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Die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ behauptet, der Angreifer von Würzburg sei einer ihrer Kämpfer. Das berichtet eine IS-nahe Nachrichtenagentur. Der 17-jährige Afghane hatte in einem Regionalzug vier Menschen schwer verletzt, zwei von ihnen schweben in Lebensgefahr […] ARD-Terrorismusexperte Michael Götschenberg warnte allerdings, bei der IS-Botschaft sei Skepsis angebracht. Sie enthalte kein Wissen über den Täter. Insofern sei keineswegs sicher, ob der Täter tatsächlich Bezüge zum IS hat.

Ob es nun wahr ist oder nicht so sind solche News natürlich Öl für das Feuer der Rechtspopulisten. Momentan wünscht man sich wirklich mal eine Sommerpause von diesen schrecklichen Ereignissen…

Quelle: tagesschau.de

41 KOMMENTARE

  1. Henriette Reker hat uns doch im letzten Jahr eine Armlänge Abstand empfohlen.

    Vergrößern wir doch einfach die Distanz auf eine Axtlänge, dann ist alles wieder gut im Land.

    Sorry, aber anders als mit Zynismus sind so manche linken Kommentare nicht mehr zu ertrage, zum Beispiel wie die Künast heute als erstes getwittert hat, warum der Täter denn erschossen werden musste, anstatt ihn nur kampfunfähig zu machen, oder diese „Aufschrei“-Tussi, die gefragt hat, wie einsam und verzweifelt der Flüchtling wohl gewesen sein muss, um so eine Tat zu begehen.

    Ja genau, wie verzweifelt war wohl Beate Zschäpe bei ihren 10 Morden?

    Ich nehme allerdings wohlwollen die Tendenz auch in diesem Blog wahr, dass ich mit meinen Kommentare meistens nicht mehr alleine stehe. Es scheint tatsächlich allmählich ein Umdenken einzusetzen.

    Das schlimmste an der Situation ist aber, dass ich keine Lösungen mehr sehe. Die Situation ist irreparabel an die Wand gefahren. Und selbst wenn wir die Schuldigen abwählen und vor Gericht stellen könnten, würde sich an der Lage nichts maßgebliches ändern. Ich würde ernsthaft über Auswanderung nachdenken, wäre ich mit meinem Job nicht an das Land gebunden.

    • Guck dir die Follower nochmal genau an: Willst du die wirklich an deiner Seite? Kinder, Intelligenzverweigerer, Verschwörungstheoretiker, Reichsbürger und Leute die scheinbar einfach recht wenig Ahnung von Politik und Geschichte haben (ich nenn mal keine Namen, da kann sich jeder selbst zu sortieren wie er möchte).

      Wenn es ein siebzehnjähriger Afghane schafft mit einer Axt und einer handvoll verletzten Menschen (mein Beileid, wirklich) dafür zu sorgen das einige das Ende von Deutschland ausrufen dann ist es völlig in Ordnung das dieses Land zugrunde geht. Wer will schon in einem Haus wohnen das man nur schief aus der Distanz anschauen braucht und es klappt zusammen?

      • Ich führe keine Statistik über das mutmaßliche Alter und Bildungsstand der Poster hier. Unabhängig davon gestehe ich durchaus zu, dass das (gemäßigte) linke Lager tendentiell gut gebildet ist. Aber das ist eine ganz andere Diskussion, denn was nützt theoretische Bildung, wenn man sich dadurch derart überlegen fühlt, dass nur eine eigene theoretisch-ideologische Weltbild zählt und die Realität nahezu ausgeblendet wird?

        Würzburg markiert sicherlich nicht das „Ende von Deutschland“, sondern vielmehr passt es in einen Verlauf, der fraglos in die falsche Richtung deutet. Nichtmal ein Nizza-Truck würde Deutschland zerstören (sonst hätten schon einige Linksextremisten („Deutschland verrecke“) die Idee gehabt!). Aber Deutschland, seine Gesellschaft, seine Wirtschaft, seine Sicherheitslage, verändert sich in einer Weise, die mich insgesamt eher skeptisch stimmt.

