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Die drei großen Namen im Konsolen-Geschäft zeigen sich so einig wie sonst selten. In einer gemeinsamen Stellungnahme vom 17. Juni sprechen sich Nintendo, Microsoft und Sony gegen die von Trump angekündigte Ausweitung der Strafzölle auf chinesische US-Importe aus. Die Hardware-Hersteller kritisieren die Tarif-Maßnahmen als hochgradig schädlich für die Spiele-Industrie. (Via)

Wird Trump natürlich herzlich egal sein. Es wird Zeit, dass die ganzen Nationen, die die USA mit Strafzöllen belegen, neue Bündnisse und ggf. Zollfreiheiten aushandeln, von denen wiederum die USA ausgeschlossen sind – damit auch ein Donald Trump endlich mal merkt, dass er sich nicht alles erlauben kann und dass die USA nicht das Zentrum des Universums sind. So sehr ich das Land und die Amerikaner liebe, aber es wird Zeit, dass die USA wieder von einem richtigen Präsidenten und Politiker geleitet werden und nicht von einem selbstverliebten, sturen Wirtschaftsboss…

Hier ein Auszug aus dem Statement von Sony, Nintendo & Microsoft:

„Die Lieferkette für Videospielkonsolen hat sich in China im Laufe vieler Jahre durch Investitionen unserer Unternehmen und Partner entwickelt. Es würde zu erheblichen Störungen in der Lieferkette führen, wenn die Beschaffung vollständig in die Vereinigten Staaten oder ein Drittland verlagert würde, und die Kosten – auch über die Kosten der vorgeschlagenen Zölle hinaus – für Produkte, die bereits unter engen Margenbedingungen hergestellt werden, würden steigen.

Jede Videospielkonsole besteht aus Dutzenden von komplexen Komponenten, die aus verschiedenen Ländern stammen. Eine Änderung auch nur eines Lieferanten muss sorgfältig geprüft werden, um die Risiken bei Produktqualität, Zuverlässigkeit und Verbrauchersicherheit zu minimieren. Zölle würden die Geschäfte unserer Unternehmen erheblich stören und hohe Kosten verursachen, die den Umsatz von Videospielkonsolen und den Spielen und Dienstleistungen, die die Rentabilität dieses Marktsegments steigern, beeinträchtigen würden.

Aufgrund der starken Abhängigkeiten zwischen Videospielkonsolen und Spielesoftware und der Preissensibilität der Käufer von Videospielkonsolen, würden Zölle auf Videospielkonsolen nicht nur unseren Unternehmen, Verbrauchern und Einzelhändlern, sondern auch den Tausenden von kleinen und mittelgroßen Software- und Zubehörentwicklern in den USA unverhältnismäßig schaden. So hätten diese Tarife einen Schadenseffekt, der sich über das gesamte Ökosystem der Videospiele erstreckt.“

15 KOMMENTARE

  1. Trump hat durchaus Recht damit, daß die Chinesen sehr von der liberalen Handelspolitik der Amerikaner profitiert haben während sie selber Protektionismus in großen Stil betreiben, das geistige Eigentum anderer Länder nicht respektieren und überall ihre Wirtschaftsspione haben. Ihnen sind diese Privilegien eingeräumt worden als ihre Wirtschaft noch wesentlich schwächer war. Es ist an der Zeit, daß sich etwas ändert. Man kann sich natürlich an Trumps Methoden aufhängen, Fakt ist aber auch, daß China auf alle Vorstöße in diese Richtung immer äußerst negativ reagiert hätte. Trump ist wahrscheinlich der richtige Typ diese Veränderungen durchzusetzen.

  2. Die USA tun eine Sache für die ich sie bewundere. Sie machen das was sie für richtig halten, bedingungslos. Konkurrenz war schon immer der Motor menschlichen Fortschritts. Wenn jemand ein Problem damit hat was die Amis machen, gut stoppt sie, haltet sie auf. Wir leben leider immer mehr in einer Welt (zumindest in Westeuropa) in der sich der der Starke für seine stärke rechtfertigen muss.

    In den USA sagen Politiker wenigstens noch das sie die Interessen Ihres Volkes bedingungslos verteidigen. Ich Deutschland würde es dafür jetzt einen politischen Aufschrei und 20 Spiegel Kolumnen zu dem Thema geben. Bravo.
    Ich würde vielen Leuten mal raten aus ihrer german Bubble raus zu kommen. Da draußen in der weiten Welt sehen viele Menschen die Dinge ganz anders als wir, nicht nur in den USA.

    • Oh ja wie bewundernswert es doch ist, wenn der Starke seine Stärke bedingungslos auszuspielen weiß, einfach toll und nachahmenswert.
      Wie zu Kolonialzeiten. Einfach fantastisch.

