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Jetzt bitte tief durchatmen: Ja, in der Verfilmung von “Feuchtgebiete” wird Gemüse eingeführt und mit Sperma gespritzt. Doch Regisseur David Wnendt versucht, aus der dürftigen Vorlage mehr als ein paar Aufreger zu ziehen. Das Ergebnis ist besser als das Buch […] Also sollen mit Sperma garnierte Pizzen und vaginal eingeführte Avocadokerne wohl das Kinopublikum auf den Plan rufen. Doch was schocken soll, nutzt sich schnell ab, schlimmer noch: Im letzten Drittel langweilt es sogar […] Ohne echten Gegner wirken die kämpferischen Posen von “Feuchtgebiete” wie ein Fehdehandschuh, den niemand aufnimmt. Von der Hitzigkeit und intellektuellen Schärfe der Diskussion um den Roman ist nichts zu spüren. Aus der Buchvorlage macht der Film sicherlich das Beste und setzt mit tollen Bildern und Schauspielern noch mal eins drauf. Nur war an “Feuchtgebiete” eben nie das Buch das Interessanteste, und für dieses Problem findet der Film bei allen Stärken leider keine Lösung.

Musste man dieses furchtbare Werk wirklich verfilmen? Denn seien wir doch mal ehrlich: Das Buch hat sich nicht so gut verkauft, weil es so ein tolles Werk war, sondern vielmehr aufgrund seiner Kontroverse und weil alle mitreden wollten. Tampontausch und eingeführte Avocadokerne machen noch keinen guten Film – und schon gar kein gutes Buch!

Quelle: Spiegel.de

Danke an Vince für den Link!

13 KOMMENTARE

  1. “Musste man dieses furchtbare Werk wirklich verfilmen? Denn seien wir doch mal ehrlich: Das Buch hat sich nicht so gut verkauft, weil es so ein tolles Werk war, sondern vielmehr aufgrund seiner Kontroverse und weil alle mitreden wollten.”

    Ja genau darum musste man es verfilmen , damit wieder eine Kontroverse entsteht und alle mit reden wollen , so wie du hier ja auch 😉

    Konzept ist mal wieder voll aufgegangen.

  2. man kann da sicherlich geteilter meinung sein. dennoch finde ich deine kategorische ablehnung in besorgniserregenderweise ignorant und sogar kulturfeindlich. feuchtgebiete ist schon jetzt ein klassiker der literaturgeschichte und eines der bedeutendsten bücher der neuzeit. etwas offentheit wäre da schon wünschenswert… und sätze wie “furchtbare buch” sind da sicher unangebracht.

    • Nein? Ein Buch ist ein Buch, und “die Bedeutung für die Literatur” interessiert vielleicht Literaturhistoriker, aber nicht den Leser.
      Und ich finde allein die Idee schon so hanebüchen, dass ich mich weigere sowas als Meilenstein der Literaturgeschichte anzuerkennen.

      Aus reiner Lesersicht ist das Buch geschmacklich zu bewerten und es wird eben von sehr vielen als widerwärtig bewertet. Da ist auch nichts ignorantes dran.

  3. Da wäre mir ein ganz normaler lustiger FIckfilmporno was weiß ich viel lieber, als so sinnlos dämliche Handlung und Gesülzung, wie von der ollen Tante da.

  4. hätten sie jedenfalls ne geile alte für den film genommen aber so
    “NO WAY,keine Ahnung was das heißt aber hört sich gut an”

  5. Ich gebs nicht gern zu, aber ich wesentlich kranker (aber immer noch positiv würd ich sagen), was sex angeht. Wann werd ich verfilmt? 😉

  6. Als ich beim abendessen nen bericht darüber gesehen habe kam mir fast mein abendessen wieder hoch. So ekeliges kopfkino hatte ich noch nie.

  7. Hmm ich steh ja auf so Anspielungen und Inhgalte dieser Art^^
    Aber bei dem Trailer musste ich nur die Stirn runtzeln und mich fragen was das für eine scheisse ist.

      • Respekt!
        Ich habe es nicht über das erste Drittel hinausgeschafft ^^
        Es war einfach nur eine Mischung aus Langeweile und WTF-Momenten 😉

      • Ich habsgerade wegen den großen Lobtönen auch als Hörbuch versucht. Aber die Mischung aus Ekel und Fremdschämen hat sogar fast RTL alt aussehen lassen. Daher bin ich auch nicht wirlich weit gekommen.

      • Habe auch das Hörbuch bis zum bitteren Ende gehört und mich jeden Satz ob der Art und Weise der Vorlesung und des Inhalts fragen müssen, ob die Frau Geistig benachteiligt oder in Ihrer Entwicklung gestört ist. Am Ende war das Durchhalten purer Masochismus und eine große Portion Mitleid.

        Ich habe dann sogar einen Traum gehabt, in dem ich die Autorin persönlich kennen lernte und ihr später meine Exkremente ins Gesicht geschmiert habe, worauf hin sie sich tatsächlich bei mir bedankte.
        Die gute Frau hat einfach ein paar mal zu oft two girls one cup angeschaut.

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