Amerika keine funktionierende Demokratie?

Carter

Die Regierung Obama versucht, Europas Ärger über Spähprogramme abzuwiegeln. Nicht so Ex-Präsident Jimmy Carter: Der Demokrat attackiert die US-Geheimdienste scharf. Die Aufdeckung durch Whistleblower Snowden sei “nützlich” […] Bereits zuvor hatte sich der Demokrat sehr kritisch über die Praktiken der US-Geheimdienste geäußert. “Ich glaube, die Invasion der Privatsphäre ist zu weit gegangen”, sagte Carter zu CNN. “Und ich glaube, dass die Geheimnistuerei darum exzessiv gewesen ist […] Carter war der 39. Präsident der USA, er regierte von 1977 bis 1981. Während seiner Amtszeit versuchte er, die US-Außenpolitik stärker nach den Menschenrechten auszurichten – nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik erhielt er für seine humanitäre Arbeit 2002 den Friedensnobelpreis.

Ich für meinen Teil finde es gut, dass sich zumindest Teile der USA ein wenig selbst reflektieren. Nach den ganzen Enthüllungen rund um Prism frage ich mich ständig selbst, ob den Amerikanern überhaupt bewusst ist, wie sehr die Sache dem eh schon angekratzten Ruf (Regierung Bush) im Ausland geschadet hat. Was sagt es über ein Land aus, wenn es seine eigenen Alliierten überwacht und bespitzelt? Oder ist es den Amerikanern schlicht und einfach egal, was wir über sie denken?

Quelle: Spiegel.de

Danke an Thies für den Link!

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