“Hilfe, ich stehe im Fahrradstau!”

Fahrrad

Mehr Fahrräder sollen Metropolen lebenswerter machen – in manchen Städten Hollands und Dänemarks sorgt die Drahtesel-Flut aber schon für Frust. Und für Staus und Parkprobleme genau wie bei Autos […] Probleme wie diese kennen Stadtplaner aus Dänemark und Holland nur zu gut. Der Radverkehr wird massiv gefördert, immer mehr Menschen treten in die Pedale – aber irgendwann reicht der Platz auf Radwegen und Abstellflächen einfach nicht mehr. Der Fahrradboom, der als Universallösung gegen zugeparkte Straßen, tote Innenstädte, Lärm, Smog und mangelnde Bewegung gilt, droht an seinem eigenen Erfolg zu ersticken […] Sorgen bereiten Horn zudem die zunehmenden Konflikte mit Fußgängern. Diese gehen auch auf schlechte Planungen zurück: Früher wurden Radwege häufig über Fußwege geführt – und dann kommen sich Fußgänger und Radler zwangsläufig viel zu nah. Hinzu kommt, dass in Straßen ohne Radweg mancher Radler lieber den Fußweg nimmt statt der Straße, weil er sich dort sicherer fühlt oder das Pflaster dort nicht so hoppelt. In der Radmetropole Kopenhagen ist Radeln auf dem Gehsteig übrigens absolut tabu.

Interessante Entwicklung! Bin ich eigentlich der Einzige, der besonders in den Großstädten die teilweise “militanten” Fahrradfahrer hasst? Da wird mit “Vollgas” über Fußgängerwege geheizt, ohne Rücksicht auf Verluste. Ich oute mich jetzt mal als Fahrrad(fahrer)-Hasser.

Aber mal zurück zu dem Artikel: Dort ist die Rede davon, dass Kopenhagen 33 Millionen Euro in die Infrastruktur ihrer Stadt investieren musste (mehr und breitere Radwege), um dem Fahrrad-Boom Herr zu werden. Laut eigenen Angaben hat die Stadt mittlerweile über 50% Fahrradfahrer. Das klingt natürlich äußerst umweltfreundlich. Was sagt Ihr dazu? Können/sollten wir diesem Vorbild nacheifern?

Quelle: Spiegel.de

Danke an Thies für den Link!

Kategorien
Internet, Politik
Diskussion
42 Kommentare
Netzwerke