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Forscher der Universität Bonn und des Zentrums für seelische Gesundheit (ZI) wollen einen Zusammenhang zwischen Internetsucht und einer bestimmten genetischen Mutation festgestellt haben. In ihrer Studie befragten die Wissenschaftler über mehrere Jahre hinweg 843 Männer und Frauen zu ihren Netz-Nutzungsgewohnheiten. 132 davon zeigten ein Verhalten, dass die Forscher als problematisch einstuften: Die fraglichen Personen sollen sich gedanklich sehr intensiv mit dem Internet befasst und sich unwohl gefühlt haben, wenn sie keinen Zugriff darauf hatten.

Beim Vergleich des Erbguts der “Problem-Nutzer” mit den gesunden Kontrollpersonen zeigte sich eine deutliche Abweichung. Unter den 132 Person war deutlich häufiger die Veränderung einer bestimmten Genregion festzustellen, die auch bei Nikotinsucht eine Rolle spielen soll. Bemerkenswerterweise soll die Mutation besonders bei Frauen gehäuft aufgetreten sein, während hingegen die Befragungen darauf hindeuten, dass eher Männer zur Internet-Sucht neigen.

Verstehe ich die Studie richtig, dass Sucht generell genetisch bedingt ist? Frauen sind genetisch betrachtet anfälliger für Sucht im Allgemeinen – aber Männer wiederum für Internet-Sucht? *verwirrtguck*

Danke an Sephgeroth für den Link!

Quelle: Heise.de

31 KOMMENTARE

  1. liegt vielleicht daran, dass Internetsucht als solche gar nicht existiert sondern als Phrase für “Fehlverhalten im Umgang mit Internet” verwendet wird. Von einer Sucht kann man meines Wissens erst reden, wenn ein Stoff konsumiert wird.

  2. mein freund, deine aussage kann ich nur unterstreichen. doch! du pauschalisierst auch ein wenig, wie ich finde. meine “perle”, oder nennen wir sie einfach mal “alte”, hat sich vor meiner zeit lieber den best-möglichen jungen raus gesucht, um es ihr sowas von ordentlich zu besorgen, das “alter schwede” auch hierbei zu treffen wird …

  3. Studien legen tatsächlich den Schluss nahe, dass es genetische Suchtneigungen gibt. Tatsächlich scheinen sich Süchte generell, und teilweise auch spezifische Süchte, in einigen Familien zu ballen, so gibt es z.B. Familien, die statistisch viel mehr Alkoholiker, Junkies oder Spieler aufweisen als andere Familien.
    Ganz in trockenen Tüchern ist das alles noch nicht, weil Süchte a) ein generelles Problem sind und eben JEDER süchtig werden kann und b) es viele beeinflussende Faktoren gibt, die noch nicht alle vollständig ausgeklammert werden können. (Eine Alkoholikerfamilie mag auch aus anderen Gründen der gemeinsamen Sucht nachgehen…)
    Es deutet aber, wie gesagt, sehr vieles darauf hin, dass es eine genetische Prädisposition zur Suchtgefahr gibt.

  4. Die Defention von InternetSucht ist irgendwie mehr oder weniger fragwürdig da reine “Zeit” online verbracht schwer messbar ist da sachen wie fb usw nebenher vonstatten gehen.
    Außerdem wäre jemand der 1h im Internet sürft dann 2h in Skype mit leuten telefoniert “wohl” internet süchtig, wenn er 2h an nem normalen Telefon verbringt nicht.
    Was viele Aussagen von den Studien einfach nur schwachsinnig…

  5. Was mich eigentlich an den Comments fasziniert, ist, wie viele Menschen hier eine Meinung zu einem Thema zuu haben glauben, das sie offensichtlich nicht verstehen, speziell wird hier mit Begriffen wie “genetisch verursacht” um sich geschmissen. Dabei ist der eigentliche Sachverhalt gar nicht mal so kompliziert:
    Bestimmte Erkrankungen, physisch wie psychisch, können unterschiedlich stark mit genetischen Prädispositionen korrelieren. Anders ausgedrückt: Jemand, der bestimmte genetische Merkmale besitzt, kann ein höheres Risiko haben, an damit zusammenhängenden Krankheiten zu erkranken. Der Grund hierfür ist nicht immer von vornherein bekannt oder erklärbar, sondern wird häufig (wie im beschriebenen Versuch) dadurch entdeckt, das Erkrankte infolge einer entsprechenden Hypothese auf diese Merkmale untersucht werden und versucht wird, herauszufinden, ob diese Merkmale bei Erkrankten häufiger vorhanden sind oder nicht, und wenn ja, wie groß der Unterschied ist.
    Das heißt NICHT(!), dass eine Erkrankung genetisch bedingt ist, sondern dass bedeutet lediglich, dass genetische Prädispositionen mit einem höheren Erkrankungsrisiko verbunden sind – wie es zum Beispiel auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, ohne dass diese dadurch genetisch verursacht würden.
    @ Steve: Warum die Prädisposition bei Frauen häufiger ist, obwohl die Sucht selbst bei Männern häufiger ist, kann man anhand der Studie erstmal noch gar nicht feststellen, auch wenn man die Ergebnisse natürlich unterschiedlich interpretieren kann. Auf jeden Fall ist Sucht allerdings nicht generell genetisch bedingt, sondern unter bestimmten genetischen Vorraussetzungen schlicht wahrscheinlicher.

