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Jan Böhmermann sähe glücksspielartige Spiele wie Coin Master gern auf dem Index […] Wie die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien jetzt mitteilte, ging nach Böhmermanns Aufruf »eine Vielzahl an Anträgen bzw. Anregungen zur Indizierung des Spiels« ein. Deswegen wird Coin Master nun tatsächlich auf jugendgefährdende Inhalte geprüft. (Via)

Schon spannend, dass erst ein Böhmermann die Diskussion über mobile Abzockspiele ankurbeln muss, damit da mal was passiert. Wäre schön, wenn die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien danach gleich die vielen anderen mobilen Abzockspiele prüft. Und was ist eigentlich mit Fifa – sind die UT-Booster nicht auch Glücksspiel, Pay2Win und Abzocke? Können die gleich mitprüfen, wenn es nach mir ginge…



22 KOMMENTARE

  1. Was ist der Unterschied von Böhmermann und Coin Master? 🙂
    Bei Coin Master zahlt man freiwillig!
    Bei Böhmermann muss man zahlen! Danke GEZ!

  2. Durch Malternativ und sein Format auf YT ist zum Beispiel auch schon Bravo Lotto überprüft worden evtl ist da ja ne Zusammenarbeit drin Steve 🙂

  3. Denke das Thema wird uns noch länger beschäftigen, auch was Lootboxen und Co. betrifft. In den USA wird aktuell eine Sammelklage gegen Epic Games wegen Fortnite angestrebt. Vorwurf ist da, dass Epic extra Psychologen eingestellt hat, um das Spiel möglichst süchtig zu machen, ohne davor zu warnen. Letztendlich versucht fast jedes Spiel durch eine Belohnungsspirale die Spieler am Spielen zu halten. Was dabei rauskommt betrifft also die ganze Industrie.
    https://www.sueddeutsche.de/leben/fortnite-computerspiel-gericht-1.4635286

  4. Steve, könntest du die entsprechenden Spiele nicht melden?

    Immerhin geschieht so eine Prüfung von der BPjM ja nur auf Antrag und die kann nur von Amtsinhabern und Lehreinrichtungen gestellt werden.

    Gerade FIFA dürftest du von mir aus gerne auf den Deckel geben … 😀

  5. Bitte lootboxen nicht mit dem System bei coin Master verwechseln. Bei coin Master dreht man halt ganz offensichtlich ne slot Maschine, was das ganze klar als ein glücksspiel labelt. Bei der lootbox läuft das am Ende zwar ähnlich, aber im Hintergrund. Zusätzlich jugendgefährdend ist bei coin Master halt das die Slot Machine als Einstieg ins Glücksspiel in der bar um die Ecke gesehen werden kann

  6. Ich weiß nicht so recht. Klar ist das Abzocke, aber ich finde das Indizierungen hier übertrieben sind. Wenn man z.B. Fifa prüft, kann man auch Hearthstone und Overwatch prüfen (finanzieren sich beide hauptsächlich über Lootboxen) oder auch Star Citizien (hier werden die Spieler so perfekt über den Tisch gezogen das sie die Abzocke immer noch regelmässig verdeitigen). Es sollten lieber höchstgrenzen für Ingame Transaktionen vorgeschrieben werden. also im Monat pro Game zum Beispiel maximal hundert Euro. Das tut zwar immer noch weh wenn das Kind die Kreditkarte findet, ruiniert aber nicht gleich komplett die Finanzen.

    • Eltern sollten einfach generell ihren Kindern beibringen welche Gefahren davon ausgehen und sicherstellen das diese Wissen welchen Wert Geld hat.

      Ansonsten stimme ich dir zu. Wo zieht man die Grenze? Ich finde das ist nicht so leicht zu beantworten.

      • Das mit der Erziehung ist meistens nicht so einfach wie man denkt und funktioniert bei dem Nachwuchs in meinem Freundeskreis nur bedingt wie geplant. Bei mir selber hätte es mehr Abschreckende Wirkung gehabt wenn meine Eltern solche Spiele selber gespielt hätten und mir vorgeschwärmt hätten wie toll das ist und ob wir nicht zusammen spielen wollen. Kann mich noch erinnern wie ich eine längere Predigt über die Gefahren des Alkohols bekommen habe und ein paar Stunden später von meinen Freunden heim gebracht werden musste weil ich sternhagel voll war. Pupertät in seiner reinsten form 😉

        • Naja in gewisser Form ist das ja auch normal. Im Bezug auf Geld erinnere ich mich noch gut an meine erste internet “liebe” die dann plötzlich 2 Wochen kein Internet mehr hatte. Was haben wir gemacht? Fast den ganzen Tag übers damals noch neue Handy telefoniert.

