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Kubas legendärer Revolutionsführer und Ex-Präsident Fidel Castro ist tot. Die Nachricht rief am Samstagmorgen unterschiedliche Reaktionen hervor. Während viele um den 90-Jährigen trauerten, feierten einige Exil-Kubaner in den USA […] In Kuba ist die Trauer groß: Die meisten können sich ein Leben ohne den “Máximo Líder” gar nicht vorstellen. “Alle Kubaner weinen heute Nacht”, sagt die 42-jährige Marbelys in der Hauptstadt Havanna.

Castro war im kalten Krieg eine wichtige Figur, an dem sich die Amerikaner echt die Zähne ausgebissen haben. In meiner Jugend kannte jeder seinen Namen, heute irgendwie nicht mehr. Und mehr kann man darüber auch nicht sagen…

Quelle: T-Online.de

8 KOMMENTARE

  1. Bin mal gespannt wohin sich Kuba entwickelt, da ist zwischen Bürgerkrieg um die Nachfolge (sobald der zweite Castro stirbt) bis hin zu einem starken wirtschaftlichen Aufschwund alles möglich.

  2. “Legendärer Revolutionsführer” ist eine komische Art, “Diktator und Massenmörder” zu schreiben. Dass sie sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen können, klingt für mich direkt nach Nordkorea. Vllt hätten sie es einfach auf “Führer” abkürzen sollen.

    • Er ist definitiv nicht unumstritten und sicher nicht der mit der reinsten Weste.

      Zum Einen war er durchaus ein Diktator, zum Anderen aber eben auch ein Held für die Kubaner, der sie vor dem Zugriff der U.S.A. bewahrte.

      U.S.A. hat im Grunde selber für gesorgt, dass sich Castro so etablieren konnte, mit den Embargos, die die U.S.A. verhängt haben, die letztendlich den Menschen in Kuba schadeten, was sie eben mehr in Richtung Castro lehnen lies.

      Man sollte auch Kubas Rolle im kalten Krieg nicht unterschätzen.
      Das Problem, dass die U.S.A. damals mit Kuba hatten, war nämlich, dass eine kleine komunistische Insel vor der Küste der U.S.A. liegt und offen mit der U.D.S.S.R liebäugelte. (Kleiner Funfact: Guantanamo, das umstrittene Gefängnis für Terrrverdächtige der U.S.A. liegt auf Kuba).

      Die Angst davor, dass Kuba russische Atomwaffen lagern könnte (noch mal: direkt vor der Küste der U.S.A.) war einer der Gründe, warum der kalte Krieg glücklicherweise nie heiß wurde.
      Auch wenn es oft genug verdammt knapp war…

      • Da kann man zwiegespalten sein. Kuba war der Grund, dass am Ende die Atomwaffen aus der Türkei abgezogen wurden, andererseits wäre Kuba aber auch beinahe der Grund dafür gewesen, dass der Krieg nicht heiß wurde. Das verdanken wir eher russischen Offizieren und deren Besonnenheit.

      • Ich frage mich, ob der Zugriff der USA nicht besser für Kuba gewesen wäre. Den Punkt zum Kalten Krieg fand ich aber interessant, habe das so noch nicht betrachtet.

        • @ Balnazza:
          Natürlich hast du recht, dass man da zwiegespalten sein kann, und sogar sollte.
          Ich meinte ja auch, es war einer der Gründe von mehreren. Die Situation war nicht wirklich einfach damals und ich möchte nicht wirklich wissen, wie viele Fakten da noch im Hintergrund mitspielten, von denen die Menschen nie erfahren haben.

          @Flamewarrior:
          Man kann es natürlich nicht 100% sagen, aber ich denke persönlich nicht, dass es für Kuba besser gewesen wäre.
          Im Falle eines amerikanischen Zugriffs wäre vermutlich lediglich ein anderer Diktator an die Macht gekommen, der den U.S.A. genehmer gewesen und nicht viel mehr hätte sich geändert.
          Der Kalte Krieg war nun mal nicht “gut gegen böse” sondern ein Streit um Macht, Einfluss und Ideologien.
          Und beide Seiten haben sich genug “f… ups” in der Zeit erlaubt und halt auch tatsächlich Diktatoren oder Gruppierungen unterstützt und ausgebildet, die deren Kriege stellvertretend für sie führten.

          • Bei deiner Theorie “ohne Castro und mit USA-Zugriff wäre nur ein anderer Diktator an die Macht gekommen” kannst du das Wort “Theorie” streichen. Mit Baptista war vor Castro bereits ein Diktator an der Macht, der zwar -soweit ich weiß- ohne Hilfe der USA geputscht hat, sich danach aber mit dieser gutgestellt hat.

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