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80-Jähriger schlachtet Wildschwein auf Supermarkt-Parkplatz

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Mit einem Beil hat ein 80-jähriger Berliner auf einem Supermarkt-Parkplatz ein Wildschwein erschlagen, um es zu essen. Der gelernte Metzger habe das Tier am späten Sonntagabend im Berliner Stadtteil Tegel gehäutet und teilweise ausgenommen […] Der Mann gab den Polizisten zufolge an, das zutrauliche Tier getötet zu haben, um das gute Fleisch zu essen, das er sich sonst nicht leisten könne.

Bleibt die Frage, was die größere Tragödie ist: Dass man ein lebendes Tier auf “offener Straße” tötet und ausnimmt, oder dass unsere Rentner so wenig Kohle haben, dass sie zu solch ungewöhnlichen Maßnahmen greifen müssen. Was meint Ihr?

Quelle: Spiegel.de

Danke an Wojtek für den Link!

15 KOMMENTARE

  1. Finds ekelhaft… wenn ich noch “zutrauliches Tier” lese könnte ich kotzen. Kommt der Alte mitm Beil an und schlachtet seinen neuen Freund. Große Klasse 😉

    Nein, ich bin kein Veganer.

  2. Altersarmut ist ein Thema, das die Politik möglichst totschweigen möchte, denn an dieser Flanke sind alle Parteien angreifbar. Rot-Grün hat die gesetzliche Rente auf – glaube ich – runde 45% vom letzten Netto (schritweise bis 2030) runterreformiert, und obwohl seit Jahren bekannt ist, dass sich fast die halbe Bevölkerung deshalb auf Altersarmut einstellen kann, hat die CDU in ihrer Regierungszeit nicht gegengesteuert. Vermutlich wurde das Geld für wichtigere Dinge als unsere Alten gebraucht …

    • Wie definierst du Armut? Ich würde die Zahl weit höher schätzen.
      Man nehme das netto Medianeinkommen in Deutschland: rund 1600€.
      Man rechne Steuerklasse 1 drauf: 33000€ brutto/Jahr.
      Macht wahnsinnige 1100€ Rente… brutto natürlich. Das ist ganz knapp über dem Existenzminimum und damit dem Steuerfreibetrag, so dass man noch Steuern draufzahlen muss (natürlich nur Zufall).. wodurch man in die Sozialhilfe rutscht (40 Jahre) können sich schonmal auf den Ruhestand freuen (und deren Kinder auch, die werden schon heute immer mehr rangezogen).

      • Kann ich klar sagen: Grusi! Grundsicherung im Alter, entspricht im wesentlichen der Sozialhilfe. 409 Euro monatlich plus Wohnen. Jetzt nehmen wir mal runde 500 Euro Wohnkosten, dann ist die Grusi 900 Euro. Wenn das 45% vom letzten Netto sind, dann entspricht das einem Netto von 2000 Euro. Jetzt muss man nur noch in den Statistiken nachschauen, dass ca. 40% der deutschen Haushalten unter 2.000 Euro netto im Monat liegen, und schon wissen wir, wer sich auf Altersarmut freuen darf.

  3. Finde da DORT völlig legitim. Wo Wildtiere zur Gefahr werden können und der Förster (scheinbar) nicht hinterherkommt – why not? Win/Win Situation.

    • Naja…ich weiß nicht. Ich lehne mich jetzt einfach mal weit aus dem Fenster und behaupte, der Mann kann sich schon ernähren, sondern recht gut. Nur für ein “Luxus”- bzw. Konsumgut wie für frisches (Wild)Schweinfleisch reicht es halt nicht. Und bei aller Unterstützung für mehr Rente und soziale Gerechtigkeit, aber das ist doch nicht die Definition von “Hunger leiden”.
      Ich bin auch armer Schlucker von Student und kann mir deswegen in der Regel keinen Käse von der Theke leisten, sondern muss mit dem Pappkram aus der TK-Abteilung vorlieb nehmen. Soll ich nun auch über Hunger und unhaltbare Zustände klagen?

