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Der Autohersteller BMW hat im bayerischen Unterschleißheim einen Campus eröffnet, auf dem die Technologien für selbstfahrende Fahrzeuge entstehen sollen. Das Unternehmen will innerhalb von wenigen Jahren erste vollvernetzte autonome Serienfahrzeuge auf den Markt bringen — gemeinsam mit Partnern wie Intel […] BMW hat sein Entwicklungsbudget für selbstfahrende Autos in diesem Jahr auf sieben Milliarden Euro erhöht.

Da aktuell so viele große Firmen daran arbeiten, scheint das wohl auf lange Sicht wirklich eine große Sache zu werden. Werden wir in der Zukunft also unsere Autos nicht mehr selber fahren?

Quelle: Wired.de

27 KOMMENTARE

  1. Naja viele Drittfirmen setzen ja auch darauf dass das autonome Fahren serienreif wird. Der ÖPNV zum Beispiel. Ich denke einfach auf lange Sicht werden Berufe wie Busfahrer, zumindest lokal für den Nahverkehr, oder Taxifahrer schlicht aussterben.
    Viele Firmen, wie zb die KVB, da ich aus Köln komme, stellen heute schon nur noch befristet Fahrer ein.

    Davon abgesehen stehe ich dem autonomen Fahren eigentlich sehr positiv gegenüber.
    Die Unfälle von denen man alle paar Monate liest muss man sich halt anschauen, aber zb den letzten vor ~2 Monaten, wo eine Frau überfahren wurde.. naja, die Dame ist halt bei stockdunkler Nacht, ohne Beleuchtung, und offensichtlich auch ohne zu gucken, einfach über die Straße gegangen. Ich behaupte mal dass da auch ein “manueller Fahrer” nicht mehr vernünftig hätte reagieren können.

    • Eine kurze Bemerkung zu dem Unfall vor 2 Monaten. Der Vergleich mit einem echten Menschen als Fahrer ist meiner Meinung nicht angebracht. Ein autonomes Fahrzeug hat Sensorik zur Verfügung, die es ermöglicht die Umwelt drei dimensional abzutasten – und das funktioniert bei Nacht sogar besser wie am Tag, da die UV Strahlung der Sonne diesen Scanner negativ beeinflusst. Somit war dieser Unfall ein fahrlässiger Fehler von Uber und darf nicht heruntergespielt werden. Diese Firma schickt ihre Autos einfach mit zu wenigen Tests auf die Straßen.
      Gruß

      • Teile des Systems waren abgeschaltet und die Fahrerin hat nicht aufgepass/hat am handy gespielt. Der Unfall war zu 100% menschliches Versagen, kein technisches Problem . Und zählt daher sogar eher zu den durch Menschen verursachten Unfällen.
        Der aktuelle Stand der Technik bei selbstfahrenden Autos hätte diese Unfall verhindert.

  2. Wird auch mal Zeit. Wenn man mal einen utopischen Gedanken äußern dürfte würde ich sagen es wäre sowas von schön wenn wir zu 100% durch erneuerbare Energie leben würden und nur automatisierte Autos uns sicher überall hin bringen. Also ja ich fände das sehr gut aber leider wollen zu viele selbst fahren und das gute Öl muss ja auch noch genug abwerfen die nächsten 40-50 Jahre. Aber dann vlt möglich. Gemischt wird dieses System auch Probleme verursachen aber im gesamten auch besser als nur menschliche Fahrer. Also kritikfrei wirs nicht bleiben aber daran sind wir eigentlich selbst schuld und wird schon in früherer Zukunft zum Einsatz kommen. Man sollte bedenken wie hoch unsere Profite in der automobilindustruie sind und wie abhängig wir in vielen Bundesländern von dieser Industrie sind. Wenn man dann sieht wie weit andere sind wird es höchste Zeit uns für die Zukunft aufstellen können und die Leute Arbeit haben. Ausserdem sollte es doch erstrebenswert sein das wir nicht mehr selbst fahren damit solche unlogischen Dinge wie Staus und Unfälle mit todesfolge nie wieder passieren..

  3. Wie sieht es mit der ethischen Komponente aus? Wenn z.B. das Auto auf ein Stauende zurast, weil die Bremsen versagen, was soll das Auto machen? Soll es 1 Leben opfern (Deins 😉 ), oder soll es in kauf nehmen potentiell 30 Menschenleben zu opfern? Fährt es einen in die Leitplanken oder zieht es durch? Wer bestimmt und programiert das? Wollen wir so ein Auto fahren, und wenn Ja, wird es sowas wie Hacks und Polensoftware geben?
    Sollte DAS nicht zuerst festgelegt werden?

