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Spannender Video, welches einem einen sehr interessanten Blick hinter die Kulissen beschert. Schon interessant, mit welcher Arroganz Lego Kleinhändler bzw. wie in diesem Fall mit einem großen Youtuber und Werbeträger umgeht. Erinnert irgendwie ein bisschen an Disney und ihre Politik in Sachen Kinos, oder?



13 KOMMENTARE

  1. Von der Qualität der Konstruktion der Sets an sich liegt Lego meiner Ansicht nach immer noch vorne.
    Was für die anderen Hersteller spricht ist, dass die auch sehr schöne eigene Sets im ANgebot haben und natürlich der Preis.

    Ich habe in den letzten Monaten ein paar Sets ausprobiert. Die Steinequalität der anderen ist sehr gut.
    Die Sets haben gerne mal in der Konstruktion selbst die ein oder andere Nickeligkeit.
    z.B. 701504 Camaruo von Sembo: Interessante und tolle Konstruktion, aber ein Stein am Armaturenbrett den die Anleitung da vorsieht hält da mit 100%iger Sicherheit nicht.
    Fällt jetzt nicht sonderlich auf, macht das Modell nicht wesentlich schlechter aber bei Lego würde sowas eben nicht passieren.

    Die Kinder einer Freundin hatten auch viel Freude mit den Häusern von Wange. Bei Häusern sieht es bei Lego schon von der Auswahl her mau aus. Und preislich hat man natürlich auch hier gigantische Unterschiede.

  2. Ja klar, aus Marketingsicht war es nicht optimal gelöst von Lego. Deren Problem war auch nicht der Herr der Steine an sich. Er wurde ja abgemahnt wegen seines Logos, weil es dem Lego-Stein ähnlich gesehen haben soll. In Wirklichkeit ging es aber nicht um dieses Logo, Lego hat da, wie viele Unternehmen, einfach Sorge vor dem „Dammbruch“ und dass immer mehr Dritthändler immer ähnlichere Logos verwenden, wenn sie es bei einem durchgehen lassen.

    Wie gesagt, strategisch klug gelöst war das nicht, vor der Abmahnung hätte man ihn auch einfach mal dezent ansprechen können und einfach darum bitten das Logo anzupassen.

  3. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36815/umfrage/umsaetze-der-lego-group-seit-2003/

    Weil es dem Umsatz am Hintern vorbeigeht. So wichtig, wie sie immer denken, sind Youtuber und Influencer nunmal nicht, zumal in „traditionellen“ Branchen, die auf Werbung im Prinzip nicht angewiesen sind. Jeder kennt Lego, jeder mag Lego, jeder kauft Lego. Was dann irgendein Steinherr dazu sagt oder meint, ist relativ wurscht, auch wenn der Shitstorm noch so groß ist.

    • Mag ja alles richtig sein, aber rechtfertigt das, sich gegenüber Kleinhändlern oder Youtubern so zu verhalten? Ist ja nicht so, als hätte er groß was gefordert oder so. Er wollte im Prinzip einfach nur sein Ding machen – und wurde dann von Lego abgemahnt…

      • Er wurde nicht von Lego abgemahnt. Er hat ein Logo angemeldet, auf den ein von Lego geschütztes Markenzeichen zu sehen war. LEGO musste dagegen Vorgehen, um ihre Marke nicht zu verweichen. Wie Blizzard mit WiE und iligallen Servern. Dies ist ein normaler Vorgang. Darüber das Lego nicht alle Sets an alle Händler liefert ist verbesserrunswürdig.

        • Das ist nicht richtig. In DE verlierst du den Urheberrecht nicht, wenn du andere nicht verklagst. Das ist nur im amerikanischen Recht so. Außerdem hätte der Held den Streit ja auch gewonne, sagt er ja auch selbst im Video.

          • Das mag so sein. Allerdings ging es hier ja nicht um ein Urheberrecht, sondern um eine eingetragene Marke. Bei einer Marke muss Lego wegen § 8 (2) Nr. 3 MarkenG aktiv werden.

    • Falsch.

      Und das hat die Pressestelle von Lego selbst schon bestätigt.

