TEILEN

Nach einem Konzert der Sängerin Ariana Grande im britischen Manchester ist ein Anschlag verübt worden […] Wie die Polizei in Manchester mitteilte, sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen, 59 weitere wurden demnach verletzt. Nach Polizeiangaben handelte es sich um einen Selbstmordanschlag, der Täter sei unter den Toten.

Wenn Du heutzutage einen Fuß in eine Großstadt setzt, kann es Dich einfach überall treffen. Selbst bei uns aufm Hurricane-Festival in einem Monat könnte was passieren. Allerdings muss man auch dazusagen, dass die Wahrscheinlichkeit, im Straßenverkehr zu verunglücken, wesentlich höher ist. Es ist einfach aktuell eine furchtbare Zeit!

Quelle: T-Online.de

74 KOMMENTARE

  1. In anderen Ländern die von uns Industriestarten klein gehalten werden ist das der normale Alltag.

    #Doppelmoral

    Hauptsache Ich bin nicht betroffen! alle anderen können brennen!

    • Naja, schwieriges Thema eben, hat was mit Erwartungshaltungen und natürlich einfach geographischem Abstand zu tun. Das ist nicht unbedingt Doppelmoral oder Boshaftigkeit.

    • Du magst dein Brot nicht? Arme Kinder in Afrika würden es gern essen.
      Die Bahn kommt immer zu spät? In anderen Ländern laufen die kilometer weit um zur Arbeit zu kommen.
      Du verdienst zu wenig? In anderen Ländern wer das ein Luxusgehalt.

      Merkste? In anderen Ländern….ist ein dummes Argument das Ich auf alles anwenden kann.

  2. C’est la vie.

    will Manchester jetzt nicht runterspielen aber….

    wenn NATO/UK/USA mit Drohnen Angriff eine Hochzeit in Asche verwandeln, nur weil sie Informationen erhalten habe da befinde sich einige hochrangige Terroristen als Gäste. alles andere sind halt Kollateralschäden.

    ….ist die Aufregung nicht so groß.

    täglich sterben unbeteiligte menschen durch die NATO vorrangig USA aber auch UK mischt groß mit.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-07/drohnen-usa-barack-obama-zivilisten

    offizielle opfer Daten sind extrem runter gespielt da kann man in ruhe das ~30fache daraufrechnen und man kommt nicht dran.

    https://www.youtube.com/watch?v=b7zHQKOgv5k
    ist halt egal wenn kinder im wagen sitzen mann will killstreak nicht unterbrechen.

    was ich sagen will ist… selbst mit dem 11. September 2001 und alle drauf folgenden Terror-Anschläge-opfern zusammen, kommt eine zahl zusammen die nur ein tropfen ist im vergleich was die Westliche Welt mit Demokratie Export mit Bomben auf dem gewissen hat.
    Hass schürt noch mehr Hass das ist so und wirt immer so sein.
    Anschläge wie in Paris, Nizza, Brüssel, London, Berlin und jetzt Manchester sind nur kleine Echo’s die ab und an zurückschallen.

    • Obwohl du -wie immer- gefliessentlich Russland ausklammerst, hast du im Kern leider recht. Volker Pispers hat es mal sehr gut auf den Punkt gebracht: „Sie wundern sich, dass uns Bomben unter den Arsch gelegt werden? Wundern sie sich lieber, warum uns nicht noch viel mehr Bomben unter den Arsch gelegt werden.“

    • Isis Sympatisant?
      Natürlich hast du Recht und das will auch sicher keiner bestreiten,
      aber ich sehe da schon einen himmelweiten Unterschied, ob du Kollerteralschäden verzeichnest auf der Jagd nach Terroristen oder ob du wissentlich unschuldige Menschen tötest. Das Motiv spielt hier einfach eine ganz große Rolle. Vorallem theologische Motive sind in der heutigen Zeit einfach nicht mehr zu begreifen.
      Und wenn ich lese „die westliche Welt“ dann krieg ich schon das kotzen. Wie kann man eigentlich so beschränkt heute noch denken? Ich rede doch auch nicht mehr von den Ossis.

