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Einige meinen, dass wir bald auch Smartphones (wie das Galaxy Fold) für 2.000 Dollar und mehr kaufen. “Quatsch!”, sagt jetzt eine neue Studie: – wahrscheinlich werden wir das nie tun […] Immerhin gaben 62,2 Prozent der amerikanischen Verbraucher an, dass sie nie im Leben so viel für ein Mobiltelefon hinblättern würden. (Via)

Es denkt ernsthaft 38% der Befragten darüber nach, in den nächsten Jahren 2000 Dollar für ein Smartphone auszugeben? Wahnsinn. Ich hätte jetzt gedacht, dass die Prozentzahl noch wesentlich höher ist. Wobei ich trotzdem nicht glaube, dass dieser wahnsinnige Trend weitergeht. 2000 Euro war wohl in vielerlei Hinsicht ein Betatest von Samsung: Einmal für ihr unfertiges und anfälliges Galaxy Fold und darüber hinaus auch, ob die Menschen bereit sind, so viel Geld für ein Smartphone auszugeben. Man darf gespannt sein, welche Erkenntnisse Samsung daraus gezogen hat. Ich finde ehrlich gesagt Apples Preispolitik in Sachen iPhone schon extrem zu teuer – daher kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die Leute am Ende noch mehr Geld für ein Produkt ausgeben wollen, was in einem Jahr schon wieder outdated ist.



13 KOMMENTARE

  1. Hm, die Frage, die sich mir dabei stellt ist: Wie sehen die Befragten die Finanzierung des Smartphones? Zwischen 2000€ einmal Bar und 2000€ über Vertrag liegen Welten. Letzteres schmerzt den meisten Menschen weniger, weil die Kosten halt tröpfchenweise abbezahlt werden.
    Darum sind mMn auch die momentanen Preise von teils über 1000€ für ein Smartphone oftmals kein Problem.

    Auf der anderen Seite steht dann noch der Punkt, dass Smartphones schon seit einem Jahrzehnt eine Art Statussymbol für manche Menschen sind. Je teurer desto “wertiger” und umso mehr “woaaah”.
    Der Nutzen der Geräte fällt da eher hinten runter, oder kurz: die Funktionen sind für die meisten Overkill, werden nicht genutzt, aber hauptsache haben, muss möglichst “angesagt” sein aka Markenhersteller und viel Geld dafür hingelegt haben.

    MMn ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Hersteller selber merken, dass der Verkauf über die Marke und Style bei einem Großteil der Kunden besser zieht als die Hardware-Eigenschaften und die Hardware dann etwas abgesenkt wird zum gleichen oder höheren Preis gegenüber vorherige Generationen (Apple ging mit dem Apple iPhone XR ja sehr erfolgreich diesen Weg).
    Die Preise für Topmodelle dürften dann noch weiter steigen.

  2. Die Rechnung ist relativ einfach bzw. die Fragestellung dahinter:
    1) Habe ich prinzipiell das Geld, mir ein derartiges High-End-Gerät zu kaufen?
    2) Brauche ich PERSÖNLICH die Features, die mir das Phone bietet?
    3) Kann ich BERUFLICH eventuell aus dem Gerät Vorteile generieren?
    4) Ist der Preis für die verbaute Hardware fair?

    Spätestens bei Punkt 4 ist Apple die letzten Jahre in meiner Gunst massiv gesunken. Ein Verschluss gegenüber anderer Technologien und somit aktive Bremse des “One for all”-Prinzips, wodurch man immer genötigt war, Lightning zu haben.. ihre MACs nur unter speziellen Rahmenbedingungen trotz extremen Preisschild fürs Gaming geeignet.. das zeigt einfach die eitle “Wir sind Apple”-Mentalität.. und dann idR viel später als der gängige und viel preiswertere Android Markt raus kommen mit “WIR HABEN!!11elf” kauft denen halt auch nur noch ein naiver Mensch ab. Dazu diese harte Restriktion auf ihr eigenes Ökosystem um sich dann dafür in irgendwelchen nichtssagenden Benchmarks dafür zu feiern, dass ihr hart restriktives System gut abschneidet.. na Danke.

