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Da fahre ich gestern ins schöne Bremen, und wer läuft mir direkt im Nike-Outlet über den Weg? Mein Tischfußball-Opfer Sascha! Und was erzählt er mir da so nebenbei: Er sucht dringend für seine Redaktion, bzw. seine Sendung einen Praktikanten. Ich habe ihm versprochen, dass ich mal direkt bei Euch nachfrage:

Hat jemand von Euch also Lust, bei Center TV im regionalen Bremen Fernsehen als Praktikant anzufangen? Laut Saschas Ausführungen würdet Ihr umfangreiche Erfahrungen im Bereich Kamera und Schnitt sammeln können. Für mich klingt das wie eine gute Gelegenheit. Wenn Ihr also aus dem Bremer Raum kommt, dann schreibt mir eine Mail, und ich leite alles direkt an Sascha weiter!

—> stevinho@justnetwork.eu

28 KOMMENTARE

  1. Interessante Beiträge hier.
    Ich finde ebenfalls das es Praktika und Praktika gibt.
    Die einen bieten einen tollen einblick in das Berufsfeld und kosten den Betrieb ordentlich Geld dadurch das ein Mitarbeiter vollzeitbetreuung des Praktikanten übernimmt, bei anderen Praktika wird der Praktikant als gratis arbeiter missbraucht.
    Ich habe selber ca. alle 4 Monate einen Praktikanten für jeweils eine Woche, in der Zeit bezahlt mich mein Chef dafür das der Praktikant lustige versuche macht um einen einblick in die Automatisierungstechnik zu bekommen ;).
    Generell finde ich sind Praktika eine super sache.
    Ich selber habe damals meine Ausbildungsstelle über ein 4-Wöchentliches Praktikum bekommen. Da hab ich bis auf eine art trinkgeld auch nichts bekommen – nur meinen Ausbildungsplatz in einer Branche die Deutschlandweit ca. 250 Azubis pro jahr einstellt 😉

  2. Es ist eine absolute Schande wie derzeit im redaktionallen bzw medialen Bereich mit Praktikanten umgegangen wird.

    Bei der Bewerbung wird „großzügig“ ein begehrter Volo angeboten sollte man ein Praktikum absolvieren und sich nicht allzu blöd anstellen. In Wahrheit jedoch bekommen 99% der Praktikanten nach 10+ Stundenschichten nichtmal einen Posten als Freier Mitarbeiter. Wozu auch warten doch hinter der nächsten Ecke 200 andere Bewerber für einen Posten beim Fernsehn, Radio oder Zeitung. Auf einen Volontariatsplatz, übrigends bei fast allen Stellen extrem untertariflich bezahlt, kommen bis zu 1000 Bewerber. Selbst bei einem kleinen Regionalsender in Kiel hatten wir vor 3 Jahren 430!! Bewerber auf eine einzige Volo Stelle.

    Ohne abgeschlossenes Studium braucht man schon Jahre lange Brufserfahrung um wirklich eine Chance auf einen der begehrten Volo Plätz zu haben. Ich habe glücklicherweise vor 8 Jahren noch relativ Problemlos meinen Volo bekommen. Nach BEZAHLTEN Praktikum. Aber das kann sich heute ohnehin keiner mehr Leisten und muss es auch gar nicht. Gibt genug Menschen die für den vermeindlichen Traumjob bei Film und Fernsehen Zeit und Geld opfern.

    Meine Empfehlung. Erstmal eine Probe Woche aushandeln bevor man den meist 3 Monatigen Praktikumsvertrag unterschreibt. FINGER WEG von 6 Monatsverträgen! Solange diese nicht bezahlt werden ist das reine Abzocke. Spätestens nach 2 Monaten sollte man übrigens mit dem Chef über eine Volo Stelle oder zumindest eine Stelle als freier Mitarbeier verhandeln. Nach beendigung des Praktikums hat man kaum noch eine Chance wieder zurückzukommen.

    Oh und man sollte sich auch vorher vergewissern das man der Typ für solch eine Arbeit ist. 10 Stunden Schichten sind nicht die Ausnahme sondern die Norm, der Erfolgsdruck riesig, die Konkurenz hoch und meist kommt dann auch noch ein undankbarer Chef dazu. Wer mit der illusion rangeht er maht 2 Wochen Praktikum und bekommt dann direkt die eigene Sendung wird bitter enttäuscht werden.

    Liebe Grüße
    Resa

    • Kann ich so unterschreiben. Zumindest zum Teil.
      Ich bin 15 Jahre alt und auf der Suche nach einem Praktikum/Lehrstelle. Habe im Umkreis ALLE Werbeagenturen abtelefoniert (10-12 Stück). Entweder sie nahmen keine Praktikanten oder man musste bereits (gute) Seiten und Programme entwickelt haben, die mit HTML, Java, Flash und allem möglichem Laufen. Das ist wirklich nicht mehr normal! Ich gebe irgendwie so langsam die Hoffnung auf und schaue mich langsam anderweitig um! Heute übrigens auch wieder eine Absage für ein PRAKTIKUM bekommen. Ich kenne keinen anderen (normalen) Beruf, in den es so schwer ist erstmal reinzukommen. Wenn jemand Tipps etc. hat, bitte melden! 😉

      • Ich habe damals in meiner Schulzeit auch ein Praktikum bei einer Werbeagentur gemacht. Das ist zugegebenermaßen auch schon etwa 8 Jahre her aber ranzukommen war verhältnismäßig einfach (zumindest wenn man keine speziellen Vorstellungen hat).

