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Eigentlich sollte man Hausarbeit schreiben, diesen blöden Text für das nächste Seminar lesen, endlich das Referat vorbereiten oder für die Klausur lernen… und stattdessen? Schaut man lieber die dritte Staffel der Lieblingsserie noch einmal, googlet alte Schulfreunde oder spielt stundenlang Onlinegames… Dieses Aufschiebeverhalten nennt man Prokrastination und viele kennen das Problem nur zu gut. Was die bisherige Forschung aber nicht geklärt hat ist: macht Prokrastination Spaß? Und warum ist es so schwierig damit aufzuhören?

Witziger und vor allem zutreffender Vortrag. Das kennen wir alle, das haben wir alle schon mal erlebt!

15 KOMMENTARE

  1. Ich weiß ja nicht von welchen Zeitaltern du sprichst aber soweit ich mich erinnern kann war es schon immer so dass der Mensch (Bauern etc.) Leistung zu bringen hatte um die Oberschicht zufrieden zu stellen.
    Wenn er diese Leistung (Steuern etc.) nicht erbracht hatte wurde er mal fix abgemurkst oder eingesperrt.
    In welchem Zeitalter stand also der Mensch mal im Mittelpunkt und nicht die Leistung bzw. der Gewinn den man durch seine Arbeit erzielen konnte?
    Das Einzige was momentan passiert ist dass durch die technologische Entwicklung schnellere Abläufe möglich sind … daran muss sich der Mensch nun mal anpassen … ähnlich wie wir damals den Neandertaler “vertrieben” haben weil er einfach nicht so anpassungsfähig war wie wir. 😉

    Und nebenbei bemerkt … was heißt IRGENDWANN regieren uns die Reichen? … das Geld macht heute schon die Politik …

  2. Großartig!
    Kenn ich zu gut, muss morgen früh ‘ne Hausarbeit abgeben und mir fehlen noch ca. 2000 Wörter. Naja Nachtschicht ist dann wohl angesagt 😀

  3. Hehe, ich muss auch gerade für ein Seminar lesen und mache grad ne Pause und vielleicht komme ich gar nicht mehr dazu, es zu beenden, ich hab ja morgen 2h freie Zeit, in der ich das machen kann. XD

  4. Ich finde es nicht gut, dass dem “Faulenzen” damit auch ein weiterer, desweiteren wissenschaftlich NEGATIVER Begriff untergesetzt wird, welcher Fleiß und Erfolgsstreben fördert, dabei Freizeit und Kreativität als etwas negatives darstellt. Ich würde mir einen Gegenentwurf wünschen, welcher es nicht “Aufschieben” ec. nennt, sondern als etwas erwünschtes und positives stellt.
    Das schlimme Gefühl, welches man während des Prokrastinieren besitzt, kommt doch eigentlich nur wegen befürchteten Sanktionen zustande. Diese befürchteten Sanktionen, die man unbedingt vermeiden möchte, sind imho. auch wesentlicher Grund für den gegenwärtig hohen Stresslevel und die psychischen Erkrankungen der westlichen Gesellschaften. Deutschland ist da ja Spitzenreiter. Statt dem Pferd auch noch einen Namen zu geben und sogar kulturell und psychologisch als unwiderruflich gegeben darzustellen, sollte man imo lieber dem negativen entgegenwirken.

    • Ich kann deinem Gedankengang nicht ganz folgen. Du findest es schlecht, dass diesem alltäglichen Phänomen ein Name gegeben wurde, weil du denkst, dass durch diese Namensgebung dieser Effekt negativ bewertet wird?
      Wäre es nicht sinnvoller die besagten Sanktionen (welche übrigens auch positiv sein könne, dieser Begriff ist nicht immer mit “Strafe” gleich zu setzen) anzuprangen, statt der Erforschung des Phänomens?
      Was die Referendin in ihrem leider sehr oberflächlichen Beitrag nicht erklärt hat, ist, warum wir denn überhaupt prokrastinieren, nämlich, weil wir aus unseren Beschäftigungen, mit denen wir uns ablenken direktes emotionales “Feedback” bekommen, also wir schon beim Machen Spaß haben. Bei der Arbeit, die wir vor uns hinschieben, bekommen wir dieses Feedback meistens erst, wenn wir damit fertig sind (die Prüfung bestanden haben, den Aufsatz abgegeben haben etc.). Die kognitive Dissonanztheorie erklärt vielmehr den kognitiven Prozess, der dahinter steckt.

