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Community-Mitglied Rene schrieb mir letzte Woche folgenden Leserbrief:

“Ich bin Student in Berlin und engagiere mich zusammen mit Kommilitonen, um Erste Hilfe an die Schulen zu bringen. Wir werben für die Bereitschaft zu helfen und vermitteln das passende Wissen ehrenamtlich und kostenfrei dazu. Unser Ziel ist es die Zahlen zur Reanimation und die Hilfsmaßnahmen zu verbessern. Mitunter eine passende Initiative zu den aktuellen Guidelines. Dazu haben wir den gemeinnützigen Verein Pépinière e.V. gegründet.

Der Verein Pépinière e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der im August 2016 durch Studenten der Charité und der Freien Universität Berlin in Frankfurt (Oder) gegründet wurde, und sich zum Ziel gesetzt Aufklärungs- und Präventionsarbeit zu leisten, und die medizinische Ausbildung und Versorgung in Brandenburg zu verbessern. Der Verein betreibt Aufklärungsarbeit, veröffentlicht Artikel zur Thematik und bildet Schüler kostenlos in Erster Hilfe aus, mit Stand September 2016 sind bereits mehr als 800 Schüler durch das Projekt „Jeder kann ein Held sein“, das der Verein betreut, in Erster Hilfe geschult worden, vier komplette Schulen wurden ausgebildet, und mittlerweile wurden sechs Städte und Dörfer besucht.

Sollten wir das Jahr planmäßig beschließen, schaffen wir dieses Jahr noch die 1000er Grenze. Der Bundesinnenminister findet unser Projekt auszeichnenswert und hat uns, wie auch weitere Mitstreiter für ehrenamtliches Engagement in anderen Projekten, zu sich am 28.11.2016 eingeladen.”

Klingt doch nach einem tollen Projekt. Ich unterstütze gerade zur Weihnachtszeit solche Dinge immer ganz gerne. Falls Ihr für das Projekt abstimmen wollt, könnt Ihr das hier tun: Klick mich

8 KOMMENTARE

  1. An sich eine tolle Sache!

    Ich stelle mir nur die Frage, ab welcher Altersgruppe soetwas wirklich Sinnvoll ist?

    Die Kinder auf dem Foto z.B. sehen aus, als wären sie nicht älter als 9 (auch wenn das heutzutage täuscht). Mich als 30-Jährigen Gesundheits- und Krankenpfleger bringen Situationen, in denen eine Reanimation nötig wird, regelmäßig in einen enormen Stresszustand.

    Dazu muss man noch einschätzen können, ob überhaupt eine Reanimation notwendig ist (gut, besser zu viel als gar nichts unternehmen).

    Ich glaube, eine solche Situation ist für ein Kind in diesem Alter gar nicht fassbar und realisierbar (eine Reanimation erfordert einen Kraftaufwand, den kein Kind bewältigen kann).
    Auch ist ein bewusstloser Mensch gefühlt 100Kg schwerer, als jemand mit noch vorhandener Körperspannung (zum Thema stabile Seitenlage).
    Da muss ein Kind schon kinästhetische Tricks auf Lager haben, um das zu bewerkstelligen.

    So wie ich gelesen habe, wird auch einiges andere an Wissen vermittelt, welches ich auch für relevanter halte. Jedes Kind hat mitlerweile ein Smartphone, um den Notruf zu verständigen. Sich Hilfe suchen etc… alles ganz wichtige Sachen. Aber ich persönlich finde, dass in diesem Alter das Thema Reanimation und Seitenlage z.B. zu weit geht und realitätsfern ist. Das könnte man erwähnen, damit es mal gehört wurde, mehr nicht.

    Ich hänge mich jetzt anhand des Fotos sehr an der jüngeren Altersgruppe auf, ich weiss. Die Inhalte nach Alter zu staffeln z.B. wäre eine ideale Lösung.

    Alles in allem finde ich das Projekt klasse!

  2. Finde ich absolut wichtig und dringend in unserer gesellschaft.
    Sein wir mal ehrlich, in welchem lebensjahr kommt im schnitt in der BRD ein bürger zur ersten hilfe ? AB 16-18 wenn er nen Lapper für Moped oder PKW macht. Und selbst da sind die schulungen eines “Erst-Helfers” entweder lächerlich schlecht durchgeführt oder werden garnicht gemacht (höchstens die unterschrift für die Bescheinigung).