        Ich war damals bei Universal McCann in Frankfurt – die hatten ihr Geschäft aufgegliedert in eine kaufmännische „Division“ und eine kreative.

        Der Kreativbereich war natürlich unglaublich gehyped und es war recht schwer an die Stellen zu kommen, während der kaufmännische Bereich regelrecht um Praktikanten bettelte.

        Ich weiß natürlich nicht ob du dir spezielles Wissen aneignen möchtest oder ob es dir mehr darum geht das am Ende eine Werbeagentur im Lebenslauf erscheint.

        Vielleicht hilft es dir ja – viel Glück.

  3. Meine Güte, mann muss auch nicht immer das Schlimmste annehmen.

    Ich selbst arbeite in einer Fernsehproduktion und gerade Cutter und Kameramänner arbeiten oft tagesaktuell und wenn nicht kostet trotzdem jeder Tag Geld. Auch arbeitet man immer direkt mit einem Redakteur zusammen. Es ist daher in den allermeisten Fällen nicht möglich Praktikanten im Schnitt als billige Arbeitskräfte zu missbrauchen. Die sind einfach zu langsam und Kameras bedienen können sie auch nicht.

    Bei uns läuft das so: Die Praktikanten sitzen mit im Schnitt und schauen zu oder fahren mit auf Drehs. Wenn zwischendurch Zeit ist zeigt man ihnen etwas und setzt sie auch mal dran. Wer sich nicht ganz doof anstellt kann nach einiger Zeit durchaus mal eine Schnittschicht machen (betreut), aber auf keinen Fall Kamera, hier vernichtet ein Fehler die komplette Produktion.

    Wer sich für sowas interessiert soll es ruhig mal versuchen. Man wird NICHT ausgebeutet und kann sich die ganze Sache mal anschauen. In seltenen Fällen habe ich auch schon Praktikanten gehabt die gut genug waren, um nach ihrem Praktikum gelegentlich Schnittschichten zu übernehmen. Das ist eine gute Möglichkeit sich zum Beispiel sein Studium zu finanzieren da sie zumindest bei uns recht gut bezahlt sind. Ich hätte mich damals mit 4-5 Tagen Arbeit finanzieren können.

    Übrigens, nach meiner Erfahrung fällt es den Praktikanten recht leicht sich die Programme und Technik anzueignen. Schwieriger ist es ein Gefühl für Ästhetik und Timing zu entwickeln.

  4. Schade wohn in NRW -.- Mega dicke Interesse habe auch so schon viel mit Kamera gemacht und neben bei bastel ich bissel mit einem Freund in After Effect´s rum..

  5. Man sollte sich sehr genau ansehen wo man ein Praktikum macht …am besten wenn möglich einen probetag machen und sehen obs einem zusagt viele firmen finanzieren sich teilweise sogar durch Praktikanten.Ist auch ein Grund warum ich finde das Praktikanten eine Entlohnung bekommen sollten wie das mal eine vorgeschlagen hatte.

    • kommt a) immer auf den betrieb an und b) immer auf die art des praktikums, diejenigen für studenten sind zumeist anspruchsvoller und machen sich auch später gut im lebenslauf bzw. werden in einigen bereichen erwartet.

      ich kenns von der seite des betriebs her als geselle und auch aus der perspektive des praktikanten.

      aber generell muss ich sagen das es sich zumindest im handwerk nicht wirklich lohnt praktikanten zu haben, klar sind die billige arbeiter, aber du musst denen auch teilweise alles 10 mal erklären und andauernd nachschauen das die keinen mist bauen.

      für mich ist das z.B. mehr aufwand nach nem praktikanten zu sehen als wenn ich den kram selbst mache. die noch bezahlen zu müssen wäre aus meiner sicht schwachsinn und ich würde in dem fall keine mehr annehmen. für studenten oder sonstwie „überqualifizierte“ bzw. quereinsteiger sieht die sache anders aus.

      ich oder mein chef nehmen praktikanten immer unter dem aspekt nem jungen menschen ne chance zu geben, auch wenns vlt. mit den noten usw. nicht so geklappt hat. bisher haben alle die wirklich gut gearbeitet haben ne lehrstelle bei uns bekommen, vorrausgesetzt sie wollten die auch haben. leute vom arbeitsamt oder aus massnahmen nehm ich persönlich nur noch wenn derjenige nen guten eindruck auf mich macht, ansonsten hab ich mich damit schon zu oft angeschissen.

