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Die Energiewende hat den Treibhausgas-Ausstoß in Deutschland Experten zufolge im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gedrückt […] Der Rückgang von mehr als 50 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) im Vergleich zum Vorjahr gehe allerdings nur auf die Stromproduktion zurück. Die Erneuerbaren Energien – also Wind-, Solar- und Wasserkraft sowie Biomasse – hätten einen Rekordanteil von 42,6 Prozent des Bruttostromverbrauchs gedeckt. (Via)

Das klingt doch super und ist eine tolle Nachricht. Auch wenn die Wutbürger diese Nachricht als persönlichen Sieg feiern, weil es ja „auch so ginge“ und „ohne Panikmache“, denke ich, dass dies nur der Anfang ist und wir diesen Weg weitergehen sollten. Was der Klimawandel für Auswirkungen hat, sieht man aktuell in Australien. Wenn uns das keine Warnung ist…



25 KOMMENTARE

  1. Leider ist die Stromerzeugung nur ein kleiner Teil der für den CO2 Ausstoß verantwortlichen Sektoren. Hier ist mal wieder ein grandioses Beispiel von „wir nehmen uns einen kleinen Teil der Statistik, der zu unserer Meldung passt um diese zu untermauern“. Im Gesamtbedarf an Energie liegen erneuerbare je nach Jahreszeit zwischen 12 und 14 Prozent. Klar wir sparen bei der Stromerzeugung ein paar Tonnen CO2 ein, dafür fahren, im Schnitt, mehr Bundesbürger einen PKW denn je. Auch Technik wird zunehmend mehr gekauft und weggeworfen. Zum Glück wird die ja meist nicht in Deutschland gefertigt. Das Ziel für 2020 zu erreichen ist derzeit unmöglich.

  2. Bei den bisherigen Kommentaren muss ich einfach mal wieder Marc Uwe Kling zitieren:

    „Ja, wir könnten jetzt was gegen den Klimawandel tun,
    aber wenn wir dann in 50 Jahren feststellen würden,
    dass sich alle Wissenschaftler doch vertan haben und es gar keine Klimaerwärmung gibt, dann hätten wir völlig ohne Grund dafür gesorgt,
    dass man selbst in den Städten die Luft wieder atmen kann,
    dass die Flüsse nicht mehr giftig sind,
    dass Autos weder Krach machen noch stinken
    und dass wir nicht mehr abhängig sind von Diktatoren und deren Ölvorkommen.
    Da würden wir uns schon ärgern.“

    • Ja, leider ziemlich rechtsversifte Äußerungen von Wahlberechtigten, die leider von populistischen Medien manipuliert würden. Muss man ihnen nachsehen.

  3. Was bringt den die Reduzierung in der Stromproduktion ?
    Wenns dunkel wird oder leicht Windstill wird müssen wir unseren Strom von unseren Kohle-Atom Nachbarn einkaufen, und das funktioniert halt nicht so einfach, das wir einen Knopf drücken und dann der Strom zu uns kommt.
    Das Stromnetz ist halt hochsensibel, deswegen sollten so langsam auch mal die letzten verstehen, das der Strom aus Wind/Sonnenenergie auch ganz böse nach hinten los gehen kann.
    Dazu kommt noch, das die Preise jedes Jahr steigen, sobald die CO2 Steuer kommt, wird der Preis nochmal explodieren, aber dafür haben wir alle ja „demonstriert“ nä 😀

  4. An der Stelle nochmal kurz die Info, dass gerade
    – 1400 Kohlekraftwerke gebaut werden
    – 300 Atomkraftwerke gebaut werden
    – Wir Atomstrom aus Frankreich kaufen, damit sich unsere „Politiker“ in ihrer Bubble auf die eigene Schulter klopfen können

  5. Klingt super, ist es aber nicht!

    Punkt 1: Die CO2-Emissionen sinken schon seit 1990 langsam, aber beständig.
    Punkt 2: Wir kommen von einem Level von ca. 800 Mio. Tonnen jährlich, da sind 50 Millionen nicht viel, fast schon statistisches Rauschen.
    Punkt 3: Der weltweite Ausstoß hat um etwa 400 Mio. Tonnen auf 37 Mrd. Tonnen zugenommen.
    Punkt 4: Sowohl die deutschen Stromimporte aus dem Ausland als auch die Tage mit negativem Strompreis sind auf einen Rekordwert gestiegen.

