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„Sechsfach-Mord in Rot am See: Der Täter soll nächtelang am PC gesessen haben“ – so titelt die Bildzeitung

Man gut, dass wir hier von der Bild aufgeklärt werden. Ich habe schon gedacht, dass der Kerl ein ganz normaler Amokläufer sei – aber jetzt kommt raus, dass er nächtelang am PC gesessen hat, das Schwein. Wahrscheinlich hat er auch noch Computerspiele gezockt und seine Tat in dem Killerspiel World of Warcraft mehrfach durchgespielt. Danke liebe Bildzeitung, jetzt wissen wir endlich bescheid…



31 KOMMENTARE

  1. “Sechsfach-Mord in Rot am See: Der Täter soll nächtelang am PC gesessen haben”
    …und hat sich Katzenvideos angeschaut….WHAT THE HELL?

  2. Wieder mal ein Sportschütze der ein Amoklauf macht bzw wieder einer der Zugang zu Waffen hat, mithilfe von Schützenverein.
    Amokläufer von Erfurt: Täter war im Schützenverein.
    Amokläufer von Winnenden: Vater war Sportschützen und hatte 15 Waffen im Haus!
    Die Sportart „Sportschütze, Schießen bzw. Schützenverein“ gehört General verboten! Weil es ist kein Sport das Ziehen und das töten zu Trainer denn was anderes ist es nicht.

    • Ich würde nicht soweit gehen es zu verbieten. Das halte ich für Blödsinn.
      Aber regelmäßige psychologische Untersuchungen fände ich angemessen.

    • genau das gleiche geblubber wie Bild veranstaltet. Der is Amok läufer weil er Sportschütze/ Gamer ist also verbietet Sportschießen/Killerspiele.

      Das problem ist nicht das diese Leute durch ihr Hobby radikalisiert werden. Es gibt kein „das ganz allein ist schuld das der Junge so wurde“. Es ist nunmal ein Psychologisches/ Sozialer Außenseiter problem.

      Von mir aus könnte man solche vereine verbieten, Gaming auch aber mal ehrlich, soll das wirklich was ändern? Ein amoklauf begründet sich genausowenig auf ein schützenverein wie auf videospiele.

    • @Ranock: Ich nehme mal an, du warst noch nie in einem Schützenhaus oder einem Schützenclub auf der Anlage, oder?
      Es gibt bei Sportschützen keine sogenannten Mannscheiben oder Silouette-Scheiben! Es wird auf Kreise oder Ovale gezielt und geschossen. Das Ziel dabei ist nicht das Töten zu trainieren, sondern nur die Treffsicherheit und die Anzahl der erreichten „Ringe“ oder Punkte zu erhöhen.

      Wenn ich deinem Gedankengang folgen würde, müsste hier auch wieder der Ruf nach dem Verbot von Brot, Wasser oder dem Atmen aufkommen.

      Die meisten Sportschützen betreiben ihr Hobby seriös und nur ein paar schwarze Schafe bringen immer wieder diese Diskussionen auf.

      Glaubt wirklich jemand daran, dass ein Verbot von Waffen dazu führt, dass keine mehr zu solchen Taten verwendet werden würden?
      Funfakt: Seit dem großflächen Verbot bestimmter Messerarten steigt die Anzahl der Taten mit Messern wieder rapide an. Vielleicht werden nicht mehr Butterfly-Messer eingesetzt, aber das normale legale Klappmesser tut es zur Not ja auch…

      Und dann noch mal zu den aufgezählten Amokläufen:
      Beide Täter haben sich die Waffen illegal besorgt, der eine hat sie seinem Vater geklaut, der diese nicht ordnungsgemäß aufbewahrt hat, der andere hat sogar die Aufsichtsbehörde getäuscht um an die Waffen zu kommen. Da steckt also schon eine ziemliche kriminelle Energie dahinter. Wenn sie nicht so „leicht“ an die Waffen gekommen wären, dann hätten sie sich diese sicher auf anderem Wege organisiert, verhindert hätte es sie sicher nicht.

    • Die Chance das Leute die im Schützenverein sind auch CDU / CSU Wähler oder Mitglieder sind doch sehr hoch .