    Hoffe, das bringt ein wenig Licht ins Dunkel.

  6. langsam reichts echt “internetsucht”…

    ok nehmen wir mal an:

    Internetsucht “Check”
    Spielesucht “Check”

    in naher Zukunft:

    Winamp bzw windows media player sucht?
    Officesucht?
    Editorsucht etc?
    Windowssucht aka IOSsucht aka Linuxsucht?

    Ich halte das langsam echt für eine schweinerei sowas jetzt als sucht dazustellen darf man den nix mehr machen was einem spass macht ? Z.B im Internet surfen oder Spiele spielen etc?

    Diese Studie kann mich echt kreuzweise ..

    Tut mir leid für die Kräftige Aussage

    Mfg freakymarek

    • es freut mich, das auch du hierzu deine eigene meinung gebildet hast. doch stark unterstreichen kann ich sie leider nicht. deine “meinung” … sie ist schwach. es liest sich als würdest du dich persöhnlich angegriffen fühlen. woran könnte das liegen? ich weis es nicht (ich finde das scharfe “s” nirgentswo auf dem keybord). ich stehe nicht in der position um über dich zu urteilen. ich kenne dich nicht. aber eine vermutung, ja, die habe ich, mein freund 😉

      *hust* nörd *hust*

  7. bedenkt man den alten leitsatz: “the internet is for porn” könnte es durchaus hinkommen das männer da eher süchtig sind. ist schliesslich das erste “hobby” das mann sich im internet zulegt. allerdings sind frauen teilweise noch schlimmer in der beziehung.

    der “hühnerhaufen” mit dem meine freundin rumzieht ist son typischer fall. wir haben mal aus “rein wissenschaftlicher neugier” gecheckt was die sich so angucken wenn mann nicht da ist, oder was da so auf den rechnern drauf ist: alter schwede….. und die haben allen ernstes den nerv uns pervers zu nennen.

    • Zum 2. Teil werde ich mal keine Aussage machen, aber was den ersten angeht, kann ich dir nur breit grinsend zustimmen. Generell glaube ich kaum, dass die befragten tatsächlich süchtig waren, sie haben lediglich viel Zeit im Internet verbracht. Das mit Sucht gleichzusetzen ist ein bisschen zu einfach gedacht.

      • naja bei manch einem ist es schon exzessiv, auch lange nachdem er eigentlich aus dem alter raus sein müsste wo man terrabytes an pornos hortet.

        beim rest ist es denk ich mehr sone art “liebgewonnenes hobby” so wie das auto und andere sachen die mann nicht ohne kampf aufzugeben bereit ist.

        • mein freund, deine aussage kann ich nur unterstreichen. doch! du pauschalisierst auch ein wenig, wie ich finde. meine “perle”, oder nennen wir sie einfach mal “alte”, hat sich vor meiner zeit lieber den best-möglichen jungen raus gesucht, um es ihr sowas von ordentlich zu besorgen, das “alter schwede” auch hierbei zu treffen wird …

    • du meinst weil frauen eine genetische veranlagung dazu haben sachen zu kaufen die a) glitzern, b) blinken oder leuchten, c) stinken wie nen ganzer wanderpuff (stichwort: duftöle -.-) oder d) schuhe, die e) meistens auch noch zu eng sind weil die olle nicht wahrhaben will das ihre hufe schon lange nicht mehr in grösse 37 passen.

  8. Elende Propaganda… Jeder Schüler hatte ~7.-8. ein bisschen Genetik in der Schule (Gymnasium) und weiß daher das das völliger Mumpitz ist! Suchtverhalten ist nicht vererbbar, so etwas kann einem von den Eltern höchstens über die Erziehung mitgegeben werden….