        Wieviele „bedauerliche Einzelfälle“ würde es denn brauchen, bis du nachdenklich wirst?

        • Dann, wenn die Leute anfangen aus Angst vor einer sterbenden Terrororganisation am anderen Ende des Mittelmeers unsere freiheitlich-demokratischen Werte aufgeben. Terror ist traurig, Terror macht wütend, aber es gibt nicht viel, dass man dagegen tun kann, au0er ihn in Würde ertragen und soviel Sicherheit wie nur irgendwie zumutbar zu gewährleisten. Wüsste nicht, was man sonst tun soll. Alle Muslime in Lager sperren? Atombomben auf Nahost?

          • Wenn der IS tatsächlich „stirbt“, und zwar mit Mann und Maus, wäre das schonmal ein guter Anfang. Ich halte diese Radikalinskis weder für gesellschaftsfähig noch für bekehrbar.

            Aber in der Tat würde sich die Frage stellen, wie es danach weitergeht. Denn es gäbe weiter die radikalen Imane und die dafür empfänglichen Muslime (wenn es auch nur ein kleiner Teil wäre).

            Ich schätze, es ist mit dem IS bzw. dem Radikalismus wirklich wie der Kampf gegen das Unkraut im Garten. Egal, wie gründlich man es ausrupft, sprießt es immer wieder.

            Vielleicht gäbe es tatsächlich Mittel und Wege, den Islam zu verbieten. Nicht, dass ich das erstrebenswert fände, denn die meisten Muslime behandeln ihn ja als Privatsache, und das darf er auch gerne bleiben. Ich kenne mich auch nicht genug im Staatsrecht aus, um mir eine abschließende Meinung zu bilden, aber man könnte möglicherweise dem Islam die Religionskomponente absprechen und ihn als staatliche Ideologie betrachten, ähnlich wie die Ideologien des Dritten Reichs oder Scientology oder sowas. Wie gesagt, das ist nur ins Blaue gesponnen und auch nicht meine favorisierte Lösung.

  2. unsere geliebte kanzlerin hat ja gesagt, unser land wird sich verändern.

    es dürfte nun spätestens jetzt wohl jedem klar sein, was das bedeutet.

  3. wasser auf die mühlen der rechtspopulisten…?

    dass es so kommt war jedem klar… es wird schlimmer werden. NEIN ich reibe mir danach nicht die hände. Im Gegenteil: mich wider es an, dass unsere politik nicht in der lage ist, auf derartige entwicklungen präventiv zu reagieren.

    aus der distanz kann einem sowas ja gediegen egal sein. ich sehe jedoch die verantwortung der politker für ihre bevölkerung. und da sind sie mitschuldig an diesen taten, wenn sie masenhaft und unregistiert solche menschen ins land lassen, dann nehmen sie WILLENTLICH derartige entwicklungen in kauf.

    die welt ist voller terror, krieg und tod. wer weiterhin glaubt, dass unser vermeintlicher „save-space“ ein gottgegebener normalzustand ist, dann wird er leider schneller von der realität eingeholt als uns allen lieb sein kann.

    unsere freiheit und sicherheit muss verteidigt werden. im alltag und an den grenzen. leider ist vielen garnicht klar, was diese worte bedeuten.

    • Ich bin neugierig: Auf was beruht unser „save-space“ denn? Also außer auf kaptialistischen Interessen (Handelsgewinn>Kriegsgewinn), eine Waffenarsenal das reicht um den Kontinent zweimal zu sprengen und der Erkenntnis das Europa zusammen stärker ist als alleine (und noch stärker wenn man sich nicht gegenseitig bekämpft)?

      • Unser save-space beruht auf Demokratie und Grundrechten wie Freiheits- und Gleichheitsrechte. Und auf europäischer Ebene, dass wir von anderen Demokratien umzingelt sind. Demokratien – echte Demokratien, nicht sowas Erdogan- oder Putin-mäßiges – führen keine Kriege gegeneinander.