  4. Ich bin nach meinem Studium nun auch in dieser Branche untergekommen und arbeite momentan an vergleichbaren Geräten. Der Trend geht in diese Richtung, aber ist noch von der Praxis, vor allem im öffentlichen Verkehr, entfernt. Insgesamt ist es aber ein extrem spannendes Feld auf dem gearbeitet wird. Ende April wird auf der CeMat einiges dahingehend gezeigt (wenn ich mich nicht komplett irre, sollte IOTA da auch irgendwie mitmischen…)

  5. Wenn sich die technik durchsetzt haben wir ganz schnell das problem dass die versicherungen keine menschlichen fahrer mehr wollen und dann wird es interessant. Porsche hat gesagt der 911er wird immer ein Lenkrad haben. Wer in 20 jahren noch Fahren will sollte schon mal sparen.

  6. Unterstützender Weise lass ich mir sowas gern gefallen, aber ansonsten WILL ich einfach selbst Auto fahren. Ich WILL auf der Autobahn (Dort, wo es erlaubt ist) einfach auch mal ein Stück heizen können und nicht, weil die Programmierung es so vorsieht, mit 130 auf der mittleren oder rechten Fahrspur rumdümpeln.

    Allerdings sehe ich da doch den positiven Aspekt, besonders im Straßenverkehr, dass solche Systeme zusätzliche (!) Untersütztung/Hilfe/Whatever sein kann. Allerdings sollte die elektronische Komponente dann auch soweit ausgereift sein, dass ein einfacher Kabeldefekt nicht gleich das ganze Ding lahm legt.

    • ich nicht, ich hab einfach kein bock selber zu fahren. fahre regelmäßig ca 2-3h fahrten und es ist einfach das langweilgiste und eintönigste was ich mir vorstellen kann. fände autonomes fahren super entspannend 🙂

    • Tobias, schätze ich dich richtig ein, wenn ich dich für unter 30 halte? Denn diese Phase habe ich auch durchgemacht, die macht jeder durch. Man hat den Führerschein, man will ihn nutzen. Man hat sein erstes eigenes Auto, man will es nutzen. Es ist ein tolles Gefühl von Freiheit und Individualität.

      Als ich mein erstes Auto, meine Studentenkarre, einen kleinen Peugeot 106, damals verkauft habe, hatte ich feuchte Augen, so sehr hatte ich mich an den Hüpfer gewöhnt!

      Jetzt ist das Auto für mich nur noch ein Werkzeug, ein Arbeitsmittel. Fahrten empfinde ich nicht mehr als Abenteuer, sondern als Notwendigkeit. Und wenn ich diese Zeit mit etwas anderem sinnvoll nutzen könnte, weil der Autopilot steuert … immer her damit!

  7. Tja keine Ahnung ehrlich gesagt.
    Ich bin fast der Meinung, das es unmöglich ist, in unseren aktuellen Verkehr, selbstfahrende Autos einzubauen. Höchstens auf Autobahnen mit Tempolimit.
    Man müsste vielleicht eine extra Ebene oder Zone schaffen, wo alle Fahrzeuge selbstfahrend sind.

    Hinzu kommt die Haftungsfrage. Es wird immer wieder Tote und Verletzte geben auch bei solchem Verkehr. Aber wer haftet dann? der Hersteller? der Käufer? der Programmierer?

    • Zur Haftungsfrage:
      Das ist ehrlicherweise ein ziemlich interessantes Thema. Momentan kann man das noch von der Wiener Konvention über den Straßenverkehr ableiten (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_%C3%9Cbereinkommen_%C3%BCber_den_Stra%C3%9Fenverkehr). Zentrale Aussage darin: Der Führer eines Gefährts muss jederzeit die Kontrolle über dieses haben. Ursprünglich war jedes Assistenzsystem da eher schwer rechtlich damit kompatibel, die UN hats entsprechend angepasst, so dass momentan ein jederzeit übersteuerbares System vorliegen muss. Das kennt man ja von Abstandsregeltempomaten oder Spurhalteassistenten, kann man als Fahrer immer übersteuern.
      Anhand der Unfälle mit Teslas Autopilot sieht man auch ganz gut und den darauf folgenden Untersuchungen und auch Änderungen am System erkennt man ganz gut, dass die Hersteller sich der Systemgrenzen bewusst sind. Die “Nervfunktionen” die den Fahrer zur ständigen Aufmerksamkeit anhalten kommen nicht von ungefähr, denn er muss derzeit das Fahrzeug zumindest kontrollieren.
      Würde uns dieses Gesetz in Deutschland nicht im Wege stehen, dann wäre es einfacher autonome Fahrzeuge in den Markt zu bringen. Alle Hersteller die autonome Fahrzeuge für Märkte entwickeln, in denen dieses Abkommen ratifiziert ist, arbeiten daran es für autonome Fahrzeuge anzupassen.
      Wenn die ständige Kontrolle oder Übersteuerbarkeit durch den Passagier oder sonst wen nicht mehr die Anforderung ist dann wird die Haftungsfrage eigentlich recht einfach. Das dürfte dann über die “normale” Produkthaftung abgebildet werden, d.h. der Hersteller wird für die Unfälle haften.