          Das Ende war eine Riesen Rechnung 😀 Solange man aus sowas lernt finde ich das nicht so schlimm.

      • Finde ich richtig so. Leider sind (mittlerweile (heranwachsende U30)) Eltern, heute schon nicht mehr gebildet genug um solche Gefahren zu erkennen. Außer die, die sich vielleicht mit der Materie auskennen.

        Dort hat die Bildung der letzten Jahre einfach versagt. Wie Steve bin ich auch dafür, dass man in der Schule diese Themen unbedingt aufgreifen sollte! Ich bin als Jugendlicher genug in solche “Spar Abos” gefallen, von Jamba und Co, nur weil ich für mein Nokia 3310 den neusten hintergrund in pixeln haben wollte.

        Eine Grenze ist echt schwer zu ziehen, die Frage die ich mir stelle ist, wo macht man einen Unterschied zwischen Boostern (zum Beispiel Magic the Gathering) und lootboxen (wie welche von lootchest.de) und lootboxen von virituellen Gütern und was wäre eine akzeptable Grauzone?

      • Gerade weil die Grenze nicht so einfach zu ziehen ist wählen wir doch Vertreter die sich eigentlich drum kümmern sollten… Und ja, Hearthstone und Overwatch haben auch diese Glücksspiel ähnlichen Mechaniken, das gilt es gar nicht zu verteidigen sondern zu verhindern. Wir haben auch strenge Waffen Gesetze, damit nicht jeder Hinz und Kunz sich sein Leben ruiniert…

        @steve: kannst du nicht als Lehrer/Beamter der bpjm prüffälle vorschlagen?

      • Du gehst davon aus, dass Erwachsene da anders sind? Spoiler: SEHR weit gefehlt.
        Kinder sind tatsächlich weit verantwortungsvoller und geben lieber kein Geld aus, wogegen Erwachsene als Zeitvertreib und Ausgleich teilweise Vermögen ausgeben (wir haben Spieler, welche wöchtentlich 4-Stellige Beträge ausgeben – das ist leider kein Scherz).

      • Ob es nur um Kosmetik geht spielt doch bei Themen wie Abzocke und Sucht nur eine geringe Rolle.

        Wenn klein Tim unbedingt den Legendären Skin haben will den es nur jetzt gerade gibt dann wird er genauso dazu verleitet Geld für Lootboxen auszugeben.

        • Und was unterscheidet dann die Lootbox im Spiel mit der muhenden Flasche von Müllermilch? Im Prinzip ist hier für euch alles Glücksspiel bei dem ich nicht zu 100% vorher weiß was drin ist… Selbst das Überraschungsei ist Glücksspiel… Das zu verbieten ist aber nie Thema gewesen

    • Es geht nicht nur um die finanziellen gefahren, sondern auch um das Suchtpotenzial, welches von solchen spielen ausgeht. Das macht der Böhmermann auch Recht gut deutlich in seinem Beitrag.
      Und natürlich liegt die Verantwortung auch bei den Eltern. Doch seid da bitte auch realistisch.

    • Es ist ne Indizierung. Das kann einem als Volljähriger völlig egal sein. Warum ist es dann für dich “übertrieben”? Nicht Volljährig?

    • Man muss ja nicht direkt mit der Indizierungskeule kommen. Ich fände es aber durchaus angemessen, wenn Spiele mit entsprechenden Abzockmechanismen automatisch eine “Ab 18” Einstufen erhalten würden. Und gleichzeitig der Anbieter verpflichtet wird eine Altersverifikation durchzuführen um die Option etwas Ingame kaufen zu könnnen freizuschalten.

      Das würde zumindest die gröbsten Auswüchse etwas eindämmen.

      • Idealerweise solche Abzockmaschen einfach komplett verbieten.

        Sei es Fifa Overwatch oder andere Dinge, es ist und bleibt einfach Abzocke.
        Die Spiele haben früher auch prima ohne Lootboxen funktioniert, und ganz im Ernst da haben die Spiele noch Spaß gemacht wenn man sich solche Sachen selber freischalten musste anstatt sie zu kaufen.

        Es wird langsam Zeit das man dort nen Riegel vorschiebt.

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