  6. sie suchen gezielt einen praktikanten, also wird außer erfahrung und einem praktikumsnachweis wohl nich viel zu holen sein.

    ich weis, eine sehr pessimistische einstellung aber wenn ich so mir angucke was in meinem bekanntenkreis alles an praktika absolviert werden…

    Praktikanten sind leider sehr gefragt, denn sie sind billig, arbeiten hart und sollen die gleichen resultate bringen wie vollbezahlte mitarbeiter

    • Da kommt doch die Frage auf, was man als Praktikant tun muss/darf, da Steve dies ja häufig Leuten im Podcast rät. Zu denen zähle ich mich übrigens auch.

      In meinem letzten Praktikum durfte ich von 9-19 Uhr arbeiten, teilweise noch länger, und habe darunter den kompletten Dienst einer Sekretärin übernommen. Da es ein Schulpraktikum war, natürlich unbezahlt.

    • Gerade im medialen Bereich ist das aber immer so. Ohne (meist unbezahlte) Praktika, das Voluntariat und so weiter kommt man da nicht so ohne weiteres an einen ordentlichen Job.

      • Unsinn, das war nur eine geniale Masche vom Raab ihn als neuen „Clown“ zu verkaufen. Er heißt ja nicht mal „Elton“ 😉

        • Nichts Unsinn.
          Elton hat als Praktikant angefangen.
          Er war erst Praktikant, dann Volontär in einem Radio und wechselte dann zu TvTotal.
          Auch der Spitzname Elton kommt nicht von TvTotal, sondern von Radio Hamburg.1, wo er Volontär war.

    • Wenn man sich nicht blöd anstellt kriegt man vielleicht nach dem Praktikum eine Ausbildung als Kameramann o.ä. also es wäre viel offen..

    • Ein Praktikant bekommt einen Gesamteindruck vom Berufsbild bzw der Firma, sammelt ein wenig Praxiserfahrung, ein Praktikumszeugnis, vielleicht auch mal ein paar Euro und im Idealfall sogar eine Stelle angeboten. Für diese Dinge gibt er seine Arbeitskraft, da er natürlich auch Kosten verursacht. Die Einkünfte durch einen Praktikanten wiegen allerdings kaum die verlorene Zeit seines Betreuers auf. Im schlimmsten Fall macht der Betrieb sogar Minus.

      Als Sprungbrett ins Berufsleben ist ein Praktikum für Quereinsteiger oder Leute mit geringerem Abschluss als Mitbewerber, selbst unter harten Bedingungen, Gold wert. Es geht nichts über einen über mehrere Wochen aufgebauten, persönlichen Eindruck.

      Sollte es sich „nur“ um ein Schülerpraktika handeln, bleibt am Ende noch immer die gesammelte Erfahrung und die Referenz für den Lebenslauf 😉

      • Betreuer ? Bei meinem letzten Praktikum durfte ich täglich fast 10 Stunden das gleiche machen wie ein normaler Angestellter dort. Betreut wurde ich garnicht und wenn ich mal grad keine Aufgaben hatte, habe ich im Internet rumgeklickt.

        Also Verlust hat die Firma durch mich definitiv nicht gemacht, ich war quasi eine Vollzeitkraft die nach 2 Tagen Einarbeitung durch den „Betreuer“ das gleiche gemacht hat wie der Rest auch und nicht bezahlt wurde.

        • „Bei meinem letzten Praktikum durfte ich täglich fast 10 Stunden das gleiche machen wie ein normaler Angestellter dort.“

          Dann kannst du dich scheinbar gut in neue Situationen einfinden und bist für das Berufsfeld doch super Qualifiziert.

          Es ist zwar schade, dass du kein Geld bekommen hast, aber was sind ein paar Euro im Vergleich zu einer im Lebenslauf vermerkbaren Berufserfahrung?
          Solltest du durch diese Rezension auch nur einen Monat früher einen Job bekommen als ohne Praktikum, dann hast du durch die „Vorarbeit“ quasi ein zusätzliches Gehalt bekommen.

          Natürlich ist so ein Erfolg nicht messbar, aber man weiß ja nie was man später mit einem absolvierten Praktikum alles anstellen kann ^^

    • das kommt immer auf den betrieb an, und auf die leute. ich hatte praktikas wo es exakt so war wie du gesagt hast, ich hatte aber auch sehr possitive überraschungen wo mir am ende der chef persönlich (war nen grosser farbhersteller der weltweit exportiert) geld in die hand gedrückt hat, obwohls nur nen schulpraktikum über 2 wochen war.

      wir haben auch schon praktikanten bezahlt die wirklich gut gearbeitet haben, grade wenn es ältere waren die schon selbst kosten haben, und nicht mehr im hotel mama wohnen. wohlgemerkt aus eigener tasche, da haben die gesellen am ende zusammengelegt.

      generell macht der ton die musik, grade im handwerk oder der industrie, ich kenn viele die über praktikas/zeitarbeit nen job bekommen haben, mich eingeschlossen.

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