      • als Student hast du noch die ganze berufliche Laufbahn vor dir.

        der 80 jährige ist im Krieg zu Welt gekommen und im zerstörten Nachkriegsdeutschland aufgewachsen und gearbeitet…. und jetzt sich fragen muss, wenn eine weitere Mieterhöhung kommt ist er Stammgast bei der Tafel.

        ich sehe es jeden tag wie Alte menschen bei uns im Stadtzentrum Mülltonne durchsuchen nach Pfandflaschen. ende der 90er Jahren habe ich nie jemand in Mülltonnen was suchen sehen jetzt ist das alltäglich.

        mann muss ich doch fragen wenn wir in ein einem Sozialstaat leben und einen der höhsten Steuersätze der Welt abdrücken, dazu noch angeblich unter 5% Arbeitslosenquote haben……. wie kommt es dazu das Menschen die über 40Jahren Durchgehen 40std. woche und mehr gearbeitet haben und sich danach als Rentner bei der Tafel anstellen müssen?!

      • Als Student hast du die goldenen Jahre ja noch vor dir. War deine eigene Entscheidung: Wärst du nach dem Hauptschulabschluss auf den Bau gegangen, würdest du schon einige Jahre mehr verdienen, als du jetzt als Student hast! Das gilt vom Prinzip her für jede Ausbildung: Sie ist eine Investition in ein zukünftiges (besseres) Gehalt.

        Wenn man sich aber NACH einem Berufsleben nicht mehr leisten kann als die Sonderangebote von Aldi, dann stimmt das Verhältnis nicht mehr.

        • Erstmal ging es mir nur darum, dass wir hier nicht von “Hungerleiden” reden können. Armut und “Armut” sind in einem Land wie Deutschland halt zwei verschiedene Dinge.

          Ferner wundere ich mich schon, dass es einem jetzt 80jährigen so schlecht geht. Denn Rente zerschossen hin- oder her, das ist eigentlich die Generation, die noch eine echt gute Rente hat. Wenn ich da mal meinen eigenen Opa, der auch nicht soviel über die 80 ist als Beispiel nehme: Reich war er sicher nicht, aber für Urlaub jedes Jahr und ein relativ sorgenfreies Leben hat es trotzdem gereicht. Und der hat auch nicht studiert oder einen hohen Bildungsabschluss gehabt, sonder war “nur” Elektriker im Hoesch-Werk. Bei drei Kindern kann ich mir auch nicht vorstellen, dass da die großen Finanzreserven angelegt wurden.

          Ist ja auch egal, worauf ich nur hinauswollte: Die Rentensituation ist besorgniserregend bis beschissen, Besserung nicht in Sicht. Trotzdem find ich keine große Sympathie für die hier beschriebene Aktion, weil es einem Menschen “eigentlich” nicht so schlecht gehen sollte, das sich das rechtfertigt.

          • Ich finde das auch nicht toll. Besonders die Aussicht, überall ausgenommen Kadavern ausweichen zu müssen, wenn sich jeder sein Essen selber jagen würde, ist nicht prickelnd! Aber es ist nicht viel besser, Rentner auf der Jagd nach Pfandflaschen in Mülltonnen oder auf der Jagd nach Tafelfutter zu sehen.

            In die Grusi kommst du recht leicht, wenn du in deinem Lebenslauf Beschäftigungslücken hast. Und wenn du dann im Alter nicht kerngesund bist, fressen dich ganz schnell Zuzahlungen oder überhaupt Kosten für Medikamente, die die gesetzliche Krankenkasse nur teilweise oder gar nicht übernimmt, auf.

            Ich habe das vor 20 Jahren bei meiner Großmutter mitbekommen. Da waren Rente und Witwenrente allein für die KV-Beiträge weg; hätte sie kein Vermögen von meinem Großvater, insbesondere das Haus gehabt, wäre absolut nichts zum Leben übrig geblieben.

            Man sollte einfach jedem, der behauptet, “den Deutschen” ginge es ach so gut, einfach nur so lange in die Fresse hauen, bis er lacht!

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