        Kapitalismus und insbesondere Waffenexporte kann man zurecht kritisieren. Das ist aber kein Grund, das Land vorsätzlich wirtschaftlich und gesellschaftlich zu destabilisieren.

  4. Das wird ein Einzeltäter gewesen sein. Allein mit einem scharfen Gegenstand in der Hand Amok zu laufen wirkt auf mich zu stümperhaft, als dass ich eine große Organisation dahinter vermuten würde. Der Typ wollte einfach seine 72 Jungfrauen.

  5. Hast du eigentlich mehr Angst vor den Terroranschlägen oder davor, dass die „Rechtspopulisten“ zurecht davor gewarnt haben könnten?

    • War ja klar…
      Es wird seit Jahren gesagt, dass es hier irgendwann mal Anschläge geben wird und zwar nicht (nur) von Seiten der Rechtspopulisten, die machen das erst seit der Flüchtlingskrise. Damit muss man in einer globalisierten Welt, in der es internationalen Terrorismus gibt, leider rechnen.
      Aber natürlich, wenn die Rechtspopulisten mal was von sich geben, das ausnahmsweise nicht ganz so bescheuert ist, haben sie es gleich erfunden. Aber wahrscheinlich seh ich das mal wieder total falsch, am besten gehe ich mal meine links-grün-versiffte Gutmenschenbrille putzen…

      • Die Flüchtlingskriese hat auch damit was zu tun, der Terrorist war wieder mal ein Flüchtling. Es gehen in Europa nun Wöchtenlich bomben hoch aber unsere Größte sorge sind natürlich die Rechtspopulisten. Nur scheiße das die in letzter Zeit immer Recht haben was….

        • Weil es Terroristen vorher ja schließlich UNMÖGLICH war nach Europa zu kommen. Wenn ich bedenke wie schwer es da noch war von einem Land ins andere zu kommen, bei all den Zäunen, Wachsoldaten und Hightech-Überwachungsanlagen. Und dann kam die blöde Merkel und hat all das eingerissen.
          Nebenbei, und das nur so am Rande, jeder einheimische Terrorist (die Herren aus Belgien und Frankreich zum Beispiel) geht auf das Konto von Rechtspopulisten und Konsorten, weil diese erst dafür gesorgt haben das im 21. Jahrhundert für in Europa aufgewachsene Muslime der IS eine größere Strahlkraft besitzt als Demokratie und Rechts- und Sozialstaat.

          Und wo ich eh gerade so schön viel besorgte Bürgerwut auf mich ziehe: Meine größte Sorge ist eher, dass bis auf Kinki es scheinbar keiner der zehn Zentimeter weiter rechts als die CDU steht gebacken kriegt einen vernünftigen deutschen Satz ohne Groß- und Kleinschreibmassaker zu schreiben…

          • Ach ich rege mich schon lange nicht mehr über solche Kommentare auf, warten wir doch einfach die nächste Woche ab wenn wieder eine Bombe hoch geht und dann wieder und wieder. Wird langsam langweilig, die behauptung es wären Terroristen unter den Flüchtlingen gewesen. Wurde ja jetzt schon mehr fach bewiesen, das welche drunter waren. Wir haben zig Tausende tickende Zeitbomben im Land, die nach und nach Zünden werden.