    Apple feiert sich für den Dark Mode… “Wie, ihr hattet die letzten Jahre keinen Darkmode?”
    Apple feiert das AOD Display von der Watch… “Hä? Meine 200 Euro Budget Smartwatch von Samsung hatte das schon im Vorgängermodell.. und dazu auch Schlafmessung..”
    Apple gibt den eigenen Displays irgendwelche fancy klingende Namen… Bezieht diese aber von Samsung und könnte auch einfach das markttypische “LCD” und “OLED” verwenden statt so zu tun als hätten sie irgendwas besonderes.

    Zum Glück muss auch Apple mittlerweile sich eher an den Massenmarkt anpassen und der Massenmarkt will halt – wie die Statistik zeigt – eher so 200-300 Euro Smartphones. Daher wird sich das SE2 (IPhone 9) besser verkaufen als IPhone 10, 11 und 12.. weil die breite Masse ein derartiges Upgrade für das Apple Preisschild nicht braucht.

    Kurzum: Trau, schau, wem.

    Jedoch kann ich eben aufgrund von Punkt 1-3 durchaus jene Leute verstehen, die zum Premium-Segment greifen. Ich gehöre da auch dazu und spare eben durch minimalste Ladezeiten bei meinen Android Anwendungen jeden Tag Nerven/Zeit und teste damit auch beruflich Apps, weswegen ich auch einen beruflichen Vorteil daraus generieren kann.. darum kaufe ich Premium-Smartphones.

  3. 2.000 Euro… Klar, wenn man sichs Leisten kann und das Geld nirgends anders fehlt. Aber wie viele brauchen so ein Handy? Bzw. die Leistung davon. Mir reichen persönlich die Grundfunktionen, die jedes Handy unter <300 Euro erfüllt und nutze die gesparten 1.700 für etwas anderes, was mir mehr Vorzüge bietet.

  4. Ich mag mein iphone 6, auch wenn es aus dem letzten Loch pfeift. Es wird hoffentlich in den naechsten Monaten durch ein SE 2 ersetzt. Den Tausender fuer Iphone 11 und 12 spar ich mir.

  5. Lol, bei mir liegt die Grenze bei maximal 250€. Für Internet, WhatsApp und Telefonie auch völlig ausreichend.
    Wenn ich sehe wie manche sogar nen Kredit für ein Iphone aufnehmen, kann ich mir nur an den Kopf fassen. Aber auch die Menschen, die Smartphone oberhalb der 500€ Grenze unterstützen werde ich nie verstehen.

  6. Ich war eig auch bei 1000€ raus, bis ich das 11Pro ausprobiert habe. Die knapp 1400 tun zwar weh, aber man kann mittlerweile auch 1000€ für eine Grafikkarte bezahlen. Konsum kostet, die Inflation ist da. Aber solange die Börse 30% pro Jahr abwirft, ist das relativ egal. Man darf halt nur nicht arm sein.

    • Warum ist das “erschreckend”? Wer möchte und es sich leisten kann, soll doch einfach, oder? Warum muss man sich immer für andere den Kopf verrückt machen, einfach selbst nicht kaufen. Man muss auch nicht immer alles was andere machen gutheißen oder nachvollziehen können, solange es einen selbst nicht deutlich schlechter stellt. Und nein, ich würde das Geld auch nicht ausgeben, daher habe ich aktuell auch schon nicht das größte iPhone gekauft. Aber bitte doch einfach jeder, wie er meint – ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.

    • Es soll auch Leute geben, die mehr als 10.000 Euro für ein auto ausgeben. Nur damit sie beim von A nach B fahren angeben können.

      Wer es sich leisten kann, soll sein Geld ausgeben wofür er es richtig hält.

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