Start Kino/TV “Warum Harry Potter ein Problem mit Frauenfiguren hat”

“Warum Harry Potter ein Problem mit Frauenfiguren hat”

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Natürlich war mir die oftmals stereotype Repräsentation von Frauen und Männern in der Kinder- und Jugendliteratur schon früher bewusst – aber irgendwie hatte ich nie darüber nachgedacht, ob Klischees auch bei Harry Potter vorkommen. Als ich mich jetzt gemütlich vor den Filmen eingekuschelt hatte, war ich erschrocken – und vor allem wütend.

Toller Artikel von Franziska Feigl für das absolut seriöse Portal Bento.de. Ja stimmt, Harry Potter ist extrem frauenfeindlich, da a) der Held ein Mann ist und b) der Oberbösewicht ebenfalls. Das gar nicht. Findet auch Community-Mitglied Nico, der mir dazu folgenden Leserbrief schreibt:

“Da du scheinbar meinen gesunden Hass auf (übertriebenes) SJW-Tum teilst, möchte ich dir das neueste Goldstück dieses Auswuchses nicht vorenthalten. Ja, ich weiß es ist Bento und damit schon mal unseriös hoch zehn. Wahrscheinlich will der Artikel auch einfach provozieren. Glückwunsch, hat bei mir hervorragend funktioniert. Ich bin mir zwar verdammt sicher, dass der Großteil der Menschen die in diesem Artikel vertretene Meinung nicht teilt, trotzdem macht mich sowas mittlerweile extrem zornig. Muss man einem solchen Werk wie der Harry-Potter-Reihe, welches zudem noch weit vor dem Auftreten dieser SJW-Geisteskrankheiten entstanden ist, noch fehlende Geschlechtergleichberechtigung vorwerfen? Weil eine Mutter von sieben Kindern als Hausfrau dargestellt wird, alle Personen in hohen Stellungen Männer sind und schlussendlich sogar noch kritisiert, dass der Protagonist des Buches nicht eine Protagonistin geworden ist?”

Was meint Ihr dazu?

25 KOMMENTARE

  1. Ich möchte da einfach mal “Herr der Ringe” und speziell die Gefährten in die Diskussion bringen… wird sicher lustig, wenn da keine einzige Frau bei ist, um den Ring in einen weit entfernten Vulkan zu bringen. Traut man denen das einfach nicht zu? WÜrden sie mit ihren High Heels in den Bergen umknicken? Können sie vielleicht nicht kämpfen? Fragen über Fragen, die SJWs gerne still und heimlich über Jahre in Stille überdenken dürfen. ;D

  2. Interessanter Artikel, danach erstmal Jonathan Pies Oppression Obsession angesehen und war wieder etwas auf Vernunft getrimmt.

    Aber danke für die Idee mal wieder die Potter Filme zu schauen. 🙂

  3. Sie hätte vielleicht die Bücher noch einmal lesen sollen, anstatt bloß die Filme zu schauen. Es war immerhin das 20. Jubileum des Buches. Dann hätte sie wohl nicht so einen Müll geschrieben. Und btw.: wer die Filme “etwa 3 mal gesehen hat” ist man nicht unbedingt ein großer Fan, sondern eher so durchschnitt.

    Vergessen hat sie beispielsweise Ginny und Luna Lovegood, die beide, vor allem in den späteren Teilen eine wichtige Rolle spielen. Davon abgesehen, gibt es auch mehr Professorinen als Professoren in Hogwarts (Verwandlung, Kräuterkunde, Wahrsagen, Arithmantik, Astronomie, Muggelkunde, Quidditch gegenüber Zaubertränke, Verteidigung, Zauberkunst und Pflege). Aber das würde wohl dem Geist des Artikels widersprechen.

    Und müssten sich die Feministen nicht freuen, dass die bösen von Männern dargestellt werden ? ich verstehe das problem nicht.
    Ferner ist es völlig abstrus J.K. Rowling politisch unkorrektes Verhalten vorzuwerfen, da sie selbst schon stark in richtung SJW tendiert.

  4. Kurz mal den Artikel überflogen und ich muss schon schreiben: Da liest man sich in eine erfundene Geschichte, finde diese gut und erfreut sich daran, schaut sich anschließend alles nochmal mit einem selbsterfundenen und selbstdefinierten Filter an und findet danach vieles blöd und schlecht? Ich würde ja meinen, dass dies selbstgemachtes Leid ist, aber auf der anderen Seite: Wollen die sogenannten SJW’s nicht genau das?
    Und hier ein kleiner Kommentar zu diesem Zitat aus dem Artikel:
    “Wäre es nicht wunderbar, wenn Mädchen ihr eigenes Geschlecht auf allen Ebenen der Gesellschaft repräsentiert sehen könnten, nicht nur in der Muggelwelt, sondern auch in der Welt der Zauberei?”
    Wäre es nicht wunderbar, wenn Frauen und Mädchen ihre eigenen Geschichten hätten, anstelle sich zu wünschen, den Platz von den verhassten Männern einzunehmen? Und wäre es nicht wunderbar, wir würden die Vorteile erkennen, die sich aus der Zusammenarbeit mit Männern und Frauen ergeben?