    • Lesen hilft, da steht nur, dass sie vermutlich anfälliger sind, aufgrund einer Veränderung einer bestimmten Genregion. Aufgrund solcher Unterschiedlichkeiten + entsprechender sozialer Erfahrungen kommen womöglich dann tatsächlich Süchte zusammen.

    • 7. Klasse “Genetik” von einem kleinen Lehramtsheini, der noch nie in der Praxis gearbeitet hat, und du stellst dich schlauer und wissender dar als forschende Wissenschaftler? Meine Güte.. das Internet…

    • tja, und von jedem, der mehr als ein bisschen Genetik in der 7.-8. Klasse in der Schule hatte, wirst du hören, dass es sehr wohl unterschiedlich hohe Korrelationen (keine Kausalitäten!) zwischen Verhaltensweisen und genetischen Eigenschaften geben kann.

  9. Man kann ja streiten wie man will aber sicher ist, dass alles genetisch bedingt ist. Die Frage ist eher in welchem Ausmaße wir in den entsprechenden Aspekten genetisch gelenkt werden. Und ich behaupte einfach mal als Nicht-Forscher, dass der genetische Einfluss auf Suchtverhalten verschwindend gering ist.
    Aber ich lasse mich gerne in der Zukunft auch des Besseren belehren.

  10. man kann hier von sucht im allgemeinen sprechen aber nicht von expliziter “Internet-Sucht”. die evolution weiß nichts von einem internet, dementsprechend kann es nicht sein, dass der körper bestimmte gene hat, die in anfälliger für internetsucht machen.

    • Nicht böse sein aber du verwechselst da Ursache + Wirkung wenn ich das mal so formulieren darf. Der Körper hat bestimmte Genregionen, die tatsächlich Auswirkungen auf bestimmte psychische Prozesse haben können, aufgrund zB veränderter Hormonproduktion. Die Wissenschaftler schrieben ja auch das die Anfälligkeit insgesamt höher ist, und hier die veränderte Region praktisch durch Internet generierten “Input” im Gehirn anders bewertet und verarbeitet. Das die daraus resultierenden Symptome einer Sucht ähneln ist dann wohl er als Zufall zu sehen.

  11. Hm, vielleicht sind ja bestimmte körperliche Merkmale durch die Gene verursacht:

    – Übergewicht
    – Akneneigung
    – Lichtempfindlichkeit

    Voila, das perfekte Internet-Kellerkind! 😉

  12. So ein Schwachsinn… Nur weil das Gehirn meldet: Oh Geil will mehr. Wird nicht in die Gene geschrieben: Wenn das nicht da ist will ich auch nicht da sein!
    /ironie on/
    Endweder muss diese Mutation sehr aggressiv sein denn es sind ja offensichtlich milliarden an Internetsucht gestorben allein heute schon… oder es muss vererbt worden sein: was ja auch total sinnvollist, da das internet ja auch so ca 300 Jahre langbesteht und dementsprechen die Gene beeinflusst…
    /ironie off/
    Jetzt mal ernsthaft das hat mit den Genen so viel zu tun wie Korken mit Kartoffel…
    Das ist MAXIMAL etwas im Gehirn wo das Hirn sagt: das ist geil. Pack das mal in den Konsum-Ordner. Das ist echt super mach alles dafür um mehr zu bekommen.
    Und sowas nennt sich Gewohnheit… Bsp: man gibt einem kleinen Kind täglich einen Lolli – Eines Tages aber nicht. Was wird geschehen? genau das Kind ist traurig/wütend weil sich etwas verändert hat, dass es sehr gern gehabt hat. Warum sollte das bei den erwachsenen anders sein?!?
    Wenn jemand sein Haus durch Wasserschaden verliert und dann auf der Straße lebt und er sauer ist. Ist das ganz sicher: Wohn-Sucht!!!
    Das ist nur so ein intolleranter Schwachsinn wie es schon tausende Menschen beia nderen Sachen zuvor auch schon getan haben.
    Internet hat so gut wie zu 99,99999999% nix mit den Genen zu tun.