    • I. Kapitalismus = Mentalität des Geldverdienens, der Produktivität
      I.I Das führt unter anderem dazu, dass der Mensch als Wesen an sich mehr als Parameter, als als Individuum behandelt wird. Der Mensch steht heute nicht mehr im Mittelpunkt sondern ist ein Mittel zum Zweck. Habt ihr schonmal das Gefühl gehabt als “Objekt” behandelt worden zu sein?
      In früheren Zeitaltern war das anders, da stand der Mensch im Mittelpunkt. Da war auch die Mentalität der Leute anders und Werte, Kunst, “Freizeit” und Kreativität hatten einen anderen Stellenwert.

      II. Der hohe Stellenwert, welchen die Leute Fleiß und Erfolg beimessen ist hauptsächlich diesem Mentalitätswechsel zuzuschreiben, wonach Fleiß und Erfolg so immens wichtig sind. Produktive(re) Menschen sind sinnvoller für das System! Aber ist das System denn sinnvoll für den Menschen an sich?

      III. Warum dieses Streben nach Fleiß, Erfolg und sogar Arbeit? Es scheint gar, als solle der Mensch ewig arbeiten und das Streben nach keiner Arbeit, nach Freizeit sei verwerflich.
      Doch wie sieht das in 1500 Jahren aus, wenn vlt. synthethische Maschinen alle Arbeit verrichten können. Sollte man stets immer noch den ganzen Tag arbeiten? Wieso ist der Trend eher nach mehr Arbeitsstunden anstatt nach weniger, wo doch immer mehr Maschinen immer mehr Arbeit übernehmen können? Wenn die Maschinen immer mehr Leistungskraft des Menschen übernehmen; wem werden sie gehören? Wer kann sich welche leisten? Womit verdient ein armer Mensch ohne Finanzen und ohne Besitz einer dieser Maschinen einmal? Regieren uns irgendwann nur noch die Reichen?

      IV. Es wird oft eine Art Gegensatz zwischen dem Begriff Freizeit und Arbeit gezogen, als wäre das eine das komplette Gegenteil vom anderen – Himmel und Hölle quasi. Dabei vergessen die meisten Menschen, dass keines dieser Extreme wünschenswert ist. Sowohl Not (damit einhergehend Zwang etc.), als auch Langeweile sind 2 Übel der menschlichen Rasse.

      V. Wir brauchen eine Entschleunigung in der Gesellschaft. Stattdessen gibt es ein kürzeres Abitur in dem Land, wo die Schulausbildung sowieso mit zu den härtesten gehört und man keinen Spaß in der Schule haben darf (ich erinner mich an amerikanische Lehrer mit denen man auf kumpelschaftlicher “du” Basis ist und auch einfach mal über das Wochenende labert, ganz ungezwungen, ganz locker).

      VI. Die Form von Dutzen und Siezen ist extrem dämlich, da sie direkt eine Distanz zwischen zwei Menschen schafft, wenn gesiezt wird.

      VII. Gez sucked.

      Danke.

  5. Trifft den Nagel auf den Kopf !
    Aber ich muss sascape zustimmen, wenn einem sowas bewusst wird, kann man effektiver gegensteuern.
    Ich fang dann morgen an, VERSPROCHEN ! xD

  6. Ich prokrastiniere gerade jetzt in diesem Moment leider auch… *seufz*
    Na gut, mein Portfolio schreibt sich nicht von alleine.

    Obwohl ich sagen muss, dass das Video mir jetzt tatsächlich hilft beim Anfangen. Der Awareness-Effekt wird hervorgerufen und anstatt eine Brücke zu bauen, breche ich nun lieber die Dissonanz durch Arbeit 😉

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