      • Nimm es als einen politischen Terminus, denn das es politisch einen Unterschied zwischen der „westlichen Welt“ und z.B. Nahost gibt, sollte einleuchten.

        Davon ab darf man das, was Epich beschrieben hat, nicht als eine Rechtfertigung sehen. Das Töten unschuldiger Menschen ist furchtbar, viel mehr noch, weil es sich außerhalb der Regeln des Krieges befindet. Man sollte es eher als eine Art Begründung sehen. „Der Westen“ liefert Gruppen wie dem IS leider immer wieder Optionen, ihre Propaganda auszubauen.
        Viele Menschen hier sind wütend auf die Anschläge und laden ihre Aggressionen gegenüber Muslimen ab. Wieso sollte ein Syrer/Iraker, dessen Hütte gerade von einer Friedenssicherungsbombe zerlegt oder dessen Kinder ungünstig neben einem Terroristen standen, nicht ähnliche Gefühle gegenüber dem Westen haben?

      • Das Motiv bestimmt also die Rechtmäßigkeit, unschuldige zu Töten, deine Worte?
        Warum sind tote Kinder, die den Kapitalismus unterstützen unschuldig, aber tote Kinder, die sich an Tag X zufällig an Ort Y befinden ,,Kollateralschäden?“

        Ich kann Wut und Unverständnis nachvollziehen, aber diese in noch mehr Eskalationen fließen zu lassen, egal wie indirekt, wird uns allen schaden.

    • „Hass schürt noch mehr Hass das ist so und wirt immer so sein.“

      100% Agree! Wenn die Menschheit das einmal verstehen würde… dann ginge es uns allen wohl besser. Klar ist der IS schlimm und schrecklich aber wenn man die wirklich etwas gegen den IS tun will dann muss man die Ursachen bekämpfen. Hochrangige Terroristen töten wird z.b. langfristig nichts ändern.

      Das Theme ist leider viel zu komplex und es gibt sicher keine Einfache Lösung aber Gewalt wird nur noch mehr Gewalt erzeugen.

  3. wow vor nicht mal einem Tag ist dieser Anschlag passiert und schon haben sich in wenigen comments alle wieder versammelt

    – die „früher gab es das nicht“ Fraktion
    – die Relativerer
    – die Medienexperten
    – die Statistiker
    und natürlich auch noch die „1984 is now“ Fraktion

    Spricht zwar für die Meinungsvielfalt der Besucher auf Steves Blog und da mag manches richtig sein, aber irgendwie ist es schon traurig wenn das die ersten spontanen Reaktionen auf so eine Tat sind. :/

      • Auch wenn ich damit Flames provozieren werde: „Whelp, shit happens“
        Was soll ich auch sonst groß für eine Reaktion darauf haben? Zugegeben, hätte ich gestern Nacht nicht so mega-heftige Kopfschmerzen gehabt, ich hätte sicher noch zusätzlich Mitleid mit den Opfern und Hinterbliebenen gehabt, dass wäre es dann aber auch gewesen.

    • Du steckst einen Anschlag auf einem Popkonzert, wo überwiegend Jugendliche sind, knallhart wie ein Mann weg, oder wie?

    • Mir gefällt deine wertfreie Analyse. Es ist erfrischend so etwas zu lesen, zwischen dieser unendlichen Abwechslung von Fremdenfeindlichkeit und Übertoleranz.

  4. Ja es kann einem überall treffen, genauso wie ein Schlaganfall. Da Hurricane ist zwar nur einmal im Jahr, aber Konzerte und Festivels gibt es Zentausende mal im Jahr. Es gibt hundert mal mehr Tote durch Alkoholvergiftungen. Wer Angst hat, hat den Medienmüll geschluckt.

    • Wenn du dich zuschüttest, schadest du dir bewusst und in freier Entscheidung selber.

      Die freie Entscheidung, durch eine Bombe zu sterben, hat aber in aller Regel nur der Attentäter selber.