      Gab es da nicht nach Winnenden diesen Vorfall das Seehofer oder Söder ein Game rLan-Treffen (höfflich gesagt) Kritisiert haben . Aber am Selben Wochenende ein rede vo dem Bayrischen Schützen Verband gehalten haben .

  3. Verliert man durch Mord, seine Erbberechtigung am Erbe des/der Opfer ?
    Ich meine, dies ist nicht der Fall… Darüber könnte die BILD mal schreiben.

  4. Womit mal wieder davon abgelenkt werden soll dass der Mann Sportschütze war. Ich hab keine Ahnung der wievielte Amoklauf das jetzt in Deutschland ist der von einem Sportschützen oder mit den Waffen eines Sportschützen begangen wird, aber darüber darf man ja keine Debatte führen. Da diskutieren wir in Deutschland halt lieber über virtuelle Waffen als über Reale.

    • Du weißt schon das wir in Deutschland erst wieder eine Verschärfung des Waffenrechts hatten und das wir in Europa das schärfste Waffenrecht haben? Das man als Sportschütze alle zwei Jahre überprüft wird ob man das Bedürfnis für eine WBK und eine damit verbundene Kurz oder Langwaffe noch hat?

      • Es ist ja auch so unglaublich schwer Sportschütze zu werden. Volljährigkeit und ohne aktuelle Vorstrafen und schon gehts zum nächsten Sportschützenverein.
        Nach einem Jahr kann man sich den Schein holen und zu Hause ein paar Selbstlader und Pistolen hinlegen. Genug damit der eigene Sohn damit eine Schule oder ein Einkaufszentrum „besuchen“ kann.

        Die Waffen dürfen doch, so oder so, nicht außerhalb eines Schießstand benutzt werden. Warum gibt es keine Verpflichtung die Waffen im Vereinshaus zu lagern?
        Oder zumindest die Munition?
        Nein, jeder kann sie zu Hause haben. Und die tolle Vorgabe das sie in den Safe gehören hilft auch nur bei kleinen Kindern.

        • Harry! Normalerweise lässt man den Schlüssel für den Safe auch nicht einfach so herum liegen so das der eigene Sohn an die Waffe kommt. Im besten Fall hat man den nämlich immer am Mann. Ich kann mir nicht vorstellen das jeder Sportschütze ein potenzieller Amokläufer ist.

          • Natürlich ist nicht jeder Sportschütze ein potenzieller Amokläufer. Das wäre genauso dumm wie jeden Gamer als Amokläufer zu sehen.
            Aber Fakt ist nun mal das die meisten Amokläufe von Sportschützen oder mit den Waffen von Sportschützen durchgeführt wurden.
            Und es gibt genügend Geschichten von verzeifelten Jugendlichen die selber einen Amoklauf gemacht hätten wenn sie nur die notwendige Feuerkraft gehabt hätten.
            Und das der Schlüssel „nicht einfach so“ rumliegt sollte so sein. In der Realität kenne ich selber zwei von der Sorte die den Schlüssel im Nachtisch neben dem Bett haben. Weil der Sohn da ja nie dran gehen würde…

        • Weil wir sonst in jedem Dorf dicke Waffendepots mit zehntausenden Schuss Munition hätten, die lukrative Einbruchsziele für Menschen mit nicht so edlen Absichten wären.

          • Naja, jetzt haben wir diese Waffendepots in privaten Haushalten. Ist das viel besser?
            Es gibt Vereine die auch anbieten die Waffen dort zu lagern. Warum wird das nicht einfach zur Pflicht. Oder kann mir jemand erklären aus welchem Grund man die Waffen zu Hause lagern muss?

        • Ja, Waffen Senken sicherlich die Hemmungen und machen auch die Ausführung leichter. Deswegen ist es gut, diese zu regulieren.
          Allerdings kannst du das nie ganz verhindern. Sonst geht der ins Darknet, an den nächsten Bahnhof oder zückt ein Küchenmesser.

          Grund für so etwas ist die Situation oder der Psyche bzw. eigentlich immer eine Mischung aus den beide Elementen.

          Sportschützen sind da auch nicht schlimmer oder besser als Gamer.

        • Ich habe extra einen Tresor mit Zahlenkombination, den knackt auch kein großes Kind und auch nicht meine Frau 😉
          Tresore mit Schlüssel finde ich auch albern, denn niemand hat 24/7 den Schlüssel bei sich.

