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Von wegen fertig – Umzug, Teil 2

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Ich wollte am gestrigen Donnerstag eigentlich nur “die Reste” aus Scheeßel holen. Izzi hatte mir dafür seine Hilfe und den Kleintransporter seines Onkels angeboten. Wir trafen uns dafür um 10 Uhr nahe der A7 und fuhren gut gelaunt Richtung alte Heimat.

Es ist schon irgendwie spannend, wie sehr einen manchmal die eigene Wahrnehmung täuscht. Auch Izzi, der das alte Haus betrat, ging davon aus, dass das ja nicht mehr viel sei, und wir relativ schnell durch wären. Aber es läpperte sich dann relativ schnell: Die ganzen Bilder und Leinwände, der Rasenmäher, meine Weintraube, die alten Rechner und Monitore, die Lichtanlage, meine Klassensätze Harry Potter Bücher, usw. Ehe wir uns versahen, war der Transporter voll.

Das Beste am ganzen Tag waren aber ehrlich gesagt die Abholer meiner Möbel. Ich habe ja die übrig gebliebenen Sachen verschenkt – so auch meinen Ikea-Glastisch. Dieser wurde von zwei türkischstämmigen jungen Damen abgeholt. Sie reisten dafür mit einem kleinen Peugeot an – inkl. drei Kindern im Auto. Ich weiß bis jetzt nicht, wie sie sich das vorher gedacht haben. Am Ende schoben sie die Glasplatte und den Tisch von hinten durch den Kofferraum bis fast nach ganz vorne – die armen Kinder mussten dafür den Kopf einziehen. Da sie ganz aus Hamburg kamen, weiß ich nicht, ob der Tisch die Reise überlebt hat – schließlich wurde das Glas kein bisschen gepolstert sondern einfach stumpf auf das Holz gelegt.

Ich habe beim Aufräumen doch tatsächlich eine meiner alten Pokalkisten gefunden – früher hatte ich drei Stück davon. Es gab mal Zeiten, da hatte ich die alle stolz aufgestellt – heute sind sie leider nur noch Staubfänger.

Am Ende des Tages, der so um 20 Uhr endete, hatten wir alle Sachen im neuen Haus untergebracht – einen Großteil in unserer “Abstellkammer” auf dem Dachboden. Izzi und ich waren klitschnass von der Arbeit und diversen Regenfällen. Der Tag war wesentlich anstrengenderer als der eigentliche Umzug. Und es sind immer noch ein paar Sachen im alten Haus…

9 KOMMENTARE

  1. Habe damals auch aus meinem ehemaligen Jugendzimmer diverse Sachen verschenkt und weil die Herren die da gekommen sind zu faul waren das Zeug ausseinander zu bauen haben sie uns die Wand im Treppenhaus komplett demoliert, zumindest kam einer der Herren am nächsten Tag und hat die Schäden notdürftig wieder mit Spachtel gefüllt…
    Das Ende von der Geschichte war, dass Sie nicht die ganzen Möbel auf ihren Hänger bekommen haben (komisch, Ein Bett, Schrank, Schreibtisch usw passen nicht auf einen kleinen Hänger, wer hätte das ahnen können?!) und somit den Bettkasten zurück gelassen haben und auf diverse Anrufe nicht mehr reagiert haben… Da verschenkt man schon Möbel und dann sind die Leute einfach so dreisst… Naja das nächste mal Spende ich sie lieber oder bringe sie persönlich auf den Recyclinghof…

  2. Er sollte mal auch nur einen Tag in einem richtigen Betrieb arbeiten, dann würde er sehen wie leicht sein Leben ist weil er sein Geld nicht mit richtiger Arbeit verdienen muss sondern das als Lehrer bekommt.
    Vielleicht würde er dann weniger jammern.
    Na vielleicht aber auch nicht, er ist ja eher so der Typ der auch dann noch jammert wenn ihm alles in den Popo gesteckt wird.

    • Nach jedem Blogeintrag zu meinem Umzug dieselbe Leier mit derselben IP. Immer der Tenor: “Geh Du mal richtig arbeiten, so wie ich. Weil harte körperliche Arbeit ist die die einzige Arbeit, die es wert ist, dafür auch bezahlt zu werden. Wir Leute aufm Bau sind die Herrenrasse unter den Arbeitern!”

      Du würdest an einer Schule keinen einzigen Tag überstehen und nach ner halbe Stunde weinend rausrennen. Und das hier ist das erste und einzige Mal, dass ich auf Dein neidisches und missgünstiges Gewhine reagiere…

  3. Ich habe mal für einen großen Elektromarkt gearbeitet und hin und wieder in der Warenausgabe ausgeholfen.
    Da kommen Leute mit ihren Polo an, mit Frau und Kind, um ihren 50 Zoll Fernseher abzuholen. Die Frau wird dann eben mal kurz zurückgelassen, wenn kein Platz da ist.
    Keine Ahnung was da immer in den Köpfen vorgeht und wie die sich das immer vorstellen, aber war schon herrlich manchmal 😀

  4. Es gibt nichts nervigeres als Sachen von Abstellkammer zu Abstellkammer schleppen zu müssen. Hab noch Sachen im Keller mit denen ich genau das schon dreimal gemacht habe. Nächstes Jahr beim finalen Umzug kommt alles was von oder wieder in den Speicher kommen soll gleich in den Müll.

  5. Ich hab zwar keine drei Kinder, dafür aber auch einen kleinen Peugeot! Meine These ist, dass diese Fahrzeuge heimlich mit Timelord-Technologie gebaut werden, denn sie sind von innen größer als von außen! Meine Exemplare nehmen erstmal mich (192cm) ganz locker auf, und was ich im Laufe der Jahre schon so transportiert habe … da gabs auch schon genügend der Kategorie “passt da niiiiiie rein” …!

  6. Das kenne ich, man denkt nur noch den Kleinkram und zack schleppt man sich dumm und dusselig…
    Hast du die Pokale entsorgt oder aufgestellt?

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