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Mit einem provokanten Torjubel sorgten die türkischen Nationalspieler im Qualifikationsspiel gegen Albanien für Empörung. Der türkische Verband teilte das Jubelbild anschließend sogar auf Instagram. Jetzt ermittelt die Uefa. (Via)

War ja klar, dass Erdogan mal wieder die Fußballer instrumentalisiert – wie er schon mehrfach (u.a. mit Özil) gemacht hat. Die türkischen Spieler haben halt ne Vorbildfunktion und kommen gut an. Nach der schwächelnden Wirtschaft, dem freien Fall der türkischen Lira und diversen Wahlschlappe in letzter Zeit bröckelt Erdogans Macht. Umso mehr lässt er sich für den türkischen Einmarsch in Syrien feiern bzw. schlachtet diesen vermeintlichen Sieg für sich aus.

Wie ich immer sage: Sport muss unpolitisch sein. Wer dagegen verstößt, wird bestraft. Das ist beim eSports im Fall Blitzchung so und muss auch in diesem Fall so sein. Geldstrafe? Punktabzug? Was meint Ihr?

12 KOMMENTARE

  1. Leider war das auch nicht nur eine spontane Aktion nach einem Torjubel, sondern nach dem Spiel wurde noch nachgelegt.
    https://www.instagram.com/p/B3fp3oBn0AF
    Can und Gündogan haben aus dem letzten Vorfall auch nichts gelernt und das Jubelfoto gelikt. Inzwischen haben sie es wieder entlikt und Can meinte er habe beim Liken nicht auf den Inhalt geachtet und sei natürlich gegen jede Art von Krieg.
    Ich finde auch Fußballer dürfen ab und zu das Hirn einschalten.

  2. Sport wird niemals unpolitisch sein. Länder wie zum Beispiel Katar, versuchen schon lange sich mit Sport ein saubers Image zu verpassen und so Menschenrechtsverletzungen abzulenken, weil wenn europäische Sportler sich von so einen Land Sponsoren lassen, ist im dem Land ja alles in Ordnung, da ja der FC Bayern sich von einen Staatsunternehmen von Katar Sponsoren lässt.

    Solange es so was gibt, steh es jeden Sportler und Moderator auch auf Veranstaltungen frei sich offen zu politischen Missständen zu äußern, denn sonst hört ihn keiner. Ein Podest der niemanden stört, wird nun mal nicht wahrgenommen.

  3. Der Unterschied zu Blitzchung: Hier pöbelt der Große gegen den Kleinen; das ist OK. Nur wenn der Kleine gegen den Großen aufmüpfig wird, wird bestraft – schließlich will man sich beim Großen nicht unbeliebt machen. Der Kleine interessiert nicht. Ich glaube deshalb kaum, dass hier viel gemacht wird

  4. Wieso, dir Türkei zeigt endlich offen ihr dreckiges Gesicht. Bei diesem Krieg geht nicht um Terrorabwehr oder Wirtschaft, es ist ein Vernichtungsfeldzug. Die Kurden sollen nach Ankaras Plan aus Ihrer Heimat vertrieben werden, so schlägt Erdogan 2 Fliegen mit einer Klappe. Die Kurden werden möglicht weit weg getrieben um sie von der Türkei fern zu halten. Arabische Kriegsflüchtlinge die in der Türkei leben werden von dort auf die Kurdengebiete umgesiedelt um endlich für ruhe im eigenen Land zu sorgen. Und was solls schon wenn Menschen in der syrischen Wüste verdursten, hat doch bei den Armeniern auch wunderbar geklappt.
    Das wahrscheinlich Tausende IS Kämpfer aus ihrer Haft ausbrechen ist ein netter Nebeneffekt. Die türkische Armee ist für jeden islamistischen Söldner dankbar der Ihr die dreckige arbeit abnimmt.

    Wenn es ein Volk im nahen Osten gibt für das ich immer eine gewisse Sympathie empfunden habe waren es die Kurden. Eines der wohl zivilisiertesten und nach humanistischen Standards fortschrittlichsten Völker der Region. Im Bereich der Frauenrechte echte Vorreiter, die auch im Gegensatz zu den Nachbarn vergleichbar wenig Raum für religiösen Extremismus lassen.

    Aber mit den Kurden werden wohl auch Ihre Werte gehen. Was anstelle Dessen kommt kann sich jeder vorstellen.

  5. Stimmt schon Politik hat nichts im Sport zu suchen, hätten sich die Spieler mit irgendwas dahingestellt was gegen Erdogan gewesen wäre, hätte sie die halbe Welt dafür gefeiert.

    Im übrigen der Krieg in Syrien hat nicht seit dem Einmarsch der Türkei damit begonnen. Denkt an die Flüchtlingskrise.,,,

    Wir können hier in Deutschland von Glück davon reden das in einem Nachbarland kein Krieg ist, deswegen können wir das garnicht neutral betrachten oder?

    • Und was willst du uns damit jetzt sagen ? Dass das Vertreiben von Zivilisten eigentlich gar nicht so schlecht ist wie es klingt.. man muss es halt nur neutral betrachten ?

      Die Kurden führen seit Jahren einen erbitterten Krieg um ihrer Heimat zu verteidigen. Gegen den IS, gegen arabische Mörderban… ich meine Rebellen. und nun auch noch gegen einen hochgerüsteten Natostaat. Beschissener kann es wohl nicht mehr laufen. Ein Bürgerkrieg ist eine Sache, eine Überfall eine andere.

      Nur weil die Kurden keinen offiziell anerkannten Staat besitzen hat Ihr Land weniger wert als das andere Völker ? Warum besetzt die Türkei bis heute Land auf dem überhaupt keine etnischen Türken leben. Fragen über Fragen.

      Dieser Konflikt ist nicht moralisch grau ! Er ist von nichts anderem weiter entfernt.

  6. Die UEFA ist ja “zum Glück” geübter darin, in solchen Fällen Sprachen auszusprechen. Da wird sie hoffentlich was passendes finden. Denke Punktabzüge wird es nicht geben, aber finanziell sollte da sicher was gehen.

  7. Ausschließung von der jetzigen EM und allen EM’s und WM’s die noch folgen werden. Solche “Menschen” brauchen wir nicht im Fußball

    • Und wenn es dann soweit kommt, sind alle bei der UEFA Türkeihasser und der “Präsident” fordert den türkischen Fußballverband, sich dem asiatischen Pendant anzuschließen. ^^

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