    Plastisch ausgedrückt: Unseren Überschuss an flatterndem Solar- und Windstrom müssen wir nicht nur ans Ausland verschenken, sondern noch Geld hinterherwerfen. Als „Ausgleich“ müssen wir bei Dunkelflaute immer mehr Strom einkaufen. Und global interessiert unser „Erfolg“ einen Scheiß; die großen Emittenten machen eh nicht mit.

    Hey, aber wir können stolz auf uns sein, immerhin zahlen wir die höchsten Strompreise in Europa. Danke Merkel!

    • Leider kann man dich nach dein letzten Post wo du gesagt hast Windräder rotieren mit überschallgeschwindigkeit nicht mehr ernst nehmen… man weiss einfach nicht ob stimmt was du sagst oder einfach drauflosplapperst

      • Ich darf mich selber zitieren: „Leute, macht Euch mal bewusst, dass die Rotorspitzen fast mit Schallgeschwindigkeit unterwegs sind“

        Lieber Tumtam99, nachdem du offensichtlich freitags hüpfst, statt in Mathe zu gehen, lass es mich dir vorrechnen:

        Es gibt Windräder mit 90 m Rotordurchmesser. Die Rotorspitze legt damit welche Strecke pro Umdrehung zurück? Genau: 2*pi*r = 565 Meter. Wenn sich ein Windrad bei starkem Wind etwa 30x pro Minute dreht, ergibt das 16.956 Meter. Der Schall legt etwa 19.800 Meter pro Minute in der Athmosphäre zurück. Und damit sind wir bei 85% der Schallgeschwindigkeit.

        Von Flugzeugturbinen weiß ich, dass es irgendwo in dem Bereich eine natürliche Grenze gibt, wenn sich die Schaufeln der Schallgeschwindigkeit nähern. Da treten dann irgendwelche Stoßwellen oder sowas auf, was die Turbine zerreißen kann, weshalb Verkehrsflugzeuge deutlich unterhalb der Schallgeschwindigkeit fliegen. Ich schätze, so ähnlich wird es physikalisch bei den Windrädern laufen, weshalb sie bei Sturm außer Betrieb gesetzt werden müssen.

        Du darfst dich jetzt entschuldigen – kann jedem mal passieren – oder einfach blamiert schweigen.

        • Ohne deine Angaben auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft zu haben ist mir schon nach kurzer Zeit überschlagsweise ein Fehler in deiner Berechnung aufgefallen der sich bei nachrechnen bestätigte:

          Durchmesser ist ungleich Radius.

          2 pi r gibt den Umfang an. Korrekt

          Bei einem Durchmesser von 90m ergibt sich ein Radius von 283 m und eben nicht 565 m.

          Alle weiteren Aussagen von dir sind daher nur als heiße Luft zu bewerten.

          Wenn man so selbstbewusst wie du halb- bis Unwahrheiten verbreitet sollte man sich zumindest nicht über die Verletzung der Grundrechenarten angreifbar machen.

          MfG

          • Stimmt, ich habe Rotordurchmesser gesagt, jedoch Rotorblattlänge gemeint. Mein Fehler. Die Rechnung stimmt also.

        • 85m erreichen die Rotorblätter nur im Offshorebereich, sind für deine Argumentation also irrelevant. Onshore sind es idR 65m. Eine Maximalumdrehung von 32 pro Minute erreichen lediglich kleinere Anlagen, größere Drehen sich langsamer.
          Allein durch diese beiden Annahmen reduziert sich die Geschwindigkeit bereits massiv und hat mit Schallgeschwindigkeit nun wirklich nichts zutun. Obwohl ein Techniker/Physiker es mir gerne besser vorrechnen darf/kann/soll.