      Nur weil es eine Steigerung im Umsatz gibt, ist das noch kein Grund, diesen und viele andere grobe Patzer im Kontakt mit Partnern, Influencern und sogar Kunden als nicht relevant abzutun.

      Was z.B. mehrere deutsche Influencer in dem Bereich kritisieren ist, dass man den Umsatz im Bereich des Verkaufs der Steinchen-sets immens erhöhen könnte, wenn man mal anfangen würde, auf Wünsche oder Ideen einzugehen.

      Immerhin erlebt der Handel im Bereich „nicht-digitales Spielzeug“ (vor allem Holzspielzeug und Bauklötze) derzeit ein gutes Hoch und im Vergleich dazu stinkt Lego ganz schön ab, obwohl man Lizenzen von Marvel, DC, Herr der Ringe, Harry Potter und unendlich vieler anderer beliebter fiktiver Universen besitzt.

      Wenn das Bild sich weiterhin so negativ entwickelt, muss man sich ernsthafte Gedanken über die Konkurrenz z.B. durch KRE-O (Hasbro) oder Megabloks (Matell) machen.

      Außerdem finde ich es richtig, wenn der „Held“ kritisiert, dass ältere Generationen von Lego überhaupt nicht angesprochen werden.

      Während die Konkurrenz derzeit qualitativ aufzuholen hat (immerhin hatte Lego 50 Jahre Vorsprung und wurde durch Patente geschützt), sind die Sets meist bei gleicher Teilchenanzahl gut 50% billiger (in Zukunft ‚günstiger‘ ;))

    • Da würde ich mal lieber ein wenig hinter die Statistik sehen an deiner Stelle. 2017 ist der Lego Umsatz dramatisch eingebrochen und die letzten beiden Jahre kompensiert das eigentlich nur das Geschäft in China. Lego wächst dort mit aller Gewalt, macht jährlich 150 Läden auf und die Strategie geht vorerst auf. Dadurch sind aber auch die ehemaligen Chinalegokopierer erstarkt und drängen nun auch auf den westlichen Markt. Lego hat schon lange die Kinder verloren (also gemessen daran mit ihnen über 4 Milliarden Euro Umsatz machen zu können) und vergrault die Adult Fans mit ihren immer merkwürdigeren Aktionen massiv. Wäre Harry Potter und Star Wars nicht läge man schon wieder im Dreck wie Anfang der 2000er. Die lernen einfach nicht dazu…

    • Naja komm, der Herr hat jahrelang unbezahlte Werbung betrieben und ist mittlerweile bei einer Viewergröße von mehr als 100k pro Video.

      Es ist einfach dumm, so etwas zu ignorieren. Mit minimalem Aufwand und etwas entgegenkommen hier und da, hätte er es ja weiter betrieben.

      Mag ja sein, dass es im großen und ganzen nicht relevant für den Umsatz ist. Aber die Kosten, welche es bräuchte um den Helden glücklicher zu stimmen bzw. es sind ja noch nicht mal Kosten sondern einfach ein freundlicherer Umgangston, sind auf jeden Fall geringer als den Umsatz den er durch seine Werbung für Youtube generiert.

    • Nur weil der Umsatz nach oben geht, heißt es nicht das diese Shitstorms keinen negativen Effekt haben. Sie haben sicherlich keinen positiven Effekt dadurch erzielt und werden sicher Kunden verloren haben, der Umsatz hätte mit einen freundlichen Umgang sicherlich höher ausfallen können.

      • Ich denke Shitstorms gegen Lego sind da vielleicht nicht mal so der Faktor.
        Aber langsam merkt die Kundschaft, dass andere Mütter auch schöne Töchter haben. Lego wird sich früher oder später stärker mit der Konkurrenz auseinandersetzen müssen. Eigentlich kann das für den Verbraucher nur gut sein.

      • Der Markt an alternativen Klemmbausteinen waechst stetig, und wird immer Groesser. Und ich rede hier nicht von Kopierten Sets. Man muss sich nur mal CADA oder COBI anschauen, oder Xingbao. Lego’s Vormachtstellung broeckelt.

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