        • „Wieder mal ein Flüchtling“. Also die Attentäter der größten Terroranschläge der letzten Jahre in Europa, waren zum Großteil KEINE Flüchtlinge. Beispiel Paris, die Attentäter kamen aus Belgien und Frankreich und sind auch dort aufgewachsen. Oder die Anschläge auf die U-Bahn in London vor einigen Jahren, die haben alle schon jahrelang in England gelebt, einer der Attentäter war z.B. Lehrer dort. Bis jetzt ist es noch bei KEINEM Terroranschlag nachgewiesen, dass er von Flüchtlingen begangen wurde.
          Und nicht nur Terroranschläge, z.B. die ganzen Belästigungen an Sylvester in Köln wurden zum Großteil von Marokkanern begangen, welche eben keine Flüchtlinge waren.
          Und auch wenn ich hier wahrscheinlich gegen eine Wand rede: Warum ist es ein Terroranschlag, wenn ein muslimischer Migrant mit einer Axt auf Fahrgäste im Zug losgeht, aber wenn ein deutscher Schüler mit Papis Sportpistole in die Schule geht und ein paar Dutzend Mitschüler und Lehrer niedermetzelt ist es „nur“ ein Amoklauf?
          Und vor Allem: Wenn bei letzteren wieder die ganzen Medien gegen „Killerspiele“ hetzen, warum stellt sich dann so ziemlich jede Online Community geschlossen dagegen und verweisen z.B. auf die persönlichen Umstände des Täters, aber wenn ein Migrant was ähnliches tut, wird plötzlich auf seiner Nationalität etc. rumgeritten?
          Erinnert mich ein bisschen an die Argumentation der Polizei nach den NSU-Morden, die ja ungefähr gelautet hat: „Deutsche bringen niemanden um, weil in unserem Kulturkreis Mord sehr stark geächtet ist“.
          Und abschließend, bevor mir mal wieder jemand vorwirft, alles durch eine rosarote Brille zu sehen, nein, nicht jeder Flüchtling ist ein Heiliger und man hat auch keine drei Wünsche frei, für jeden Flüchtling den man umarmt. Das sind Menschen wie du und ich, es gibt sympathische, unsympathische, gesetzestreue und kriminelle Flüchtlinge. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass die Mehrheit von denen mit Gewalt nicht viel am Hut haben, sonst wären sie nämlich bei sich zu Hause im Kriegsgebiet geblieben und hätten bei dem „Spaß“ mitgemischt. Wir sollten nicht mit dem Vorurteil herangehen, dass die alle keiner Fliege was zu Leide tun können, aber genauso wenig sind es Monster, die nur hierher kommen um unsere Frauen zu vergewaltigen und unsere Kinder zu fressen. Behandelt sie einfach wie jeden anderen Menschen auch, kann ja wohl nicht so schwer sein.

          • Richtig, die meisten Terroristen waren keine Flüchtlinge in dem Sinne, dass sie in den letzten 2 Jahren zugewandert wären. Würzburg war nunmal einer. Und der soll sich innerhalb weniger Wochen radikalisiert haben, ohne direkte Kontakte zum IS oder so. Gab es dafür einen Auslöser oder kann uns das mit jedem „Flüchtling“ blühen? Das wäre mal eine interessante Frage für die Politik.

            Ein deutscher Schüler mit Papis Pistole ruft nur selten „allahu akbar“, er hat selten IS-Fahnen daheim oder islamistische Seiten im Browsercache.

            Es reitet niemand auf der Nationalität der Täter rum, sondern auf ihrer Religion. Und jetzt halte mich für verrückt, aber wenn 99% aller Terrorattentate in Europa auf das Konto von Muslimen gehen, dann lasse ich mir das nicht als Zufall oder unbedeutend verkaufen.

            Und natürlich ist richtig: Probleme macht nur eine kleine Minderheit; die meisten Muslime schaffen es, sich anständig zu verhalten.

            Andererseits: Hast du die Bilder gesehen, wie die Türken hierzulande auf die Straße gegangen sind, um ihrem islamistischen Führer Erdogan beim Putsch beizustehen? Das „allahu akbar“ war nicht zu überhören. Diese künstliche Trennung zwischen Moslem und Islamist sollten wir schleunigst überwinden. Die Gewalt steckt im Koran, und den lesen nunmal beide Gruppen. Wir können froh sein über jeden, der die Gewalt dort drin stecken lässt. Aber latent empfänglich für die islamistische Gewalt ist jeder.

            Atatürk hatte damals recht: der Islam gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Und noch vor zwei Jahrzehnten hätten das wohl die meisten der Zuwanderer und Zuwandererkinder in Deutschland unterschrieben. Heute dürfte die Quote leicht anders ausfallen.