    Und ja auch ein 6 jähriger kann HLW/stabile Seitenlage anwenden, durchführen und im idealfall leben retten. Warum also nicht ab der 1. Klasse?
    Die Kinder würden desweiteren massive berührungsängste verlieren (die meissten potentiellen erst-helfer scheitern an ihrem mangel an wissen zur ersten hilfe. Auch der Heimlich-Griff oder Heimlich manöver ist in meinen augen zwingend zu erlernen. Überlegt mal wie oft ihr euch schon verschluckt habt, oder kinder. Sone nummer kann ganz übel ablaufen.

    Ich persönlich sehe da dringend Handlungsbedarf.

    • Ein 6-Jähriger wird bei einem Erwachsenen sicher in den seltensten Fällen (alleine) eine stabile Seitenlage hinbekommen (In der Übung vielleicht, da Körperspannung vorhanden, aber an einem bewusstlosen Erwachsenem?). Da lieber die stabile Seitenlage mal zeigen, die Maßnahmen aber das Alter und die Kraftreserven anpassen, wie z.B. Kopf zur Seite drehen (hilft auch schon bei Erbrechen) und Hilfe holen.

      • Sry aber glaube du missverstehst das, es geht net darum ob ein Kind nem erwachsenen retten könnte, sonder dem kind so früh wie möglich das wissen zur ersthilfe zu vermitteln.
        Dazu zähle ich natürlich alles, vom anruf eines Rettungsdienstes bis zur eventuellen reanimation.

        Des weiteren is mir das viel zu pauschal.
        Wiso sollte ein 6 jähriger keinem erwachsenen helfen/retten können oder einem anderen Kind in jüngeren oder älterem alter ?
        Du als “30-Jährigen Gesundheits- und Krankenpfleger” solltest wissen das es bei erst-hilfe nicht “nur” um HLW geht sondern um das bewusstsein der person hilfe zu leisten.

        • Genau das habe ich doch gesagt?
          Ich sagte nicht, dass ein 6-Jähriger nicht generell in der lage ist zu helfen, sondern, dass Dinge wie Reanimation, oder jemand in eine stabile Seitenlage zu bringen evtl. ausserhalb der Möglichkeiten liegt.

          “[…]sonder dem kind so früh wie möglich das wissen zur ersthilfe zu vermitteln.
          Dazu zähle ich natürlich alles, vom anruf eines Rettungsdienstes bis zur eventuellen reanimation.[…]”

          Ja genau so sehe ich das auch. Ich habe natürlich ein wenig pauschalisiert, einfach weil ich nicht sagen kann, wie tief oder intensiv auf bestimmte Dinge eingegangen wird. Das habe ich auch versucht zu sagen, indem ich erläutert habe, was ich für angebracht halte und was nicht.

          Wie gesagt, stabile Seitenlage evtl. too much (in DIESER Altersgruppe), Kopf auf Seite drehen (Mundraum überprüfen etc.) durchaus wichtig und machbar.

          Und von allem mal etwas GEHÖRT/GESEHEN zu haben, ist auch nicht verkehrt. In meinen Ausbildungen habe ich auch sehr viel Kontakt mit Themen gehabt, welche ich vielleicht in der Praxis nur mit geringer Wahrscheinlichkeit brauchen werde. Allerdings war es in einigen Situationen gut, mal davon gehört zu haben. Aber aufgrund der mangelnden Notwendigkeit wurden diese eben nicht so tiefgehend behandelt. Und das habe ich versucht zu sagen.

          Lange Rede kurzer Sinn: 6-Jährigen Reanimation und stabile Seitenlage BEIBRINGEN – warum? Lieber fähigkeitengerechte Alternativen. Bei steigendem Alter, ruhig aufbauen und volles Spektrum.

  3. Eines der vielen Dinge, welche ich noch nie verstanden habe.
    Selbst in den USA ist es vollkommen gängig, spätestens Anfang der high school einen Erste Hilfe Kurs anzubieten – kostenlos!
    Auch der Führerschein ist in fast allen Staaten bis auf ~50$ Bearbeitungsgebühr kostenlos (inklusive Sehtest, dauert ja nur 30 Sekunden).

  4. Warte, sowas ist nicht Standard? Bei uns an der Gesamtschule war es die ganze Zeit die ich da war völlig normal das es eine “Erste Hilfe”-Gruppe gibt, die quasi wie die Schülervertretung funktioniert. Schüler die sich daran beteiligen werden in erste Hilfe ausgebildet und haben danach in den Pausen Dienst, sodass Schüler mit Wehwehchen zu ihnen kommen können.

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