber wie Sintox schon schrieb, kann man es auch übertreiben mit dem ganzen „alta“ und „digga“.
    Wo es für mich dann anfängt nervig oder besser gesagt bedenklich zu werden, ist wenn ich z.b. meiner Schwester (11) und ihren Freunden zuhöre. Dieser typische „assi Ghetto“ slang, der sich langsam breit macht. Einige können zwar noch „Gutes Deutsch“ sprechen und machen das aus Gruppenzwang aber viele können auch garnicht mehr anders sprechen.

  12. Ich merke es bei mir leider auch. Es ist zum Glück nur das Wort „Alter“ und ich verwende es nur bei Empörung oder Abscheu meinerseits, doch finde ich es ehrlich gesagt selber Verabscheuungwürdig und versuches es soweit wie möglich zu reduzieren. 😉

  13. Bei über 40 Kommentaren kanns gut sein dass das hier schonmal erwähnt wurde, aber befindet sich die deutsche Sprache nicht ständig im Wandel ?
    Lest doch mal ein Goethe oder Schiller in Originalfassung.
    „Dann ginge er zu seinem Hofe um zu begehren seines Nachbarn Weibe“ würde heute doch auch niemand mehr sagen.
    Vielleicht wird die „alter, digga“-Sprache eines Tages sogar zum neuen Schriftdeutsch.

    • sprache ist generell immer im wandel, deswegen auch unterschiede wie altdeutsch oder altgriechisch usw. existieren. selbst einige sehr altertümliche sprachen wie ägyptisch haben sich im laufe der zeit gewandelt, in dem fall zum koptischen.

      in hundert oder zweihundert jahren wird unsere sprache vmtl. soviele anleihen aus anderen sprachen und neue worte/redewendungen haben das wir probleme hätte jemanden zu verstehen.

  14. Sprache kann sich nur so entwickeln. Ich mein es gibt nur leider Leute die verstehen das nicht. Es ist eben immer eine Frage der Angemessenheit, also in welcher Situation ich wie rede. Ich rede mit Professoren anders, als mit meinen Freunden, als mit fremden Menschen, als mit meiner Familie etc… Also alles nur ne Frage des Codeswitchings und nicht per se zu verteufeln. Stephen Fry hat dazu ein sehr gutes Video auf Youtube. Ist zwar in Englisch und geht auch um die englische Sprache, aber da sieht man mal wieder, dass diese „Problem“ sich in jeder Kultur wiederfindet.
    Hier das Video:

  15. Man sollte immer sauber differenzieren zwischen geschriebener und gesprochener Sprache. Die geschriebene Sprache verändert sich bei weitem nicht so schnell, und insbesondere historische Texte – z.B. die Bibel – bleiben größtenteils unverändert. Was dann eher dazu führt, dass sich der Leser fragt, wer dieses altertümliche Kauderwelsch denn lesen soll!

    Die gesprochene Sprache war übrigens noch nie die Schriftsprache. Das geschriebene Hochdeutsch existiert nicht als gesprochene Sprache. Insofern mache ich mir wenig Sorgen um unsere Sprache, erst recht, wenn es sich um „Jugendphänomene“ handelt wie hier. „Digga“ etc. geht halt in Richtung Gangsta-Sprache, und in gewissen Altersstufen kommt man sich damit eben unglaublich cool vor!

    Mehr Sorgen mache ich mir allerdings dahingehend, dass wir zunehmend sprechen, wie wir chatten (nicht schreiben). Unsere Kommunikation verlagert sich zunehmend ins Virtuelle, und das ist dann eben die Chatsprache, die nicht mit der Schriftsprache übereinstimmt.

    Wenn nämlich die Leute anfangen, „Lol“ oder „Rofl“ zu sagen, anstatt einfach selbiges zu tun – herzlich zu lachen -, dann kann man sich allmählich schon Sorgen um den Geisteszustand machen.

    Da nehme ich mich übrigens nicht aus … ich habe auch schon mal in einer gemütlichen (Offline-) Runde „afk“ genuschelt, als ich in Richtung Toilette gegangen bin!