          Davon ab, um das Thema vom letzten Mal aufzugreifen, ist die Maximalgeschwindigkeit der Windräder einfach irrelevant. Wenn du den absoluten worst-case annehmen willst, dann ja, Windräder sind gefährlich. Nenn mir eine Stromerzeugung, die das nicht ist. Kohlekraftwerke können viel Schaden anrichten (Gruß an BP und Shell im Ruhrgebiet), Atomkraftwerke sowieso. Über die Gefahren von Autos und Zügen sprach ich beim letzten Mal schon. Gerade letztere dürfen wesentlich näher an Siedlungen geführt werden, als es logisch eigentlich zugelassen sein sollte.
          Aber ja, die bösen Schallgeschwindigkeitswindräder explodieren ja praktisch täglich, all die vielen Toten…

          • Selbst bei 65m Blattlänge und 32 rpm erreichst du 13km/Minute, was immer noch 0,7 mach wären. Und natürlich gehts nicht ums laue Lüftchen, sondern um Sturm, der so ein Windrad mal zerlegen kann. Und im Kontext ging es darum, dass du nicht im 1km Umkreis stehen bzw. wohnen willst, wenn das mal passiert. Damit wollte ich schlicht darlegen, dass der Kilometerabstand durchaus seine Berechtigung hat, selbst wenn man über Infraschall u. ä. hinwegsehen würde.

            Und wenn wir schon einen Schwanzvergleich verschiedener Technologien anstellen, dann ist zunächstmal der größte Nachteil des Windrades, dass es keinen verlässlichen Strom liefert. Du kannst mit Windkraft keine Industrienation betreiben. Und alleine vor diesem Hintergrund müssten die Vorteile schon sehr überwiegen. Angesichts der Flächenversiegelung einerseits und des Müllproblems andererseits sind Umwelt- und Naturschutz schonmal keine Vorteile der Windkraft.

          • Wie gesagt, die Dinger drehen sich auch nicht wirklich mit 32 Umdrehungen pro Minute. Und „70% der Schallgeschwindigkeit“ ist soviel nun auch nicht. 70% von 130km/h wären 91km/h. Keine Geschwindigkeit, bei der man auf der Autobahn die Hände vor dem Kopf zusammenschlägt und denkt „fahr doch langsamer, du Idiot!“
            Ebenfalls bleibt bestehen: Wenn ein Atomkraftwerk hochgeht, möchtest du auch nicht im selben Land sein. Wenn so ein Kohlekraftwerk abfackelt, möchte man wenigstens einen Stadtteil weit weg sein, eher zwei. Aber bei Windrädern, die nunmal auch nach modernen Standards gebaut werden, ist das plötzlich ein Problem?

            Und der Nutzen der Windkraft entfaltet sich darin, dass sie im Zusammenspiel mit anderen Energiequellen (Solarenergie wäre sicher eine davon) nicht so störend sind, wie es Kraftwerke sind. Um die Windräder kann man herumbauen, das gestaltet sich bei Kraftwerken schwieriger. Und das Windräder auf Dauer schädlicher für die Umwelt und Natur sind als Kohlekraftwerke…das glaubst nun nicht wirklichst selbst, oder?

          • @ Balnazza: Wenn ich Weltmeister der Relativierungen sind, bist du mein Vizemeister! 😉 Sagen wir also: Eine Rotorspitze bewegt sich mitunter mit der Geschwindigkeit eines Verkehrsflugzeuges, damit sollte klar genug sein, welche destruktive Energie da drinsteckt, wenn es durch dein Haus pflügt.

            Windräder bieten einfach ein zusätzliches Gefahrenpotential, weil der Wind nicht steuerbar ist. Klar, es gibt Sicherheitsvorkehrungen, aber ob im Sturm auch irgendwo eine Orkanböe mitfliegt, die das Ding zerlegt, ist nunmal nicht vorherzuberechnen. Überdies habe ich schon mehr brennende, zerstörte und umgeknickte Windräder gesehen als kaputte Atomkraftwerke!

            Weiter wirst du wohl zustimmen müssen, dass einzelne Windräder gar nichts bringen; erst in der Masse liefern sie nennenswerten Strom. Ich meine mich zu erinnern, dass man 30% der Republik zukleistern müsste, um (rechnerisch) konventionelle Kraftwerke zu ersetzen. Hast du dich mal gefragt, welche Ressourcen das kostet, vom Beton fürs Fundament bis zu den seltenen Erden für die Steuerung?

            Das Recycling von Windrädern stellt derzeit ebenfalls ein Problem dar. Das kommt jetzt in den nächsten Jahren, da die 20-Jahre-Förderung ausläuft. Und sollte da jede Menge Sondermüll zurückbleiben, bin ich mir gar nicht mehr so sicher, wie „sauber“ die Windkraft tatsächlich ist.