          • Nein, der Koran ist eben nicht das Problem, sondern die Auslegung und Instrumentalisierung. Mal im Ernst, bist du einfach nur ein sehr gläubiger Christ weswegen die Bibel bzw. das Christentum bei dir soviel besser darstehen muss als der Islam oder geht es wirklich nicht in deinen Schädel, dass es ca. hunderttausend zusammengeführende Gründe dafür gibt das Nahost aktuell so ist wie es ist? Und nein, unter all diesen Gründen kommt „der Islam ist voll anti-töffte“ nicht vor, nichtmal ganz unten. Ich hab allerdings nur wenig Lust, dir den ganzen Rabbatz von der Gründung des Islams über die Kreuzzüge hin zum osmanischen Reich bis zum liebevollen Umgang des Westens mit dem Islams wieder aufzuzählen, weil du erfahrungsgemäß eh in spätestens zwei Wochen wieder hier sitzt und was davon faselst, wie böse der Islam/Koran ist.

            Also ja, ich geb es offiziell auf. Du hast völlig Recht, der Koran ist das wahre „Mein Kampf“ und für alles Übel auf der Welt verantwortlich, einschließlich RTL. Alle Flüchtlinge hätten per Einbahnstraße vom Bosporus ins Mittelmeer umgeleitet werden müssen und wenn die AfD 2017 mit 90% Mehrheit gewählt wird blüht uns allen ewiges Glück und Frieden, weil kein Terrorist es wagen würde das von Gott und der AfD gesegnete Land anzugreifen.
            Zufrieden?

          • @Kinki, es ist bis jetzt noch ungeklärt, ob der Junge aus religiösen Motiven gehandelt hat, oder aus anderen Gründen durchgedreht ist. Beispielsweise wurde jetzt erst bekannt, dass der Täter wenige Tage vor der Tat erfahren hat, dass ein guter Freund von ihm in Afghanistan getötet wurde. So was kann durchaus auch seinen Beitrag dazu leisten.
            Dass hinter islamistischem Terror auch immer Muslime stehen müssen, bestreitet ja niemand, aber auch hier sollte man genauer hinsehen. „Allahu Akbar“ ist per se kein terroristischer Ausruf, sondern eher eine Art Lobpreisung an Gott, wie es sie in anderen Religionen auch gibt. Wenn also ein gläubiger Muslim eine solche Tat begeht, kann er „Allahu Akbar“ aus vielerlei Gründen ausrufen, er muss nicht zwangsläufig im Namen seiner Religion agieren. Genauso gut könnte er auch versuchen sich vor sich selbst oder seinem Gott zu „rechtfertigen“. Versteh mich nicht falsch, solche Taten sind absolut verachtenswert, egal aus welchem Motiv heraus, mich stört nur, dass ohne wirkliche Beweise hier aus einem (möglicherweise psychisch höchst labilen) Einzeltäter gleich der verlängerte Arm des IS gemacht wird.
            Was den Islam an sich angeht, stimme ich dir sogar teilweise zu, allerdings finde ich, dass eigentlich alle Religionen auf den Müll gehören. Im Namen des Atheismus oder Agnostizismus wurden nämlich meines Wissens noch keine Verbrechen begangen, jedenfalls keine nennenswerten. Worum wir uns in Deutschland mindestens genauso große Sorgen machen sollten, wie um die „Islamisierung“, ist die Tatsache, dass z.B. immer noch Kirchenvertreter in den Rundfunkgremien sitzen und dort aktiv Einfluss auf das Programm nehmen können. Und zum Schluss noch ein anderes kleines Beispiel: Druck hier ne Mohammed Karikatur ab und du erntest zwar nen Riesen Shitstorm, aber die Wahrscheinlichkeit, dass dir tatsächlich was passiert, ist eher gering. Aber als die Titanic vor einigen Jahren ne Karikatur des Papstes auf ihrer Titelseite hatte, wurden sie doch tatsächlich dazu verurteilt, alle noch nicht verkauften Exemplare davon wieder zurückzurufen, weil das angeblich unter den „Blasphemieparagrafen“ fiel. Der gehört meiner Meinung nach sowieso abgeschafft, soll doch jeder glauben was er will, aber mich damit bitte in Ruhe lassen.