    Langer Rede kurzer Sinn:
    – Die Schriftsprache erfreut sich bester Gesundheit
    – Die Jugendsprache wächst sich aus
    – Die Chatsprache ist jedoch leider im Kommen

  16. Ich persöhnlich denke, es ist einfach neu. Es muss jeder schauen wie er damit zurecht kommt. Die „Gossensprache“ ist Teil der heutigen Gesellschaft. Was letztendlich dabei herauskommt, ist abzuwarten.

  17. 90% Benutzt Wörter wie Alter oder Digga (bitte mit _A_ am ende verdammte kiste nochmal!!). Alter verstärkt in Berlin und Digga überwiegend in Hamburg.
    Wobei es in meiner Heimatstadt Hamburg auch noch die variiation „Diggi“ gibt. Die eher Freundschaftliche/Brüderliche Form des Digga.

  18. Es kommt halt darauf an, zu wem man das sagt. Im Freundeskreis kommen Alter, Digger und ähnliches ständig vor, ich selber sage es auch ständig. Man muss halt die Situation abschätzen können, zum Chef, Lehrern usw. wird sowas selbstverständlich nicht gesagt.

  19. Bin 15Jahre und mich nervt es auch.Habe meine „Ey Alter“ Phase zum glück schon hinter mir,aber durch dieses Umfeld gewöhnt man es sich halt an.Aber was will man machen? ich hab mich nun auch dran gewöhnt.

  20. Ich behaupte mal das es rein gar nichts macht auf wenn ich nur noch bedingt als Jugendlicher durch gehe, kann ich denke ich doch zumindest mir ein recht jugendliches Gemüt zureden. Alter zumindest benutze ich auch um entweder meinen besten Kumpel anzusprechen oder wenn etwas zum 1.235.000.000. mal nach hinten los geht, nur benutze ich es nicht als „Alder“ sonder Alter also richtig ausgesprochen.
    Denke auch das das nichts macht solange man seinen Cheff nicht „altert“. Oder vergleichbare Personen( Polizisten bei einer Kontrolle, den Arzt im Sprechzimmer, die Bächereifachverkäuferin) und es halt unter Freunden bleibt. Und nicht übermasse annimmt. Und ganz wichtig in der Schule der Lehrer ist älter als seine Schüler und steht über innen. Daher sollte er sich es überlegen wie der Schüler sich in dem Moment fühlt und wie er reagiern würde ,würde ein Schüler ihn mit Alter anreden. Ich für mein Teil würde es machen wenn ein Lehrer mich so anredet. Weil das entweder zeigt das der Lehrer sofern er mit dem Ausdruck kein Problem hat den Ausdruck nicht als Respektlos empfindet dann spricht da nichts gegen. Oder der Lehrer findet ihn Respektlos und benutzt ihn trotzdem dann muss ich mich nicht so von einem Lehrer anreden lassen und habe das selbe Recht. Den Respekt und das vergessen Lehrer oft ist etwas das auf Gegenseitigkeit beruht oder beruhen sollte. Und hat auch nicht mit Angst vor Sanktionen seitens des Lehrers oder der Schule zu tun.

  21. Ich erwische mich im „Freundeskreis“ öfters mal beim sagen von „Digga“ „alter“ (Wobei Digga schon sehr lange zum Hamburger HipHop Sprachgebrauch zählt) weil man da den einen oder anderen auffem arm nehmen möchte. Auf der Arbeit sowie bei Menschen die ich nicht kenne mach ich das nicht. Ich glaube das liegt ganz an den Umgang mit verschiedenen Menschen. Ich find es nicht Schlimm, find es lediglich schlimm wenn es zu oft gebraucht wird (Hinter jedem Satz).

  22. Zu dem Thema kann ich sagen das ich vor ein paar Jahren so eine Phase hatte und nicht nur ich, sondern die halbe klassenstufe aber das hat sich wieder geändert, sowas sagt heute kaum noch einer.

