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An dieser Übersicht ist gut nachzuvollziehen, wie kaputt die europäischen Topligen sind. Vor allem in den letzten Jahren hat man sich zu einer Zweiklassen-Gesellschaft entwickelt. Nur in England gibt es in Sachen Meisterschaft Abwechslung. Woran liegt das? Die Premiere-League-Teams gehören irgendwelchen Scheichs oder Milliardären, die alle genug Kohle haben, um ihre Vereine angemessen aufzustellen…

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49 KOMMENTARE

  1. Grundsätzlich finde ich diese Diskussion wahnsinnig spannend. Man sieht schon wenn man sich auch nur die Hälfte der Kommentare durchliest wie unterschiedlich die Meinungen doch werden können.

    Ich persönlich finde die deutsche Liga jetzt nicht unbedingt aufregend aber auch nicht so langweilig das ich sagen würde es müssten die „starken“ Vereine komplett extra spielen.
    Zum Einen wäre das sicher wirtschaftlich eine Katastrophe aber auch wäre sportlich nicht attraktiver sondern würde einfach nur zu mehr von den Fussballromantikern oft so gehassten „Legionären“ kommen. Da ja dann jeder Spieler der Talent hat in die Super-Liga wechseln würde und sobald sein Verein wieder raus muss er zum nächsten transferiert der dort spielt. Es hätte massivste Auswirkungen auf Verträge etc. man würde wortwörtlich die Top-Profis aus der Heimat-Liga verbannen und sobald ein Club sich für die Super-Liga qualifiziert die eigenen Talente rausschmeissen bzw degradieren um für die Super-Liga den Kader aufzustocken. Ergo ändern würde es ander der ganzen Situation im Fussball-Sport nichts.
    Zum Anderen würde es sicher auch sportlich nicht viel weiter helfen, nehmen wir mal die Entwicklung der sogenannten Ausnahme-Talente in Augenschein. Diese können nur glänzen bzw sich weiter entwickeln und in ihrer Leistung steigern wenn sie sich im Spiel gegen die großen Clubs beweisen. Ich glaube ein Lionel Messi oder CR7 hätten sich nie zu so einem Leistungsträger bzw Dominanz entwickeln können wenn sie in ihren Ligen geblieben wären bzw nie Champions-League gespielt hätten und dort geglänzt hätten.

    Und ich würde hier sicherlich nicht so viel Text schreiben wenn ich nicht auch meine Idee zur Diskussion beitragen möchte.

    Ich würde erstmal um aufs wirtschaftliche zu kommen die Verteilung der Fernsehgelder relativieren. Ich verstehe ja das sportliche Leistung von einer Liga gewürdigt werden sollte aber ich finde es sollte nicht so weit auseinander gehen wie momentan.
    Momentan bekommt der Erste(40Mio) der Liga fast doppelt so viel Geld wie der Letzte(20Mio) jetzt mal rein auf die nationale Liga gesehen. Ich würde das so anpassen lassen das der Erste 32Mio bekommt und es vom Zweiten bis zum Letzten gestaffelt von 30 – 25 Mio runter geht. So würde der Meister belohnt und wäre trotzdem nicht komplett außer Reichweite für das Mittelfeld und das Mittelfeld nicht außer Reichweite für die unten stehenden Clubs.

    Dann würde ich das Spielsystem ändern.
    Die Liga erstmal auf 30 Clubs vergrößern und dann in zwei parrallel Ligen aufspalten die um die Play-Off Plätze kämpfen aber jede Saison werden die Vereine im Zufalls-Prinzip in die zwei Ligen aufgeteilt.
    Die Top 8 jeder Gruppe spielen die Playoffs aus und stellen jeweils einen Liga Gewinner die dann in einem Meisterschaftsfinale den Deutschen Meister auspielen (Jajajaja, ich weis NFL winkt mir zu).
    Verlierer der Playoff Finale spielen in einem seperaten Spiel dann den deutschen Pokal-Sieger aus.
    Qualifiziert für die Champions League werden dann die beiden Meisterfinal-Teilnehmer und der Pokalgewinner und der Pokalverlierer muss durch die Quali.
    Für die Euro League Qualifikation sind dann die Verlierer aus den Viertelfinal-Spielen zugelassen die mit den anderen Europäischen Clubs die Quali spielen.

    Das wäre meine Idee für die Bundesliga oder vielleicht NSL(:P) und würde ich für die ganze UEFA Region übernehmen. Natürlich gebe es dann auch keinen internationalen Vergleich mehr der zu mehr oder weniger Plätzen führen würde.
    Ich würde lediglich die Champions League Platz Vergaben für die extremst kleinen Ligen(damit meine ich jetzt zB die Balkan Ligen etc.) zu reinen Quali-Plätzen abstufen.

