Sylt-Tagebuch: Strandlauf

Mein heutiger Tag auf der schönen Insel Sylt bestand, neben dem üblich nervigen Wind, aus einem Vormittag am Notebook – das neue Drehbuch zu “Krömer vs. the World #4″ ist zu 2/3 fertig. Nachmittags gab ich dem Gebettel meiner besseren Hälfte nach und ließ mich von ihr an den Strand schleppen. Ich bin einfach niemand, der gerne am Strand liegt, was überwiegend daran liegt, dass ich es als “Verschwendung von Lebenszeit” sehe. Frauen sehen das generell komplett anders: Für Frauen bedeutet am Strand liegen eine Mischung aus Modenschau und Körperverschönerung. Sie lieben es, ihren jeweils neuen Bikini der Weltöffentlichkeit präsentieren zu dürfen und werden als positiver Nebeneffekt auch noch braun dabei. Meine Ische liebt es, mir stundenlang davon zu berichten, wie sich ihr Bräunungsfaktor von einem Tag zum anderen um 1-2 Töne verändert hat. Das ist für Männer ungefähr so interessant, wie für Frauen, wenn Männer über Fußball reden…

Ich habe heute versucht, die Zeit mit einem längeren Strandlauf totzuschlagen. Dabei bin ich ca. 4 Km am Strand gejoggt. Konditionell war das absolut kein Problem, allerdings ist die Anstrengung für die Beinmuskulatur um ein vielfaches höher als ein normaler Lauf – ich habe jetzt noch ein starkes Ziehen in den Waden. Man läuft quasi gegen den Sand, was extrem anstrengend ist, da man keinen richtigen Stand hat und immer wieder die Füße aus dem tiefen Sand ziehen muss. Gegen Ende meiner Strecke wurde der Boden aufgrund er einsetzenden Flut etwas fester, was vergleichsweise wirklich entspannend war. Da es auch beim Laufen wichtig ist, unterschiedliche Reize zu setzen, habe ich das Gefühl, dass mir der Lauf heute wirklich was gebracht hat. Ich werde das auf jeden Fall wiederholen.

In den kommenden Stunden am Strand, in denen ich fast vor Langeweile gestorben wäre, dachte ich in meiner Verzweiflung ernsthaft darüber nach, kurz zu Expert rüberzutinkeln, um mir eine Playstation Vita zu kaufen – das wollte ich ja eigentlich eh schon lange. Die Handheld-Konsole von Sony kostet hier auf Sylt allerdings 250 Euro (bei Amazon 199). Vorrätige Titel waren so Knüller wie Lego Harry Potter und Everybodys Golf. Lange Rede, kurzer Sinn: Der Tag war mal wieder stinklangweilig!

Man kann hier wirklich gut essen, shoppen theoretisch auch (wobei hier alles wesentlich teurer ist, als beispielsweise im Netz). Aber abgesehen vom wirklich sehr kleinen Kino, hat die Insel für nen alten Nerd wie mich nicht viel mehr zu bieten. Wobei ich arbeitstechnisch echt gut vorankomme – man hat hier aufgrund der vielen Hotspots gutes und schnelles Internet. Morgen werde ich aller Voraussicht nach mit KvtW#4 fertig sein und kann mich evtl. meinem zweiten “Drehbuch” widmen…

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