  23. Ich weiß nicht so recht was ich von der Entwicklung halten soll, ich meine, Einerseits benutze ich die wörter „digga“, „Oida“ und „bro“ auch gelegentlich, meist aber nur im Gespräch mit bestimmten Personen die wissen dass ich mich auch anders Ausdrücken kann. Wenn ich aber bei uns in der S-Bahn sitze frage ich mich manchmal ob sich manche Menschen überhaupt noch anders verständigen können, und das wiederum finde ich etwas bedenklich. Aber nunja, man kann es nicht ändern und wenn sich die Sprache so entwickeln sollte dann soll es wohl so sein.

  24. Ich persönlich sag auch ganz oft alter,ist bei mir alltag geworden,daher finde ich es nicht so schlimm.
    Solange man im Unterricht nicht so mit dem lehrer spricht,und nicht weil es unhöflich ist,sondern weil es einfach den gesprochenen text meiner ansicht nach lächerlich wirken lässt,egal wie gut der inhalt ist.

    • „alter“ oder wenn ich mit amis reden „dude“ sag ich auch öfter, nen arbeitskollege von mir sagt auch immer digger, und der ist in steves alter. allerdings haben wir digger & alter (bei uns in rlp alder) schon vor 10-15 jahren in der schule benutzt, so neumodisch und an die jetzige jugend gebunden ist das nicht.

      kenn auch ne amerikanerin die immer homie(s) oder bro sagt, sowas scheint also nicht ortsgebunden zu sein.

  25. Wenn man es im Alltag nur verwendet und auch noch in der Lage ist normale Konversationen zu führen ohne Digga(h), Aldä(ää), deine Mudd(er/ää), Oidää, Bro(o) und ähnliches, dann solls mir egal sein. Aber wenn ich schon von einem Bekannten höre dass diese Sprache mittlerweile in Bewerbungsgesprächen verwendet wird, mach ich mir schon Gedanken. Ich war nie so der Mitläufer (habe nie Jugijo oder wie das heist gesammelt, bei mir war ein g immer ein g und wurde nicht plötzlich zum q und ich habe nie auf Facebook geschrieben wie lange ich noch lebe/wie hoch mein IQ ist/wieviele meiner Freunde hässlich sind/oder welche Frisur mir am besten steht. Wenn ihr versteht was ich meine.)

  26. Die Sprache hat sich seit sie existiert ständig weiterentwickelt, in welche richtung auch immer, und wer sich darüber aufregt ist ein konservativer Vollidiot, alter!
    Klar gibt es Jugendliche die es damit echt übertreiben und kaum noch verständlich sind, das liegt dann aber an deren Intelligenz, nicht an der stetigen Veränderung der Sprache…

  27. Diejenigen die sich darüber aufregen sind doch eh nur Sprachwissenschaftler von Anno-dazumal. Die Sprache ist im Wandel, genauso wie sich der Rest der Welt auch immer wieder verändert hat und verändern wird. Wenn die deswegen so einen Terz machen, lasst sie doch. Ändern wird es sowieso nichts.

  28. Wieso sollte es Neuauflagen von klassischen Büchern geben? 1. kennen die meisten Jugendlichen die Bücher eh nicht, und wenn doch, dann 2. würde sich kein Jugendlicher daran setzen, Klassiker in die Jugendsprache zu „übersetzen“. Das ist einfach nur wieder ein verzweifelter Aufruf, um „die deutsche Sprache zu retten“. Dabei ist Sprache schon immer im Wandel gewesen und das ist wieder ein Teil davon. Wollen wir wieder zu Höhlenmenschenverhältnissen zurück, die sich nur über Grunzen etc. verständigen konnten? Oder warum muss es immer wieder irgendwelche Spacken geben, die meinen, dass die Sprache gefährdet ist?
    Ich sage häufiger „Alter“ oder „Ey“ am Ende eines Satzes. Natürlich frage ich mich, warum ich das überhaupt mache, da der Satz auch ohne eines der Wörter gleich wäre. Aber man gewöhnt sich sowas an und dann kann man es sich nicht unbedingt wieder abgewöhnen. Sowas kommt aber bei mir zumindest nur bei Leuten im engeren Bekanntheitskreis vor. Vor Menschen, die man respektiert (Lehrer, Vorgesetzte,…) achte ich drauf, dass ich „normal“ spreche.
    Nunja, ich halte von dieser Panikmache jedenfalls nichts, Digger!

