Bundesregierung prüft Ad-Blocker-Verbot

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Kommt das gesetzliche Verbot von Ad-Blockern? Die Bundesregierung prüft derzeit diesen Wunsch von Medienunternehmen. Für die Perspektive von Verbrauchern und das Problem von mit Werbung ausgelieferter Schadsoftware interessiert sie sich dabei nicht besonders.

Ihr wisst, wie sehr ich die Dinger hasse und wie sie kleinen Internet-Seiten das Überleben schwer machen. Trotzdem würde ich sie niemals verbieten (lassen). Warum? Weil ich der Meinung bin, dass Menschen selbst entscheiden dürfen, was sie tun und wie sie es tun. Wenn ein Großteil der Konsumenten im Netz wirklich diese “nach mir die Sintflut”-Einstellung hat und sich nicht um das Überleben der kleinen Seiten schert, dann muss man halt damit klarkommen, dass viele kleine Seiten nach und nach von der Bildfläche verschwinden.

Natürlich kann man die Schuld immer weit von sich wegschieben und das aus meiner Sicht lächerliche Argument “dann muss man als Webmaster halt andere Vermarktungsformen finden” von sich geben, um sich irgendwie selbst zufrieden zu sprechen. Fakt bleibt allerdings, dass dies nicht so einfach ist. Als “Ego-Konsument” kann man das natürlich immer leicht sagen, um so den “schwarzen Peter” schön an die Webmaster und Seitenbetreiber abzugeben. Naja, um irgendwelche Ausreden sind “die Leute” im Netz ja eigentlich nie verlegen…

Kommen wir zurück zum Adblocker-Verbot: Selbst wenn die Bundesregierung der Werbeindustrie nachgeben würde, glaube ich, dass sich dies in der Praxis niemals durchsetzen ließe. Wenn sich ein Trend im Netz erstmal etabliert hat, und das zeigt die Vergangenheit, lassen ihn sich “die Leute” nicht einfach wieder wegnehmen. Man würde immer neue Programme und Tools programmieren und den Kampf mit der Bundesregierung und Werbeindustrie annehmen, um auch weiterhin Werbebanner auszublenden. Von daher wäre das meiner Ansicht nach ein “Kampf gegen Windmühlen”…

Quelle: Netzpolitik.org

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