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In den letzten Tagen haben mir die Sache so viele Community-Mitglieder geschickt, dass Euch das Konzept wohl wirklich ansprechen muss. Aber um was geht es hier?

Beim Phonebloks könnten veraltete oder auch defekte Komponenten einfach gegen neue ausgetauscht werden. Dadurch sollen weniger Altgeräte anfallen und dementsprechend weniger Müll […] Hakkens Phonebloks basiert auf einer gelochten Grundplatine, auf deren Rückseite die Smartphone-Komponenten aufgesetzt werden. Auf der Vorderseite soll das Display angebracht werden […] In der Anordnung der Bauteile ist der Nutzer Hakkens Idee zufolge relativ frei. So sind unterschiedliche Konfigurationen denkbar, die sich nach den Anwenderbedürfnissen richten.

Das Konzept wirbt ja vor allem damit, dass so weniger Müll anfällt und man sein Handy nicht mehr nach einigen Jahren wegwerfen muss. Mein erster Gedanke dazu war: Und was ist mit den ganzen alten Einzelteilen des Phonebloks? Landen die dann nicht in der dritten Welt auf einem Mülllberg?

Wie seht Ihr das Konzept und das neue Handy?

Quelle: phonebloks.com, golem.de

38 KOMMENTARE

  1. wie wärs stattdessen mit ? sowas hier? das gibt’s sogar schon (bald). löst zwar nicht das “Umweltproblem” (wer schmeißt ein smartphone in den müll???? gebts bei eurem netzanbieter im shop ab, dann landets zumindest nicht auf der deponie)

    und falls das mit dem link nicht funzt: http://www.fairphone.com/

  2. Hay
    Im Grunde ist es besser als “normale” Handys weil ja ressourcen gespart werden und wenniger Müll anfällt. Du meinst ja das teile auch veralten, das ist ja auch richtig, aber wenn es einen neuen prozessor gibt weckselt man nur den aus und kauft nciht gleich ein komplett neues handy z.B.

  3. Ich könnte es mir ehrlich gesagt aber auch nicht vorstellen. So kompakte Komponenten so einfach zu verknüpfen, und dann auch auf die Leistung eines heutigen Smartphones zu kommen, stell ich mir schwer bis nicht umsetzbar vor.

    Dazu kann ich mir gut denken das es dann nach dem Motto *hey, ein son Block kostet dich 200€” mehr Prinzip läuft. Mich kann das ganze nicht wirklich überzeugen. Es wurde einfach nur gesagt *hey, wäre cool wenn Schweine fliegen könnte, also ruft am X. Oktober einfach alle einmal laut “fliegende Schweine, gebt uns geld” und dann sehen wir mal weiter.

    Pläne über Umsetzung oder tatsächliche Modelle werden nicht einmal angesprochen. Zu wenig für mich ._.

  4. Ist eine tolle Idee, wenn man gerne super teure Handys haben möchte und einem Abfall und Umweltbelastung ziehmlich egal ist. Ich halte die gedachte Umsetzung einfach nur für Unsinn.
    Handys basieren ja auch SoCs, also hochintegrierte Bauteile die neben CPU, GPU, WLAN, USB, Bluetooth, Ethernet, etc so gut wie alles in einem Chip enthält. Die Leiterbahnen auf der Platine müssen nur am Ende mit den entsprechnenden Anschlüssen versehen werden. Also entweder teilt das SoC wieder alles in einzelne Chips, was alles in der Herstellung unglaublich teuer macht und natürlich die Umwelt mehr belastet und am Ende einfach mehr zum Wegwerfen generiert. Oder aber man macht nur die Anschlüsse Modular. Was eine kleine Buchse zu eienr Buchse + Modul macht. Am Ende also auch teurer und mehr zum Wegwerfen.

    Dann überhaupt die Interconnects. 4 Pins pro Modul würde reichen, wenn man alles über USB verbindet. Wobei dann aber jedes Modul einen USB-Chip braucht. Noch mehr Technick und Müll. Aber wie will man wirklich schnelle Sachen wie Display und CPU anbienden? PCI oder PCIe? da reichen 4 Pins bei weiten nicht und man müßte alles so legen, dass immer die PINs richtig belegt ist. Also Module drehen oder so ist dann nicht so einfach möglich. Wenn man alles hinter einander an einen Bus anschliesst wäre es möglich. Aber egal wie man müsste Steckverbindungen nehmen die mehr Pins haben und an sich komplexer sind.

    Insgesamt sehe ich da mehr Probleme als Lösungen in der Überlegung zu so einem Smartphone.