      Wo wohl Nordamerika heute stünde, wenn wenn jeder jederzeit nur auf sein eigenen Wohl bedacht wäre.
      Oder wie zu Zeiten der vorletzten Jahrhundertwende wo auch alle dachten sie sind besonders stark. So stark das es die Menschen gar nicht erwarten konnten, dies vor aller Welt in einem „schnellen“ Krieg zu beweisen und mit Inbrunst zu den Waffen griffen.

      Einfach mal anschauen „They Shall Not Grow Old“, läuft gerade im Kino.
      In Europa, oder auch weltweit, scheinen wir gerade von dieser Zeit gar nicht mehr weit weg. Anscheinend brauchen wir aller 3 Generationen so ein Ereignis, da wir uns von unserer Stärke ansonsten zu sehr berauschen, oder warum auch immer.

  3. Donald Trump ist ein richtiger Präsident.
    Und einer der bisher besten, die das Land gesehen hat.
    Seit dem Trump Präsident ist, geht es dem Land wirtschaftlich so gut wie noch nie.
    Niedrigste Arbeitslosenzahlen etc.

    Es wurde Zeit, dass die USA genau DAS macht, nämlich sich dort positionieren, wo es steht, und sich nicht immer kleiner machen lassen von anderen Ländern, weil es angeblich ja so groß ist, was es jahrelang nicht gemacht hat.
    Das Stärke zeigen nicht gleichbedeutend ist mit sich beliebt machen, ist leider so und sieht man ja eindeutig daran, wie gut Trump in der Welt ankommt.

    • Stärke zeigen bedeutet also, sich wie ein Arschloch zu benehmen und sich in der halben Welt unbeliebt zu machen. Alles klar.

      In einer Zeit der Völkerverständigung und der Staatengemeinschaften ist eine solche Sheriff-Haltung meiner Ansicht nach nicht mehr zeitgemäß.

      Was die niedrigste Arbeitslosigkeit angeht, so habe ich neulich irgendwo nen Artikel gelesen, dass dies noch Früchte der Obama-Regierung sind und sich Trump hier mit „fremden Federn schmückt“.

      • Natürlich sagen sie das es Obama war weil sie Trump nicht mögen. Gibt genug Zeug im Netz das zeigt wie Biased die alten News channel gegen Konservative sind und besonders Trump. Man kriegt aber auch infos wann besonders Investitionen von Firmen zunamen und zwar als Trump Präsident wurde.

        Ja er ist ein Arschloch aber wenigstens ist er gegen PC und will seinem Land helfen nicht wie Merkel die nicht mal eine Mini Deutsch Flagge halten will.

      • Ja und Nein, Trump profitiert von der unglaublich schlechten Politik der Obama-Regierung, indem er die Misspolitik einfach Rückgängig macht! Darauf reagieren die Märkte der USA ziemlich gut. Dies läuft Konträr zu dem umgekehrten Fall (Merkel), wo die Vorgängerregierung gute Wirtschaftspolitik gemacht hat (Agenda 2010) und Merkel dadurch gut durch die Finanzkrise gebracht hat.
        Wirtschaftspolitisch ist Trump genau der Präsident den die USA gebraucht hat. Wirtschaftlich ging es dank China stark Bergab und daher sind diese Zölle usw die logische Konsequenz, da im Moment viele von den USA abhängig sind, jedoch die USA nicht von anderen. Wäre die Politik wie vorher weitergelaufen, wäre die USA Wirtschaftlich verkommen.
        Das einzige was an Trumpeltier halt wirklich Grenzwertig ist, ist die Präsentation der einzelnen Maßnahmen, aber ansonsten fährt er genau die Politik die die USA benötigt

        • Die Agenda 2010 als gute Wirtschaftspolitik zu bezeichnen halte ich aber für gewagt. Ok, es gibt Menschen die haben davon profitiert, normale Arbeitnehmer gehören aber nicht dazu.

    • Selten sowas dummes gelesen. Die Arbeitslosenzahlen sind nicht am niedrigsten, sie sind bei 3.9%, in den 70ern waren sie niedriger und auch schon unter 2%. Davon mal ab das dies alles auf Pump basiert. Werden die Zahlungen mal weniger, was passieren wird, geht die Arbeitslosenzahl wieder steil nach oben. Aber so kann man sich seine Präsidentschaft natürlich auch schön machen, juckt den dummen Ami nicht.

      Die USA lassen sich nicht immer kleiner machen, sie werden es und mit solchen Maßnahmen geht es nur noch schneller. Die Nachkriegs USA gibt es nicht mehr, Europa hat sich erholt und Asien hat oder holt grade auf, dagegen macht die USA kaum Fortschritte und stagniert teils bzw. entwickelt sich zurück.

