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Die Diskussion um Artikel 13 und die Uploadfilter ist noch heiß und schon kommt die EU mit der nächsten Schnapsidee. Der “Terrorfilter”. Auch Kommentare, Blogs und Foren sollen betroffen sein. Was da auf euch zukommen soll, erfahrt ihr in diesem Video.

Die nächste Schnapsidee, die technisch nicht umgesetzt werden kann. Was wollen die als nächstes Einführen: Fliegende Autos? Unfassbar, was die EU in Sachen Netzpolitik in diesen Tagen abliefert: Weltfremd und inkompetent.

14 KOMMENTARE

  1. Zum Thema gab es mal einen spannenden Beitrag, weiß nicht mehr genau wo. Da wurde drauf eingegangen, dass Terroristen teilweise abstruse Kommunikationswege nutzen, die kein Mensch je nachvollziehen kann. Als Beispiel wurden dort auch Multiplayer Shooter angegeben, in denen die Leute Nachrichten austauschen indem sie Zeichen an die Wände schießen.

    Jedoch muss man bei all dem Hype auch sagen, dass man auch schauen wie so etwas tatsächlich in der Praxis aussieht. Für Foren oder Ähnliches sollte die Verhältnismäßigkeit gegeben sein, wenn man eben eine Anzahl an Moderatoren hat die alle Beiträge regelmäßig lesen und Blog, wie bei dir, Beiträge erst manuell freischalten.

  2. Inhaltlich bin ich da voll dabei, aber es wäre gut hier nicht auf DIE EU zu schimpfen. Gesetzesinitiativen kommen ja nicht von der EU sondern von Abgesandten der einzelnen Länder.
    Die EU an sich macht ja nichts ohne das alle Länder zustimmen.

  3. Wer auch immer dachte das es nur beim Uploadfilter bleiben würde XD Wenn das Internet sich nicht mehr wehren kann kann man eben jeden dreck durchsetzen

  4. Solmecke reitet aber auch gerade ein bisschen die “Internet Warrior”-Schiene. Irgendwie fand ich seine Videos früher besser, als sie noch nüchtern und ausgeglichen waren.

  5. Praktisches Beispiel: Ich poste ein Video von einem IS-Kopfabschneider und darunter “allahu akbar”. Könnte man als Terrorinhalt sehen! Poste ich dasselbe Video mit der Unterschrift “bekämpft den IS”, ist es vielleicht geschmacklos, aber kein Terrorinhalt. Wie soll ein Filter jemals feststellen, wann ein Video Terrorpropaganda ist und wann nicht?

    Übrigens weiß das nicht mal Frankreich so recht, denn Marine LePen steht meines Wissens gerade wegen eines ähnlichen “Deliktes” (in der zweiten Version) vor Gericht.

    Darüber hinaus meine übliche Warnung: Was Terror ist, entscheidet die Politik ggfs. nach Tageslage. Mit einer Wischiwaschi-Defintion kann man letztlich jeden unliebsamen Inhalt filtern.

  6. Generell muss man schon festhalten, dass aktuelle Platformen viel zu groß sind, sich immer auf die gemütliche Positions des Vermittlers zurückziehen, wenn es mal ärger gibt aber beim kassieren ganz groß sind.

    Einfaches Beispiel: Booking.com streicht super hohe Provisionssätze ein. Hast du ein Hotel über Booking.com gebucht und nun Probleme sagt Booking.com aber :”Ätsch, wir vermitteln nur! Wende dich an dein Hotel”.

    Plattformen müssen nunmal auch irgendwo verantwortlich sein für die gehosteten Inhalte (in welcher Form auch immer). Aktuell ist es halt viel zu einseitig.

    • Sorry, aber dem muss ich entschieden widersprechen. Zunächst mal zu deinem Reisebeispiel: Der Reisevermittler macht das, was der Grundstücksmakler auch macht: er bringt Angebot und Nachfrage zusammen. Niemand zwingt dich, über Booking.com zu buchen, du kannst dich auch auf der Internetseite deines Reisebüros, Reiseveranstalters, Fluglinie, Hotel oder was immer einloggen. Aber ist halt bequemer, wenn jemand anders mal eben hunderte Preise für dich vergleicht, oder? Aber das ist keine Dienstleistung, die zu vergüten wäre, auf sowas hat man gefälligst kostenlos ein Anrecht, nicht wahr?