  6. Joa…da findet schon wieder ein IS-Anschlag statt, diesmal in Deutschland, und die größte Sorge ist natürlich dass „Rechtspopulisten“ davon profitieren…Versteh ich ehrlichgesagt nicht so wirklich. Ich finde irgendwie, dass Terroristen mit Vernichtungswunsch gegenüber allen nicht-Gläubigen ein Problem sind, aber vielleicht versteh ich das auch falsch und erkenne die wahre böse böse Gefahr von Rechts nichts.

    • Nur weil eine Gefahr die Größte ist, bedeutet das nicht, dass die „kleineren“ Gefahren plötzlich nicht mehr vorhanden sind. Du kannst ja auch nicht sagen: „Ach, Essen wird überbewertet, Terrorismus ist ja auch viel gefährlicher als Verhungern.“

  7. „Ob es nun wahr ist oder nicht so sind solche News natürlich Öl für das Feuer der Rechtspopulisten.“

    Also ich weiss nicht, mittlerweile gibt es wöchentlich irgendwo ein Attentat, Terrorakt, Demokratieumschwünge etc. Vielleicht ist das Feuer der Rechtspopulisten ja gar nicht so falsch.
    Die Einschläge kommen immer näher und vielleicht sollte man sich einfach doch mal der Frage stellen, wieso wir uns das eigentlich antun.

    Man kann natürlich immer argumentieren, dass es Einzelfälle sind, nicht die Mehrheit der Flüchtlinge / Muslime, usw. Ja das stimmt sicherlich.
    Aber man kann auch sagen, jeder einzelne Fall müsste nicht sein, hätte man sich die Probleme nicht ins Land geholt.

    Ich denke man sollte endlich mal anfangen über die Probleme zu sprechen und nicht immer reflexartig zu rufen, dass es nichts mit nichts zu tun hat. Weil das ist das wahre Öl auf die Feuer, wenn sich keiner mehr ernst genommen fühlt in seinen Ängsten.
    Und ehrlich.. ich habe Angst (wenn auch diffus) die ich vor einem Jahr noch nicht hatte.

    Fragt man einige Damen und Mädels aus meiner Firma, laufen diese nur noch mit Pfefferspray und möglichst in größeren Gruppen rum. Öffentliche Verkehrsmittel werden weitestgehend gemieden. Ist das nun die neue Freiheit und Bereicherung die wir uns versprochen haben?

    Auch wenn ich kein Fan von Hofer bin hat er ein paar bedenkswerte Worte gesprochen : „Ihr werdet euch alle noch wundern was möglich ist wenn man nur will…in die eine aber auch in eine andere Richtung“

    In Deutschland gibt es immer die „Extrem-Tendenzen“. Von Kuscheltier schmeissend am Bahnhof kippt es wöchentlich immer mehr zu „das geht so nicht weiter“ bis es dann irgendwann im anderen Extrem landet.

    • Klar, jeder einzelne Fall müsste tatsächlich nicht sein, jetzt stellt sich aber folgende Frage: Lassen wir gar niemanden mehr rein und dafür müssen dann für einen Kriminellen 999 Unschuldige darunter leiden? Die Kriminalitätsrate unter FLüchtlingen ist nicht wirklich höher als die von Deutschen.
      Diese diffuse Angst von der du sprichst ist im Übrigen mit ziemlicher Sicherheit „hausgemacht“, oder wirst du mittlerweile öfters persönlich mit gewalttätigen Migranten konfrontiert? Ich kann dir versichern, die Wahrscheinlichkeit, dass du überfahren wirst ist zig mal höher, als die Wahrscheinlichkeit von einem Verrückten mit der Axt angegriffen zu werden.
      Und überhaupt, seit wann wird eigentlich jedes Gewaltverbrechen zum Terroranschlag hochstilisiert? Weil der IS es sagt? Herzlichen Glückwunsch, dann haben die Terroristen echt gewonnen, wenn wir mittlerweile jede Stellungsnahme von ihnen einfach so als Wahrheit übernehmen.