    Dadurch würde man meiner Meinung nach nationale und internationale Ligen stärken was wiederum für mehr Sponsor Investitionen spricht.

    Zum Thema Sponsoring vielleicht noch kurz etwas, ich würde das Sponsoring für Clubs und ein Liga geführtes Sponsoring(wie es ja schon ähnlich in der CL ist) einführen das die Gelder ähnlich den Fernsehgeldern mit kleinen Staffelungen dann verteilt an alle Ligen Teilnehmer. Außerdem das internationale Sponsoring müsste zu 1/3 an die Nationalverbände ausgeschüttet werden, 1/3 bleibt beim Internationalen Verband für Ausrichtungen der Europa/Weltmeisterschaften und 1/3 wird als Preisgeld an die Teilnehmer-Clubs ausgeschüttet.

    So ich hoffe das liest zumindest einer 😀

    • Hab es gelesen 😉

      Zunächst einmal müssten es natürlich 32 und nicht 30 Teams sein um Gruppen mit ungerader Teilnehmeranzahl zu umgehen. Ansonsten ist dein System in der Theorie natürlich machbar.
      In der Praxis werden die meisten europäischen Ligen extreme Probleme damit haben 32 Teams zusammenzukratzen die irgendwie auch nur ansatzweise Erstligareife haben. Die Schweizer Liga besteht als Beispiel nicht ohne Grund nur aus zehn Vereinen (und da ist Liechtenstein ja schon mit eingerechnet). Durch die zufällige Einteilung der Ligen würde extrem viel Tradition wegsterben. Was wenn es fünfmal in Folge kein Revierderby gibt weil Schalke und Dortmund in verschiedenen Gruppen sind und in den Playoffs nicht aufeinandertreffen? Was wenn Real und Barca immer wieder in zwei Gruppen geraten und dadurch nicht nur das Clasico fehlt sondern auch der Gruppensieger immerzu feststeht?
      Ein weiteres Problem sehe ich in den Playoffs: Ja, Playoffs sind geil und werden in den US-Sportarten immer gefeiert, aber sie haben auch signifikante Nachteile. Zum einen entsteht ein nicht unerheblich langer Zeitraum in dem eine immer mehr steigende Menge an Vereinen nicht mehr spielt (weil sie ausscheiden). Im Fußball beträgt die kürzeste Distanz in der zwei Spiele ausgetragen werden 2-3 Tage, aber in der Playoffszeit wird ja auch noch Cmapionsleague gespielt (schätze ich mal), plus das die dauerhaften englischen Wochen das Spielniveau vermutlich ziemlich leiden lassen würden. Ein weiterer Nachteil von Playoffs ist, dass die Ligaleistung fast völlig ignoriert werden kann. Dann bist du halt nach 30 Spieltagen Erster, blöd wenn du dann durch einen Luckypunch in der ersten Playoffsrunde rausfliegst.
      Warum du den DFB-Pokal nur zwischen den Finalisten ausspielen willst versteh ich nicht ganz. Die deutsche Basketballliga hat auch Playoffs, trotzdem gibt es daneben noch einen Pokalwettbewerb. Bei deiner Lösung wäre der sogar extra wichtig, um Teams verschiedener Gruppen gegeneinander spielen lassen zu können.

    • Ich habs auch gelesen.

      Deine Sicht auf das Theme „Extra Liga für europäische Topvereine“ würde ich so unterschreiben.

      Zum Thema Geldverteilung hab ich nicht wirklich eine Meinung, da ich zuviel Einfluss von Missmanagement erlebt habe als zu glauben, dass mit mehr Geld alles gut wird.

      Und zu guter Letzt: Ich mag keine Play-Offs. Das Prinzip der Bundesliga ist in meinen Augen das fairste, wenn es die sportliche Leistung bewerten soll. Bei allen anderen Systemen wirkt es auf mich so, als ob man das Leistungsprnzip krampfhaft aushebeln oder zumindest schwächen will. Das mag ganz unterhaltsam sein, wenn es nur ein kleinerer Wettbewerb wie der DFB-Pokal ist, aber es ist in keinster Weise repräsentativ für den nationalen Champion. Ich denke auch nicht, dass in der CL wirklich immer die beste Mannschaft gewinnt. Oft ja, aber oft genug auch – dank der Auslosung – nicht.

  2. Alle meckern in der deutschen Liga herum weil Bayern 4 mal Meister wurde…
    Schaut mal bitte nach Italien, ist das etwa besser? Da meckert keiner. So ist Fussball nunmal und sowas wie eine Superliga ist völliger Schwachsinn.

