TEILEN

Ist das der Durchbruch, auf den Millionen deutsche Handynutzer schon so lange warten? Die großen deutschen Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) haben gemeinsam eine Lösung für ländliche Räume erarbeitet, in denen die Netzabdeckung oftmals zu wünschen übrig lässt. Wie ein Sprecher der beteiligten Konzerne verkündete, wolle man in Zukunft in betroffenen Regionen berittene Boten einzusetzen, um die Lücken beim mobilen Empfang zu schließen. (Via)

Bei aller Liebe: Aber es ist wahrscheinlicher, dass man berittene Boten einsetzt, als dass endlich mal die entsprechenden Netze zeitgemäß ausgebaut werden. Und das ist verdammt traurig…



10 KOMMENTARE

  1. ….es ist übrigens so großartig, wie man es liest, bei sich denkt: “Das kann nur vom Postillon sein”, und aber doch lieber mal nachsieht, weil man sich heutzutage einfach nicht mehr sicher sein kann, was noch Satire und was Ernst ist. 😀

  2. Tja so ist das halt wenn man ein Staatliches Quasimonopol aufbaut, um diese Strukturen aufzubrechen braucht es massive rechtliche Änderungen/Anpassungen. Also in Deutschland wird das nichts.

    Der Zustand lässt sich ja fast eins zu eins aufs Bahnnetz übertragen, noch so ne Super Idee die wir damals hatten.

    • Wo gibt es denn beim Mobilfunknetz ein Quasimonopol?

      Die Kritik teile ich gerade noch so, beim Festnetzausbau, aber wer hindert denn Vodafone oder O2 daran mehr Masten aufzustellen und die Netzqualität zu verbessern?

      Der Fehler lag von staatlicher Seite darin, den Konzernen Milliarden für die Frequenzen abzunehmen, statt sie zu verpflichten mit der Kohle für ein hochwertiges und flächendeckendes Netz zu sorgen. Saudumm ist, dass man diesen Fehler nach UMTS (3G) bei LTE und jetzt 5G halt gleich ein paar Mal wiederholt hat…

    • Der Fehler war, dass das staatliche Monopol aufgegeben und die Kommunikation dem freien Markt unterworfen wurde. Denn erst dadurch ist die Rosinenpickerei im Ausbau entstanden. Egal ob Mobilfunk oder Breitbandausbau. Der ländliche Raum ist nicht lukrativ genug und ggf sogar ein Minusgeschäft, also lassen es die Konzerne.

      Infrastruktur gehört nicht in die Hand des freien Marktes, sondern in die Hand staatlicher Betriebe die nicht gewinn- sondern versorgungsorientiert sind.

      Ja, die Deutsche Bundespost war nicht sehr innovativ. Das lag aber nicht daran, dass sie ein staatlicher Betrieb ist, sondern daran das die Entscheidungsträger der Generation 60+ angehörten und nicht progressiv waren. Das selbe kann man bei der deutschen Digitalpolitik der Bundesregierung sehen. Progressive Politik kann man von alten Menschen nun einmal in den seltensten Fällen erwarten.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here