    • Vorallem, weil diese Bücher auch jetzt schon nicht übersetzt werden…man kann sich ja mal den Spaß machen, „kabale und Liebe“ von Schiller quezulesen…man versteht zwar, worum es geht, aber so richtig gerafft, was die von einem wollen, hat man nicht.
      Denn die Sprache der großen deutschen Denker ist sehr altmodisch und zudem gespickt mit französischen Wörtern, da dies damals die Weltsprache war, die an allen euorpäischen Höfen gesprochen wurde.

        • nein war er nicht, gab es bereits im mittelalter. goethe hat das ganze nur aus götz von berlichingens biografie übernommen und in seinem gleichnamigen stück den sogenannten „schwäbischen gruß“ verewigt. an dem haus wo götz gewohnt hat gibts ne schöne tafel:

          Unser großer Landsmann Götz
          sprach: jetzt geht die Sache letz,
          aber – eh ich soll verrecken,
          könnt ihr mich am Arsche lecken.
          Goethe hört dies große Wort,
          gibt ihm einen Dichterhort,
          und er schafft mit dieser Tat
          Deutschlands häufigstes Zitat.

  29. Sprachwandel gabs schon immer, finds als 20 Jähriger trotzdem schrecklich wenn jemand andauernt „alda,Digga“ sagt, ganz bewusst dann natürlich mitn „a“ statt „er“ am ende(nervt mich immer richtig).

    Aber das ist allg. immer so! Es wird sich immer über die Jugend aufgeregt.

    „Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

    Sagte Sokrates vor über 2400 Jahren schon, nichts neues.

    • Das wollte ich auch erst schreiben, die größten und bekanntesten Philosophen (Kant glaube ich z.B. auch)haben sich alle gefragt was aus der Welt werden soll wenn die damalige Jugend mal erwachsen ist. Sie existiert noch!

  30. es kommt auf den geisteshintergrund der person an. es gibt leute, die sich kaum verständlich machen können, da sie so offenivst dumm sind und jedes zweite wort „digga, altah, fett, krass…“ ist.

    und dann gibt es da normalos, die zB als zeichen der verwunderung mal ein „alter!“ raushauen – so wie du zB wenn mal einer deiner schüler unverständliches verhalten an den tag legt.

    da liegt ein unterschied.

    dennoch gilt: dumme menschen wird es immer geben. man sollte sich nicht lange mit ihnen aufhalten. tja so ist das leider.

  31. Diese Sprache wird doch auch nicht wirklich in den Bildungskreisen benutzt, welche etwas mit Goethe oder Schiller zu tun haben.

    Also in meinem Freundes und Bekanntenkreis, auch in meinem jüngeren Familienkreis kommt so eine Ausdrucksweise nicht vor.

    Sicherlich hört man eine solche Sprache immer mal wieder in der Stadt oder wo auch immer, aber diese Personen erfüllen dann meist auch immer das totale Klischee.

    • der bauer nennt eine ente immer ente, der gelehrte mensch schmeisst mit begriffen wie anas platyrhynchos (stockente) um sich.

      schiller fand ich persönlich immer langweilig und total überbewertet, goethe ist mir persönlich sehr viel lieber. mit deutschen malern gehts mir ähnlich, alles trist und einfallslos, fast hässlich will man meinen.

      am liebsten sind mir die englischen dichter und schriftsteller, wie byron, keats, shelley und good old shakespeare. was „populär literatur“ angeht gehören arthur conan doyle, dickens und hemmingway zu meinen lieblingsschriftstellern.

      ich stamme nicht aus gebildeten kreisen und gehöre laut statistik zur sogenannten „unterschicht“ der gesellschaft, was mir in keinster weise peinlich ist.

      p.s.: ja ich bin ein altmodischer typ, sachen wie twillight, harry potter und co kommen mir nicht ins regal. ich lese auch gelegentlich schund romane, aber wenn muss der schund auch unterhaltsam sein.