  3. Ich sehe da kein wirkliches Problem.

    Und zu England: 4 Meister in 10 Jahren – genausoviele wie in Deutschland. Einer ist jetzt sogar abgestiegen, wenn das keine Abwechslung ist 😉

  4. Wo ist da bitte in England Abwechslung ?
    Naja dieses Jahr mal ein andrer, sonst doch auch immer die gleichen. In England haben also die letzten 10 Jahre, 4 verschiedene Vereine die Meisterschaft gemacht, bei uns genauso 😀

    Bei uns wird einfach nächstes Jahr Ingolstadt Meister und gut is !

  5. hat die premier league nicht irgendwie das 5-10 fache an gelder an die vereine auszuschütten als die bundesliga?

    wäre ein system ähnlich dem der NFL nicht vielleicht besser?

  6. Also auf der Übersicht ist nur eine Liga wirklich spannend und das ist die (semi-attraktive) französische. Platz zwei teilen sich die BuLi und England wenn ich richtig rechnen kann. Packen wir doch Bayern mal in die (absolut idotische) SUPER LIGA. Dann wird in 6 Jahren 5 mal der BVB Meister mit einem Punktevorsprung von fast 7 Punkten im Schnitt. Wenn Bayern zum Rückrundenstart mit 7 Punkten vorne liegt, dann wollen doch alle gleich schon die Schale gravieren.

    • Naja vorher war es glaube ich noch 5 Mal Olympique Lyon die da Meister wurden. In Frankreich erwartete aber auch nie jemand, dass die nächsten Jahre eine andere Mannschaft als PSG oben stehen wird.

      Also abwechslung ist was anderes 😉

  7. Eine völlig verrückte Idee wäre ja, in den jeweiligen Ligen nur Einheimische Spieler, spielen zu lassen. Sprich keine ausländischen Spieler in der Liga. Und jetzt streichen wir die Jungs aus den Top Clubs in Europa und siehe da, viele Vereine würden sich in Luft auflösen. Ein FC Bayern München, mit ausschließlich Münchnern bestückt, würde die Liga wohl kaum dominieren. Bei Real Madrid und Co, wäre das auch sehr spannend. Die Kohle in die Städte und deren Jugendarbeit stecken, würde so mancher Stadt gut zu Gesicht stehen. Und ja auch kein eingebürgerter Migrant sollte in der Liga oder Nationalelf spielen dürfen. Das Transfer Geschäft , hätte sich damit auch erledigt. Aber wer will das schon sehen, gelle ?

    • Ich hoffe das war in irgendeiner Weise sarkastisch gemeint, ansonsten sind Sätze wie „Und ja auch kein eingebürgerter Migrant sollte in der Liga oder Nationalelf spielen dürfen“ gegen jede Moral und Menschenrechte und zeigt, dass du überhaupt nichts von dem verstanden hast worum es hier geht…

    • „Und ja auch kein eingebürgerter Migrant sollte in der Liga oder Nationalelf spielen dürfen.“

      Deutschland den Deutschen ne? Super Idee.

    • Wie immer ist das bei euch AfD’lern einfach zu kurz gedacht. So kriegen wir das nicht in den Griff. Ich wäre dafür, dass man nur noch Spieler einsetzen darf die auf dem Vereinsgelände geboren wurden, andernfalls kann man einfach nicht sicherstellen, dass der Spieler zu 100% hinter dem Klub steht.

    • Naja, so etwas hat es vor ein paar Jahren ja schonmal gegeben. Da durften die Clubs auch nur eine begrenzte Anzahl an ausländischen Spielern stellen. Das sich hier Leute pauschal dagegen äußern finde ich wird dem nicht gerecht. Wie immer gibt es kein ’schwarz‘ und ‚weiß‘. Dadurch, dass man die Clubs in Ihrer Freiheit einschränkt, kann man auch erreichen dass diese in ihrer Kreativität bestaerkt werden (Jugendarbeit, Förderung, Scouting etc.). Als Beispiel, dass dieses Konzept durchaus funktioniert, kann man durchaus nach England schauen, wo Jugendarbeit einen immer kleineren Stellenwert hat. (oder aber in der Filmindustrie: Kleine Produktionen in Scandinavien muessen durch andere stilistische Mittel auffallen, als durch Explosionen ala Hollywood).

      Natuerlich hat ma da eine negative Korrelation zur freiheit/Arbeitsrecht, aber es als auslaenderfeindlich abzutun ist zu kurz gedacht (gerade wenn alle Ligen dies einfueheren wuerden). Die Monopolstellung verschiedener Klubs einzuschraenken, finde ich, ist kein No-Go.