      Sicher wäre es – noch – nicht gerechtfertigt, aus Sorge vor Bombenattentaten jegliche Menschenansammlung zu meiden. Aber es wird nie gerechtfertigt sein, solche Attentate einfach achselzuckend hinzunehmen.

  5. Und immer wieder trifft es die Städte/Länder, die am meisten auf Überwachung, Datensammlung und Anti-Terrormaßnahmen setzen. Das sollte immer wieder eine Warnung sein, dass die Opferung von Freiheit zugunsten von angeblicher Sicherheit nichts bringt.

    • Soweit bin ich mit Dir einer Meinung.

      Was aber etwas zu bringen scheint, ist, die wandelnden Zeitbomben gar nicht erst ins Land zu lassen. Jedenfalls kenne ich keine Allahuakbar-Knallfrösche aus Ungarn, Polen usw.

      • Jup. Einfach keine Muslime mehr ins Land lassen, alle Muslime ausweisen und uns komplett aus Nahost zurückziehen. Problem gelöst. Was? Das ist so ziemlich die Zielsetzung des IS? Pssst, nicht so laut…

  6. „Es ist einfach aktuell eine furchtbare Zeit!“

    Wenn das der Maßstab ist, war die Zeit für die Menschen schon immer furchtbar.

  7. Noch nie haben die Menschen länger und sicherer gelebt als heutzutage in Deutschland. Finde ich jetzt gar nicht so fürchterlich

      • Ist scheiß egal ob es die tröstet oder nicht, es ist einfach die Wahrheit, übrigens bezogen auf die gesamte Welt.

      • Es soll nicht trösten. Es soll nicht-direkt-Beteiligte bloß daran erinnern, dass Angst davor weder angebracht noch sinnvoll ist.

        • Die Ereignisse der letzten Jahre durch Islamistischen Terror zeigen ein anderes Bild. Ganz zu Schweigen von der Menge an vereitelten Anschlägen.

          Wer aber 90% seiner Freizeit im Netz verbringt, muss sich sicher keine Sorgen machen.

          • Was ist das denn für ein Argument? Die Zahlen sollen objektiv darlegen, dass übermäßige Panik (oder noch schlimmer: Politik basierend auf Panik) unnötig ist und du antwortest mit „jaaahaa, aber subjektiv ist das alles scheiße und mein Eindruck ist korrekt“?

            Ein nicht unerheblicher Teil (ich meine sogar der größte) aller Morde in Deutschland passiert im sozialen Umfeld, davon wiederum der größte Teil Beziehungs- und Familienmorde. Würde man das genauso groß plakatieren, wie es mit Terroranschlägen passiert, würdest du dann alle Beziehungen kappen, um die Chance zu verringern, irgendwann ein Messer im Rücken zu haben?

          • @Balnazza Von übermäßiger Panik Rede ich gar nicht. Verlange ich auch nicht. Das ist übrigens wieder was, was du einem in den Mund legst.

            Das Thema ist seit Monaten allgegenwärtig. Man hat eben damit zu rechnen, wenn man sich auf größere Veranstaltungen begibt. Sowas bleibt eben im Hinterkopf.

            Ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust mehr mit dir darüber zu diskutieren, Balnazza. Deine Ausschweifungen von ein Extrem ins andere kann ich nicht mehr ernst nehmen. Durch ein bisschen Recherche über dich bzw. die Person die dahinter steckt, wird dann auch einiges klar, welche biased Haltung diesen Themen gegenüber steht.

            Vielleicht solltest du dich in deine eigene geschriebene Bücherwelt zurückziehen. Da wirst du deinen Safespot finden. Hier in den Kommentaren jedenfalls nicht.

          • @Rocco:
            Äh, ja, ich kann nicht wirklich behaupten, dass wir schon „diskutiert“ hätten. Pseudo-sarkastische Einwürfe in Ein-Satz-Form kann man kaum als Diskussionsbeitrag bezeichnen.

            Was meine „Ausschweifungen von einem Extrem ins andere“ angeht, würde mich aber schon eine genauere Erläuterung interessieren. Ich höre ja grundsätzlich sehr gerne dabei zu, wie Leute versuchen krude Profile von mir erstellen.
            Was das btw mit meiner Autorentätigkeit zutun haben soll ist mir gelinde gesagt schleierhaft, aber vielleicht hilfst mir auch da ein bisschen aus.