    • das ist ziehmlich viel falsch gedacht, die technischen überlegungen sidn richtig, aber man geht davon aus das man nicht immer das gesammte gerät wegwirft oder verkauft und sich ein neues kauft, wie es ja jertzt der fall ist. iphone5 kaum ein jahr alt, jetzt iphone 5s kaufen obwohl das gerät noch 2 jahre nutzbar wäre usw. es gfeht darum das nur klein teile ausgetauscht werden, wie z.B. einen neuen cpu oder mein ein neues display und das gerät 5 jahre nutzbar bleibt oder ähnliches. dazu kommt das der cpu udn das display viel mehr pins haben, die 4pin teile sind ja nur die ganz kleinen, der cpu ist größer udn hat z.B. 9 pins oder 16 pins.

      • Aber was ist ein Handy noch mehr als ein SoC? Display und Logicboard zu trennen wäre gut machbar und sogar sinnvoll, da man nur einen Interconnect bräuchte und Displays nicht wirklich schnell veraltet sind.
        16 Pins.. mhh.. selbst das würde sehr knapp werden. Eine PCIe-Lane oder einen Hypertransprt-Kanal bräuchte man wohl schon.

        Aber überhaupt. Was für einen Akku soll man da mitschleppen, wenn alles vom SoC in separate Bausteine ausgelagert wird?

        Smartphones sind bezahlbar weil fast alles im SoC sitzt. Wenn man das SoC ersetzt wird es einfach unglaublich teuer. Man kann das SoC-Konzept nicht einfach weglassen und dann noch von Smartphones ausgehen, wie wir sie heute kennen.

        Man muß sich nur mal den Raspberry Pi ansehen ( http://en.wikipedia.org/wiki/File:Raspberry_Pi_-_Model_A.jpg ). Das ist in dem Sinne ja nichts anderes als ein Handy ohne Display und ohne Akku. Die Buchen, etc modular und steckbar zu machen ist einfach. Aber das vorgestellte Konzept will ja eben diesen einen Chip wieder in viele einzelne aufteilen und das macht den Aufbau plötzlich wieder unglaublich komplex und auswendig.. und eben auch teuer.

        Man kann heute keine CPU austauschen.. nicht weil keine CPU in steckbarer Form gibt.. sondern weil die CPU Teil des SoC ist und man nicht einfach einen Teil des SoC austauschen kann.

  5. Natürlich fällt immer noch Müll an, allerdings sehr viel weniger, da du nun nicht mehr das ganze Handy austauschen musst, wenn es kaputt geht oder veraltet ist, sondern nur noch das eine Bauteil.

  6. ich hab schon lange gehofft, dass es sowas irgendwann mal geben könnte. das handy mit PC-prinzip.
    bin gespannt, wie sich das entwickelt. noch sieht es ja recht klobig usw aus. aber wenn man dem zeit gibt, könnte das die fertig-handys ablösen.
    wobei es mir da weniger um den müll geht, sondern eher darum, sein handy ganz individuell zu gestalten und aufrüsten zu können, wie und wann man will.

      • Allein der CPU hat hunderte Pins (auch jetzt schon) die wären auf dem Platz ziemlich klein und würden leicht brechen. Man kann nicht irgendwelche Bauteile mit 4 Pins Verbinden. Unsere Architektur beruht großteils auf BUS-Systemen. Da braucht man viele Pins => Brechen viel zu leicht ab.

        Das ist nur das Offensichtlichste aller Probleme.

        • die wenigen leiterbahnen waren auch meine ersten bedenken.
          aber vielleicht ist das was im video gezeigte wird auch einfach nur ein modell?

        • bei 00:45 sieht man zb auch leiterbahnen auf “the base”.
          10s später wird zwar gesagt, dass elektrische signale über die pins übertragen würden, aber das wär wohl nur möglich, wenn die pins aus vielen strängen bestünden

    • Absolut richtig.

      Jeder der eine Grundausbildung in Elektronik hat erkennt sofort, dass sich so ein Smartphone technisch nicht umsetzen lässt.

      Die Idee ist zwar gut, aber davon hat keiner was.

