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Mike Shepard hat Studios wie Good Shepard oder Devolver Digital gegründet und sieht Spieleentwickler heutzutage großen Gefahren ausgesetzt. Vor allem die bösartige Gaming-Community setze den kreativen Köpfen zu.

Er hat aus meiner Sicht absolut recht. Allerdings trifft diese These nicht nur auf die Gaming-Szene zu, sondern eigentlich auf die gesamte Internet-Community. Im Gaming-Bereich fällt die Sache nur stärker auf, da hier der Altersdurchschnitt auch noch extrem niedrig ist. Ich finde folgendes Zitat vom ihm ziemlich gut und passend:

“Die Gaming-Community ist großartig darin, im Internet als totale Arschlöcher aufzutreten und ich verstehe nicht, warum das so ist. Wenn du einen harten Tag hast und und dann auch noch Tausende Leute auf Twitter schreiben, dass du ein Stück Scheiße bist und aufhören solltest zu arbeiten, weil du ohnehin nie etwas Gutes zustande bringen würdest, dann ist das für eine sensible Person ziemlich krass.

Ich denke, das ist der Grund dafür, dass es vielen Indies so schlecht geht. Es ist einfach diese Masse an Krach, den ein Mix aus Fans und Monstern online veranstalten. Und es ist egal, ob du zunächst 1.000 großartige Kommentare liest. Es sind immer die zwei, drei Bemerkungen, die sagen, dass du ein komplett wertloses Stück Dreck bist, die in deinem Herzen hängen bleiben, wenn du es gerade am wenigsten gebrauchen kannst.”

Ich selbst musste das auch auf die harte Tour lernen. Selbst heute fällt es mir persönlich immer noch schwer, komplett über diesen Leuten zu stehen. Wenn Du Dir viele Monate den Arsch für ein Projekt aufgerissen hast und irgendwelche Flamer machen alles wegen irgendwelcher Nichtigkeiten mies, dann ist das für einen “Macher” äußerst ernüchternd und killt vor allem die Motivation, sich weiterhin in diesem Projekt zu engagieren. Leider sind genau diese Leute viel zu dämlich, selbst zu erkennen, was sie damit auch für sich selbst kaputtmachen. Vor allem wenn es sich um ein ehrenamtliches Projekt handelt, vergrault man mit dem ständigen Genörgel und Geflame halt viele Leute. Warum soll ich mir auch den Hintern aufreißen, wenn ich am Ende des Tages eh nur wieder dafür beleidigt und gehatet werde?

Wer weiß, was allein in meiner Community für Dinge durch diese chronische “Alles-Scheiße-Mentalität” kaputtgemacht wurden. Ich kann zu diesem Zeitpunkt rückblickend sagen, dass es sicher wesentlich mehr Allimania-Content oder andere Hörspiele/Projekte (Whelon, Greyson) gegeben hätte, wenn man nicht immer alles miesmachen würde. Es hatte schon seinen Grund, warum ich am Ende Projekt Whelon/Lord Damage erst gar nicht anfangen habe…

Quelle: Gamestar.de

4 KOMMENTARE

  1. Ich war auch lange zeit der Meinung dass die Communitys immer toxischer werden. Aber nach einigem nachdenken und jahre langem Gaming in unterschiedlichen Communitys, bin ich persönlich zu dem Schluss gekommen dass:

    1. die Communitys nicht toxischer geworden sind, sondern die toxischen Elemente innerhalb der Community lauter geworden sind.

    2. Viel unnötige aufregum um toxische Spieler/Flamer gemacht wird. Es gibt heute in quasi jedem Game die möglichkeit Spieler stummzuschalten/ignorieren bzw dann zu reporten. Wenn ich also einem wirklich nervigen Flamer begegne, schalte ich Ihn stumm und spiele weiter als gäbe es ihn nicht.

    3. Viele spieler die als toxisch bezeichnet werden, sind aus xyz-Gründen in dem Moment in dem man ihnen begegnet frustriert. Vllt haben Sie gerade eine ewig-lange Niederlagen-Serie hinter sich oder sonst was. Und in vielen Fällen reicht es wenn man gelassen reagiert und die meisten Spieler beruhigen sich wieder. Wobei es natürlich auch leute gibt die sinnlos weiter ragen. Aber dazu siehe punkt 2.

    Alles in allem : Ja es gibt toxische arschlöcher die niemand in der community haben willl, es wird sie immer geben. Wir werden uns immer über Sie aufregen und sie werden weiter trollen. Und auch wenn es in deinem Post mehr um Foren/Twitch ging es gibt auch dort die möglichkeit die Assis schlicht und ergreifend zu Muten.

  2. Ich glaube, dass kann man in drei Gruppen teilen:

    1)Die Flamer, die wirklich einfach nur was zu flamen haben wollen. Da hilft sicher die Anonymität sehr weiter.
    2)Die Hater, die gezielt etwas kaputtmachen wollen bzw. einfach nur gerne irgendwie Hate generieren.
    3)Die Untermenschen, die ernsthaft glauben, ihre Flames seien “konstruktive Kritik”. Und ja, es gibt wirklich Leute, sogar gar nicht mal so wenige, die merken gar nicht, wie destruktiv, beleidigend und subjektiv ihre “Kritik” ist. Dafür nur zwei kleine Beispiele. Zum einen ein Freund von mir, der in dem festen Glauben lebt, Teammates in LoL kaputtzuflamen würde diese “motivieren, besser zu spielen”, zum anderen ein Yugituber, dem ich folge (Creepfan). Der Gute macht unter anderem “Top 10”-Listen, mit der Betonung auf “das sind aber nur meine Top 10”, es ist also reichlich Platz für Diskussion. Auf einen, der eine berechtigte Kritik hat, kommen zehn andere Kommentare mit “deine Meinung ist scheiße, deine Auswahl auch und Karte x ist total behindert, genau wie du, weil Karte y viel besser ist”. Und dann beschweren sich die Leute ernsthaft, dass “ihre Kritik überhaupt nicht angenommen wird”.

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