  5. Den Artikel habe ich auch vorhin gesehen. Springt einem ja quasi ins Gesicht wenn man auf Spiegel surft.

    Ich frage mich, ob es Kalkül der Autorin war, so was bewusst dämliches zu verfassen um Klicks zu generieren oder ob die gute Frau tatsächlich einfach nur dumm ist und diesen Mist wirklich glaubt.
    Jedem seine Meinung, aber der Großteil der auf Bento verfassten Artikel sind einfach nur Abfall und wertlos.

    Ich bin absolut für Gleichberechtigung, aber wenn ich jeden Tag auf’s Neue die haarsträubenden Forderungen solcher “Feministinnen” oder auch solche “Kritiken” wie jetzt hier an Harry Potter lesen muss, wird mir angst und bange.

    Wir leben einfach in einer Epoche der Geisteskranken.

  6. Bento ist wirklich ein Vorreiter der deutschen SJW verblödung. Mir gehen Deren Artikel vor allem auf Spiegel Online derbe auf den Sack. SJW, Gender und Refugees die einzigen Themen die es dort zu finden gibt. Und ganz wichtig, der weiße hetero Mann aus dem Westen ist aus Prinzip schon mal schuld.

  7. Lustig, so was ähnliches habe ich vor kurzem über die 80er-Jugendbuchserie TKKG gelesen. Tarzan der starke Macho, Gaby das Mädchen, das zuhause gelassen wird, wenn es gefährlich wird, Zigeuner und Ausländer sind die Bösen … SJW-Alarm!

    Nehmen wirs als Satire … dass die SJWs einen Knall haben, darüber besteht ja weitestgehend Einigkeit.

    • Im Gegensatz zu Harry Potter gibt es bei TKKG aber tatsächlich einiges zu kritisieren, wobei der Umgang mit Geschlechterrollen nur ein kleiner Teil der Misere ist. Hab die Hörspiele länger nicht mehr gehört, aber aus dem Stehgreif würde mir einfallen, dass der Umgang mit den Themen Übergewicht (Klößchen), Gewalt (Tarzan) und Obdachlosen in der Serie auch nicht unbedingt pädagogisch wertvoll waren.

      • Ich glaube nicht, dass die Serie den Anspruch hatte, pädagogisch wertvoll zu sein. Sie sollte unterhalten.

        Und genau das ist das Problem der heutigen Zeit: wenn es nach den SJWs geht, muss jede Geschichte, jeder Film, jedes Hörspiel aus dem Zuhörer einen besseren a.k.a. politisch korrekteren Menschen machen. Siehe auch Startrek, siehe auch Starwars und so weiter.

        • Muss auch gar nicht, Ich liebe beispielsweise South Park und andere Serien die maximal unkorrekt sind. Allerdings ist es bei einer Kinderserie echt nicht so geil wenn die Lösung für Probleme die Gewalt gegen schwächere ist, z.B. in der Szene in der Tarzan einem Obdachlosen(hier Penner gennant) Schläge androht um an Informationen zu gelangen. Das hat auch wenig mit SJW oder meiner politischen Einstellung zu tun, das ist meine Perspektive als Pädagoge.

          Den Vergleich zu Star Wars verstehe ich nicht, möchtest du das ausführen? Das einzige was ich an der klassischen Trilogie verändern würde ist die romantische Szene zwischen Han Solo und Lea, die ist (wie fast alles von Harrisson Ford aus der Zeit) schon nah an der Nötigung.

    • Hast du in letzter Zeit mal in TKKG reingehört? Ich durch Zufall schon und ich muss zugeben, einige Dinge passen da einfach nicht wirklich zusammen. Jetzt weniger in einem “alles voll Klischäääh” Sinne (obwohl da auch ordentlich Stoff wäre), aber die Serie hat zumindest in den Hörspielen eine ganze Reihe an Macken, die einfach weird und auch aus der Zeit gefallen wirken. Oder sagen wir einfach: “TKKG ist nicht so rasend gut gealtert”

      • Ob es nun TKKG ist oder Weltliteratur: Beides muss immer im Rahmen seiner Zeit betrachtet werden. Natürlich war TKKG – soweit ich mich erinnere – voller Klischees. Von den Hauptfiguren (Supersportler, Mädchen, das selbst erwachsenen Männern den Kopf verdreht, Computergehirn und der dicke Gemütliche, der kein Fettnäpfchen ausließ) bis zu den Bösen, die sich grundsätzlich durch Narben, schlechte Haut oder sonstige Äußerlichkeiten auszeichneten.

        Aber wir reden über eine Kinder-/Jugendbuchserie der 80er-Jahre. Die Welt war durch den kalten Krieg noch in Gut und Böse eingeteilt, und dementsprechend waren die Protagonisten natürlich für die Zielgruppe vereinfacht dargestellt.

        Ich habe keine Ahnung, ob der Autor heute noch schreibt (oder lebt), aber natürlich würden gewisse Details heute vermutlich anders aussehen. Und dennoch ist die Reihe eben ein Zeugnis ihrer Zeit, und es gibt keinen Grund, dass sie nachträglich von den SJWs verteufelt wird.