            Und das Grundproblem bleibt: Mit Wind- und Solarkraft kannst du keine Industrienation betreiben.

  6. Australien, wieder geiles Beispiel von medialer Ausschlachtung.

    Ein großes Feuer gibt es dort etwa alle 15 Jahre. Zuletzt aber in den 90ern, das war statistisch längst überfällig.

    Die „schlimme“, nämlich die abgebrannten Hektar werden erst seit den 70ern gemessen. In den 70ern war übrigens das schlimmste Feuer, selbst 2020 wird das nach bisherigen Schätzungen nicht übertreffen.

    Von 1990 bis 2005 gab es wesentlich mehr bzw. schlimmere Feuer als von 2005 bis 2020. Die Intensität hat also nachgelassen in den letzten 15 Jahren.

    Aber ja, schieben wir alle durch die Medien hochgehypten Naturkatastrophen auf den Klimawandel. Früher gab es solche Katastrophen natürlich nicht.

    • Also wirklich, sowas kannst du doch nicht einfach so rausplappern, du Ketzer! Die Leute wollen doch keine Fakten, sondern nur ihre Überzeugung bestätigt bekommen.

      • Ja und die Leute nehmen jede Aussage direkt als echten Fakt hin, wenn es der Bestätigung ihres eigenen kleinen Weltbildes zuträglich ist.

        • Ohne, dass ich jetzt die Quellen raussuchen würde, aber vor kurzem habe ich auch irgendwo gesehen, dass die Opfer von Naturkatastrophen weltweit stetig zurückgehen. Dürfte auch damit zusammenhängen, dass sich Bauweise, Infrastruktur und Hilfemaßnahmen stetig verbessern. Gegenüber jeder Holzhütte ist der Fortschritt aber klimaschädlich. Heißt also, dass die Klimasäue von Architekten und Katastrophenhelfern Menschenleben retten. Ist nur ein weiterer Gedanke, ob wir wirklich dem Klimaschutz alles unterordnen sollten.

          Die obige Behauptung – auch wenn ich sie nicht selber überprüft habe – passt also glaubhaft zu den Informationen, die ich auch habe.

          Und gegen die Auswirkungen des Klimawandels (der sowieso kommt) werden Ingenieure auch deutlich mehr helfen als hüpfende Schüler.

          • Weniger Opfer durch moderne Infrastruktur mag sein. Aber wenn man jetzt nach den unten genannten Quellen geht, dann ist die in Brand stehende Fläche größer als bei bisherigen Bränden, was dann der obigen Aussage widerspräche.

    • Quelle?

      The most significant bushfires in history:

      The Black Saturday Fire (VIC) in 2009, which burnt 4,500 km2 of land, killed 173 people and destroyed some 2,000 homes. Overall losses A$ 1.7bn, insured losses A$ 1.07bn (in original values).

      The Ash Wednesday Fire (VIC/SA) in 1983, which burnt 5,200 km2, destroyed some 2,400 homes and killed 75 people. Overall losses A$ 335m, insured losses A$ 176m (in original values).The Tasmanian Black Tues-day Fires (TAS) in 1967, which burnt more than 2,600 km2, destroyed some 1,400 homes and killed 62 people. Overall losses A$ 35m, insured losses A$ 14m (in original values).

      The Black Friday Fire (VIC) in 1939, which burnt almost 20,000 km2, destroyed more than 700 homes and resulted in 71 fatalities.

      [https://www.munichre.com/content/dam/munichre/global/content-pieces/documents/MR-Australia-Bushfire.pdf]

      Seit Beginn der Sommersaison in Australien (August 2019) brannte bereits eine Fläche von 37’000 Quadratkilometern, ein Teil davon steht noch immer in Flammen. (Stand 18.12.19)

      [https://www.watson.ch/international/australien/658915665-bushfire-australien-so-gross-ist-die-flaeche-im-vergleich-zur-schweiz]

  7. Die Nachricht ist natürlich positiv. man darf aber dabei nicht vergessen, dass die die Reduktion nun einmal ausschließlich auf den Bereich der Stromerzeugung zurück geht. Ursache dafür ist der Jahrhundertsommer in Kombination mit Photovoltaikanlagen. Hinzu kommt, dass die Wirtschaft nicht mehr stark gewachsen ist.

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