          Zur Lagerung Copy&Paste (mit kleiner Anpassung) aus Stevinho Talks #433 von mir:
          Die Waffen werden zu Hause gelagert, weil die wenigsten Vereine in der Lage sind die Waffen aller Mitglieder zu lagern. Wir haben um die 300 Mitglieder und sind damit zwar hier in der Stadt der größte Verein, in anderen Städten gibt es aber bestimmt noch deutlich größere.
          Die meisten Mitglieder besitzen nicht nur eine Waffe, sondern schießen verschiedene Disziplinen, die unterschiedliche Waffen voraussetzen.
          Da kommen ganz schnell mehrere hundert Waffen zusammen. Ein solches “Waffenlager” hat vermutlich eine hohe Anziehungskraft auf Kriminelle und müsste permanent überwacht werden. Dazu kommt noch, dass mein Verein gar keine Räumlichkeiten besitzt. Wir sind auf einer öffentlichen Schießanlage eingemietet, die sich auf dem Gelände einer (Beruf-)Schule befindet. Dort würde ich auch nicht gerne ein Waffen- und Munitionsdepot haben wollen.

          Munition außer Haus zu lagern geht auch nicht. Wenn man den Schießsport ernsthaft betreibt, testet man die Munition aus und wenn man eine gefunden hat, die zur eigenen Waffe passt, wird davon gleich eine größere Menge der gleichen Charge gekauft. So kommen ganz schnell tausende bis zehntausende Schuss pro Schützen/Disziplin zusammen. Man bräuchte neben den Banktresoren für die Waffen also auch noch einen Munitionsbunker.

        • @Harry: Oh ja, es ist unglaublich einfach… Du darfst keine einschlägigen Vorstrafen haben must einem Verein beitreten, dort mitrainieren und zeigen, dass du mit dem Sportgerät umgehen kannst und die nötige Reife im Umgang zeigst (unter 25 Jahren geht es dann sogar noch zum Psychologen), dann musst du noch die ziemlich fiese Waffensachkundeausbildung über dich ergehen lassen und einen Test mit einer sehr kleinen Fehlertolleranz bestehen.

          Also jede Menge Arbeit, Zeit und vor allem Geld ist hier von Nöten, nix mit mal schnell…

          Nach alle dem darfst du dir eine Waffenbesitzkarte beantragen und dann auch die Eintragungen für den Erwerb von Waffen. Allerdings bekommst du nicht gleich an ganzes Lager erlaubt, nein man fängt klein an, mir nur ein paar und dann auch nur, wenn der Verein, in dem du bist die passenden Disziplinen anbietet. Also wer in einem Kleinkaliberverein steckt, der bekommt nicht einfach so ne Waffe im Kaliber 9mm oder .357 genehmigt.

          • So komplex ist es in der Praxis nie.
            Auch gibt es andere Wegen, an Waffen zu kommen.
            Waffensammler bekommen auch Waffenbesitzkarten ohne in Vereinen zu sein. Gewerbliche Anwendungen auch.
            Ein Freund hat vor kurzem über ein Erbe 10 Waffen geerbt. Mehr als ein Schreiben vom Ordnungsamt gabs nicht. Der könnte jetzt machen, was er will. Solche Waffen landen sehr häufig in illegale Netzwerke, da sie anders schwer verkäuflich sind und niemand 5000€+ einfach verschrotten lässt (auf eigene Kosten…).

            Du brauchst btw. auch keinen Waffenschein, um im Verein zu schießen.

      • Mir ist klar dass unser Waffenrecht sehr streng ist, allerdings scheint es nicht sehr wirkungsvoll zu schützen. Nur mal die Amokläufe mit Sportschützen die Bundesweite Schlagzeilen hatten:
        -1999 Bad Reichenhall, Vater war Sportschütze
        -2002 Erfurt, Täter war Sportschütze
        -2009 Winnenden, Vater war Sportschütze
        -2010 Lörrach, Täterin war Sportschützin
        -2013 Dossenheim, Täter war Sportschütze
        -2015 Ansbach, Täter war Sportschütze
        -2020 Rot am See, Täter war Sportschütze

        Ich kann verstehen, dass es einen als Sportschützen ankotzt wenn man unter Generalverdacht steht. Aber wenn ein erschreckend hoher Prozentsatz der Amokläufe in Deutschland mit eben diesen Waffen begangen wird, scheint das aktuelle System wohl nicht so gut zu funktionieren. Was spricht eigentlich dagegen die Waffen gesichert im Verein zu lagern und nur zum Sportschießen rauszuholen?