  32. Also ich finds meistens eher lustig. Gestern sagte eine Schülerin als es in der Vorbereitung auf den Werkunterricht um die Vermeidung von Arbeitsunfällen ging (der Lehrer hatte einige Anekdoten zum Thema erzählt):
    „Alter latscho, isch werd morgen so Herpes haben alter“
    Ich hab mich weggeschmissen vor lachen.

  33. Die Kraftausdrücke die ich oft verwende beschränken sich auf: „Herrschaft!“ – „Ze fix“ – oder „Scheißdreck“, und das gelegentliche „Depp“. Oo

  34. Du wirst diesen Satz hassen… aber er ist angebracht.
    Grade du als Lehrer sollest dafür kämpfen das deine Jugend eine vernünftige umgangssprache beherrscht.
    Man stelle sich vor ein Bewerbungsgespräch… wenn dann cpt.Hopy mit Digger ich brauch nen job ankommt ist der Kuchen gleich gegessen.

    • In der Schule liest man fast Texte usw. die in formaler Sprache geschrieben sind, da ist es meiner Meinung nach wirklich nicht nötig als Lehrer unbedingt darauf zu verzichten Worte wie „alter“ in den Mund zu nehmen. Wie schon gesagt, wer einigermaßen Intelligent ist kann sich auch so ausdrücken, egal wie das Umfeld redet.
      Wenn das Umfeld von einigen Schülern jedoch ausschließlich aus Deppen besteht dann (und ausschließlich nur dann) wäre es unbedingt nötig das wenigstens die Lehrer den Schülern vormachen wie man „richtig“ redet.
      Aber dieser Umstand kommt glaube ich auf Steves Schule nicht vor

      • Wenn der Lehrer ebenso in diesen Sprachgebrauch abdriftet wird es für sie ja noch normaler.
        Siehe erwachsene reden auch so…daher Vorbildfunktion.

        • Redest du wie deine Lehrer?
          Die Jugend wird immer ihre eigene Sprache haben, aber vielleicht nehmen sie diese Sprache eben mit in ihren Grundwortschatz auf und reden dann ihr Leben lang so.

  35. schwör mal alder, ich weiss gar net was da so krass schlimm dran sein soll alder. Deine Mudda findet des vielleicht schlimm digger, aber des hat auch was mit respekt zu tun, juunngee! Wer so krass ist und halt mit dem teacher wie mit sein Buddy redet hat halt echt keine ehre alter, das machen nur lauchs, ich schwör alter. Und zu geilen Chicks sagt man auch net alder, alder, des heisst biatch, du lauch.

  36. Ich finde es generell anstrengend dämlichen Menschen zuzuhören. Und bei aller Toleranz, ich bin ja auch kein Genie, aber wenn mir jemand folgenden Satz entgegenschmettert:“Alter slooooos, heut fett Party Marty Alter dies das, jaaaaa man, beeeester Maaaaann…“, dann reicht ein double facepalm nicht mehr aus. 😀

  37. Alter hat schon jeder gesagt als ich als Kind in Berlin rumgerannt bin…das ist jetzt nix Neues. 😀
    Und je kleiner der Wortschatz desto öfter diese Füllwörter, ob das was mit der Intelligenz desjenigen zu tun hat sei mal dahingestellt.

  38. Ich glaube, man kann auch zwischen Jugend- und Gossensprache unterscheiden. Alter und Digga und JUN-GEEE würde ich da noch als unaufregend harmlos einstufen, die ganzen „kumpelhaften“ Beschimpfungen empfinde ich dagegen als ziemlich asozial, je nach Beleidigungsgrad. Solche Leute laden sich doch gleich unweigerlich einen Haufen Vorurteile auf 😉

    Bei uns war dit ooch ne Zeit mal „in“, zu berlinern, weil eener halt aus der Hauptstadt jekomm is und wir dit im Westen uust knorke fanden ^^

  39. Ich persönlich finde ja das der Zitierte text das ein wenig naja übertreibt. Da werden die wörter ziemlich inflationär benutzt, ebenfalls denke ich das es nicht schlimm ist also diese Jugendsprache. Ich bezweifele auch das irgendwann Bücher in einem solchen Format erscheinen weil das wäre nunja schon ziemlich übel bzw. würde schon die richtige Sprache „versauen“. Aber der Jungendjargon kann ruhig so bleiben und da sollte man sich auch nicht drüber aufregen.