  7. Ich denke dem Entwickler ist durchaus bewusst das er die Obsoleszenz der Hardware nicht beeinflussen kann aber es macht schon einen Unterschied ob wegen eben dieser ein Teilbereich des Smartphones entsorgt werden muss oder das komplette Produkt. Alle anderen eventuell noch funktionstüchtigen Teile landen ja mit auf dem Müll, wobei ich anmerken würde das es aus wirtschaftlicher Sicht wenig Sinn macht diese in Afrika zu verschrotten. Die meisten werden wohl recycelt und erneut verwendet. Denn dafür ist/sind Metall im Allgemeinen und diese hochwertigen Metalle im Besonderen einfach zu wertvoll. Trotzdem macht es durchaus Sinn die funktionstüchtigen Teile einfach weiterzuverwenden und ich denke auch das es technisch gesehen natürlich Fallstricke zu berücksichtigen gibt aber es durchaus möglich ist.

    Mfg skA

  8. Die Idee an sich ist ja ganz cool, Inovativ eher weniger, da es solch ideen schon von einigen Firmen gab. Problematisch hiebei war bisdato immer die Technik! So ein Legoprinzip ist halt schwer bis garnicht realisierbar. Dazu kommt noch der “Style” ich Persönlich achte sehr darauf wie mein Handy aussieht und das es mir Persönlich zusagt.

    Ich denke das dieses Projekt zum Scheitern verurteielt ist noch werden wir solche Technik nicht erleben dürfen, warten wir ab was in 5 Jahren Möglich ist

  9. Da das Smartphone ja auch eine Art Statussymbol ist, sehe ich da nicht allzu große Chancen auf dem Massenmarkt. Gerade wer iPhones sammelt, wird deswegen nicht plötzlich damit aufhören.

    Es geht halt wie so oft ums “haben”. Gleiches gilt für Markenklamotten usw.

  10. Genau auf so was habe ich gewartet! Nervt mich sowieso schon lange, dass nicht sämtliche Geräte so funktionieren. Und warum sollte das nicht machbar sein? Bei Computern klappt es ja auch. Letztendlich ist es sowieso nur eine Frage der Forschung und Entwicklung, falls es da noch Probleme geben sollte. Aber wenn man nicht anfängt, darüber nachzudenken, wird es nie möglich sein, solch ein Gerät zu produzieren.

  11. Die Idee an sich ist ganz nett, aber dann ist es doch fraglich, ob sich dieses Handy auf dem Markt gegen die anderen großen Hersteller durchsetzen kann. :/

  12. “Und was ist mit den ganzen alten Einzelteilen des Phonebloks? Landen die dann nicht in der dritten Welt auf einem Mülllberg?”

    Ja schon, allerdings nur die jeweiligen Einzelteile. Bisweilen ist es so, dass bei einem Defekt (Beispiel: Bildschirmbruch) das komplette Gerät weggeworfen wird, weil die Reparatur einfach zu teuer wäre. Ein kleiner Müllhaufen ist schonmal viel besser als ein großer.

  13. Natürlich landen die auch im Müll, aber das ist weniger als wenn man (so wie es jetzt ist) immer das ganze Handy wegschmeißen muss…

  14. Mir gehts jetzt nicht so um den Müll bei der Sache. Ich find das Prinzip mir den austauschbaren Blocks beim Handy so geil. Außerdem, mag ich Handys, die nicht so auf Design wertlegen, sondern nur auf Funktionalität.

  15. Aber Einzelteile < ganze Handys, oder?

    Außerdem ist es dann wie mit PCs, ich kann mir für mein Geld das mir passende Handy "zusammenbasteln"!
    Einziges Manko für mich: Kann man die Einzelteile nicht einfach klauen, wenn man mal das Handy kurz in der Hand hat? Oder verhindern die 2 Schrauben das?

  16. Was mich wundert ist, dass du bei dieser Idee einzig auf das Umweltthema eingehst, was bei solch geringen Mengen eher zweitrangig ist. Keiner kauft ein Handy, weil die Entsorgung von defekten Teilen umweltfreundlicher ist als bei anderen Handys.

    Deutlich interessanter ist doch die Zusammenstellung mit den einzelnen Teilen.

  17. Die Idee an sich gefällt mir sehr. Allerdings zweifle ich etwas an der machbarkeit. Wenn ich mich nicht irre hat ein größerer Hersteller etwas ähnliches schon mal vor ein paar Jahren versucht. Gescheitert ist das ganze an der Kommunikation zwischen den Bauteilen.
    Ich unterstütze die Aktion auf jeden Fall. Vielleicht wird ja wirklich was draus.

  18. Ja, es landen die Einzelteile da. Aber wenn man aktuell schaut, Beispiel CPU kaputt, Speicher und Bildschirm werden mit weggeschmissen. So schmeißt man nur CPU weg, den Rest nutzt man weiter.

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