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Der US-Präsident überträgt nun Wahlkampfauftritte live im Internet – auf der Gaming-Plattform Twitch. (Via)

Man kann über den Mann sagen, was man will, aber er weiß scheiße nochmal, wie man sich vermarktet. So sehr ich mir wünsche, dass er keine zweite Amtszeit bekommt, so sehr bin ich mittlerweile skeptisch, dass es einen Kandidaten bei der Demokraten gibt, der Trump das Wasser reichen kann…



15 KOMMENTARE

  1. Vor ein paar Wochen waren noch die Videospiele schuld an den ganzen Amokläufen und jetzt streamt er auf Twitch… Der Mann hat doch überhaupt keine Agenda, ich hab noch nie einen größeren Opportunisten gesehen.

  2. Den Kandidaten gibt es sehr wohl. Es ist derjenige, der schon 2016 gegen Trump gewonnen hätte wenn “Crooked Hillary” und der DNC ihn nicht mit massivem Betrug um die Kandidatur gebracht hätten: Bernie Sanders. Diesmal hat er exakt das gleiche Problem. Alle die in den USA Macht und etwas zu sagen haben sind gegen ihn und die große Schwierigkeit ist, die Vorwahlen zu gewinnnen. Sollte er das schaffen, wird er Trump nicht nur besiegen sondern komplett vernichten. Seit Anbeginn der Zeiten führt er in jeder Umfrage, teils mit 2 stelligen Prozentzahlen. Und das sogar in Texas, in dem die Reps so ungefähr das darstellen was die CSU in Bayern ist (oder früher mal war). Wenn die beiden in den Debattenring steigen wird Bernie ihm seine Korruption und die gebrochenen Versprechen um die Ohren hauen, mit denen er sich in den Swingstates die Präsidentschaft erschwindelt hat während Trump im Gegenzug aber auch gar nichts in der Hand hat. Gegen die beiden anderen Favoriten bei den Demokraten sieht er allerdings wesentlich besser aus. Joe Biden (Vize von Obama, daher bekannt) ist Hillary 0.5, genauso korrupt und von seiner Politik und Abstimmungsverhalten her ein Republican in der falschen Partei, der aber nicht mal das Argument “erster weiblicher Präsident” in Anschlag bringen kann. Elizabeth Warren vertritt zwar oberflächlich betrachtet die gleiche Politik wie Bernie, ist hat aber auch einige dunkle Flecken in ihrer Vergangenheit die Trump gnadenlos gegen sie verwenden wird und ist generell die weichgespülte Variante von Bernie bei der man im Gegensatz zu ihm nie sagen kann, ob sie sich auch wirklich für die Anliegen und die Politik einsetzt die sie angeblich vertritt. Meine Einschätzung zusammengefasst: Gegen Bernie hätte er keine Chance, gegen Biden sehe ich ihn im Vorteil und bei Warren steht es 50:50.

    • Bin auch Bernie-Fan, sehe die ganze Sache aber nicht so positiv wie du.
      Denke aber, dieser Mann wäre das beste, was den USA passieren könnte.
      Wie du schon sagst, es wird vor allem auf die Vorwahlen ankommen – und ich traue den Demokraten im Moment einfach nicht zu, klug genug zu sein hier Sanders zu wählen.

    • Kann ich mir nicht vorstellen. Sanders ist knapp 80, das macht Trump zum Thema und das reicht dann schon für seine Fans. Die Sprüche kann ich mir jetzt schon ausmalen.

      Irgendweche Vorwürfe Richtung Trump perlen eh wieder ab. Was soll da noch kommen? War doch alles schon da. Wenn du ihn nicht dabei erwischst wie er eine US-Fahne abfackelt, kann der sich ja anscheinend alles erlauben.

      • Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, u. a. Deutschland, ist das Verbrennen der eigenen Flagge in den USA von der Meinungsfreiheit gedeckt.
        In Deutschland hingegen wäre sogar eine Gefängnisstrafe möglich.