      • zu deinem letzten satz:

        nö. seh ich anders. erst wenn der feind identifziert ist und man ein klares bild von ihm hat, dann kann man damit beginnen, ihn zu bekämpfen.

        wer dann letzten endes „siegt“, ist völlig offen.

        • Du hast ihn nicht verstanden. Der IS ist aktuell meisterhaft darin ALLES was auf der Welt passiert erstmal für sich zu veranschlagen. Sie dafür das Massaker in der Schwulenbar, es ist nich gar nichts bekannt, da hält der IS schonmal seine Hand drauf und sagt „jo, wir waren das!“ Blöd nur, dass das scheinbar ein Schwuler war der Rache wollte, also jemand, den man im IS ganz sicher NICHT aufnehmen würde.

          Wenn die Lage für die Spinner aus Nahost noch düsterer wird fangen sie wahrscheinlich bald an jeden Ladendiebstahl in Europa als „Tat eines Gotteskriegers“ zu verkaufen.

      • Es ist statistische Tatsache – kannst du Jahr für Jahr in den Kriminalitätsstatistiken nachlesen -, dass die Gruppe der Zuwanderer insbesondere in den Bereichen von Gewalt-, Diebstahls- und Raubdelikten etwa drei- bis fünffacht überrepräsentiert ist im Vergleich zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung.

        Und erst diese Woche habe ich gelesen, dass der Anteil von „Maghrebs“ an den Gefängnisinsassen signifikant gestiegen ist.

        Deshalb würde ich auch grundlegend differenzieren: Kriegsflüchtlinge dürften in der Tat nicht wesentlich krimineller sein als Einheimische; die sind in erster Linie mal dankbar, dem Tod entronnen zu sein. Aber der große Rest der Zuwanderer – rund zwei Drittel – dürften sich ohne weiteres in die o. g. BMJ-Statistik einfügen.

        Was nun die Definition „Terroranschlag“ angeht, kann man in der Tat streiten. In der Vergangenheit gab es terroristische „Vereine“ wie die RAF oder den NSU. Damit lässt sich der IS nur schwer vergleichen, zumal viele der Attentäter ja nicht „IS-Mitglirder“, sondern Sympathisanten oder Selbstradikalisierte waren. Aber bei Al’Qaida (9/11) hatte man auch kein Problem, ihre Attentate als Terrorismus zu bezeichnen.

        Und welche Konsequenz willst du aus der Unterscheidung ziehen? Ob nun der IS 100 „Terrorattentate“ begeht oder 100 „bedauerliche muslimische Einzelfälle“ durchdrehen, das Ergebnis ist dasselbe.

        • Für uns als Gesellschaft ist das Ergebnis in der Tat erstmal das Gleiche. Allerdings geht es bei Terror eben vielmehr darum, Angst zu verbreiten (daher ja auch der Name), als „nur“ Menschen zu töten. Auch wenn die reale Bedrohung durch 100 Einzeltäter genauso groß ist, wie die durch einen Täter, der 100 Menschen umbringt, so wirkt sich letzteres entscheidend stärker auf unser persönliches Gefühl von Sicherheit aus. Und das ist eben das Ziel des Terrors, wir sollen Angst haben, unserem Alltag normal nachzugehen. Wir sollten uns aber davon nicht einschüchtern lassen, denn selbst in Ländern wie z.B. Israel, wo der Terror fast schon alltäglich ist, sterben immer noch eine große Mehrheit der Menschen an ganz „gewöhnlichen“ Dingen wie Unfällen, Krankheiten etc.
          Die tatsächliche Bedrohung, die für uns von Terror ausgeht, ist eben nicht die Zahl der Toten, sondern ob wir uns davon einschüchtern lassen, denn wenn wir das tun, hat der Terror sein Ziel erreicht.
          Was die allgemeine Kriminalität angeht: Es stimmt, es gibt Gruppen innerhalb der Migranten, die wesentlich häufiger kriminell werden, als der Durchschnitt, daran gibt es auch nichts schön zu reden. Aber das hat ja auch wieder nur indirekt mit der Nationalität zu tun, als vielmehr mit dem Umfeld, in dem diese Menschen aufwachsen. Die meisten „Gastarbeiter“ der ersten Generation, die in den 60er Jahren zu uns gekommen sind, waren vollkommen gesetzestreue Bürger, die hier hart gearbeitet und dieses Land mit aufgebaut haben. Man hat allerdings versäumt, den Kindern dieser Arbeiter eine ausreichende Perspektive zu bieten und das zieht sich bis heute durch. Gut, das ist sicherlich nur ein Grund, aber über dieses Thema könnte man wahrscheinlich ganze Bücher schreiben.
          Schlussendlich: Wir werden nicht alle Terroranschläge verhindern können, das hat noch nie funktioniert, aber wir sollten uns bewusst sein, dass die reale Gefahr, die vom Terror für uns ausgeht, wesentlich geringer ist, als wir sie uns vorstellen. Und für die Angehörigen ist es im Endeffekt auch egal, ob jemand jetzt bei einem Anschlag oder einem Autounfall gestorben ist.