      Plattformen … Windows ist ne Plattform. Linux ist ne Plattform. Wenn jemand einen Wurm in Linux programmiert, ist dann Linux schuld? Facebook & co. bieten zunächst einmal nichts anderes als eine Infrastruktur, um eigene Inhalte ins Web zu blasen. Das könntest du auch dadurch tun, dass du einen Server anmietest und HTML & co. lernst, aber wiederum bietet die die Plattform lediglich die Vereinfachung.

      Die Frage ist eher eine philosophische: Ich bin grundsätzlich nicht für Inhalte anderer Personen verantwortlich bin, die einfach nur meine Infrastruktur nutzen. Egal, ob ich eine Programmiersprache, ein Zugangsprovider oder ein Contentprovider bin. Nun fange ich aber an, meine Dienstleistung zu vermarkten. Ich kassiere Geld vom Nutzer oder durch Werbung mit Inhalten des Nutzers. Was das Verhältnis zum Nutzer angeht, sind wir damit quitt, wir haben beide was davon.

      Aber wieso soll ich (strafrechtlich) für etwas haften, was ich nicht kenne, geschweige denn, dem ich zugestimmt habe? Es haftet doch auch kein Papierhersteller dafür, wenn jemand ein Hakenkreuz auf sein Papier malt. Solange ich keine Kenntnis davon habe, dass in einem meiner Aktenordner dieses Papier schlummert, was sollte es mich kümmern?

      Und genau das Modell haben wir bereits: Keine Haftung für ungeprüfte Userinhalte, jedoch Haftung, wenn auf Kenntnisgabe hin nicht gehandelt bzw. gelöscht wird.

      Um zum Beispiel von Booking.com zurückzukommen: Wenn Booking.com erfährt, dass das 5-Sterne-Hotel Ritz in Betlehem in Wahrheit ein Schafstall mit offenen Krippen und drei morgenländischen Oberkellnern ist, Booking.com aber weiterhin 5-Sterne-Aufenthalte dort vermittelt, dann haftet der Vermittler sehr wohl. Das nennt sich dann nämlich arglistige Täuschung.

      Die Haftungsregeln für Plattformen SIND ausgewogen. Wenn sie verschärft werden sollen, kann das also nur den Zweck haben, den Plattformen zu schaden. Kein Wunder, dass die ganzen Print- und TV-Medien zu den eifrigsten Verfechtern immer neuer Regulierung zählen.

      • Ein Makler hat aber sehr wohl eine Verantwortung und auch eine gewisse Haftbarkeit.

        Ich habe zwei Jahre lang z.B. eine Plattform betreut (Programmierung) ähnlich wie mydeals.
        Die Plattform ist am Ende nur dazu da, den Nutzer zu verarschen und ihm massenhafte Abos anzudrehen, welche einem einfach so 100€ in Rechnung stellen. Das geschieht wissentlich und willentlich. Aber natürlich ist die Seite nur Vermittler und damit fein raus.
        Ich weiß aber auch, dass fast alle Nutzer sich beim support dieser Seite melden, wenn es um Beschwerden und Kündigungen geht. Die macht natürlich nix und lässt das Abo schön in das nächste Jahr laufen. Sind ja nur Vermittler und nicht die *insert random Zeitschrift*.
        Das kann man nicht als ok bewerten und der Wunsch, dass darüber evtl. diskutiert wird, ist nicht unbedingt verkehrt. Nicht unbedingt Haftbarkeit, aber einen gewissen Grad an support, wenn ein Produkt von einem bezogen wurde.
        In dem Fall würden die print-Medien aber auf die Barrikaden gehen, denn die verdienen sich an solchen Modellen eine goldene Nase.

  7. Für viele Menschen ist Informatik halt noch Magie. Die denken da schreibt man ein paar Zeilen und dann sieht das Programm ob es sich um Terror oder ein normales Waffenvideo handelt und filtert es entsprechend.

    Dass das aber mit einer hohen Trefferrate aber gar nicht umsetzbar ist checken die nicht. Vor allem können Terrororganisationen usw ihre Videos ganz einfach anpassen, bestimmte Dinge nicht mehr zeigen oder sagen, und schon passiert es wieder den Filter. Anderes wird gefiltert, obwohl es das nicht sollte. So weit ist die Technik dann einfach doch noch nicht

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