        • Der Autor ist meines Wissens nach tot.

          Meine “Kritik” hatte gar nicht soviel mit SJW zutun. Es ist Jugendliteratur bzw -unterhaltung, natürlich werden da Dinge angesprochen, die der Welt der Jugendlichen entspricht. Aber einige Sachen wirken einfach…keine Ahnung, deplatziert. Ist eher ein literarisches bzw. inhaltliches Problem denn eine Frage der Gesinnung.
          Möchte aber unterstreichen, dass das Hörspiel definitiv andere Probleme hat als irgendwelche moralische Fragen. Warum genau sie z.B. vier Kinder in der Gruppe brauchten, obwohl zwei davon storytechnisch völlig irrelevant sind, erschließt sich mir bis heute nicht…ist aber wohl ein anderes Thema.

          • Hast Recht, ich habe damals deshalb “Tom & Locke” mit größerer Begeisterung gelesen! Das war ja die Parallelserie vom selben Autor, es waren nur zwei Hauptprotagonisten, und die Serie wirkte irgendwie “erwachsener”.

  8. Oh gott was ein Unfug, gerade Harry Potter (+Spinoffs) ist doch ein super Beispiel für starke weibliche Rollen.Prof. McGonagall ist neben Snape die einzige Lehrperson die definitiv im Gedächtnis bleibt, Hermine war für mich immer interessanter als Ron und Umbridge deutlich furchteinflößender als Beispielsweise Malfoy Jr. und Senior zusammen. Außerdem bestehen die Harry Potter Filme zumindest mal den Bechdel Test, ist echt erstaunlich wie viele Filme das immer noch nicht gebacken kriegen.
    Und es ist und bleibt halt ein Bento Artikel, solange die clicks stimmen schreiben die alles. Es gibt genug heißgeliebte alte Filme die teilweise erschreckend mit dem Thema umgehen wenn man sie heute sieht, nahezu alles mit Harrison Ford aus den 80ern, da könnte man ruhig mal Artikel drüber schreiben. Der Angriff gegen Harry Potter macht hingegen absolut keinen Sinn und kann eigentlich nur der billige Versuch eines Clickbaits sein.

    • Sehe auch Indiana Jones und co nicht so dramatisch, sind halt Männer Filme. Gibt auch genug Frauen Filme die einen umgedrehten Bechdel Test nicht bestehen würden, was auch nicht schlimm ist. Verstehe nicht warum es nicht mehr Filme geben darf die sich an Männer richten, aber Filme die sich nur an Frauen richten vollkommen in Ordnung sind.

  9. bento ist so ein richtiges Sammelbecken für sjw bullshit
    Mir reichen da schon die Überschriften die ich ab und zu bei spiegel.de verlinkt sehe

  10. Was soll man da groß zu meinen? Ist halt Unfug.
    Wenn man aber doch mal darauf eingehen will, nur so ein paar Punkte:
    – Der schlauste Charakter in der Reihe ist ein Mädchen (welches, nebenbei bemerkt, in den Büchern auch nicht so “übertrieben” hübsch ist wie in den Filmen, da ist Emma Watson einfach ein bisschen über die Rolle gewachsen)
    – Molly Weasley ist zwar “nur Hausfrau”, allerdings auch absolut badass und killt mit relativ wenig Aufwand Voldis engste Vertraute
    – Zwei der vier Hogwarts-Gründer sind Frauen, obwohl die Schule im finstersten Mittelalter gegründet wurde
    – Es geht ein bisschen auf den ersten Punkt zurück, aber glaubt irgendwer, Harry und Ron hätten IRGENDWAS in dieser Reihe alleine auf die Kette gekriegt? Ohne Hermione, Luna und/oder Ginny wären sie 90% der Zeit völlig aufgeschmissen gewesen
    – Der Fokus bei Harrys Eltern liegt viel mehr auf seiner Mutter als auf seinem Vater. Die meiste Zeit wird von ihr gesprochen und sie war es auch, die diesen antiken Hokuspokus gemacht hat, der Voldi aufhielt
    Kann man beliebig weiterführen.

    Ist halt derselbe Quatsch, den ich letztens in einem Artikel lesen durfte. Der war kurz nach dem Release von Starcraft 2 Wings of Liberty geschrieben worden und die Autorin beklagte darin, dass Blizzard in seinem Frauenhass aus der stolzen Kriegerin Kerrigan ja jetzt eine “damsel in distress” gemacht hat, weil sie am Ende von Raynor gerettet, beschützt und in den Armen getragen werden muss. Der Schlusssatz ging in Richtung “und in ihrem eigenen, bald kommenden Addon wird sie nichtmal die Hauptrolle spielen, weil Blizzard keinen weiblichen Protagonisten erträgt.” Kam dann ja auch fast genau so…nicht.

  11. Habe mir jetzt den artikel nicht durchgelesen aber ich wette es ist auch total empörend für die liebe dame dass das buch von einer frau geschrieben wurde

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