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Soeben hat der deutsche WoW-Community-Manager Toschayju im offiziellen Forum seinen Abschied verkündet. Er verlässt Blizzard Europe nach zwölf Jahren. Laut den mir vorliegenden Informationen ist kein Nachfolger für ihn seitens Blizzard geplant. Damit ist die deutsche WoW-Szene zum ersten Mal seit fünfzehn Jahren ohne deutschsprachigen Community-Manager, der auch nur für den deutschen Bereich zuständig ist.

Für mich ist diese Entwicklung ein weiterer “Sargnagel”. In den fast zwanzig Jahren, in denen ich jetzt schon Community-Seiten und Influencer-Arbeit für Blizzard mache, bin ich noch nie so gut supportet wurden, wie in der Zeit von Toschayju aka Mark Klang. Neben dem anderen deutschen Community-Manager Rynundu war er der Erste bei Blizzard Europe, der meine Arbeit für die Company zu schätzen wusste und dies auch angemessen unterstützt hat. Er war sich auch für keine Sache zu schade, tauchte bei mir im Twitch-Chat auf oder übernahm eine kleine Sprecherrolle in Allimania Classic.



Mit Toschayju geht der beste deutsche WoW-Community-Manager, den Blizzard Europe jemals hatte. Dieser Abgang und der fehlende Nachfolger versetzt mich und meine Arbeit für Blizzard “zurück in Steinzeit”. Für mich ist heute ein sehr trauriger Tag und das in vielerlei Hinsicht!

Danke Mark für die tolle Zusammenarbeit. Du wirst der deutschen WoW-Szene fehlen!

18 KOMMENTARE

  1. Ich denke Europa als Gaming Markt ist generell nicht mehr interessant. In der Zukunft wird das Geld mit Pay2Win in Asien gemacht.

    Vor allem vor dem Hintergrund, dass auf dem westlichen Markt für Lootboxen und co. langsam immer mehr dunkle Wolken aufziehen von Seiten der Gesetzgeber.

    Ich denke das ist ein erster Schritt von vielen und das der gesamte EU Support jetzt Stück für Stück abgebaut wird.

    Evtl. wird man einen EU CM behalten, der dann aber in den USA sitzen wird. Ähnlich wie damals als bei Swtor der EU Support eingestellt wurde und der CM in die USA verlagert wurde.

    Habe auch das Gefühl, dass das nächste WoW Addon das letzte werden könnte und man deshalb schon EU Strukturen abbaut, die man ja in erster Linie nur für WoW aufgebaut hatte.

    • Glaube eher, dass man den EU Raum zusammenlegt. Darum auch bei Classic zuerst nur EU Server. Macht auch irgendwo Sinn die EU als ein Land zu sehen. Nicht nett für Deutschland aber für Blizzard als Unternehmen wahrscheinlich sinnvoll.

      • Denke nicht, selbst bei Ubisoft gibts CMs die für Rainbow Six usw je Sprache zuständig sind. Wird wahrscheinlich einer neben WoW nochn kleineres anderes Spiel betreuen dürfen. HoTs oder so.

  2. Oft schreiben ehemalige Mitarbeiter, dass sie neue Herausforderungen suchen. Hier hört sich das eher so an, als wollte er gar nicht aufhören und Blizzard rationalisiert die Stelle einfach weg. Auch wenn du den Inhalt vielleicht nicht sagen darfst, hat er dir da mehr über die Hintergründe erzählt?

      • Frage mich natürlich was noch kommt, wenn das nur ein Teil war. Dass es keine deutsche Synchronisation mehr gibt kann ich mir im Moment noch nicht vorstellen, aber vielleicht Einsparungen im E-Sport-Bereich. Das wäre natürlich ein Schlag für alle, die daran teilnehmen und die Streamer. HOTS spielt seit dem Austieg im E-Sport auf Twitch absolut keine Rolle mehr.

  3. Passt irgendwie zum Heutigen Blizzard. Sie entwickeln sich immer weiter weg von der Community. Natürlich kann man evtl drüber streiten ob man unbedingt einen Community Manager für Deutschland braucht aber ganz ehrlich… Schaden tut es nicht! Und er wird jetzt auch keine Millionen verdient haben… da spart man mal wieder an der falschen Stelle. Aber hey evtl stellen sie dafür ja ein paar mehr für China ein 😉

  4. Für dich ist das natürlich schade, aber für mich als Spieler sehe ich nicht wo das viel Einfluss hat, oder übersehe ich etwas? Ich denke nicht dass der deutsche CM sonderlich Einfluss auf die Entwicklungen bei Blizz hatte.

    • Ich habe natürlich keine Ahnung, wie die Kommunikation zwischen den CM’s und Blizzard läuft. Bei Square Enix allerdings kenne ich den deutschen/europäischen CM und der hat sehr wohl Einfluss. Einmal das direkte Feedback, wie das Spiel bei den Fans angekommen ist und was in Zukunft getan werden kann, um das Produkt noch besser zu machen. Entwickler sitzen gerne in ihren Türmchen und leben ihre Visionen aus. Die Aufgabe des CM’s ist die Brücke zwischen dem Turm und der Community. Zumindest in der Theorie und bei guten Spielentwicklern.

      Zweite Aufgabe ist das Marketing. Die ganzen großen Events, wie zum Beispiel die Gamescom, Fantreffen, Influencerpartys etc. laufen über die CM’s. Nach dem Fernbleiben auf der Gamescom ist dieser Schritt nur logisch für mich. Community? Wer braucht die schon, solange die schön die Spiele weiter kaufen.

  5. Wenn es so gar keinen Nachfolger gibt wurde seine Stelle ja quasi komplett gestrichen bzw. er gekündigt Oo

    Es wundert mich schon echt stark das dort kein Nachfolger kommt. Das wirkt ja fast so als würde Blizzard die komplette Communityarbeit für DE einstellen 😮

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