  13. Zu deiner Frage:
    Sucht ist NICHT generell genetisch bedingt. Jeder Mensch kann süchtig werden.
    Allerdings haben Forscher schon vor X-Jahren herausgefunden, dass die Wahrscheinlichkeit süchtig zu werden, erheblich erhöht ist, wenn man genetisch vorbelastet ist.
    Daher verteilen sich die Süchte auch gleichermaßen auf Männer und Frauen, auch wenn man bei den einzelnen Süchten gewisse Geschlechter häufiger antrifft.
    (Bei Frauen z.B. Magersucht oder Kaufsucht, bei Männern z.B. Spielsucht oder Alkoholsucht)

    Ich könnte mir beim hiesigen Beispiel vorstellen, dass einfach mehr Männer süchtig sind, weil sie das Internet mehr nutzen!

  14. Glaube nur der Statistik die du selber gefälscht hast 😀 Ne, aber mal im ernst, solche Studien sind doch total Plakativ ! “Nur” 843 Leute zu befragen ist bei sowas zu wenig. Sowas sollte man mindestens mit über 3.000 Teilnehmern machen. (Ich warte ja schon auf die nächste Internetsuchtprävention an meiner Schule, bei der wieder 90 % mit ihrem Handy rumsitzen und sich in Facebook über den Vortrag unterhalten xD)

  15. Die fraglichen Personen sollen sich gedanklich sehr intensiv mit dem Internet befasst und sich unwohl gefühlt haben, wenn sie keinen Zugriff darauf hatten.

    Was eine Definition von Sucht. Ich beschäftige mich auch sehr viel mit Autos und fühl mich etwas hilfloser als sonst, wenn ich kein Zugriff auf ein Auto hab. Ich beschäftige mich auch sehr mit Telefons(genauer Smartphones) und fühle mich unwohl, wenn ich keinen Zugriff auf zumindest ein normales Telefon hab. Ein Soldat beschäftigt sich stark mit Waffen und wird sich im Einsatz wohl sehr unwohl fühlen, wenn er keinen Zugriff auf eine Waffe hab. Ein Klempner beschäftigt sich sehr viel mit Toiletten und wird sich sehr unwohl fühlen wenn er keinen Zugriff auf eine hat. Ein Künstler beschäftigt sich intensiv mit seinem Malerwerkzeug und wird sich unwohl fühlen, wenn er darauf keinen Zugriff mehr hat.

    Merkt jemand wie idiotisch eine solche Definition von Sucht ist? Sorry, aber alleiniges “unwohl fühlen” wenn etwas fehlt, macht noch lange keine SUcht aus, dazu gehört schon “etwas” mehr.

    • Dazu noch: Wenn man sich kein Stück unwohler fühlen würde, ohne einen bestimmten Gegenstand, hätte man den sicher nicht rumfliegen und würde ihn nicht nutzen, sollte er rumfliegen. Man darf das verzichten auf Komfort, wonach, das ist im Grunde unserer Gene veranlagt, jeder süchtig ist, nicht mit einer Sucht nach speziellen Dingen verwechseln. Stichwort Lebensstandard senken/erhöhen.

      (Und kommt mir jetzt nicht mit irgendwelchen bärtigen Männern im Wald, Ausnahmen gibt es immer, doch würde ich trotzdem behaupten, das auch diese Menschen dort mehr Komfort verspüren, die haben einfach nur eine andere Definition von Komfort als der, der restlichen Gesellschaft.

    • Die Aussage mit dem Klempner hat mich gekillt xD

      Aber um mal auf deine Aussage einzugehen: Sucht ist sehr schwer zu definieren. Ich würde sagen, es ist eine schmale Grenze. Bin ich PC-Süchtig wenn ich 8 bis 9 Stunden als Schüler in den Ferien davor hocke ? (oke, meist sind’s dann doch 12 Stunden .__.) Es ist halt mein Hobby zu zocken. Wenn meine Freunde und ich aber auch etwas im RL unternehmen wollen, dann machen wa das auch. Man sieht, nur weil jemand SEHR viel Spaß an etwas hat und zeit damit verbringt, heißt das doch noch lange nicht, dass er süchtig ist, oder ?

  16. Das liegt daran, dass nach wie vor wie auch bei den meisten Computerspielen mehr Männer als Frauen das Internet regelmässig nützen, deswegen das “darauf hindeuten” der Befragung. Wenn die Frauen etwas in diese Richtung machen, dann generell eher extremer als Männer. Das ist mir schon bei meiner WoW-Umfrage mit 5000 Probanden vor einigen Jahren aufgefallen. Frauen nützen diese Dienste generell weniger, dafür intensiver. So entsteht schnell der Eindruck, dass das Problem vorwiegend bei den Männern liegt – schlicht aufgrund der Masse.

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