      • Natuerlich ist dem auch durch andere Konzepte beizukommen, wie zB. Financial Fair Play, Subventionen für Jugendarbeit, etc. Man koennte andere Formen der Kaderstellung attraktiver machen, als anderesherum Einkauftouren zu bestrafen.

        Auch muss man sagen, dass wir durch den Liberalen Spielermarkt wohl den schoensten Fussball aller Zeiten sehen können. Was waere die Bundesliga ohne Robben, Ribery, Micki, Auba, Lewy – sie wäre vielleicht spannender, aber auch schoener?

      • Die Idee an sich mag nicht nicht fremdenfeindlich sein, der Kommentar von Equitos ist es auf jeden Fall (was nicht weiter überrascht – er ist halt von Equitos). Und solche Kommentare stossen in einer vernünftigen Umgebung natürlich auf Ablehnung.

  8. Das Liga System ist einfach nur total veraltet und macht wenig Sinn. Ich ziehe hier gerne Vergleiche mit anderen Sportarten wie Football oder auch E-Sports wie LoL heran. Jedes Team hat die Möglichkeit sich die gesamte Saison über einen möglichst guten Startplatz zu erarbeiten und sich dann für die Playoffs zu qualifizieren. Dort werden die Karten neu gemischt und man muss erneut beweisen ob man der Beste ist. Spannung bis zum letzten Tag, so simple is that!

  9. In der Schweiz sieht es so aus:

    2002 FC Basel
    2003 Grasshopper Club Zürich
    2004 FC Basel
    2005 FC Basel
    2006 FC Zürich
    2007 FC Zürich
    2008 FC Basel
    2009 FC Zürich
    2010 FC Basel
    2011 FC Basel
    2012 FC Basel
    2013 FC Basel
    2014 FC Basel
    2015 FC Basel
    2016 FC Basel

    Toll oder?

  10. Bin mal gespannt wie es in England die nächsten Jahre ausschaut. Aber im Grunde hat diese Liga die besten Chancen, das unterschiedliche Vereine die Meisterschaft holen. Einfach weil durch das viele Fernsehgeld auch die Vereine in der unteren Tabellenhälfte noch recht viel abbekommen.

  11. Ich seh da keinen großen Unterschied zwischen der Bundesliga und England. Vier Clubs sind in den letzten zehn Jahren Meister geworden. Klar, England hat jetzt das Wunder von Leicester, aber wenn man ganz ehrlich ist grenzte die deutsche Meisterschaft des BVB 2011 auch an ein Wunder. Wir haben doch alle die ganze Hinrunde über darauf gewartet, dass Dortmund bald einbricht, immerhin ging es um den Versagerclub der es geschafft hat in der EL-Gruppenphase auszuscheiden und im Pokal gegen einen Zweitligisten(?) rauszufliegen.

    • Naja das Vergleich hingt stark. Klar war es eine Überraschung und kein Fan hätte mit dem Titel gerechnet. Trotzdem war Dortmund in den Zwei Jahren davor 6ter und 5ter. Also würde ich nicht von einem Wunder sprechen. Zumal Bayern damals noch nicht so krass Dominant war wie heute.

  12. Salary cap und Videobeweis.
    Bin absolut kein Fan davon alles mögliche aus dem Amiland zu importieren, aber in Sachen Mannschaftssport sind die Amis uns imo deutlich voraus.
    Sowohl NBA, NFL, NHL als auch MLB hatten in den letzten 10 Jahren alle mindestens 5 verschiedene Champions (liegt vll auch am Playoff-System, aber nicht nur).
    Aber Hauptsache mir haben unsere Fußballtradition…

    • Salary Cap geht halt leider nicht, da jedes Land eigene Steuergesetze hat. Siehe zB Frankreich wo Topverdiener einfach 75% an den Fiskus abtreten müssen. Dann hast du andere Länder, in denen Topspieler nicht angemeldet werden und in den Unterlagen beim Fiskus nur 2000€ Gehalt bekommen und der Rest sind irgendwelche dubiosen Prämien usw… Du müsstest quasi alle Länder der Welt dazu bringen, das Fussballspieler und Vereine die den Sport profimäßig betreiben, die selben finanziellen Auflagen, Steuern zahlen und Abgaben zu erledigen haben -> unmöglich, den ein Land erhofft sich immer einen Vorteil 😉

      • Gab es in Frankreich nicht mal das Gejammer, dass der AS Monaco unfaire Vorteile hat weil er deutlich weniger Steuern zahlen muss als alle anderen Erstligaklubs?