  40. Mir fällts bei uns in der Klasse mit dem Alter extrem auf. Da ist so ein Kandidat (Der absolute Oberaffe der Klasse) der wirklich in jedem Satz mind. 1 mal Alter benutzt und die meisten Sätze mit „Ey du Bastard“ beginnen. Das ist extrem nervig geworden. Selbst die Lehrer kotzt das langsam an, sodass die auch mal gerne ihren Senf dazu geben. Ich sollte aber dazu sagen, das man unsere Klasse für sowas nicht als Maßstab nehmen darf, da bei uns sowieso das größte Chaos herrscht was eigentlich noch untertrieben formuliert ist.

  41. Ich sehe das ganz locker. Als ich ein Teenie war, regten sich die Eltern über den übermäßigen Gebrauch von „ey“ und „irgendwie“ auf.
    Probleme, sich z.B. den Gegebenheiten des Berufslebens anzupassen gab es dadurch nie.

    Und der ewig beschworene Verfall der Sprache ist auch nur so ein ewiges Gespenst. Sprache war schon immer einem ständigen Wandel unterworfen, weil sie sich permanent weiter entwickelt. Vieles, was wir heute als „angemessen förmliche“ Sprache betrachten, wäre z.B. zu Goethes Zeiten undenkbar gewesen bzw als Gossensprache angesehen worden.
    Insofern… 😉

  42. Ich glaube, dass entscheidende ist, dass man wenn man so redet, dann immer noch in einen Sprachgebrauch wechseln kann, der frei ist von Alder/Digger. Ist ja auch normal, dass man zu verschiedenen Freunden/Familie/Bekannte anders spricht. So wie ich mit meinen engen Freunden rede, rede ich natürlich nicht, wenn ich mit nem Prof rede.

    Ansonsten ist Jugendsprache ein ganz normales Phänomen über das man sich wohl nicht aufregen muss. Gehört halt unbewusst zur Auflehnung gegen die Eltern/Erwachsenen dazu, dann wird auch die Sprache verändert.

  43. ich hab ja wenig mit solch jungen leuten zu tun, aber wenn ich durch berlin city cruise wirds echt krass digger :), ich hab mal vor 20 jahren einen aufsatz in der schule mit einem augenzwinkern in diesem style abgegeben 🙂 der war wohl seiner zeit voraus *räusper*, in diesem Sinne : Add fontes, Alta, carpe diem digga

  44. Lässt sich drüber diskutieren. Ich persönlich finde die Jungendsprache nicht schlimm und nutze sie auch selbst. Meiner Meinung nach kann jeder die Jugendsprache ( in gewissem Rahmen ) nutzen wie er will. Man sollte jedoch auch in der Lage sein, diese „Auszuschalten“.
    Wichtig wird die Sprache nämlich spätestens bei Geschäfts-, Bewerbungsgesprächen oder auch bei der Verschriftlichung ( Briefe etc. ).

    Also in kurz: Alles halb so wild – es muss aber halt auch anders gehen!

    • Genau meine Meinung, du triffst es auf den Punkt. Solange man sich auch noch mit „Niveau“ unterhalten kann und die normale Sprache nicht verlernt hat ist es in Ordnung.

  45. Das hin und wieder gebrauchen dieser Floskeln finde ich keineswegs schlimm.

    Was aber gar nicht geht meiner Meinung nach sind halt die Leute die wirklich jeden Satz damit beenden und praktisch gar nicht mehr ohne diese Floskeln auskommen.

  46. Großartig….super Beispiele 😀
    Gabs schon immer, Sprache entwickelt sich halt, schau mal wie die vor hmmmm 150-200 jahren noch geredet haben…

  47. Ich denke damit ist nicht nur das „Alter!“ was viele wohl ab und zu verwenden, aber es gibt auch die negative Abart, derer ich vor kurzem Zeuge werden musste, bei dem jemand in einen Satz (!) wirklich 4 dieser Unworte eingebaut hat.
    Ich persönlich finde es sehr anstrengend, so jemandem zuzuhören…

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