  8. Kommunismus einrichten, Grenzen zu, anders Denkende hinter die Grenze bringen, Arbeitslager für Straffällige einrichten => Profit? 🙂

  9. Wer sich mal ein bisschen in das Thema einlesen will, wie der IS die westlichen Medien für seine Zwecke instrumentalisiert, und die Medien aus Amokläufen Terroranschläge machen, hier zwei sehr gute Links:

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-07/attentaeter-amok-terror-attentate-nizza-orlando

    http://www.deutschlandfunk.de/nach-dem-attentat-von-orlando-von-taetern-und.724.de.html?dram:article_id=357098

    Gerade der Deutschlandfunk Hintergrund Bericht ist sehr gut!

  10. „…so sind solche News natürlich Öl für das Feuer der Rechtspopulisten.“

    Da ist jetzt schon so viel Öl drin, dass man so langsam anfängt die Leute zu verstehen, die etwas näher ans Feuer rücken.

  11. Wenn man bedenkt selbst mit der dortigen Bahn zu fahren… und da soll mich bitte noch einer auslachen, dass ich inzwischen immer Pfefferspray dabei habe.
    Heute Nacht auf der Arbeit wurde alle 15 Minuten darüber im Radio berichtet, mein Beileid an alle Betroffenen aus Würzburg und auch an die Touristen, die hier die Haupt-betroffenen waren 🙁

    • Jo, Pfefferspray hilft dir sicher viel, wenn ein Wahnsinniger mit ner Axt auf dich zustürmt…
      So tragisch das ganze ist, aber können wir vielleicht alle mal wieder runterkommen? Amokläufe gab es schon immer und wird es wohl auch immer geben, denn egal, wie friedlich eine Gesellschaft auch sein mag, bei irgendeinem setzt irgendwann was aus. Aber jemanden, der mit ner Axt im Zug Amok läuft zum Terroristen zu machen? Die Franzosen, Türken oder generell der ganze Nahe Osten würde sich totlachen. Aber ist natürlich für den IS ein gefundenes Fressen, die Jungs haben nämlich leider verstanden, wie Panikmache funktioniert.

    • Wenn du Tier-Pfefferspray gegen Menschen anwendest machst du dich strafbar.
      Viel Spaß, dabei Notwehr nachzuweisen.
      Es ist nämlich keine Notwehr, wenn du jemanden präventiv zusprühst. Wofür es die meisten nutzen, ohne auch nur angefasst worden zu sein. Besonders Frauen sehen das gerne als Freifahrtschein und werden zu Recht verurteilt.

      Anderes Pfefferspray fällt unter das Waffengesetz (und darfst du auch mit Waffenschein nicht an öffentlichen Plätzen tragen).
      Das ganze ist in Deutschland also immer ein Schuss ins eigene Knie.

      • Doch du darfst es mit dir führen, genau so wie du eine Axt im Rucksack mit dir führen darfst, was ich auch mache wenn ich für ein paar Tage im Wald verschwinde (o;

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