        • „Das Fürstentum Monaco [moˈnako][3] (französisch Principauté de Monaco, monegassisch Principatu de Múnegu) ist ein südeuropäischer Stadtstaat und nach der Vatikanstadt der zweitkleinste Staat der Erde. Der mondäne und extrem dicht besiedelte Staat liegt an der französischen Mittelmeerküste (Côte d’Azur) nahe der Grenze zu Italien.“

          Weils nicht zu Frankreich gehört, sondern nur berechtigt ist in der französischen Liga zu spielen.
          Deshalb fielen die Spieler unter das monegasische Steuerrecht(Steueroase), das wurde aber durch Auflagen der Liga geändert/angepasst.

  13. Das Geile ist: Viele fordern den Ausschluss vom FCB aus der Liga, damit es spannend wird. Damit hätte man aber ein noch viel krasseres Ergebnis mit 5x Dortmund in sechs Jahren.
    Ich für meinen Teil finde das aktuelle Ligasystem „outdated“. Eine ganzeuropäische Lösung müsste her. Wie diese aussehen könnte und nicht den Fußball in den Ländern killt, weiß ich auch nicht.

  14. Ich sehe eigentlich hier kaum mehr Abwechslung als in Deutschland. Selbst in England ist der Standort Manchester recht oft vertreten und mit Leicester heuer eine krasse Ausnahme.
    Witzigeres Spiel hier wäre, die Steuerschulden der jeweiligen Ligen zusammen zu rechnen. Ich gehe davon aus, dass die spanischen Meister hier einfach mal mehr haben, als die anderen Ligen zusammen :).

    Und sofern ich mich nicht irre, könnte man hier auch mal zum Spaß die schottische Liga seit bestehen mit der portugiesischen vergleichen. Dort wurden 81% bzw. 97% aller Meisterschaften von 2 bzw. 3 Klubs gewonnen und trotzdem wird in den Ländern eine Liga ausgespielt 😀

  15. Diese Clubs haben halt durch die immer wiederkehrenden CL-Einahmen einfach den extremen Vorsprung und Jahr für Jahr fixe Einnahmen. Wenn dem Einhalt geboten werden soll, gibt es nur die Möglichkeit, sich auf Dauer von der 50+1 Regel zu „befreien“ und die deutschen Profiligen für Investoren zu öffnen.

    Bin ja wie ich es schon öfter geschrieben habe sehr aktiv mit „meinem“ Verein auf Reisen etc. und gehöre dementsprechend auch einer großen meinungsbildenden Gruppe in der Kurve an und selbst da predige ich immer wieder wir brauchen einen Investor gegen die gerade unsere Fanbasis extrem wettert, besonders gegen den Hernn Hopp, das witzige ist halt das wir nach solchen Fandemos etc geschlossen bei Mc Donalds essen gehen und am besten am Abend noch bei Amazon eine Bestellung aufgeben, aber vorher noch haben Sie sich die Seele aus dem Hals geschrien alla gegen Kommerz. Was ist den mit den traditionellen Einzelhandelsgeschäften, die dadurch immer mehr verschwinden.

    Alles in Allem ist es eine sehr scheinheilige Diskussion die von den Fanszenen der Traditionsvereine immer wieder auf´s neue befeuert wird.

    PS:Sollte einer dieser Konzerne auf Steve`s Blog mitlesen wir in Kölle könnten ca 250 Millionen Euro gebrauchen, würden uns dann auch für die gesamte Liga opfern und die Bayern jagen ;D

  16. Politisch mögen wir den Adel überwunden haben, im Sport ist er wieder zurück.
    Könige und Kaiser haben sich die Herrschaft und den Wohlstand auch über Generationen erarbeitet. (Ein Unholt wer eine demokratischere Lösung anstrebt)
    Der ganze Neid vom Pöbel geht mir so auf die Eier.

    Die Championsleague heißt nicht umsonst Königsklasse, da will auch keiner die Pöbelvereine sehen, sondern den Geldadel, den Herrscher der Liga. Das höchste Glück ist es doch seinem König zu dienen, indem man den Nachwuchs für ihn ausbildet.

  17. tipico-Bundesliga (Österreich):
    2007 FC Red Bull Salzburg
    2008 SK Rapid Wien
    2009 FC Red Bull Salzburg
    2010 FC Red Bull Salzburg
    2011 SK Sturm Graz
    2012 FC Red Bull Salzburg
    2013 FK Austria Wien
    2014 FC Red Bull Salzburg
    2015 FC Red Bull Salzburg
    2016 FC Red Bull Salzburg

    Wieso? Dietrich Mateschitz! Red Bull Salzburg wird wie ein Aufbauverein für RasenBallsport Leipzig geführt, obwohl mit Red Bull Juniors und FC Liefering noch zwei Aufbauvereine von Red Bull in Österreich existieren.

    Wie sehr wünsche ich mir die alte Zeit mit dem guten alten SV Salzburg zurück …

    Bye Cece

    • Du meinst den SV Salzburg mit den gestörten Nazifans, der gerade in Konkurs gegangen ist und abgestiegen wäre?