      • Trotz seinem Herzinfarkt neulich ist Bernie sowohl körperlich als auch geistig immer noch wesentlich fitter als ein übergewichtiger Trump, der auch nicht mehr gerade der Jüngste ist sich bekanntermaßen nur von Junkfood (und vermutlich Antidepressiva) ernährt.
        Abgesehen davon wird er sich eine passende Vizepräsidentin suchen (jung, aus einer Minderheit), die seine Politik weiterführt falls ihn wider Erwarten seine Gesundheit im Stich lässt.
        Es kommt auch nicht darauf an, Trump seine Hardcore-Fanbasis abspenstig zu machen. Das ist zum einen nicht zu schaffen, zum anderen kommt es auf die auch nicht an weil sie eine Minderheit sind. Bernie mobilisiert die Jugend und die Leute, die nach 2 mal Obama Trump gewählt haben, weil der ihnen wenigstens vorgelogen hat, etwas gegen das Establishment zu tun, von dem sie wissen, dass es gekauft ist und nie etwas für ihre Interessen unternimmt. Bernie hat eine über 40jährige praktisch makellose politische Bilanz in Sachen Einsatz für die kleinen Leute auf die er verweisen kann und hat z.B. Amazon und Disney als große Arbeitgeber dazu bewegt, von sich aus den Mindestlohn auf 15$/Stunde anzuheben. Und das als einfacher Senator. Mit ihm als Präsident würde es gewaltig krachen in Washington und deshalb werden seine Gegner – sämtliche Großkonzerne, die Massenmedien und die demokratische Parteiführung – alles tun um ihn zu verhindern.

  3. Da kann man mal sehen wie weit Twitch von seiner ursprünglichen Intention eine Live-stream Gamingplattform zu sein abgedriftet ist.
    Je größer die Seite wurde desto mehr wurde bzw. wird sie instrumentalisiert um zu beeinflussen und Marken und Produkte zu verkaufen.

    Schade.
    Ich mochte die Streams von Leuten, die ihre Leidenschaft des Spielens mit anderen teilen wollten einfach aus der Intention heraus es anderen Leuten zu zeigen und nicht um Geld damit zu verdienen.
    Klar solche Streamer gibt es auch heute noch, aber die sind schwer aufzufinden und selbst die Kleinen fangen ja nicht an zu streamen, weil sie zeigen wollen wie sie spielen, sondern eben um Geld zu verdienen.

    Und vom ganzen politischen Einfluss etc. will ich gar nicht erst anfangen.

    • Die Zeit ist mal wieder Marcel Reif…

      Irgendwie regen sich alle immer überall über die Folgen des Kapitalismus aber jeder findet ihn gut *shrug*

  4. Was mir dabei auffällt: Er vermarktet sich nicht mehr so intensiv in seiner Funktion als Präsident sondern mehr als seine Person. Ich folge seinen beiden Twitter-Accounts, dem offiziellen und seinem eigenen. Zu Beginn seiner Amtszeit hat er noch öfter seinen Amts-Account benutzt, bzw. teilweise Nachrichten auf beiden Kanälen gepostet. Mittlerweile geht das meiste über seinen persönlichen Account und der POTUS teilt nur noch. Auch bei dem Bild des Twitch Streams ist zu erkennen, dass der Stream nicht vom Weißen Haus oder dem “POTUS” oder ähnlichem, jedenfalls von Seite des Amts aus, läuft, sondern Donald Trump selbst heißt.
    Was er damit bezweckt, weiß ich nicht. Ist mir nur aufgefallen, vielleicht hat ja jemand eine Idee. Möglicherweise hängt es damit zusammen, dass er angeblich einen eigenen Nachrichtensender plant.

    • Seinen eigenen Sender hat er doch schon. Nennt sich Fox News und ist zu allem Überfluss auch noch der meistgesehene Nachrichtenkanal.

    • Wahlkampf ist Privatangelegenheiten und darf nicht mit der Amtsfunktion vermischt werden. Deshalb keine amtlichen Logos – und die Rechnungen für das ganze Drumherum gehen auch nicht ans Weiße Haus, sondern an die Wahlkampforga des Kandidaten.

      Trump hat sein ganzes Leben damit verbracht, seine Person als Marke aufzubauen und dann dadurch Geld zu verdienen – und das macht er eben auch als Präsident.

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