      Wer meint Abschottung würde „gut“ sein, sollte mal nen kurs in Wirtschaft besuchen xD

      • Du solltest über den Grundkurs Wirtschaft hinaus schauen… Er betreibt keine Abschottung, sondern nutzt die Marktmacht der USA in einigen Segmenten aus, indem er Zölle USW. Hierdurch schöpft er auf Kosten anderer Länder die Mittel ideal aus. Das ist durchaus Rational und eine bewährte wirtschaftspolitische Maßnahme. Davon profitiert die Wirtschaft der USA momentan Massiv, da diese nicht stark auf Importe angewiesen ist und die Exporte trotz Zöllen konstant bleiben (Marktmacht). Dafür spricht ebenfalls das steigende Wirtschaftswachstum der USA, da die Binnenwirtschaft extrem von den Maßnahmen profitiert. Der USA geht es so gut wie lange nicht mehr. Wo du allerdings recht hast, ist das Abschottung keine intelligente Strategie ist, jedoch wird diese ja auch nicht verfolgt…

        • Das alles geschieht aber ausschließlich auf Staatskosten. Durch seine Steuererleichterungen für Firmen, die an Arbeitsplätze gekoppelt sind, erreicht er genau diese Außenwirkung: Mehr Arbeitsplätze und profitablere Firmen. Aber wie gesagt nur auf Staatskosten und nicht von sich selbst aus, mit der Konsequenz, dass die Staatsschulden (weiterhin) in die Höhe schießen wie sonst was. Sobald jemand diesen Zustand nicht mehr rechtfertigen kann, fällt das Kartenhaus in sich zusammen, so wie er es in seinem Drohtweet im Falle einer Absetzung seiner Person prophezeit hat. Und die Zölle gegen China treffen sein Land genauso, die sind keine reine Gewinn-Rechnung. Außerhalb Chinas lässt sich Elektronik derzeit nicht billig produzieren und die entsprechenden Konzerne werden den Teufel tun, ihre Kosten nicht an den Konsumenten weiterzugeben. Das Resultat seiner Politik ist ein wirtschaftsschwacher Kleinbürger, der gar nicht so recht mitbekommt, wie ihm sein Lebensunterhalt durch die Finger rinnt, während er sich mit seinen Buddies aus Milliardenkonzernen die Taschen vollstopft.
          Dabei finde ich den grundsätzlichen Zollgedanken nicht unbedingt falsch. Speziell China pumpt z. B. seine Stahlindustrie tatsächlich enorm mit Fördermitteln auf, um die Weltwirtschaft so über Dumping von sich abhängig zu machen. Daher ist es grundsätzlich nicht falsch, diesen Umstand umkehren zu wollen und so einen fairen Wettbewerb wiederherzustellen. Allerdings muss man doch erkennen, dass die Zölle, die er vergibt, keineswegs kalkulierte Stellschrauben sind, mit denen ein Gleichgewicht hergestellt wird, sondern mit denen er (mehr oder weniger) planlos um sich schlägt oder mit ihnen droht, sobald ein Land ihm gegen den Strich geht.
          Und ein Präsident, der keinen Tag übersteht, ohne mindestens fünfmal wenigstens wissentlich falsch zu informieren und in der Regel eher schlichtweg zu lügen, ist einfach kein guter Präsident.

        • Abschottung ist vielleicht nicht sein Ziel, aber letztlich eine Konsequenz seiner Politik. Ob die USA davon langfristig profitieren wird sich erst noch zeigen müssen, denn Maßnahmen die sofort etwas bewirken sind leider oft nur ein Strohfeuer.

    • Ja das ist die Antwort die wir alle brauchen in der heutigen Zeit.
      Jeder für sich, jeder allein.
      Wer gerade mal stark ist und Ressourcen hat die gebraucht werden, führt und bestimmt die Regeln, denn das bleibt ja dann auf ewig so.
      Die Menschheitsgeschichten sprüht gerade so, vor solchen Erfolgsgeschichten.

      Noch bedauerlicher als Leute wie Trump, sind nur die Kleingeister, die diese Art der Politik auch noch bejubeln.

      • „Noch bedauerlicher als Leute wie Trump, sind nur die Kleingeister, die diese Art der Politik auch noch bejubeln.“

        …besser zusammenfassen kann man es nicht!

    • Da würden mir noch ein paar Gründe mehr einfallen die USA mal international zu sanktionieren und boykottieren. Vom Ausspähen verbündeter Nationen über CIA Coups in Entwicklungs- und Schwellenländern bis hin zu Kriegsverbrechen und bewiesenen Lügen vor der UN war da eigentlich alles dabei.
      Und das ist nicht nur Präsident Trump, alle Präsidenten der jüngeren Geschichte haben auf die ein oder andere Weise internationales Recht gebrochen. Schaut euch einfach mal diese Liste an und erklärt mir mit gutem Grund warum die USA nie nach Den Haag müssen und nie sanktioniert werden:
      https://en.wikipedia.org/wiki/United_States_involvement_in_regime_change#Cold_War_Era

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