      • Was ist daran engstirnig? Das ist wohl die einzigste Möglichkeit für viele Traditionsvereine wieder mit um die Meisterschaft zu spielen. Wo ist der große Vorteil für den Fußballfan bei der 50+1 Regel?

  18. Ich möchte mit einem Satz, den ich öfter von vielen Leuten höre anfangen:“ Bayern hat sich den Erfolg durch viele Jahre guter Arbeit erkämpft“ Ich würde gerne mal Beispiele bringen aus anderen „Branchen“. Es entstehen im Kapitalismus große Unternehmen durch die komprimierung von Geld(Macht) auf einer kleinen Pazelle. In dem Moment, in dem das passiert ist, wird sich diese Energie verteidigen und kaum Wettbewerber zulassen. Beispiele? Autokonzerne. Stellen Sie sich vor, dass Sie ein guter Autobauer sind. Denken Sie wirklich, dass Sie als kleiner Mann eine Chance haben in einer vorhandenen Branche Fußzufassen? Solange ihnen nichts komplett „neues“ einfällt keine Chance. Weitere Beispiele? Google. Es gibt verschiedene Suchmaschienen, aber im Endeffekt ist Google die Übermacht. Anderes Beispiel: Facebook. Jeder Konkurent wird vernichtet und andere Branchen aufgesaugt->Whatsapp. Noch ein Beispiel weil es so schön ist: Amazon. Machen Sie mal privat einen Versandhandel auf und versuchen gegen diese Übermacht anzukommen mit ihren „mitteln“. Es ist absurd zu sagen, dass kleine Vereine wie Freiburg ansatzweise eine Chance haben gegen große „Konzerne“(FC Bayern München) zu bestehen auf dauer. Es mag sein, dass mal ein Produkt(Ein guter Fußballer) gut ausschaut und Erträge bringt(sportlicher Erfolg). Was dann? Der große Konzern lutscht die Konkurenz so weg, wie ein Eis bei heißem Wetter. Ich verachte den Kapitalismus hier nicht und bin auch nicht der Meinung ihn komplett abzuschaffen. Aber meiner Meinung nach ist es wichtig,(auch als Linker) dass man für ein Umfeld Sorgen muss, dass jeder gleichwertige Chancen in einer bestehenden Branche hat.

    • Ich gebe dir recht, das es dieses großen Konzerne/Vereine gibt aber alles hat mal ein Ende. Siehe Apple, die waren mal groß dann waren sie fast Pleite und jetzt wieder groß. Es ist ein Ständiges auf und ab und das wird beim Fußball auch so eintreten. Irgendwann sind die Vereine so groß und können nur noch behäbig auf die geänderten Anforderungen reagieren das sie wieder schlechter werden. Der BVB wäre auch so ein Fall. Die waren gut, dann fast Pleite und jetzt spielen sie wieder oben mit.

    • Amazon, Facebook und die Autokonzerne waren aber auch fast immer die ersten ihrer Branche. Es gab vor Facebook schon andere Sachen, doch hat Zuckerberg irgendwas so gut und richtig gemacht, dass selbst Google als Konkurrent dagegen mittlerweile lächerlich klein wirkt.
      Der FCB war aber nicht „der Erste“, ich bin mir gerade nicht mal sicher ob Bayern in der allerersten Bundesligasaison dabei war. Bayern hat sich (leider) nur kontinuierlich Jahr für Jahr ein kleines Stückchen abgesetzt. Trotzdem hat der Fußball oft genug gezeigt, dass „der Beste sein“ alleine nicht reicht. Die Glasgow Ranger sind Rekordmeister in Schottland (und ich meine auch gehört zu haben das sie der Club mit den meisten nationalen Titeln überhaupt sind) und trotzdem sind sie pleite gegangen und mussten sich wieder hochkämpfen. Dortmund war jahrelang ein Konkurrent und wäre dann ohne Bayern pleite gegangen, Bremen war ein Konkurrent und hat lieber in sein Stadion als in die Mannschaft investiert.

      Natürlich wird ein Club wie Freiburg es schwer haben sich nach oben zu kämpfen, vllt. ist es sogar unmöglich. Doch es gibt ja auch andere Beispiele: Mainz ist so ein „Spätstarter“-Club und hat sehr überschaubare Mittel. Trotzdem spielt man Jahr für Jahr mindestens im Mittelfeld, ist jetzt sogar international dabei. Warum? Weil man dort über einen langen Zeitraum unaufgeregt und seriös gearbeitet hat. In Stuttgart hat man nach der Meisterschaft eben nicht seriös gearbeitet, der Club spielt seit Jahren gegen den Abstieg. Auch Hamburg hat es geschafft von 2010 als Meisterkandidat durchgereicht zu werden zu einem Club für den die Nichtteilnahme an der Relegation ein riesiger Erfolg ist.

