Olympia braucht E-Sport – nicht umgekehrt

Toller Gastbeitrag von Lars Klingbeil für die Zeit:

Heute kann niemand mehr bestreiten, wie groß die E-Sport-Begeisterung inzwischen ist. 43 Millionen Zuschauer verfolgten die League-of-Legends-WM im Jahr 2016, teilweise über 7 Millionen Menschen gleichzeitig […] Wer junge Menschen erreichen will, wer sie für klassische Sportarten begeistern will, wer die soziale und gesellschaftliche Funktion des Sports verbreitern will, der kann die gewaltigen Reichweite des E-Sport nicht einfach ausblenden.

Wie auch schon bei unserem gemeinsamen Interview sind Klingbeil und ich einer Meinung. Besonders interessant sind hierbei auch die Kommentare unter dem Beitrag: Natürlich gibt es wie immer einige Ewiggestrige, die versuchen, die Sache mit “das bisschen Daddeln” kleinzureden. Spannend ist aber vor allem folgende Argumentation:

Andersrum wird ein Schuh draus – E-sport braucht definitiv Olympia nicht, und ich hoffe, dass das IOC seine ablehnende Haltung dem E-sport gegenüber weiterhin beibehält und diese Sparte damit von den zweifelhaften Segnungen des olympischen Sports verschont bleibt. Was hätte der E-sport bitte auch davon, sich mit einer so korrupten Bande einzulassen?

Und das ist genau der Punkt: Warum muss sich eigentlich der eSport so sehr in Sachen Olympia anbiedern? Das hat er halt überhaupt nicht nötig. Im Grunde geht es doch nur um die Akzeptanz und die Anerkennung des eSports als olympische Sportart. Brauchen tun wir Computerspieler die kränkelnden olympischen Spiele kein bisschen.

Ich finde übrigens die Initiative von Klingbeil hier mal wieder super. Schön, dass die Sache so auch mal auf höherer Ebene diskutiert wird!

Quelle: Zeit.de

Kategorien
Gaming, Politik
Diskussion
8 Kommentare
Netzwerke