          • @Balnazza Ufff den Vergleich muss man erstmal verdauen.

            ich denke nicht das es ums Plakatieren geht, sondern eher darum man sich das Leben schöner reden möchte als es tatsächlich ist.

          • @Maritim:
            Es ist nicht wirklich ein Vergleich, es geht nur um die Relation. Viele Dinge passieren auf der Welt, leider auch sehr, sehr viel schreckliches. Vieles davon ist für uns im Westen gefährlicher als Terrorismus (Alkohol am Steuer, Familiendramen, Fettleibigkeit, Ärztepfusch). Trotzdem haben die Menschen mehr Angst vor Terrorismus. Es ist einfach „unvernünftig“, nicht zu einem Konzert zu gehen, weil man Angst vor Terrorismus hat, dann aber in ein Auto zu steigen oder sich einen Burger reinzupfeifen.

            Das Leben ist einfach gefährlich. Heißt ja nicht, dass man nicht auch versuchen kann, Probleme zu lösen (Terrorismus ist ja zumindest eindämmbar). Nur das einzige Leben das man hat in Panik zu verbringen, obwohl man in einem der sichersten und reichsten Länder der Erde lebt, ist einfach Verschwendung.

      • Dafür haben die sicher Freunde und Familie. Bezogen auf die Gesamtsituation in unserer Welt stimmt die Aussage jedenfalls.

  8. Kurze überlegung dazu: anwesende konzertteilnehmer ca. 29.000 , tote : 22. d.h. Selbst wenn man auf diesem speziellen konzert war lag die wahrscheinlichkeit umzukommen bei <0,1% .
    Gemessen daran wie viele großveranstaltungen es täglich in London gibt wird die zahl für das generelle risiko natürlich noch viel geringer. Du hast ja selber schon drauf hingewiesen aber ich denke solche zahlenspiele helfen gut dabei sein eigenes angstempfinden kritisch zu hinterfragen und so ein entspannteres Leben zu führen.

      • Und wer ein solches Ereignis überbewertet, der schürt künstlich Panik. Und genau davor sollen solche „Zahlenspielchen“ (= Fakten) schützen.

      • Wovor genau? Davor, dass unsere Welt so sicher ist wie noch nie? Davor sollte man seine Augen tatsächlich nicht verschliessen, sonst bekommt man noch ein völlig falsches Bild von der Welt.

        • Es wird hier und da an Atombomben gebaut. Auf Flecken der Erde wo ich sie noch weniger sehen will. Der Nahe Osten ist seit Jahrzehnten instabil.

          Unsere Welt ist so sicher wie nie? Woran gemessen? Am zweiten Weltkrieg? Eine sehr Augen verschlossene Aussage.

          • Es gibt entsprechende Indexe dafür. Es gibt weniger Kriege auf der Welt als jemals zuvor und die Kriege, die es gibt, werden nahezu ausschließlich auf lokaler Ebene ausgetragen.
            Warum sollte man den Zweiten Weltkrieg nehmen? Du kannst auch den Kalten Krieg nehmen, in dem wir mehrere größere Kriege hatten (hauptsächlich Stellvertreterkriege, aber auch viel Dekolonisation). Vor dem Zweiten Weltkrieg hatten wir den spanischen Bürgerkrieg und den sowjetisch-polnischen Krieg, davor den Ersten Weltkrieg, davor Kolonialaufstände, Krimkrieg, Revolutionen, deutsche Einigungskriege und dann ist man auch schon bei „Napoleon: Europe at War“.

            Natürlich haben wir im Moment eher einen Negativtrend, aber das sind schlichtweg Peanuts im Vergleich zum größten Teil der Menschheitsgeschichte seit dem Untergang des Imperium Romanum.

  9. Deine Aussage kann man nur unterstreichen.
    Schrecklich, dass sowas ausgerechnet auf einen Teenie-Pop-Konzert passieren muss.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here