      • Bayern war erst glaub 1966 in der 1. Liga. Was man auch noch dazu sagen muss, Bayern war zigmal beinahe Bankrott und das selbst unter Uli Hoeness das letzte mal musste Bayern 1993 fast Insolvenz anmelden. Sprich Bayern hatte auch oft genug zu kämpfen und sich wieder hoch gepeppelt. Wo man sich doch dann fragen muss, wieso konnte es der Fcb aber ein Wirtschaftsstandort wie Hamburg, Berlin, Köln etc in der weise nie?
        In meinen Augen haben es viele Vereine einfach verpasst, sich nach großen Sponsoren um zu schauen, gerade Vereinen wie Frankfurt hätte ich es immer gerne Gewünscht, wenn da mal eine Große Bank z.B: den Sponsor macht aber auch da passiert in der Richtung nix. Auch fehlt es einfach vielen Vereinen an Langzeitplanung, das sieht man ja leider Jahr für Jahr bei Werder, Wolfsburg oder vor allem beim HSV und Schalke. Da werden Jahr für Jahr und auch wärend der Winterpause für horrende Preise Spieler gekauft und mit extrem überzogenen Verträgen geködert und dann gehts zu 90% nach hinten los. Schalke kann sich GLücklich schätzen das sie noch eine gute Jugendarbeit haben aber das kann man auch nicht auf Dauer haben.

        • Natürlich hast du Recht, dass der Effekt den ich oben beschrieben habe nicht 1:1 stimmt. Wieso? Es ist im Fußball Anfangs noch nicht interessant genug gewesen sich als Sponsor in der Größenordung einzukaufen. Nochmal zur Grundidee vom Kapitalismus: Es sind im Kapitalismus bei Bildung von großen Konzernen, riesige Summen im Umlauf. Diese großen Geldberge wollen kein Glücksspiel betreiben, Sie wollen die sichere Rendite. Man will(Wie bei Industrieprodukten im Gegensatz zu Rohstoffen) einen Ertrag sicher erwarten können. Im Fußball kristallisiert sich das Anfangs nicht so stark raus und war lange Zeit zu riskant, weil nunmal jedesmal 11 Spieler gegen 11 Spieler spielen. Wenn man durch Investieren dafür hätte Sorgen können, dass plötzlich 14 gegen 11 Spieler auf dem Feld spielen, dann wären die Investoren sofort bereit gewesen. Im Verlauf hat sich in ganz Europa(Auch im Zuge des Neoliberalismus) eine Tendenz zu großen „Kartellen“ entwickelt, die meiner Meinung nach sturkturiert in jeder europäischen Fußballliga zu finden sind. Und nun? Da diese Vereine(Bayern, Barcelona, Real, Man U) nun den Markt unter sich aufgeteilt haben ist die einzige Möglichkeit „Wettbewerbsfähigkeit“ zu bekommen, durch große Gelder(Red Bull). Die Bayern Anhänger sind natürlich sehr sauer über soetwas. Aber in Bayern weiß man nunmal genau Wettbewerbsfähigkeit ist ein relatives Konzept. Wenn einer mehr vom Kuchen möchte, muss ein anderer ein Stück abgeben. Das stimmt natürlich nur sofern, der „Markt“ ausgeschöpft ist und somit das Wachstum.

          • Fußball nur auf Kapitalismus zu reduzieren ist dennoch zu kurz gedacht. Denn die Strahlkraft der großen Fußballklubs ruht nicht allein auf den dicken Gehältern. Als Spieler kann man auch mit dem Gehalt eines SC Freiburgs glücklich werden. Doch anders als Freiburg garantieren einem Bayern, Barca usw. Titel. Und neben dem dicken Konto ist das ein weiterer wichtiger Antrieb. Man will sich in das kollektive Gedächtnis brennen und das kann man nunmal in größtem Rahmen bei den großen Klubs (was natürlich wiederum auch an deren finanziellen Mitteln liegt, aber nicht nur. ManCity hat nun schon jahrelang unbegrenzte Mittel und der erwünschte Erfolg blieb bisher überschaubar, kann sich jetzt mit dem CL-Sieg ändern).