      Volle Transparenz: Ich bin als Softwareentwickler bei der Konkurrenz von BMW.

      • Wenn es darauf hinaus läuft, könnte es natürlich schneller gehen als gedacht.

        Muss man nur sehen wir das in der Praxis dann entschieden wird. Welche Kataloge mit Ausnahmen und Regeln man als Käufer da unterschreiben muss ect.

    • Das ist ja gerade die Herausforderung, die KI in den menschlichen Verkehr und die bestehende Infrastruktur zu integrieren. Autonome Fahrzeuge, die “unter sich” bleiben und ständig miteinander kommunizieren, wären heute schon kein Problem. Aber das wäre eben ein Aufwand, als müsstest du jede Straße nochmal bauen.

      Ich denke aber auch, dass die erste Generation der Selbstfahrer noch auf “einfache” Verkehrslagen beschränkt sein wird: Autobahnen, evtl. Landstraßen, Stop & Go. Aber im Stadtverkehr wird der Mensch steuern müssen. Trotzdem wäre es eine große Erleichterung, hinter dem Ortsschild den Autopiloten reinhauen zu können.

  8. Gerade im Stop and Go und zu Verlängerung der Reichweite, halte ich diesen Fortschritt für eine gute Idee. Ansonsten würd ich schon gerne noch die Möglichkeit behalten, selber fahren zu können.

  9. Ich hoffe nicht und gehe noch einen Schritt weiter und behaupte, dass in Zukunft die wenigsten Menschen ein Auto besitzen werden. Wird hoffentlich möglich sein, sein autonomes Taxi jederzeit per App zu sich rufen zu können.

    • Das dürfte eine Frage des individuellen Tagesablaufes sein. Die einen brauchen selten ein Auto, die fahren Bus, Bahn und Taxi, die anderen brauchen es ständig. Letztlich kommts drauf an, ob es individuell günstiger ist, ein eigenes Auto zu besitzen oder dauernd Fremdleistungen in Anspruch zu nehmen.

      • Natürlich wird der Verbaucher immer abwiegen, welche Option für ihn am günstigsten ist.
        Mein Utopischer Gedanke ist folgender: Die Anzahl der Autos kann extrem reduziert werden, da die Anzahl an “inaktiven” Autos (welche einfach 8 Std. während man arbeitet stillstehen) minimiert wird. Die Autos die fahren, sind also immer unterwegs und stehen selten still.
        Sehe in dieser Entwicklung viel Potential. Wird aber natürlich erst möglich sein wenn die Technik soweit ist.

    • Was hindert dich denn jetzt daran, ein “normales” Taxi per App zu bestellen? Oder andersrum, warum haben denn die Leute heute eigene Autos, könnten sich ja auch ein Taxi bestellen.

        • Und das wäre bei autonomen Autos natürlich viel billiger?
          Der Fahrer fällt zwar weg, aber es muss immer noch Gewinn damit erzielt werden. Die Karren müssen auch entsprechend gesäubert werden, zum tanken/laden irgendwo hinfahren etc.
          Dazu das Problem, das zwar theoretisch die aktuellen Autos zu 90% unnütz rumstehen und die autonomen (bis auf die Servicepausen) ständig fahren könnten, aber die Leute müssen halt fahren wenn sie zur Arbeit müssen und nicht irgendwann 3 Uhr nachts.
          Sprich man bräuchte auch blos eine ordentlich Überkapazität und zu Nachtzeiten stehen die dann auch rum.

          Die Lösung für das Problem gibts ja schon. Nennt sich öffentlicher Personnahverkehr, oder halt Taxi^^

          • Wenn es nicht günstiger ist, dann wird es keinen Erfolg haben. Außer es steht Apple drauf 😉
            Wie die auftretenden Probleme zu Stoßzeiten gelöst werden können, wird sich ja zeigen, wenn es wirklich soweit kommen sollte. Vielleicht werden Menschen ja dann gezwungen, die Plätze in Autos zu füllen, anstatt alleine zu fahren.
            Vielleicht wissen wir in 50 Jahren mehr 😉

  10. Ich hätte gern jetzt schon eins zum pendeln, ratze fast jeden morgen weg… Leider gibt es aktuell keine zuverlässig funktionierenden geschweige den bezahlbaren… mal schaun wie es sich entwickelt 🙂

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