        • Es gibt Richtlinien für sowas. Wir können Waffen im Schützenverein Lagern, dieses Grundstück muss aber Bewohnt sein. Das heißt das man einen Anwohner auf den Grundstück braucht. Viele Vereine können sich das nicht leisten weil sie A) Nicht die Wohnfläche haben und sich meistens in einem öffentlichen Gebäude einmieten
          und B)
          Man dort auch wieder die Kapazitäten schaffen muss mit geprüften Tresoren um diese auch zu Lagern.

          Natürlich gab es in der Vergangenheit einige Amokläufer die mit Sportwaffen um sich geschossen haben. Aber wie Viele Messerstechereien gibt es in Deutschland? Natürlich ist eine Schusswaffe immer Gefährlicher aber solange ich ein Messer, Schlagring oder einen Schlagstock frei in einem Laden kaufen kann ist das das größere Problem.

          • Nachtrag:
            Jeder der an eine Schusswaffe kommen will kommt auch an eine. Solange man einen kleinen Waffenschein beim Amt für nichts bekommt ist diese Gefahr einfach größer. Ich sage da nur aufbohren der Läufe von älteren Schreckschuss waffen.

          • Immer fein Quatsch nachplappern?
            Gaspistolen sind mit Zink gegossen und haben Sollbruchstellen, nur die Sperre ist Stahl. D.h. das Entfernen der Sperre zerstört i.d.R. den gesamten Lauf. Der Lauf hat Maße, welche das Laden echter Munition verhindern (9mm Gaspistolen sind keine 9mm).
            Der Zink-Lauf sorgt dafür, dass er dir erstens recht schnell um die Ohren fliegt und zweitens kaum Leistung mitgibt. Eine Patrone, die mit 30m/s zu dir fliegt, kommt kaum durch Muskeln durch bzw. wird dich nie treffen, da zu ungenau.
            Tatsächlich ist mir kein einziger(!) tödlicher Fall bekannt, welcher mit umgebauten Schreckschusswaffen in Verbindung gebracht werden kann.

            Der Aufwand, sowas aus dem Ausland oder „ältere“ (was auch immer das heißt) zu finden und durch den Zoll zu bekommen, ist größer als schwarfe Waffen zu kaufen/klauen (z.B. von Antikhändlern)

            Btw. sind sowohl Schlagringe als auch Schlagstöcke illegal. Das Mitführen von größeren Messern auch (größer = >13cm). Was ist das also bitte für ein Argument? Als nächstes erwähnst du Autos?

    • Sportschützen haben halt eine lange Tradition, Gamer haben diese nicht(in der öffentlichen Wahrnehmung). Bin mit einem jungen(35) Wirt befreundet. Haben bei ihm Fussball geschaut und sind nach par Bier auf die Idee gekommen in den Schützenkeller zu gehen. Haben dann mit den Gewehren rumgeballert. Verdammt einfach an „Waffen“ zu kommen wenn man deren Schlüssel hat. Aber macht ja Nix, ist ja ein Verein!

      • Und was hat das mit den Sportschützen zu tun? Da muss dann der Betreffende Schützenverein reagieren. Und wenn wir gerade dabei sind. Lass uns auch gleich Kneipen und Bier verbieten. immerhin habt ihr ja rumgeballert und hättet mit den Dingern rausgehen können. Das habt ihr aber nicht gemacht weil ihr vermutlich genug Gesunden Menschenverstand habt um zu wissen das das eine Scheiß Idee ist. Es sind immer Einzeltäter und Außenseiter die Amokläufer begehen.

  5. Wird Zeit, dass „am PC sitzen“ endlich staatlich überwacht und reguliert wird. Jeder, der brav 40 Stunden pro Woche arbeitet, bekommt dann z. B. 10 PC Stunden für die Woche. Und bitte endlich das böse „Gaming“(was soll das eigentlich sein?!) verbieten! So kann es nicht weiter gehen. Jeden Monat rastet irgendein PC-Nutzer aus und wird zu einer Gefahr für andere Menschen.

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