            Es ist nicht nur ein Gesetz des Kapitalismus sondern auch der Menschheit überhaupt das Bestehendes einen Vorteil hat. Wenn du die Wahl hast dein Zimmer tapezieren zu lassen von dem Mann mit 40 Jahren Berufserfahrung und einem Neuling, der seine Firma gerade gegründet hat, wen wirst du wohl wählen? Wenn du in deinem Freundeskreis herumfragst „kennt ihr einen guten Tapezierer?“, wen werden sie dir wohl empfehlen? Das hat nichts mit Kapitalismus zutun, man empfiehlt das Bekannte und Bewährte.
            Selbst wenn man Sponsoreneinnahmen etc. limitiert wird der FCB vermutlich jedes Jahr an Merchandise genug Geld einnehmen um damit den ganzen SC Freiburg für drei Jahre zu finanzieren. Dagegen kann man auch nicht viel machen, außer man zwingt die Leute dazu.

            Davon ab hat theoretisch auch weiterhin jeder die Chance sich neben dem FCB zu positionieren. Dafür müsste man nur mal konsequent und langfristig gut arbeiten (hi Schalke~) und Spieler müssten den Charakter haben „nein, ich bleib lieber hier und gehe nicht nach Bayern“. Man kann halt schlecht erwarten, dass ein Klub der eben nicht von Redbull finanziert wird sich binnen drei Jahren zur deutschen Supermacht entwickelt, dass ist unrealistisch.

            Was mich zu einem Punkt von dir führt: Du sagst, dass „Chancengleichheit“ hergestellt werden sollte. Wie sollte das denn gemacht werden, neben den Mitteln des Financial Fairplays und vllt. eines Transfersummenlimits?

      • Natürlich sind im Fußball andere Bedingungen. Ich wollte nur klar machen, dass der Kapitalismus sich in diesen Markt sehr wohl in bestimmten Stücken intigriert hat. Was man dagegen tun kann? Genau das gleiche, dass man in der normalen Wirtschaft einführen sollte. In der Wirtschaft haben wir das neoliberalie Arbeitsmarktmodell. Die Neoklassiker denkem, dass der Arbeitsmarkt funktioniert wie ein normaler Markt(Kartoffelmarkt). Mach das Zeug billiger, dann wird mehr davon nachgefragt. Diese Theorie ist komplett falsch, denn Kartoffeln kaufen keine anderen Güter(fragen selbst nichts nach). Menschen fragen dagegen etwas nach. Nuuun. Man wird durch „Lohndumping“ als einzelner Unternehmer Wettbewerbsfähig. Gesamtwirtschaftlich ist das dennoch eine Katastrophe, weil ich durch Lohnkürzung in meinem Betrieb, die Nachfrage senke und somit meine Probleme verlagere. Was ist im Fußball? Genau das Gegenteil. Durch Lohnerhöhung, steigere ich meine Wettbewerbsfähigkeit. Wieso? Weil die „guten“ Spieler dem Geld schon hinterherlaufen. Viel Geld lockt „gute“ Spieler und „gute“ Spieler, werden auf dauer auch eher gewinnen. Wieso haben die Vereine auf der Insel so sehr Probleme? Ich würde es ein wenig mit einer „Spekulationsblase“ vergleichen. Es werden normal-gute Spieler zu höllischen Summen und Gehälter verpflichtet. Das steigt immer weiter. Gleichzeitig ist der Wettbewerb viel extremer und diese „Einfachheit“ in anderen Ligen ist nicht gegeben. Bedeutet, dass einzelne Monopolvereine!! den nationalen Markt(Liga) so einfach dominieren, dass sie innerhalb der Globalisierung, Wettebewerbsvorteile haben und daraufhin ihre Resourcen auf die Championsleague und Europaleague konzentrieren können. Was tut man dagegen? Es ist sehr schwer etwas in der Hinsicht zu regulieren. An sich ist es meiner Meinung nach auch nicht wichtig, weil der Fußball keine Zentrale Rolle in unserem Wohlstand hat. Darauf sollte man seine Energie konzentrieren. Wir brauchen Demokratie in der Wirtschaft, ein anderes Arbeitsmarktmodell(Flächentarifvertäge!… Ich hol ein wenig aus: Unternehmen sollen verdammt nochmal um Produktivität und das beste Produkt konkurieren. Es soll kein Unternehmer ein guter sein, der seine Leute am besten knechtet!) und ein starkes Eingreifen des Staates in die Wirtschaft.(Keyenes). Nun… Trotzdem ein radikaler Vorschlag für den Fußball? Einheitliche Gehälter mit Gewerkschaft, statt Spielerberater? haha. Wäre witzig, nur nicht umsetzbar und auch schwachsinnig. Aber für die eigentliche Wertschöpfung, brauchen wir aufjedenfall Änderungen bei den Löhnen! Ich will noch dazu sagen, dass ich trotz alledem ein Fußball-FAN bin. Heja BVB!. Dennoch sehe ich viele Dinge nüchtern an.

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